
mich mal kurz zu Wort melden muss. Mit deinem ersten Satz bin ich einverstanden. Bei deinem zweiten kenn ich mich nicht aus. ähh, Jäger machen Antijagdtraining mit ihren Hunden

?
Der dritte Satz ist jedenfalls der richtigste

Ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass sich die Jägersleut soviel Zeit nehmen, ihren Hund mit Teletakt und was weiß ich was alles, so hinzukriegen, bis er ihren Vorstellungen entspricht. Braucht zuviel Zeit, gibt ja genug Jagdhunde, die nicht so einen übersteigerten Trieb haben und wieder zurückkommen, ohne die Jagdbeute getötet und gefressen zu haben. Gut, vielleicht wenn sie überzeugt sind von dem Hund, dass sie´s mal oder mehrmals mit gewaltsamen Tele probieren. Und natürlich wirds auch genug Brutalos geben, mit schrecklichen Methoden und auch mehr oder minder Erfolg haben.
Ich glaube aber, die Mehrheit wird wohl den Hund an "Normalverbraucher" abgeben, weil zu wenig oder zuviel Trieb. Beides kontraproduktiv.
Gibt ja noch genug Länder, wo mit Hunden richtig gejagt wird, wo das Überleben von Mensch und Hund abhängt. Erweist sich einer nicht als tauglich, wird er wohl nicht überleben.
Öhm, mit Bindung an den Besitzer, Milano, hat der Ungehorsam in Angesicht eines Hasen oder dem Geruch einer Fährte in der Nase, rein gar nix zu tun. Hat Hundi einen übersteigerten Jagdtrieb, hilft schlichtweg nix. Mit der Schleppe kann man dann höchstens andere Spielchen machen
Was die Geschichte des getöteten Rehs angeht, jep, da kann ich Grimms Märchen erweitern. Kein Mensch kann glauben, dass ein kleines einzelnes Whippchen, ein Reh töten kann. Dennoch ists passiert. Auch im eigenen Garten. Rehl wurde gehetzt, in die Hinterbeine gezwickt, kam zu Fall, Hund biss auch in die Gurgel, Reh kam nicht mehr hoch, wohl an den Beinen verletzt. Besitzer liefen in den Garten, das Reh verblutete, keine Rettung mehr. Der verständigte Jäger konnte das nicht glauben. Passierte noch einmal. Hund wurde durch die Hufe ziemlich verletzt, das Reh, ebenfalls schwerst verletzt durch Gurgelbiss, musste durch den selben Jäger, ders nicht glauben konnte, erschossen werden. Besitzer bekamen eine ordentliche Geldstraft und die Verwarnung, dass sie ihre Hunde auch im eigenen Garten so zu verwahren hätten, dass das Wild ungehindert durchgehen kann

Der Hund kann nach wie vor, in wildarmen Gegenden ohne Leine laufen, hat nicht sofort ab.
Im Gegensatz zu meiner ersten Hündin, die wohl schon vor ihrer Geburt einen Jagderfolg haben musste! Im zarten Alter von 6 Monaten, sah sie den ersten Hasen, klick, vorbei wars, den hatte sie anscheinend zu Tode gehetzt. Den zweiten Hasen sah sie, während wir mit anderen Hunden unterwegs waren. Sie löste sich von der Gruppe, weg war sie. Klick, für den Rest ihres Lebens. Den hatte sie nicht erwischt, dennoch von da an war sie nur noch auf Suche, mit Nase und Augen. Durfte nur noch in absolut sicheren Gebieten von der Leine und selbst da war sie oft lange verschwunden, weil auf Suche.
Sie hätte man niemals für die Jagd einsetzen können, ob mit oder ohne Gewalt. Meine zweite könnte ich mir sogar vorstellen, ihr Jagdtrieb ist nichtmal mittelmäßig ausgeprägt. Doch er ist da und sehr gut steuerbar.
lg Heidi