Ich denke immer noch, dass da viel zu viel Tamtam gemacht wird.
Früher gabs das alles nicht. Da holte man sich einen Hund auf den Hof und dieser hatte seine Aufgabe, ob er wollte oder nicht.
Heut versucht man alles auf "hundepsychologische" Art zu meistern. Man holt sich Infos aus Hundeschulen, Büchern, I-Net u.s.w....
Nur aufs eigene Bauchgefühl vergessen viel zu viele.
Für alles und jenes sucht man eine Erklärung und denkt schon drüber nach.
Natürlich ist es wichtig einen Hund zu beschäftigen. Klar, dass einem einsamen Wohnungshund nach stundenlangem Warten auf seine Leute fad ist. Die ganzen Verbote und Zwänge machen es auch nicht leichter, z.B. Leinenzwang ec., Auch ist unsere schnelllebige Zeit viel Schuld daran, denn kaum jemand hat Möglichkeiten zum Nichtstun.
Beachtet man ein wildlebendes Hunderudel dann läufts bei denen ganz anders ab. Keiner stellt denen die volle Futterschüssel hin und geht dann mit ihnen ins Bett schlafen. Da sind die Aufgaben verteilt und auch in der Nacht wird Wache gehalten.
Auch vergessen viele, dass ein junger Hund aufgeweckt und wissbegierig ist. Viele Hunde können diesem Drang auch nicht mehr nachkommen, weil eben (fast)alles verboten ist.
Wo kann man heute noch seinen Hund frei laufen lassen, ohne daß nicht irgendjemand sofort ein Gesetz zur Stelle hat?
es kommt halt drauf an, welchen hund man erwischt.
unser erster hund war eine seele von kamerad. er wurde mit 4 wochen von seiner mutter (hinterhofgeburt) getrennt, kam zu uns hundeanfänger und lebte fast 14 gute jahre, ohne gröbere probleme mit uns zusammen.
mit dem zweiten hund (sollte als zweithund dazukommen), haben wir ebenso ohne tamtam gehandelt, bzw. hab ich ihn als teenie einfach angeschleppt. damit sind wir mehr als eingefahren!! diese erfahrung, wenn man ohne tamtam zu einem richtig aggressiven und schwer kranken hund kommt, möchte ich niemandem zumuten.
nach diesem erlebnis und nach dem ableben unseres ersten hundes war noch viel mehr tamtam um die anschaffung des nachfolgers. aris war wirklich überlegt ausgesucht und zu uns geholt. da wir trotz 2 hunde noch hundeanfänger waren, haben wir zu 100% auf tierarzt und die damalige huschu gehört. was nicht immer so gut war.
weiteres tamtam gemacht um ne lösung zu finden. die nun für alle passt. jeder, der aris heuer erleben durfte, weiß, was ich meine

er ist wundervoll. *schwärm*
bevor soah eingezogen ist, war ein richtiger familienrat. mittlerweile haben wir den überblick, was das alles bedeuten kann und haben uns so bewußt für ihn entschieden.und es gab nie probleme mit dem hund an sich! klar, er ist jung, und er ist teilweise pubertär usw. aber nichts, was nicht in den griff zu bekommen wäre. soah war von anfang an hammer, ohne großartig verbessern zu müssen. mit ihm haben wir allerdings schon aris' erfahrungen gemacht und wußten, wie es am besten geht (das drama des "übungshundes"

)
wir machen um soah kein wirkliches rumgescheiße.. weil wir recht vieles schon wissen bzw. anwenden können. und wenn nicht, wissen wir, wo wir uns das fehlende wissen einholen können.
ich denk, dieses vorab-rumgescheiße entsteht wohl nur aus der angst, dass keiner riskieren möchte, einen problemhund zu bekommen. schaut euch doch die heutigen horrormeldungen an.
hunde wurden schon seit ewigkeiten in privater hand gehalten. aber irgendwie wirkt es durch medien und co, als seien sie erst im letzten jahrzehnt krank, gestört und verhaltensauffällig geworden.

dem will jeder vorbeugen. lieber beschäftigen als auf dumme gedanken kommen lassen
