Arbeitsintensität/Dauerbeschäftigung

Find ich lustig - eine Zeit lang hat alle Welt versucht sich gegenseitig zu übertrumpfen - ich geh öfter in die Hundeschule, nein aber ich geh viiiiel länger Spazieren und meine Hund kann 199 Kunststücke etc..
Und jetzt genau umgekehrt... ich mach ja kaum was, na und ich mach noch viiiel weniger etc
:D

Danke, genau das dachte ich auch gerade :D
 
Ich denke immer noch, dass da viel zu viel Tamtam gemacht wird.

Früher gabs das alles nicht. Da holte man sich einen Hund auf den Hof und dieser hatte seine Aufgabe, ob er wollte oder nicht.
Heut versucht man alles auf "hundepsychologische" Art zu meistern. Man holt sich Infos aus Hundeschulen, Büchern, I-Net u.s.w....

Nur aufs eigene Bauchgefühl vergessen viel zu viele.
Für alles und jenes sucht man eine Erklärung und denkt schon drüber nach.

Natürlich ist es wichtig einen Hund zu beschäftigen. Klar, dass einem einsamen Wohnungshund nach stundenlangem Warten auf seine Leute fad ist. Die ganzen Verbote und Zwänge machen es auch nicht leichter, z.B. Leinenzwang ec., Auch ist unsere schnelllebige Zeit viel Schuld daran, denn kaum jemand hat Möglichkeiten zum Nichtstun.

Beachtet man ein wildlebendes Hunderudel dann läufts bei denen ganz anders ab. Keiner stellt denen die volle Futterschüssel hin und geht dann mit ihnen ins Bett schlafen. Da sind die Aufgaben verteilt und auch in der Nacht wird Wache gehalten.

Auch vergessen viele, dass ein junger Hund aufgeweckt und wissbegierig ist. Viele Hunde können diesem Drang auch nicht mehr nachkommen, weil eben (fast)alles verboten ist.
Wo kann man heute noch seinen Hund frei laufen lassen, ohne daß nicht irgendjemand sofort ein Gesetz zur Stelle hat?
 
Ich denke immer noch, dass da viel zu viel Tamtam gemacht wird.

Früher gabs das alles nicht. Da holte man sich einen Hund auf den Hof und dieser hatte seine Aufgabe, ob er wollte oder nicht.
Heut versucht man alles auf "hundepsychologische" Art zu meistern. Man holt sich Infos aus Hundeschulen, Büchern, I-Net u.s.w....

Nur aufs eigene Bauchgefühl vergessen viel zu viele.
Für alles und jenes sucht man eine Erklärung und denkt schon drüber nach.

Natürlich ist es wichtig einen Hund zu beschäftigen. Klar, dass einem einsamen Wohnungshund nach stundenlangem Warten auf seine Leute fad ist. Die ganzen Verbote und Zwänge machen es auch nicht leichter, z.B. Leinenzwang ec., Auch ist unsere schnelllebige Zeit viel Schuld daran, denn kaum jemand hat Möglichkeiten zum Nichtstun.

Beachtet man ein wildlebendes Hunderudel dann läufts bei denen ganz anders ab. Keiner stellt denen die volle Futterschüssel hin und geht dann mit ihnen ins Bett schlafen. Da sind die Aufgaben verteilt und auch in der Nacht wird Wache gehalten.

Auch vergessen viele, dass ein junger Hund aufgeweckt und wissbegierig ist. Viele Hunde können diesem Drang auch nicht mehr nachkommen, weil eben (fast)alles verboten ist.
Wo kann man heute noch seinen Hund frei laufen lassen, ohne daß nicht irgendjemand sofort ein Gesetz zur Stelle hat?

es kommt halt drauf an, welchen hund man erwischt.

unser erster hund war eine seele von kamerad. er wurde mit 4 wochen von seiner mutter (hinterhofgeburt) getrennt, kam zu uns hundeanfänger und lebte fast 14 gute jahre, ohne gröbere probleme mit uns zusammen.

mit dem zweiten hund (sollte als zweithund dazukommen), haben wir ebenso ohne tamtam gehandelt, bzw. hab ich ihn als teenie einfach angeschleppt. damit sind wir mehr als eingefahren!! diese erfahrung, wenn man ohne tamtam zu einem richtig aggressiven und schwer kranken hund kommt, möchte ich niemandem zumuten.

nach diesem erlebnis und nach dem ableben unseres ersten hundes war noch viel mehr tamtam um die anschaffung des nachfolgers. aris war wirklich überlegt ausgesucht und zu uns geholt. da wir trotz 2 hunde noch hundeanfänger waren, haben wir zu 100% auf tierarzt und die damalige huschu gehört. was nicht immer so gut war.

weiteres tamtam gemacht um ne lösung zu finden. die nun für alle passt. jeder, der aris heuer erleben durfte, weiß, was ich meine ;) er ist wundervoll. *schwärm*

bevor soah eingezogen ist, war ein richtiger familienrat. mittlerweile haben wir den überblick, was das alles bedeuten kann und haben uns so bewußt für ihn entschieden.und es gab nie probleme mit dem hund an sich! klar, er ist jung, und er ist teilweise pubertär usw. aber nichts, was nicht in den griff zu bekommen wäre. soah war von anfang an hammer, ohne großartig verbessern zu müssen. mit ihm haben wir allerdings schon aris' erfahrungen gemacht und wußten, wie es am besten geht (das drama des "übungshundes" ;) )

wir machen um soah kein wirkliches rumgescheiße.. weil wir recht vieles schon wissen bzw. anwenden können. und wenn nicht, wissen wir, wo wir uns das fehlende wissen einholen können.

ich denk, dieses vorab-rumgescheiße entsteht wohl nur aus der angst, dass keiner riskieren möchte, einen problemhund zu bekommen. schaut euch doch die heutigen horrormeldungen an.

hunde wurden schon seit ewigkeiten in privater hand gehalten. aber irgendwie wirkt es durch medien und co, als seien sie erst im letzten jahrzehnt krank, gestört und verhaltensauffällig geworden. :rolleyes: dem will jeder vorbeugen. lieber beschäftigen als auf dumme gedanken kommen lassen ;)
 
Also ich glaube es wird gennerel übertrieben (in Sachen Hund).Mein Hund ist momentan auf keinem HUndeplatz (weil es zeitlich nicht geht) und ich glaube nicht das sie davon "Krank" wird wenn wir erst in einem halben jahr oder so mit einer art von Hundesport anfangen (ich wollte eine zeitlang jetzt sofort damit anfangen) habe aber gemerkt das mein Hund auch so glücklich ist. Natürlich wird sie beschäftigt aber mit sachen die nicht umbedingt auf ihre Rasse zutreffen müssen Sie ist ein Münstzerländer-Appenzeller also Hütte-jagdhund mix.Ich mache zb nasenarbeit aber lass sie auch ihr spielzeug apportieren natürlich geht es ihr dabei ums hinterher jagen aber solange ich übungen mit einbaue find ich das ok.
Ich finde man müsste generell sagen ein Hund muss ausgelasstet werden und nicht ein Border aber so und so.

LG Larissa
 
Genauso wenig bin ich der Meinung dass ein Border Collie den ganzen Tag über Schafe hüten muss oder tägl. 2 Stunden durch den Agility-Barcour.
Sancho schrieb:
Wenn ich ehrlich bin, hängt mir dieses: "Border in der Stadt geht nicht - Aussies gehören soooo viel ausgelastet - Windhunde müssen mind. 10km täglich sprinten"-Blabla schon so auf den Wecker.

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Weil das hier div. Leute immer wieder anführen: Derartige Behauptungen sind mir hier noch NIE untergekommen. Wer behauptet denn derartiges? Ich bin in den zich Beiträgen, die ich hier gelesen habe, noch nie über derartige Sätze gestolpert - trotzdem echauffieren sich hier alle derart darüber, dass ich mich frage, wo der User ist, der sowas behauptet. Oder wo die Zitate sind, die sowas aussagen?
 
och bin ich faul... ich mach nicht viel :)
meine kleine ist immer überall dabei, abends ist sie dann dementsprechend müde.
aber wenn wir nen faulen tag hatten dann zeigt sie mir schon dass sie beschäftigt werden will.

gestern haben wir ca ne stunde gespielt (das ist für uns sehr, sehr viel!) und dann noch ne viertl stunde trainiert, dann noch gekuschelt und dann war sie erledigt.

kann sein dass das bei nem hund mit dem von anfang an viel gearbeitet wurde anders ist, meine ist schnell überanstrengt, da wars umso schöner dass sie mal so viel machen wollte!

lg anna
 
Nur sind diese Eigenschaften leider vielen Hundehaltern nur wenig zu eigen. :o

Stimmt leider.
Und ist für mich auch oft ein Problem, wenn mich Leute nach Rat fragen, wenn sie ein Problem mit ihrem Hund haben und mich drauf anreden, wie ich das mache, dass mein Hund so "brav" ist.
Wie soll ich was erklären, was für mich selbstverständlich und "normal" ist.:(:rolleyes:

Den Inhalt Deiner Signatur sollten sich übrigens auch so manche Hundehalter zu Herzen nehmen. ;)

Ist ja auch nicht immer einfach danach zu handeln....aber wenn man es nicht versucht....;)
 
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Weil das hier div. Leute immer wieder anführen: Derartige Behauptungen sind mir hier noch NIE untergekommen. Wer behauptet denn derartiges? Ich bin in den zich Beiträgen, die ich hier gelesen habe, noch nie über derartige Sätze gestolpert - trotzdem echauffieren sich hier alle derart darüber, dass ich mich frage, wo der User ist, der sowas behauptet. Oder wo die Zitate sind, die sowas aussagen?

Ich habe damit eigentlich nicht spezielle User hier gemeint sondern allgemein.
Gerade letztens habe ich in Ibk ein Mädchen getroffen, welche einen jungen Schäferhund an der Leine hatte. Während er Bandit beschnuppert hat, sind wir ins Gespräch gekommen und sie hat mir erzähle dass sie eigentlich einen Border Collie wollte, das ja aber nicht möglich wäre da sie mit der Schule keine Zeit hätte den Hunde tägl. mind. 2 Stunden am Hundeplatz zu beschäftigen. Und der Hund müsste den halben Tag alleine bleiben da ihre Mutter am Vormittag arbeitet, was ja mit einem BC auch nicht möglich wäre. :rolleyes:
 
und darum wird nu das eine extrem mit dem andren verglichen?

Mir ist es zum beispiel ein Rätsel, dass es leute gibt, die mit ach und krach noch schnell a halbe bis dreiviertel stunde mim Hund spazieren gehen und sich dann schon selbst auf die schulter klopfen, weils das Tagespensum erfüllt ham.

Gerade weil ein Hund leistungsfähig ist, finde ich ihn als Haustier intressant. Wenn ich alles, was ich tue, nur tue um mit ihm leben zu können und sozusagen schadensbegrenzung betreibe, hätt ich mir doch gleich a Katze nehmen können. Mit der muss ich bei Wind und Wetter wenigstens ned raus.

Vielleicht hab ich für meine Bedürfnisse einen Glücksgriff mit der Mimi, aber sie lässt sich gut und schnell motivieren - sie zeigt mir aber genauso schnell den Stinkefinger, wenn sie - aus welchen gründen auch immer - nimma kann.

Für mich ist der Wechsel von Katze auf Hund deswegen so angenehm, weil ich so viel "Feedback" von meinem Hund krieg und sie einfach "allzeit bereit" ist: Ich will/kann/muss mit Mimi irgendwas machen - optimal, sie ist dabei. Ich muss sie mal ein oder zwei Tage (oder wie jetzt schon 10 Tage) weniger beachten: In Ordnung, sie wartet.

Wie gesagt: Niemand predigt, dass es übertrieben werden muss und der Hund jeden Tag hunderte Kilometer durch Wald und Wiese gescheucht wird. Aber hier in diesem Thread entsteht nach manchen postings (zumindest bei mir) der Eindruck, dass alles, was gemacht wird, nur gemacht wird, damit der Hund besänftigt ist.


Dass viele Hundehalter einen für uns nicht nachvollziehbaren Standpunkt zu dem Lebewesen, dass sie an der Leine führen, haben, ist ja nix neues. Aber nur das eine Extrem mit dem andren zu vergleichen und dann eben auch tlw. so, dass es den Eindruck macht, dass der Hund eine Belastung ist, der man mit möglichst minimalem Aufwand gerecht zu werden gedenkt und hofft,dass es reicht (überspitzt formuliert - ich zweifle hier bei niemandem an, dass sie ihre Hunde nicht aufrichtig schätzen und wollen, sonst würde man sich hier ja auch ned den mund fusslig reden).
 
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Weil das hier div. Leute immer wieder anführen: Derartige Behauptungen sind mir hier noch NIE untergekommen. Wer behauptet denn derartiges? Ich bin in den zich Beiträgen, die ich hier gelesen habe, noch nie über derartige Sätze gestolpert - trotzdem echauffieren sich hier alle derart darüber, dass ich mich frage, wo der User ist, der sowas behauptet. Oder wo die Zitate sind, die sowas aussagen?

Ich geh jetzt bestimmt nicht suchen, wenn dich das wirklich interessiert, dann such genau. IMMER kommt eine Meldung, wenn sich ein Hundeneuling für einen Border oder einen Aussie interessiert - außerdem: ich lebe auch außerhalb des Forums und auch dort hört man oft Ansichten, dass einem die Grausbirn aufsteigt.

Border und Aussies sind derart als kompliziert und extremst arbeitswillig beschrieben, jedem rät man davon ab, weil sie ja so schnell unterfordert sind und dann Autos, Kinder, Steine hüten. Hast du das noch nie gehört???

Dann wundert mich das aber sehr!

Übrigens waren Border u. Aussie nur Beispiele - Gegenteil: Golden Retriever brauchen nur ihre Familie um sich, dann sind sie glücklich... und vieles mehr - um das gings eigentlich und nicht ums arbeiten wollen...

Edit: dein letztes Posting verstehe ich grad überhaupt nicht - was hat das eine mit dem anderen zu tun?? Steh jetzt nur ich auf der Leitung?
 
ich bin jemand, der generell dafür wäre, dass JEDER Hund ausgelastet gehört. Ich kenn mich aber nur mit dem Aussie leidlich gut aus und darum geb ich meinen Senf dazu: Ich fände es einerseits schade, dass Hunde mit derart viel Potential und Vielseitigkeit und Leistungsbereitschaft und Kooperationsvermögen als "künftige Familienhunde" vergammeln. Andererseits denke ich an die Zukunft und die Medien und da ein aussie eine geringere Reizschwelle hat als ein Staff, Rottweiler, Dobermann oÄ, schwahnt mir böses, wenn ich die Not-Aussie-Seite sehe, wo manchmal die Hälfte der Hunde sich GEGEN den menschen richtet (ungeachtet dessen, was vor dem Knurren, verbellen, zwicken, Schnappen oder Beißen passiert ist - das fragt nämlich leider niemand). Darum mahne ICH lieber einmal zu oft als einmal zu wenig, denn da der Aussie als lustiger bunter hund mit blauen augen (derzeitiges Verkaufsargument Nr. 1!!!) gehandelt wird und die Preise dank div. "Zuchtprojekte", "Kinderzimmerzuchten" usw für nahezu jedermann erschwinglich sind und Weihnachten kommt und so ein "Knuffiwuffi" um 300€ einfach a gutes Geschenk ist, sieht man immer mehr von ihnen. Und wenn die Hunde dann in die Pubertät kommen und langsam schwierig werden (ich erleb das grad live) sind sie plötzlich weg.

Schau mal auf diverse Tierheimseiten in Deutschland. Neben den Beiden "All-Time-Classics" Schäfermisch und Staff-/Pitmisch, sitzen dort Aussies und Bordercollies (und div. Mischungen daraus). Weil plötzlich die Leute bemerkt haben, dass sich das Vieh nicht einfach so easycheesy selbst erzieht und sich vom guten zureden davon überzeugen lässt, dass der Postbote unser Freund ist und dass die Nachbarskatze ned gejagt werden sollte.

Und weil ich den Aussie als Rasse abgöttisch liebe - und meinen Hund sowieso - rede ich mir den Mund fusslig. Und wenn sich ein einziger von 1000 Leuten von dem Argument des "du musst mit dem Vieh arbeiten, sonst wirds schwierig" ned aus der Ruhe bringen lässt und sagt "Kein Problem, ich will x, y, und z mit dem hund machen und hab mir das so und so vorgestellt", dann bleibt meine Hoffnung bestehen, dass dem Aussie das Goldie- und Labradorschicksal erspart bleibt.

@Nicht verstehen; Was genau? die Aussage des Postings? oder einen einzelnen Abschnitt?
 
Hm... ja das ist ja die Problematik an der ganzen Geschichte. Genau darum geht es ja auch in diesem Thread - dass Hunde entweder über- oder unterfordert werden und manche es schwer finden, das Mittelmaß zu finden.

Ich versteh schon was du meinst - ganz gut sogar, nur finde ich die Übertreibungen - egal in welche Richtung es geht - nicht gut. Der eine braucht wenig, der andere braucht viel, viel mehr. Klar ist es traurig wenn ein Aussie als 0815-Familienhund versauert, genauso traurig ist es aber, wenn ein Dackel nur seine tägliche Gassirunde bekommt und sonst nichts.

Dann gibt es wieder Halter, die den Border/Aussie oder was auch immer täglich enorm auslasten - eben so, dass er immer mehr fordern wird und man irgendwann dem Pensum nicht mehr nachkommen kann, eben WEIL es heißt, dass spezielle Rassen speziell viel Training/Bewegung, etc. brauchen. Das kann aber genauso ins Auge gehen wie das obere Beispiel und auch dann ticken manche Hunde aus, weils einfach nicht mehr wissen wie wo was wann.

Ich geh mal davon aus, dass die meisten hier im Wuff wissen, wie viel ihre Hunde brauchen, wie viel bzw. wie wenig sie mit ihnen machen können, damit sie friedlich und ausgeglichen auf der Couch pennen und nicht ständig hochdrehen.

Ich finde halt dieses herausheben von bestimmten Rassen übertrieben - eben solche Ansagen wie: ein Border oder ein Aussie hat in der Stadt nichts verloren, der gehört aufs Land zu den Schafen - glaube nicht, dass du soetwas behaupten würdest, schließlich lebst du mit der Mimi auch in einer Wohnung. Es ging mir eigentlich um solche Pauschalurteile, die viele in ihrem Kopf drin haben.

Eigentlich sind wir eh einer Meinung, wenn ich dein letztes Post so lese!
 
da hast du recht, letztlich meinen wir das gleiche. Ich denke aber auch, dass man sehr oft bei Welpen oder Junghunden in die Falle tappt, denn die machen ja zumeist solange mit, bis sie umfallen (da hatte ich mit Mimi auch wieder Glück; Die ist nämlich einfach sitzengeblieben wenn sie nimma weitermachen wollte - sehr anfängerfreundlicher Hund ;) ). Darum find ichs auch ganz gut, wenn man die übermotivierten Welpenbesitzer etwas bremst. Mimi's halbschwester Java ist ja nach Polen gegangen zu einem Frisbee-Crack und die konnte mit 12 Wochen schon sachen.. "Platz und Bleib", geclickert, Agilitytunnel, etc etc etc...also, da mach ich ganz schön Augen. Bin auch gespannt, wie sich Java entwickelt (Grad fürs Frisbee isses wichtig, dass der Hund ned zu triebig ist und Selbstbeherrschung kennt).

Und ich denke, dass man - so man eben in diesem Jungen Alter schon die Bausteine legt - dann natürlich super schnell einen Hund hat, der ständig Bällchen geschupft kriegen will, Aufmerksamkeit fordert,... und nie zur Ruhe kommt.

Wenn man eine gute Basis hat zum arbeiten, die gut aufgebaut wurde, wird man aber auch schnell merken, wann die Leistung des Hundes am Höhepunkt ist und kann dann sagen "so, super, besser kanns nimma werden" und Pause einlegen (und diese dann auch als richtige PAUSE gestalten).

Wie gesagt, ich liiiiiiiieeeeeeeeeeeebe es mit Mimi zu arbeiten. Obwohl wir wirklich viel machen (find ich zumindest), hat sie garkein Problem damit dass es eben jetzt gerade ruhiger zugeht. Die Hunde meiner Freundin und meiner Züchterin machen allerdings gewiss noch mehr (Rettungs- und Therapiehund, Agility, UO und Obedience, Ausstellungen, Hüten, blablabla) und sind genauso, wenn nicht sogar noch ein bissel "in sich ruhender" als meine Schlumpfine (was ich der Pubertät in die Schuhe schiebe).
 
Ich versteh schon was du meinst - ganz gut sogar, nur finde ich die Übertreibungen - egal in welche Richtung es geht - nicht gut. Der eine braucht wenig, der andere braucht viel, viel mehr. Klar ist es traurig wenn ein Aussie als 0815-Familienhund versauert, genauso traurig ist es aber, wenn ein Dackel nur seine tägliche Gassirunde bekommt und sonst nichts.

Dann gibt es wieder Halter, die den Border/Aussie oder was auch immer täglich enorm auslasten - eben so, dass er immer mehr fordern wird und man irgendwann dem Pensum nicht mehr nachkommen kann, eben WEIL es heißt, dass spezielle Rassen speziell viel Training/Bewegung, etc. brauchen. Das kann aber genauso ins Auge gehen wie das obere Beispiel und auch dann ticken manche Hunde aus, weils einfach nicht mehr wissen wie wo was wann.

Ich geh mal davon aus, dass die meisten hier im Wuff wissen, wie viel ihre Hunde brauchen, wie viel bzw. wie wenig sie mit ihnen machen können, damit sie friedlich und ausgeglichen auf der Couch pennen und nicht ständig hochdrehen.

Ich finde halt dieses herausheben von bestimmten Rassen übertrieben - eben solche Ansagen wie: ein Border oder ein Aussie hat in der Stadt nichts verloren, der gehört aufs Land zu den Schafen - glaube nicht, dass du soetwas behaupten würdest, schließlich lebst du mit der Mimi auch in einer Wohnung. Es ging mir eigentlich um solche Pauschalurteile, die viele in ihrem Kopf drin haben.

Dem würd ich mich gerne anschließen. :)
 
ich würde mir wünschen mit dem nächsten hund mehr machen zu können :) ich empfinde es schon als einschränkung dass ich nicht wirklich hundesport etc betreiben kann weil sie einfach zu schnell überfordert ist. doch das ist garantiert nicht rasseabhängig!
 
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