Hunde-Pubertät...habt ihr tipps?

hm, meine trainerin meinte, bei weibchen gibts meist keine probleme in der pubertät, eher bei den rüden.

meine ist 7 monate alt, war schon das erste mal läufig und ihr verhalten hat sich seitdem sehr zum positiven gewendet...

war deine denn schon läufig?
 
Also pubertäres Gehabe, würde ich weder von der Rasse, noch von der Größe, noch vom Geschlecht ausmachen. Meine erste Hündin war dieselbe Rasse und war dasselbe Geschlecht, wie meine Zweite. Doch verschiedener hätten sie gar nicht sein können. Bei der ersten gabs mehrere Phasen, wo Ohren und Hirn auf Durchzug waren. Mal mit dem 4. Monat, mal mit dem 7., mal mit dem 9., mal nach einem Jahr.
Meine Zweite hatte dir Ohren und die Erziehung nur kurz auf Durchzug, so mit 6. und 9. Monat. Doch sie begann mit 5 Monaten auszutesten, was ich so alles durchgehen lass. Ihre "Aufmüpfigkeit" hatte mich schlicht mehr als erstaunt. Sie provozierte so einiges, hatte laaaangen Atem dabei. War bsonders "frech". Knurrte, als ich in mein Bett wollte, wo sie drauf lag (da schüttelte ich kurzerhand die Decke samt ihr, dann gabs ne Zeit lang Bettverbot), dann wollte sie sich mal net angreifen lassen, tat, als ob sie schnappen würde, was mit "Nein" und den ignorieren quittiert wurde, zwickte, wenn ich nicht schnell genug das tat, was sie gerne gehabt hätte, worauf jedes Spiel sofort unterbrochen wurde, ebenfalls mit "Nein".
Wurde extrem im Spiel mit mir, wo sie auslotete, wie fest kann ich zubeissen, was meinerseits mit Knurren, Wegdrehen, wenns nicht half, mit ebenfalls Zubeissen quittiert wurde. Denn sie tat mir ordentlich weh, sah mir dabei in die Augen, wartete, was sich nun tat. Ich zwickte mit meinen Zähen genau auf die Stellen, wo sie bei mir zulangte, aber nicht sanft.
Letztendlich "spielte" ich Hund, diese Kommunikation verstand sie am besten. Ich schaute mirs von den älteren Hunden ab, wie sie die Jungen bändigen. Das funktionierte hervorragend, tuts heute noch, wenn sie überdrüber wird. Ein leise geknurrtes "nein", ein Abwenden, ein sich Einfrieren, ohne Kommentar. Mittlerweile genügt ein sehr ernstahfter Blick, denn sie sieht mir immer ins Gesicht, wenns grad mal wieder halblustig drauf ist.
Tauschgeschäft beim Stehlen is net meins, allerdings stahl sie fast nie was. Wenn, nahm ichs einfach weg. Meins!
"Vergaß" sie auf Zuruf zu kommen, drehte ich um, ging weg. (was meine erste sehr freute, juhu, ich kann tun was ich will) bei ihr funktionierts bestens. Zwickte sie, zwickte ich mit Geknurre zurück.
Jooo, Geduld und Konsequenz sind da gefordert. Gibt sich aber, je nach Hundeinidividium sehr schnell. Kann aber bei manchen immer wiede mal vorkommen. Es gibt schon Hundis, die immer wieder mal testen möchten, wie weit sie gehen können. Da heißts, sofort konsequent sein. Von vorne beginnen.
Meine ist nun 3 Jahre alt und nur selten kommen Tests vor:D
lg Heidi
 
nein läufig war sie noch nicht ... aber das hatt ja noch zeit :)

wir haben jetzt ihren liegepolster wegnehemn müssen weil sie aus allen jetzt die watte holt ...
 
Ja, ja, die liebe, anstrengende und manchmal nervenraubende Pubertät :D

Diese Zeit ist bei meinem Chico ja auch noch nicht soo lange her und er hat auch einiges ausprobiert. Hier einige Beispiele:
1. wir waren bei meinen Eltern zu Besuch und mit Chico im Hof, die Tür war offen und Chico ist plötzlich und ohne Vorwarnung (er hat wohl den Nachbarhund gehört) rausgeflitzt. Kein Rufen, nix hat geholfen, musste wohl oder übel hinterherlaufen.
2. wir waren spazieren, Chico ist von klein auf viel ohne Leine gelaufen. Es gab nie ein Problem, er ist immer auf Zuruf gekommen. Wir gehen beim Nachbarn vorbei, Chico hört die Nachbarhündin im Garten, ich geh weiter und sag "Chico gemma weiter" und er dreht schnurstraks um, ignoriert mich vollkommen und läuft in den Garten hoch zur Nachbarhündin (die heute noch seine beste und liebste Freundin ist zum spielen und herumtoben). War mir ganz schön peinlich, eigentlich wär ich am liebsten weitergegangen, aber ich hab zum Nachbarn gehen müssen und Chico wieder zurückholen, weil ich kann meinen Hund ja nicht allein in nen fremden Garten spazieren lassen (der Garten ist nicht eingezäunt).

Das waren so die Highlights, obwohl ich eigentlich schon sagen muss, dass Chico im Großen und Ganzen auch während der Pubertät meist sehr brav und gelehrig war und keine allzugroßen Faxen gemacht hat. Er hat halt seine Grenzen ausgetestet und heute ist das alles kein Problem mehr.

Augen zu und durch, es gehört zum erwachsen werden einfach dazu! :)
 
Moin,

eigentlich sind die Phasen eines Hundes doch recht einfach, nur der Übergangszeitraum variiert von Rasse zu Rasse.

Es beginnt mit der Welpenzeit (Gehorsam nicht zu erwarten, da Hund zu klein)

dann kommt die Junghundzeit (Gehorsam nicht zu erwarten, da viel zu verspielt)

es folgt die Pubertät (Gehorsam nicht zu erwarten, da Hormonsteuerung völlig außer Kontrolle)

danach folgt die Nachpubertät (der Hund sieht gar nicht ein, warum er liebgewonnene Freiheiten aus der Pubertät einfach wieder aufgeben soll -> Gehorsam kaum zu erwarten)

dann kommt die Erwachsenenzeit (Gehorsam eventuell zu erwarten. Hund ist aber selbstbewusst, reif und daher kaum zu erziehen)

und so ab dem 7. Lebensjahr setzt dann der Altersstarrsinn ein (Gehorsam völlig undenkbar)


Wobei bei machen Rassen die Phase des Erwachsenenseins gegen Null tendiert, weil die Nachpubertät sehr lange dauern kann und Altersstarrsinn mitunter auch so früh einsetzt, dass die beiden Phasen direkt ineinander übergehen.


Tschüss

Ned
 
Es beginnt mit der Welpenzeit (Gehorsam nicht zu erwarten, da Hund zu klein)

dann kommt die Junghundzeit (Gehorsam nicht zu erwarten, da viel zu verspielt)

es folgt die Pubertät (Gehorsam nicht zu erwarten, da Hormonsteuerung völlig außer Kontrolle)

danach folgt die Nachpubertät (der Hund sieht gar nicht ein, warum er liebgewonnene Freiheiten aus der Pubertät einfach wieder aufgeben soll -> Gehorsam kaum zu erwarten)

dann kommt die Erwachsenenzeit (Gehorsam eventuell zu erwarten. Hund ist aber selbstbewusst, reif und daher kaum zu erziehen)

und so ab dem 7. Lebensjahr setzt dann der Altersstarrsinn ein (Gehorsam völlig undenkbar)


Wobei bei machen Rassen die Phase des Erwachsenenseins gegen Null tendiert, weil die Nachpubertät sehr lange dauern kann und Altersstarrsinn mitunter auch so früh einsetzt, dass die beiden Phasen direkt ineinander übergehen.

:D :D :D :D :D :D :D

Ich glaub, damit hast du gar nicht mal so unrecht, wenn ich mir das so recht überlege ...
 
Wurde extrem im Spiel mit mir, wo sie auslotete, wie fest kann ich zubeissen, was meinerseits mit Knurren, Wegdrehen, wenns nicht half, mit ebenfalls Zubeissen quittiert wurde. Denn sie tat mir ordentlich weh, sah mir dabei in die Augen, wartete, was sich nun tat. Ich zwickte mit meinen Zähen genau auf die Stellen, wo sie bei mir zulangte, aber nicht sanft.
Letztendlich "spielte" ich Hund, diese Kommunikation verstand sie am besten. Ich schaute mirs von den älteren Hunden ab, wie sie die Jungen bändigen. Das funktionierte hervorragend, tuts heute noch, wenn sie überdrüber wird. Ein leise geknurrtes "nein"

kylie tml dass ich jetzt hier gerade dich zitieren muss, aber sind das die hier gelobten "gängigen" erziehungsmethoden???:cool: es ist nun also besser den hund zu beißen (von der hygiene mal abgesehen) als ihn für ein paar sekunden auf den rücken zu "rollen" um ihn so aus seiner "verfahrenen situation" herauszubekommen??? is das wirklich ernst gemeint????
 
@ Ned, dein posting ist genial!:D

@ Milano, so aus dem Zusammenhang gerissen, klingt das natürlich furchtbar, hättest dabei sein müssen, war nicht so, wie es grausam rüberkommt. Und ja, ich meine es ernst.
Und, das sind MEINE Erziehungsmethoden, die bei MEINEM Hund von MIR angwendet wurden, sogar sehr erfolgreich. Hätte ichs auch nur ähnlich mit meinem ersten Hund getan (wofür es allerdings niemals Veranlassung gab), die wäre wohl völlig verunsichert, verängstigt, vertrauenslos geworden.
Und ja, ich hab bei Kylie sogar ein sachtes auf den Rücken rollen probiert, was sie besonders lustig fand:rolleyes:, strampelte sich sofort hoch und schnappte mir ins Gesicht. Auch beim leichten Schnauzengriff entwand sie sich sofort und schnappte in die Hand. Sie nahm alles nicht ernst. Deshalb probierte ichs auf "hündische" Art. Ich versuchte es ihr gleich zu tun, bzw. das Verhalten erwachsener Hunde zu imitieren (und die drehen keinen Hund auf den Rücken, das tut Hundi von selber) und damit hatte ich Erfolgt, DAS ließ sie innehalten, erstaunt auf mich sehen. Sie war vedutzt und unterbrach das Verhalten. Sie hatte von Beginn an 0 Beißhemmung und langte immer fester zu. Hui, die Kleine war in den ersten Monaten die reinste Pest:D, forderte mich in Sachen Erziehung gewaltig. Na die Tipps der Hundeschulen geb ich hier nicht wieder;) Damit hätt ich vielleicht kurzfristig Erfolg gehabt, doch nicht den von mir erwünschten und ihre Persönlichkeit wollte ich nicht brechen, nur in geordnete Bahnen bringen.
lg Heidi
 
Und ja, ich hab bei Kylie sogar ein sachtes auf den Rücken rollen probiert, was sie besonders lustig fand:rolleyes:,

Moin,

also den Hund auf den Rücken zu rollen sollte jeder Hundehalter können. Das hat ja zunächst mal nichts mit Dominanz und Erziehung zu tun.

Wir haben es z.B. gerade heute morgen gemacht. Er hatte eine Zecke in der 'Achselhöhle' (diese Scheißvieher sitzen ja mitunter an den blödesten Stellen)

Wenn wir ihn nicht auf den Rücken hätten drehen können, wären wir da gar nicht dran gekommen.


Er kann das auch gut von der Erziehungsmethode 'auf den Rücken drehen' unterscheiden.

Tschüss

Ned
 
@ned: natürlich kann er das unterscheiden. meine legen sich wenn wir kuscheln immer selbst auf den rücken um sich am bauch kraulen zu lassen.

mir gehts jetzt ehrlich gesagt darum: in einem anderen fred wird man als der tierquäler schlechthin abgestempelt deswegen und hier ist es normal den eigenen hund zu beißen (kylie du bist ja sicher nicht die einzige die das praktiziert- das ist auch nicht persönlich gegen dich gemeint - nur als beispiel) oder zu knurren oder was weiß ich. da stellt sich mir die frage - was ist für den hund besser oder vor allem für mich?! ich kenne auch so jemanden der "sich aufs level" seines hundes begeben hat und ihn in gewissen situationen angeknurrt und auch mal gebissen hat - das resultat: eine notoperation (ja genau, es war ein schäferhund und hatte vom geknurre offensichtlich genug) und es fehlt ihm nun die halbe lippe....
 
ich kenne auch so jemanden der "sich aufs level" seines hundes begeben hat und ihn in gewissen situationen angeknurrt und auch mal gebissen hat - das resultat: eine notoperation (ja genau, es war ein schäferhund und hatte vom geknurre offensichtlich genug) und es fehlt ihm nun die halbe lippe....

Und du glaubst das kann dir so nicht passieren? Meinst du nicht, wenn du den Hund auf den Rücken legst kann er dich nicht auch beißen? Hat er nicht so und so Zähne? Kann er sie nicht so oder so einsetzen?

Es ist nur von Hund zu Hund verschieden ob die dagegen gehen oder nicht.
Dem einen Hund brauchst du nur einen bösen Blick zuwerfen und er macht keinen Mucks mehr. Der andere wird aufn Rücken gelegt und arbeitet sich trotzdem wieder hoch.

Ja, Sinn des Gefassels von mir war grad, es ist von Hund zu Hund verschieden was " Hilft".


Nicht das ich es jetzt beführworten würde!!!
 
Ich glaube schon dass jeder Hund seine eigene individuelle Erziehung braucht - aber innerhalb von Grenzen - und diese Grenzen sind für mich aversive Methoden ....
 
ja genau! so hat jeder die für ihn und seinen hund richtige methode!
:D Na eben!
Es ist aber wohl schon klar, dass diese Methoden nicht mehrmals täglich vorkommen, sondern in Ausnahmefällen. Jetzt eben praktisch kaum mehr, da genügt ein Blick, ein Stehenbleiben mit strengem Blick, fertig.
Ebenso, wie ich auch nicht annehme, dass deine Hunde mehrmals täglich am Rücken gedreht werden;)
Versteht sich von selbst, dass der Hund natürlich unterscheidet, obs der Erziehung dient, aus Spiel und Spaß, am Boden gemeinsam herumkasperlnd oder weil das rücklings liegen beim TA nötig ist.
Ach ja, ich hab mich nicht dem level meines Hundes angepasst, sondern versucht, einen erwachsenen Hund zu imitieren.
Und, ich traue mir schon soviel Feingefühl zu, zu wissen, wann was eingesetzt wird, um richtig anzukommen. Auch logisch, wenn ich ständig rumknurre, nimmt mich Hundi genauso wenig ernst, wie wenn ich ihm zig mal das selbe Kommando gebe, oder bei allem und jedem nein sage.
Ich bin jedenfalls zufrieden mit der Harmonie, die zwischen uns herrscht, mit ihrer freudigen Folgsamkeit, auch dass sie fast immer kommt, selbst mitten aus dem Spiel, dass sie nicht meine Hand schnappt, weil da das Bällchen drinnen ist, nicht mehr unkontrolliert die Sau rauslässt und in Summe ein hervorragendes Sozialverhalten hat. Das wir ein gutes Team sind, kann jeder bestätigen, der uns gesehen hat, der uns kennt. Was mir aber am wichtigsten ist, dass ich auch das Gefühl habe.
lg heidi
p.s. und nein, ich fühle mich nicht persönlich angegriffen.
 
Ich bin jedenfalls zufrieden mit der Harmonie, die zwischen uns herrscht, mit ihrer freudigen Folgsamkeit, auch dass sie fast immer kommt, selbst mitten aus dem Spiel, dass sie nicht meine Hand schnappt, weil da das Bällchen drinnen ist, nicht mehr unkontrolliert die Sau rauslässt und in Summe ein hervorragendes Sozialverhalten hat. Das wir ein gutes Team sind, kann jeder bestätigen, der uns gesehen hat, der uns kennt. Was mir aber am wichtigsten ist, dass ich auch das Gefühl habe.
lg heidi
p.s. und nein, ich fühle mich nicht persönlich angegriffen.

das ist auch das einzige was zählt! bei uns ist es gleich, viele wege führen nach rom, das ergebnis muss stimmen! ich bin mir auch sicher, wenn ich zu meinem hund so wäre, wie es mir hier oft und gern in den mund gelegt wird, hätten wir ebenfalls nicht so eine beziehung wie wir sie eben haben :rolleyes:;)
 
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