Einzelhundehaltung vs. Mehrhundehaltung

ehrlich gesagt,ich hätte ja einen zweithund,gerade um meinem knurrbesen zu zeigen,wie nett die gesellschaft von aretgenossen ist,aber mein mann hat ein lautstarkes veto eingelegt und im grunde weiß ich,dass er recht hat :)
 
Warum mein Hund ein "Einzelhund" ist?
Zum größten Teil liegt es wohl an mir:
1) hätte ich nicht die Zeit für 2 Hunde (denn wenn, dann würde bei mir wohl wieder ein Welpe einziehen - und da ich mich nicht "zerteilen" kann beim Gassigehen, Ausbildung, usw. bleibt mein Hund wohl "solo")
2) bin ich voll berufstätig, dh. mein Hund wird tagsüber von meinem Vater "gesittet" und der würde mir die Rote Karte zeigen, würde ich mit noch einem Hund ankommen.
3) der finanzielle Aspekt: ein zweiter Hund dieser Größe (und für mich würde nur wieder ein Golden oder ein Labrador in Frage kommen) ist nicht billig (in Anschaffung und Haltung) - auch ein Grund für mich, bei einem Hund zu bleiben.

Zum anderen liegt es sicher an meinem Hund:
Er ist eher sowas wie ein Einzelgänger - nein, er wurde nicht "isoliert" gehalten, sondern hatte vom ersten Tag an Kontakt zu Hunden jeder Größe und Rasse. Er ist einfach so, er will lieber seine Ruhe haben und nicht ständig von anderen Hunden umgeben sein.
Er hat "seinen" Sammy als täglichen Spaziergehpartner, das ist sein bester Freund, die beiden sind ein Herz und eine Seele ... aber der Gregos ist auch froh, wenn er mal allein mit mir "um die Häuser" ziehen kann.
Wir treffen tagtäglich genug Hunde, also mangelt es meinem Hund sicher nicht an Sozialkontakten und daher glaube ich nicht, dass ihm etwas "fehlt".

Vielleicht wäre es anders, wäre mein Hund so ein richtiger "Hundenarr" *gg*, der es liebt, mit anderen Hunden zu spielen und zu toben. Das isser aber nicht. Der liebste Spielpartner von meinem Hund ist sein Balli ;)

lg, martina
 
@gregos

- der finanzielle aspekt
ich finde gut, dass du das ansprichst. wäre es aber selbstverständlich hunde nur in der gruppe zu halten, dann müsste man sich vor der anschaffung dessen bewußt sein und gleich für 2 kalkulieren.

was meinst du ?
 
@gregos

leider kann man das bei einem einzelhund nicht sagen, ob er glücklicher wäre mit genosse oder nicht.

weil einem hund gegenüber, mit dem der erste zusammenlebt ist er immer anders als bei einem hundefreund.
wenn ich z.b. hunde von freunden im urlaub übernehme:
auch wenn meine die hunde gut kennen (sonst würde ich sie nicht nehmen) und sich auf der wiese mit ihnen beschäftigen, wenn der jenige hund dann bei uns wohnt, dann wird er ganz anders behandelt und das kristalisiert sich erst nach einiger zeit heraus.
 
akela1 schrieb:
@gregos

- der finanzielle aspekt
ich finde gut, dass du das ansprichst. wäre es aber selbstverständlich hunde nur in der gruppe zu halten, dann müsste man sich vor der anschaffung dessen bewußt sein und gleich für 2 kalkulieren.

was meinst du ?
ich weiß nicht wieviel prozent der hundehalter einzelhalter sind,aber ich nehme an der überwiegende teil und viele davon bestimmt auch aus finanziellen gründen.
 
kann schon sein aber ich kann dir aus erfahrung sagen dass 1 hund manchmal viel mehr kosten kann als 2 oder mehr.
man bedenke nur die ta-kosten wenn der hund eine not-op hat.
und das kann man vorher nie wissen.

was die erhaltungskosten angeht kann ich dir auch aus erfahrung sagen soviel mehr macht das nicht aus.

da dann schon eher die anschaffungskosten, aber wenn jemdand unbedingt eine bestimmte rasse von einem züchter will, dann ist man selbst schuld. immerhin gibt es da alternativen, zum bleistift privat oder tierheim.
 
akela1 schrieb:
kann schon sein aber ich kann dir aus erfahrung sagen dass 1 hund manchmal viel mehr kosten kann als 2 oder mehr.
man bedenke nur die ta-kosten wenn der hund eine not-op hat.
und das kann man vorher nie wissen.


.
genau das meinte ich :2 hunde = doppelte möglichkeit einer operation oder anderer TAkosten
 
Habe mir noch nicht den ganzen Thread durchgelesen, halte derzeitig 1 AmStaff-Rd. 6 J.,1 APBT-Rd. 4,5 J.,1 APBT-Hdn. 3 J. und eine Alaskan Malamute Hdin. 2,5 J. im Mix-Rudel in Haus mit Garten.
Halte bereits seit mehr wie 20 Jahren Hunde im Rudel und möchte keinen Einzelhund mehr haben.
Die Hunde können untereinander so viele hundeartliche Aktionen veranstalten,wie ich es als Hundehalter einem Einzelhund einfach nicht bieten kann.
Zwischen Wölfen und Haushunden besteht ein großer Unterschied.
So viel fürs Erste.
 
Nicht jeder Hund eignet sich als "Rudelhund".
Noch dazu muss man bedenken
>ist genug Platz da
>ist für Notfälle genug Geld da (Op, Diätfutter, Medikamente usw.)
>ist genug Zeit für zwei da
>kann ich beide gut ausbilden
>wer kümmert sich um zwei Hunde wenn ich krank/Urlaub bin

usw.

Also ich sage das muss jeder selber wissen ob er im Stande ist zwei Hunde (oder mehrere) zu halten oder nur einen.
Ein Einzelhund der die volle Aufmerksamkeit genießt ist meines Erachtens nicht "arm", immerhin gibts da ja die Hundekumpels und die sind sowieso meistens interessante wie der fade Latschen zu Hause :D
 
Haflingerin schrieb:
Nicht jeder Hund eignet sich als "Rudelhund".
Noch dazu muss man bedenken
>ist genug Platz da
>ist für Notfälle genug Geld da (Op, Diätfutter, Medikamente usw.)
>ist genug Zeit für zwei da
>kann ich beide gut ausbilden
>wer kümmert sich um zwei Hunde wenn ich krank/Urlaub bin
usw.
Also ich sage das muss jeder selber wissen ob er im Stande ist zwei Hunde (oder mehrere) zu halten oder nur einen.
Ein Einzelhund der die volle Aufmerksamkeit genießt ist meines Erachtens nicht "arm", immerhin gibts da ja die Hundekumpels und die sind sowieso meistens interessante wie der fade Latschen zu Hause :D

Danke Haflingerin, genauso hab ich das gemeint!

lg, martina
 
@haflingerin

nicht alle hunde, die zu zweit oder im rudel leben betrachten ihren genossen als "faden latschen".

und selbst wenn ein hund noch so viel bezug zu artgenossen hat, so kann es sein, dass ihm immer noch was fehlt.
sicherlich ist ein einzelhund verwöhnter, weil er ungeteilte aufmerksamkeit erhält. aber mensch ist nicht gleich hund, und woher will man aus hundehalter wissen, ob der eigene hund nicht doch gerne einen artgenossen bei sich zu hause haben will zum kuscheln, quatschen, schnüffeln oder einfach nur, damit noch einer wie er da ist ????

bei vielen anderen tierarten ist gruppenhaltung selbstverständlich, auch da wo der nicht domestizierte ahne vielleicht kein gruppentier war.

ist es das beim hund vielleicht nicht mehr, weil die einzelhaltung schon so selbstverständlich geworden ist ? und wenn ja, ist dann nicht ein umdenken nötig, dem hund zuliebe ?

was den platz, die finanzen, die zeit,... angeht muss ich leider dazu sagen, dass man sich solche aspekte halt vorher überlegen muss und ich es nicht fair gegenüber dem hund finde, wenn man ihm einen kameraden aus so einem grund verweigert. da doch besser kein hund, wenn man ihm nicht bieten kann, was er braucht, oder?

ein pferd sollte man auch nicht alleine halten, und wenn finanziell nicht möglich- dann doch besser kein pferd.
das gilt übrigens auch für andere tiere genauso.

lg
 
akela1 schrieb:
@haflingerin
und selbst wenn ein hund noch so viel bezug zu artgenossen hat, so kann es sein, dass ihm immer noch was fehlt.
sicherlich ist ein einzelhund verwöhnter, weil er ungeteilte aufmerksamkeit erhält. aber mensch ist nicht gleich hund, und woher will man aus hundehalter wissen, ob der eigene hund nicht doch gerne einen artgenossen bei sich zu hause haben will zum kuscheln, quatschen, schnüffeln oder einfach nur, damit noch einer wie er da ist ????

Gegenfrage: Woher möchtest du wissen, dass ein Einzelhund ungücklich ist? Also ich kann bei meinem Hund jedenfalls nichts dergleichen erkennen. Das andere Tier in Gruppenhaltung hält, mag wohl auch daran liegen, das Meerschweinchen eben Meerschweinchen ist und immer schon so war. Es gibt kein Haustier, dass vom Meerschweinchen abstammt. Ich meine nicht, wie der Wolf zum Hund. Ausserdem hab ich noch nie einen Hasen gesehen, der täglich seine Runden dreht und dabei vielen anderen Artgenossen begegnet, spielt, tollt, läuft etc.
 
@schnüffelchen

ob ein hund glücklicher ist wenn er mit anderen hunden zusammen leben darf oder nicht, dass weiß ich nicht, darum habe ich diese posting erstellt.
ich will das gerne herausfinden.

wenn man einen hund einzeln hällt, dann kann man aber nur vermuten, ob er glücklich ist ohne kamerad oder nicht. um das genau zu beantworten müsste man sich einen zweiten nehmen und nach einem jahr oder so kann man dann resümee schließen.

die sache mit dem meerschweinchen, da muss ich mich noch genauer erkundigen, aber ein meerli ist ein domestiziertes haustier und das heißt, dem geht was voraus, aber das sag ich dir wenn ich es genauer weiß.

was ich dazu aber abgebe ist folgendes:

man könnte es theoretisch genauso machen, wie beim hund. man trifft sich mit anderen meerschweinchenbesitzern oder kaninchenbesitzern,....
ich glaube, dass es einfach praktisch ist, sich gleich 2 tiere der selben art (wenn es sich um kleintiere handelt) anschafft, vor allem weil es bei solchen tieren preislich und vom aufwand her keinen großen unterschied macht.

aber meine frage, die ich mir im kopf stelle, die mich veranlasste dieses thema zu erstellen ist:

ist es richtig, wenn ein mensch einen hund einzeln hällt, obwohl er sich dessen bewußt ist, dass man dem tier den artgenossen nicht ersetzen kann ?

- ich vermute ja stark, dass wir es einfach gewohnt sind, weil wir tagtäglich mit einzelhundehaltung konfrontiert werden, ja sogar damit aufwachsen, dass es in ordnung ist, wenn wir das tun.

ich stelle jetzt in frage, ob es wirklich in ordnung ist, wenn wir das tun. denn nur weil wir es über generationen hinaus so gemacht haben muss es nicht bedeuten, dass das auch das wahre ist.
vielleicht hat sich auch noch nie jemand diese frage gestellt, ich tue das jetzt und versuche herauszufinden, ob die leute eher gute oder schlechte erfahrungen gemacht haben und wieso.

wer weiß, vielleicht bringt uns das neue erkenntnisse in der hundehaltung.
 
Hallo akela!
Ich verfolge eure Diskussion mit viel Interesse. Ich komm nicht recht dahinter, warum du die Argumente der Einzelhundehalter immer wieder zu entkräften versuchst.
Ich denke, es ist von den einzelnen Hunden abhängig, ob er nun "Rudeltauglich" ist oder nicht. Wir haben im vergangenen Jahr intensiv mit Clarissa von Reinhardt über dieses Thema diskutiert. Grund waren die Zerwürfnisse, die 2 Hunde (1 Rotti, 1 DSH) hatten, die in einem gemeinsamen Haushalt wohnten und "sich nicht riechen" konnten. Es kam immer wieder zu Kommentkämpfen, die beiden Hunde, sowohl der Schäfer, als auch der Rotti waren zaundürr, was mit Sicherheit auf den Stress zu Hause zurückzuführen war. Clarissa riet damals, sich von einem der Hunde zu trennen. Im Gespräch im Plenum hat sie uns dann von einigen Fällen erzählt, bei denen das Rudel nicht zusammengepasst hat, was immer mit der Trennung von einem Hund endete.
Ich glaube, weder du noch ich können wirklich sagen, ob der Hund (die Hunde) bei uns glücklich sind, oder ob sie es anders haben möchten (man kann es nur beim eigenen Hund vermuten)
Hunde haben eine tolle Eigenschaft: sie können sich anpassen!
Ich bin Einzelhundehalterin und ich denke, sowohl meine erste Hündin, als auch meine jetzige war/ist glücklich. Meine erste Hündin war der typische Einzelhund, sie hätte in ihrem Bereich niemals jemand anderen neben sich geduldet, obwohl sie nicht so erzogen wurde und obwohl wir tagtäglich in einem gemischten Hunderudel gingen.
"Artgerechte" Hundehaltung, wie du sie offenbar anstrebst, wird es immer nur in Ansätzen geben; du müsstest sonst deinen Hunden (die Rudelhaltung ist ja nur ein Aspekt) alle Freiheiten geben, sie in der Früh rauslassen, damit sie sich ihre Beute erjagen können, sich Partner in freier Wildbahn suchen lassen, sich verpaaren lassen,wie immer sie möchten.....
Meine Meinung: wer denkt, Zwei- oder Mehrhundehaltung ist für alle Beteiligten - Mensch und Hund - das Richtige, soll es tun; wer die Einzelhundehaltung bevorzugt - ist auch gut!
Jeder sollte seinen eigenen Hund und sein Umfeld so gut kennen, dass er weiss, was er tut!
Helga
 
Ich bin der Meinung, dass der Hund das einzige Wesen auf dieser Welt ist, das sich dem Menschen vorbehaltlos und auch freiwillig anschliesst, weil er erkannt hat, dass ihm dadurch unglaubliche Vorteile entstehen. Ich bin mir sicher, dass wenn du heute einem Hund, der Menschen gewöhnt ist, die Entscheidung lassen würdest, sich einem Rudel anderer Hunde anzuschliessen oder seinem Menschen, dann würden 90% aller Hunde den Menschen bevorzugen. Denn der Mensch bietet dem Hund alles, was er zum überleben braucht. Futter und eine gewisse Sicherheit und auch ein Dach über dem Kopf. Der Hund hat erkannt, dass er sich um nichts kümmern muss, weil der Mensch für ihn sorgt und der Hund ist so klug, dass zu seinem Vorteil zu nutzen. Ich würde sagen Mensch und Hund ist eine Symbiose, die so ausgeprägt wohl kaum mehr zu finden ist.

Ein Hund, der die Möglichkeit hat, wirklich MIT seinem Menschen zu leben und nicht irgendwo im Garten weggesperrt wird, der seine sozialen Kontakte ausleben kann, der geistig und körperlich beschäftigt wird, der wirklich eine Einheit mit seinem Menschen bildet, so ein Hund kann durchaus auch als Einzelhund glücklich sein. Immerhin erspart ihm das auch eine Menge an Stress, denen Hunde in Rudelhaltung sehr wohl ausgesetzt sind.

Wenn ich denke, dass mein 10 Jahre alter Rodos, der zuhause die absolute Ruhe liebt, jetzt vielleicht irgendeinen lästigen Jungspund an seiner Seite hätte, der ihn womöglich den ganzen Tag sekkiert, dann könnte es schon sein, dass sein Stresspegel so konstant hoch ist, dass es durchaus auch zu gesundheitlichen Schäden führen könnte, denn wie ja bekannt ist, kann negativer Stress auf Dauer krank machen.

Also würde ich sagen, in einem Rudel zu leben, wo die Hunde zusammenpassen und auch harmonieren, kann für den einzelnen Hund sicher eine Bereicherung sein, mit Gewalt jedoch zwei Hunde zusammenzubringen, nur damit sie meinem persönlichen Anschein nach artgerecht gehalten werden, kann auf jedem Fall zu psychischen und physischen Problemen führen.

lg
Bonsai
 
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