Andere Hunde ignorieren lernen

Najo, genau des Richtung wechseln funzt ja net so wirklich.
bzgl belohnen beim liegenbleiben: i werds ja nicht fürs fixieren belohnen und was anderes tut sie dabei aber nicht.
"ruhig liegenbleiben" und "Lea" in einem Satz... :cool:

Drum schrieb ich ja "ablenken" :cool: und wenn sie dann brav ist belohnen. Ich muss zB nur einen Ball rausholen und meine sonst so sturköpfige, überdrehte und hibbelige Sancho bleibt am Platz oder konzentriert sich auf mich - der Ball geht einfach vor. Du musst das richtige Ding noch finden für Lea, denk ich
 
Nicht "NEIN" sagen, bestenfalls "KOMM" und einfach gehen - was Du machst, ist "diskutieren" - und klar bringt der Hund da auch seine Argumente :D

Wenn die "Diskussion" für den Hund ab jetzt nie mehr was bringt, hast Du das Problem bald nimmer - Schultern zurück und Abmarsch! Aber SOFORT belohnen, wenn Du wieder ihre Aufmerksamkeit hast!

Also gar nix mehr sagen (oder halt 1 x "komm" und dann nix mehr) und weiterziehen, ja? Und dann wirds ev. besser?!! :o
 
Drum schrieb ich ja "ablenken" :cool: und wenn sie dann brav ist belohnen. Ich muss zB nur einen Ball rausholen und meine sonst so sturköpfige, überdrehte und hibbelige Sancho bleibt am Platz - der Ball geht einfach vor. Du musst das richtige Ding noch finden für Lea, denk ich

gut, da könntest wohl wahr haben. Spielzeug is allerdings bei ihr a bissl haklig weil sie da wahnsinnig eifert. da hätt i a bissl angst, dass der andere her kommt weils ja cooles spielzeug is und die lea dann a bissl unguat wird..
 
Nicht "NEIN" sagen, bestenfalls "KOMM" und einfach gehen - was Du machst, ist "diskutieren" - und klar bringt der Hund da auch seine Argumente :D

Wenn die "Diskussion" für den Hund ab jetzt nie mehr was bringt, hast Du das Problem bald nimmer - Schultern zurück und Abmarsch! Aber SOFORT belohnen, wenn Du wieder ihre Aufmerksamkeit hast!

Und welche Leckerlis wären der Über-Drüber-Hammer?!
Was soll ich einpacken?
(Stinke-Käse hätt ich auch mal versucht, aber bei aller Liebe - den Gestank auf meinen Fingern hab ich net ausgehalten ...);)
 
gut, da könntest wohl wahr haben. Spielzeug is allerdings bei ihr a bissl haklig weil sie da wahnsinnig eifert. da hätt i a bissl angst, dass der andere her kommt weils ja cooles spielzeug is und die lea dann a bissl unguat wird..

Gut - wenn der andere frei ist, dann ist es ohnehin wieder eine völlig andere Situation. Das sollt ja nicht vorkommen (kommt vor, eh klar). Aber wenn das Gegenüber an der Leine ist und Lea fängt an zu zicken oder fixieren, dann funktionierts schon :)
 
Gut - wenn der andere frei ist, dann ist es ohnehin wieder eine völlig andere Situation. Das sollt ja nicht vorkommen (kommt vor, eh klar). Aber wenn das Gegenüber an der Leine ist und Lea fängt an zu zicken oder fixieren, dann funktionierts schon :)

i geh ja immer vom worst-case aus. is net erst a mal passiert, dass die lea an der Leine war und des andere hundsi net..."der tut eh nix"... aber das ist eine andere Geschichte...
 
Also gar nix mehr sagen (oder halt 1 x "komm" und dann nix mehr) und weiterziehen, ja? Und dann wirds ev. besser?!! :o
WIE du sie dazu kriegst sich vom anderen Hund abzuwenden, da gibts mehrere Möglichkeiten.

Das Problem bei neg. Verstärkung (wenn du nicht mitkommst wirst du mitgezogen) ist das Timing - der Hund muss schon die Möglichkeit haben sich richtig zu verhalten. Also zwischen "komm" und mitziehen sollten schon 2-3sek liegen.

Und eine Stolperfalle bei falscher Anwendung kann natürlich sein dass der Hund auf "komm" angeleint super reagiert, aber genau weiß wann er abgeleint ist und man das "komm" nicht "durchsetzen" kann.

lg Nina
 
Ich hab mit ihm dann an mehreren Ecken gleichzeitig trainiert:
1. "kehr um" / "dreh ab" auf Pfiff (mit der Schleppleine gesichert)
Hast du das von anfang an nur mit "Pfiff" geübt? Hast du an der Schleppleine kurz gezogen, damit dein Hund wusste, dass er umdrehen soll?
2. ruhiges Ansehen und in späterer Folge das Abwenden von anderen Hunden belohnt (anfangs ging das nur aus einer Entfernung von 100m)
Hast du ihn da sitzen lassen oder seid ihr weitergegangen?
3. "bleib" gefestigt
Am Anfang ohne Ablenkung, oder? Wie weit soll ich von ihr weggehen und wie lange soll ich sie liegen lassen?
4. auf Spielkameraden musste er an lockerer Leine zugehen, erst wenn wir auf <3m heran waren hab ich ihn frei geschickt
DAS wird wohl die schwierigste Übung ... Wie hast du das geübt, dass er an der lockeren Leine zugeht bzw. verhindert, dass dein Hund hinzieht?!! Bist du einfach stehen geblieben? Bei Cleo würd ich da wohl ewig stehen und ihrem Freund würde unheimlich langweilig werden ...
 
Ich würde da immer einen Schritt in der Erziehung zurück gehen - eher einsame Wege aussuchen und Grundgehorsam üben - wie Fuß, Voran usw... wenn das dann sitzt - wieder hundefrequentierte Gebiete und schauen obs funktioniert.

Ich finde die Tipps von Celera in Kombination dazu am zielführendsten. Von Vorbeifüttern oder Vorbeiziehen halte ich wenig. Von Rütteldosen auch nix.

Es kommt auf den Hund an wie und warum er hinwill - das sollte man wissen - dann fällt die Entscheidung leichter wie man gegen das Problem vorgeht.
 
Ich würde da immer einen Schritt in der Erziehung zurück gehen - eher einsame Wege aussuchen und Grundgehorsam üben - wie Fuß, Voran usw... wenn das dann sitzt - wieder hundefrequentierte Gebiete und schauen obs funktioniert.
Solange wir alleine unterwegs sind, ist sie ja eh total folgsam. Und ich denke, wenn sie jetzt noch weniger Hunde sieht, dann ist sie später, wenn sie dann eben mal zu welchen kommt, noch versessener drauf, zu den anderen Hunden zu kommen ...

Es kommt auf den Hund an wie und warum er hinwill - das sollte man wissen - dann fällt die Entscheidung leichter wie man gegen das Problem vorgeht.
Sie will deshalb hin, weil sie unbedingt mit jedem Hund spielen will. Wie kann/soll ich also vorgehen?:o
 
Solange wir alleine unterwegs sind, ist sie ja eh total folgsam. Und ich denke, wenn sie jetzt noch weniger Hunde sieht, dann ist sie später, wenn sie dann eben mal zu welchen kommt, noch versessener drauf, zu den anderen Hunden zu kommen ...

Das ist ein Irrtum! Offenbar ist Deine Kleine mit Hundebegegnungen derzeit überfordert. Sie sollte jetzt lernen dürfen, dass Du ihr wichtigster Sozialpartner bist. Es ist einfach nicht nötig, dass sie häufig Kontakt mit Artgenossen hat.

Sie will deshalb hin, weil sie unbedingt mit jedem Hund spielen will. Wie kann/soll ich also vorgehen?:o

Will sie wirklich "spielen" oder nicht eher ihre Kräfte mit anderen Hunden messen? Was für uns Menschen oft wie ein lustiges Spiel aussieht, ist für Junghunde häufig nichts anderes als Stress.

lg
Gerda
 
Solange wir alleine unterwegs sind, ist sie ja eh total folgsam. Und ich denke, wenn sie jetzt noch weniger Hunde sieht, dann ist sie später, wenn sie dann eben mal zu welchen kommt, noch versessener drauf, zu den anderen Hunden zu kommen ...
Sie will deshalb hin, weil sie unbedingt mit jedem Hund spielen will. Wie kann/soll ich also vorgehen?:o

Wenige aber gut ausgewählte Hundebegegnungen - ich glaube Gerda hat da völlig recht - weniger ist mehr. Such Dir ein paar Hundekumpels mit vernünftigen HB's und da laß Hund spielen und toben (unter Beobachtung). Ansonsten beim Leinegehen - keine Hundekontakte fürs erste. Die Gefahr ist einfach dass der Hund Erfolgserlebnisse bekommt die seine Erziehung erschweren.
 

Hast du das von anfang an nur mit "Pfiff" geübt? Hast du an der Schleppleine kurz gezogen, damit dein Hund wusste, dass er umdrehen soll?
Nein, der Pfiff ist bei mir die Ankündigung für eine Super-Belohnung. Dh. anfangs war er neben mir und dann ging nachm Pfiff die Gaudi los. Was für deinen Hund eine Super-Belohnung ist musst du selbst rausfinden, bei uns steht die Futtertube, Katzenfutter, fangen von Leckerlis hoch im Kurs, aber genauso Lauf/Hetz/Rempelspiele mit mir oder auch zerren/totschütteln/tragen seines Futterbeutels, das ist wirklich ganz individuell.

Hast du ihn da sitzen lassen oder seid ihr weitergegangen?
es geht nur ums ruhig hingucken, ob er dabei sitzt, liegt, steht, kopfstand macht is wurscht. Erfahrungsgemäss fällts meinem Rüden leichter stationär zu bleiben - in Bewegung wär das schon ne Stufe schwieriger

Am Anfang ohne Ablenkung, oder? Wie weit soll ich von ihr weggehen und wie lange soll ich sie liegen lassen?
Es gibt einen Haufen Übungen zur Impulskontrolle, also sitzen/liegen bleiben eben wenn gerade Ablenkung vorbeiläuft in Form von Joggern/Spaziergängern/Fahrradfahrern - sitzen bleiben während man Spielzeug / Futter auslegt oder wirft, anderen Hunden oder Kindern beim spielen zusehen usw.

DAS wird wohl die schwierigste Übung ... Wie hast du das geübt, dass er an der lockeren Leine zugeht bzw. verhindert, dass dein Hund hinzieht?!! Bist du einfach stehen geblieben? Bei Cleo würd ich da wohl ewig stehen und ihrem Freund würde unheimlich langweilig werden ...
Grad bei der Leinenführigkeit gibts ja 1000 Wege. Ich hab immer das neben mir laufen extrem bestärkt, wer neben mir läuft kann nicht in der Leine hängen :D sollte die Ablenkung doch mal zu hoch sein bin ich, wenn er nach vorn gelaufen ist, langsamer geworden und wenn die Leine gespannt hat stehen geblieben. Hat er sich nicht korrigiert bin ich solang rückwärts gegangen bis die Leine wieder locker war / er an meiner Seite und dann gings wieder zügig vorwärts + haufenweise Bestätigung falls er NICHT wieder nach vorne gestürmt ist

Und wegen deiner Frage wegen der Hundewiese: natürlich kannst du da nicht genügend Abstand wahren. Aber du kannst dort sowieso (noch) nicht trainieren, denn auch wenn du sie weiterziehen würdest wär sie viel zu aufgeregt und gestresst um noch irgendwas lernen zu können. Je aufgeregter sie ist umso schlimmer wird sie auf die Hunde reagieren, du wirst ja jetzt auch schon einen regelrechten Spießrutenlauf statt nem Spaziergang vor dir haben oder? Dh solang sie auf einer Hundewiese mit 5 Hunden noch nicht entspannt bzw. sich schnell wieder beruhigt wird eine Hundewiese mit 10 Hunden und dementsprechend geringem Abstand erst recht nicht zu meistern sein.

Also Freilaufzone bei Sonnenschein würd ich die nächsten Wochen dir und deinen Nerven zuliebe meiden :)

lg Nina
 
Zuletzt bearbeitet:
Meiner Meinung nach gehts hier um ganz alltägliche Begegnungen, die man (leider) nicht ganz vermeiden kann. Kommt jetzt ein Hund auf uns zu (keine Chance auszuweichen, weil dahinter und daneben auch schon einer kommt), bestimme ich ganz einfach die Richtung und das Tempo. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, ist mir in dem Fall wurscht, ich möchte, dass meine Hunde mir einfach glauben, dass ich weiß, was zu tun ist und das erreiche ich am besten, indem ich einfach gehe und zeige, wie ich mir das wünsche - währenddessen kann man bei Bedarf natürlich mit Futter bestätigen und loben und sogar spielen! Wohlgemerkt, ich hab drei Hunde an der Leine und diskutiere prinzipiell nur auf eigenen Wunsch.
 
Oben