Welche Auswirkung hat der Charakter des Hundeführers auf das Verhalten des Hundes

andreaJ: sehr verständlich.

ich finde auch, dass die theorie hinkt. wie gesagt bei hunden aus 2. bis x-ter hand kannst überhaupt nichts für das paket, dass hund mitbekommt. und - mE müsste man schon auch noch beachten, welche grundsätzlichen eigenschaften hund mitbringt.

der ruhige neufundländer hat nicht unbedingt einen ruhigen besitzer, während der quirrlige westie vielleicht einer in sich ruhenden rentnerin gehört.

also mir ist der ansatz zu pauschalisierend.

lg


Und warum sind dann meine Hunde alle vom Charakter her ähnlich obwohl teilweise auch schon älter bekommen? Du weißt schon was ich meine, dieses Gänseblümchenschema, mit allem verträglich (zumindest draußen), menschenfreundlich, kinderfreundlich, relaxt, ruhig, ziemlich gelassen, kaum Ängste.....
 
Drei Hunde, selber Mensch, nämlich meine Wenigkeit.

Amba immer vollkommen entspannt, hat mich gefragt, ob sie zu anderen hunden hin darf (selbst wärend der Läufigkeit)

Marvin auf alles neugierig, zu jedem hingelaufen, ich war unsicher, ob ich 60kg Hund halten kann (ich hab ihn mir nicht ausgesucht, aber ins Herz geschlossen) und so hat er sich auch benommen, sehr stresssig für uns beide, bis mir der Zuifall zu hilfe kam.

Perro ist mehr interessiert an den weiblichen Mitgliedern seiner Spezies oder an jungen Hunden, weil man mit denen sooo schön spielen kann. Murrt, wenn er von einem gleichwärtigen Rüden angestarrt wird und ist sonst sehr verträglich.
Ich fühl mich sicher und er benimmt sich auch so.
 
Also ich glaube auch dass der Charakter eines Menschen sehr große Auswirkung auf das Verhalten seiner Hunde hat - sicher nicht die einzige Auswirkung (Faktor) aber ein wichtiger.

Man muss nur den Begriff "Charakter" definieren - ich glaube jeder versteht da etwas anderes darunter - für mich ist der Charakter ganz einfach ausgedrückt einfach die Mischung an Grundgefühlen und Stimmungen die ein Mensch in sich hat und diese legen dann fest mit welchen Verhalten er reagiert.

Jeder Mensch hat in sich eine Mischung aus Wut, Angst, Hass, Liebe, Lust, Trauer, Ärger usw... je nachdem welche "Zutaten" mehr vorhanden sind prägt das Verhalten des Menschen. und ich denke genau das spürt der Hund. Darauf reagiert er und deswegen "funktioniert" ein Hund bei verschiedenen Personen nicht gleich.

Der Hund wiederum hat auch einen Charakter - und der - zusammen mit dem Carakter das HB - ergibt den "Charakter des Teams".....

Hoffe es ist nicht zu kompliziert geworden :o
 
Und warum sind dann meine Hunde alle vom Charakter her ähnlich obwohl teilweise auch schon älter bekommen? Du weißt schon was ich meine, dieses Gänseblümchenschema, mit allem verträglich (zumindest draußen), menschenfreundlich, kinderfreundlich, relaxt, ruhig, ziemlich gelassen, kaum Ängste.....

weil du als erstes und wichtigstes schonmal auf hunde mit dieser ausstrahlung stehst, weiters zu 3/4 ehemalige strassenhunde beheimatest (und das letzte viertel als erfahrener hundeführer von kleinauf hast), deine hunde durch dein überdurchschnittliches engagement tagtäglich auspowerst, so dass sie gar nicht erst auf blöde gedanken kommen, dadurch jeden tag stundenlang mit deinen hunden auf achse bist und gott und die welt triffst, was für die sozialisierung wieder unbezahlbar ist...

wie heißt es so schön - es gibt für alles eine logische erklärung. weißt eh, ich bin der kopfmensch und weniger der gläubige... ;)

glg
 
Allerdings kommt es natürlich schon darauf auch an, welches Vorleben der Hund hatte, er spiegelt auch nicht 1:1 die Seele seines Besitzers, aber so von den Grundcharakterzügen kann man schon vom Hund auf den Menschen schließen, zumindest wenn sie viele Jahre miteinander verbracht haben. :)


ich denke auch, dass es eine frage der zeit ist, bis sich hund und mensch in ihren wesenszügen ähneln.

ist doch bei (ehe) paaren auch oft so.

meinen buben hat sein mieses vorleben sehr geprägt und sein rüpelhaftes und ungehobeltes verhalten an der leine legt er bei jedem an den tag, der am anderen ende dran hängt :o und das sind im laufe einer woche 4 verschiedene personen mit unterschiedlichen charaktereigenschaften :rolleyes:
 
wenn man meinen hund und mich kennt, würd auch niemand sagen, dass er etwas von meinem chrakter hat, auch wenn man uns gut kennt!

ICH dagegen weiß, dass vieles in seinem verhalten mich widerspiegelt, egal ob es mir gefällt oder nicht!

auf den ersten blick ist mein hund liebevoll, sanft, klug, absolut verträglich, einfach ein traum! alle erklären mir ständig was für ein glück ich mit einem solchen engel habe (is mir eh bewusst)!

auf den zehnten blick (wenn man ihn schon SEHR gut kennt) ist er stur, eingenwillig, ein einzelgänger, manchmal ein "keifer" und würde für futter ALLES tun!
tja alles dinge, die ich bei mir abstreiten würde, aber leider passen sie haargenau auf mich (besonders der letzte punkt!:D)
 
Ich glaub schon, dass es sehr auf den Charakter des Hundes ankommt...
(Wenn meine Hunde meinen Charakter hätten müssten sie stur nachtragend, bissig und launisch sein - was sie Gott sei dank nicht sind!:D:cool:)

Ich glaub, dass ein einzeln gehaltener Hund wesentlich mehr Charakterzüge vom Besitzer, oder besser gesagt von der Bezugsperson annimmt, als wenn Hunde in der Gruppe gehalten werden...
Außerdem denk ich mal, dass es auch darauf ankommt, wie sehr man sich mit dem Hund beschäftigt...

LG
 
Ich glaub dass man nicht übersehen darf dass die Gleichung ja nur funktioniert wenn man Charakter vom Hund und Charakter vom HB miteinander in Verbindung bringt - dieses Ergebnis ist dann der Teamcharakter.

Dann ist es ziemlich egal ob ich einen Hund von Welpenzeit an habe oder einen Straßenhund aufnehme - der Hund hat einen ihm eigenen Charakter - ich habe den auch - wir beide reagieren aufeinander - ich entwickle Strategien den betreffenden Hund zu erziehen (emtsprechend meines Charakters) und der Hund entwickelt Strategien seine Bedürfnisse durchzusetzen (auch entsprechend seines Charakters) .....
 
Ich glaub dass man nicht übersehen darf dass die Gleichung ja nur funktioniert wenn man Charakter vom Hund und Charakter vom HB miteinander in Verbindung bringt - dieses Ergebnis ist dann der Teamcharakter.

Dann ist es ziemlich egal ob ich einen Hund von Welpenzeit an habe oder einen Straßenhund aufnehme - der Hund hat einen ihm eigenen Charakter - ich habe den auch - wir beide reagieren aufeinander - ich entwickle Strategien den betreffenden Hund zu erziehen (emtsprechend meines Charakters) und der Hund entwickelt Strategien seine Bedürfnisse durchzusetzen (auch entsprechend seines Charakters) .....

wenn man das thema auf diese art und weise betrachtet - also eher von interaktion spricht - dann kann ich mich anschließen. :)
 
wenn man das thema auf diese art und weise betrachtet - also eher von interaktion spricht - dann kann ich mich anschließen. :)

Ich glaub es geht nur so - wir Menschen sind ja in unserem Verhalten auch nicht statisch sondern verhalten uns abhängig von unserem gegenüber und ich denke das tun Hunde auch.
 
eigentlich stellt sich mehr die frage welche emotionen den hundehalter im moment des zusammenseins mit dem tier bewegen, der hund spürt das sofort. den ich habe schon mit so einigen leuten gearbeitet die menschlich gesehen versager waren, doch mit ihren tieren waren und sind sie phänomenal im umgang. also ich denke: primär der momentane psychische zustand des meschen ist wichtig, und sekunder der charakter. denn meist sind die psychisch geschädigten auch wiederum von menschen geschädigt worden. der mensch schädigt doch alles was man sich vorstellen kann, und nicht das tier.
 
Dann bin ich wohl eine sehr gespaltene Persönlichkeit :D Meine Hunde waren seit jeher sowas von unterschiedlich - vielleicht hat sich jeder einen Charakterzug ausgesucht, oder ich bin mit diesem und jenem einfach besser zu den dazupassenden Hunden durchgedrungen?

Lisa: Hütehund durch und durch, wirklich geliebt hat sie nur meinen älteren Sohn, Artgenossen und fremde Menschen hat sie eiskalt ignoriert.

Jimmy: stolz, klug, entzückend zu Damen und Welpen jeder Spezies, fürchterlich intolerant, was Rüden betraf

Penelope: lieb, aufgeschlossen, verträglich, völlig entspannt

Vicky: fröhlich, freundlich, ohne jedes Misstrauen, absolut friedfertig und gutmütig jedem Lebewesen gegenüber

Quendy: fast schon unheimlich klug, extrem auf Höflichkeit bedacht, intolerant, grauslich im Zorn, aber liebevoll und oft kindisch und verschmust daheim

Shanta: ausgeglichen, freundlich, aufgeschlossen, rührend

Lou: sehr charmant, großer Kavalier, treue Seele, schmusig, kuschelig, äußerst tolerant Damen und Welpen gegenüber, bei Rüden aber ein bissl protzig bis rauflustig...

WAS davon spiegelt jetzt meinen Charakter wider?? Nach der Beschreibung kann es nur schizophrenie sein :D:D:D es leben mehrere Personen in dir..

LG
Ulli

Und warum sind dann meine Hunde alle vom Charakter her ähnlich obwohl teilweise auch schon älter bekommen? Du weißt schon was ich meine, dieses Gänseblümchenschema, mit allem verträglich (zumindest draußen), menschenfreundlich, kinderfreundlich, relaxt, ruhig, ziemlich gelassen, kaum Ängste.....

Naja, eigentlich müssten sie doch zickig und mit scharfer Zunge ausgestattet sein, wenn sie nach dir kommen :) wenn ich so an einige Komentare hier drin denke.....:D.....Gänseblümchenschema passt auf dich überhaupt nicht....:)
 
:D:D:D
der war gut. bonsai, das musst du auch zugeben. :D
der fehdehandschuh ist geworfen. :D

(jetzt weiß ich wenigstens warum ich lauter irre hunde habe :D)
 
Eventuell kann es schon sein, dass ein bisserl Aggressivität auch in dir schlummert, tut es das nicht in jedem? :D Der eine zeigt es halt mehr nach außen, der andere frisst es in sich rein, aber eine gewisse Aggressivität ist durchaus natürlich und würde ich jetzt nicht als schlechten Charakterzug abtun. ;)

Allerdings kommt es natürlich schon darauf auch an, welches Vorleben der Hund hatte, er spiegelt auch nicht 1:1 die Seele seines Besitzers, aber so von den Grundcharakterzügen kann man schon vom Hund auf den Menschen schließen, zumindest wenn sie viele Jahre miteinander verbracht haben. :)

Natürlich habe ich auch Aggression in mir..aber im Vergleich mit anderen Menschen wohl eher sehr wenig..
Mein Rüde war am Anfang so arg drauf, das er mir einen Zahn gekillt hat, weil er einen anderen Hund angehen wollte...
Es hat sich im Laufe seines Lebens sehr gebessert aber wie ich schon geschrieben habe, in den Anfangszeiten war er einfach nur extrem drauf..
und hätte mich da jemand gesehen, der sagt im Hund spiegelt sich der Charakter des Hundehalters wieder..puh....müssten alle Angst vor mir haben..

Auf der anderen Seite habe ich 3 völlig normale Hunde, die ich von Welpen an aufgezogen habe...
Am Besten passt meine Mausi zu meinem Charakter,...neugierig, stur...redet gerne...isst gerne :cool: liebt Action, aber auch Ruhe...will dabei sein, hat gerne Rummel um sich, aber auch gerne ruhige Stunden...und erlebt gerne Neues...und sie ist die Chefin :D...
 
ich weiß nicht ob sich der "charakter" direkt auf den hund übertragen lässt, das temeperament, das verhalten etc. schon eher.

der charakter scheint mir doch zu komplex dazu.. zu charakter zählen für mich: ehrlichkeit, einfühlungsvermögen, rückgrat, wesen... etc.

es ist aber definitiv so, dass ein nervöser mensch wahrscheinlich auch eher einen nervösen hund haben wird und ein eher ruhigerer typ, diese gelassenheit vielleicht auch auf seine umwelt, seinen hund übertragen kann.
 
Naja, eigentlich müssten sie doch zickig und mit scharfer Zunge ausgestattet sein, wenn sie nach dir kommen :) wenn ich so an einige Komentare hier drin denke.....:D.....Gänseblümchenschema passt auf dich überhaupt nicht....:)

Dann frag mal meine Nachbarn oder Kollegen, welch netter und (fast) immer freundlicher Mensch ich bin. :D

Meine aufgestaute Aggressivität hebe ich mir lieber für Foren auf, da können meine Wuffis nicht mitlesen. :D:D:D
 
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