Spazierengehen

Daphne6922

Super Knochen
Hallo!

Also, das Spazierengehen ist echt ein Drama - ich bekomme fast die Krise.
Wir gehen jeden Morgen zu dritt mit 3 Hunden.
Sobald meiner in weiter Ferne einen Hund (egal ob Feind oder Freund) sieht, dreht er fast durch, stellt sich auf 2 Beine, zieht, bellt und quietscht wie ein Irrer. Er ist so in Rage und lässt sich durch nichts abbringen, bis derjenige vorbei ist.
Es nervt mich total und ich weiß echt nicht, wie ich ihm das abgewöhne. Die anderen 2 sind ruhig und laufen normal.
Warum tut er das???
Er hat immer schon alles angekläfft, egal ob Rad, Fußgänger, Autos, Hunde,...
Mittlerweile ist es besser, was Autos,... betrifft - nicht immer, aber eben hin und wieder.
Aber bei Hunden ist er nicht zu halten - er ist nicht agressiv - er will einfach nur hin.
Es ist mir echt schon peinlich, wie ich da herumzerre und "Nein!" oder "Aus!" schreie. Da vergeht mir echt alles.

Meine Hundetrainerin war auch schon mit und da läuft er sooooo brav.
Auch am Hundeplatz geht es gut, trainiere 2x wöchentlich und habe auch schon die BGH-1 gemacht, aber das normale Spazierengehen ist der Horror.

Was kann ich tun???:confused:
 
Kann es sein, dass er auf dich reagiert? Sprich, dass du dir unsicher bist und das überträgt sich auf ihn?
Ich hab lange geglaubt, dass unserer keine Schäferhunde mag. Bis mein Freund öfters allein gegangen ist und der Bub überhaupt kein Probleme mit Schäfern gehabt hat.
Er hat meine Unsicherheit wahrgenommen und ist komplett ausgezuckt.

Ich würd ihn mit Leckerlie locken (habts eh sicher schon probiert) und nicht schreien, je mehr du dich da reinsteigerst, desto "lustiger" wirds für ihn, weil du ja so toll mitschimpfst. Würd ich als Laie mal sagen
 
Ja, hast schon recht; meine Trainerin sagt auch, dass ICH es ihm "antrainiert" habe, aber bei fremden Hunden muss ich zugeben, bin ich natürlich verunsichert, weil wir auch schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, aber wenn ich "bekannte" Hunde sehe, bin ich doch nicht verunsichert.

Mir ist schon klar, dass er sich freut, wenn ich "mitmache" (schimpfe,...) und er es dann noch lustiger findet. Das ist ein ewiger Kreis, aber ich kann ihn einfach nicht ablenken - das Leckerli verschlingt er (und beisst mir fast in den Finger) und dann geht es weiter...

Mache ich nichts, so türmt er sich noch mehr auf und die Leute schauen mich noch "blöder" an, wenn ich das zulasse.
 
Ich kenn das von mir so gut, dass ich gleich mal nervös werde, wie gesagt, bei den Schäferhunden wars ganz arg :o

Im Grunde kanns dir ja egal sein, wie die Leute schauen, die sollen sich um ihre eigenen Hunde kümmern :)
 
Mein doofes Jamietier macht das auch seit einigen Wochen! Hat er früher nie getan...wie alt ist denn deiner? Beim Jamie, jetzt 20 Monate, hängt es meiner Meinung nach auch mit pubertärem Gehabe zusammen.
Ist genau das gleiche Spiel bei uns...Zerren, Kläffen, Quietschen...nicht bei allen Hunden, aber bei solchen, mit denen er gerne spielen würde oder wenn die ihn schon von weitem anfletschen und böse bellen. Vielleicht hat er einen geheimen Wunsch, als Faschiertes zu enden??:p
In letzter Zeit kann ichs gut an seinem Verhalten lesen, wenns gleich wieder so weit ist (fixiert den anderen Hund, schleicht sich bordermäßig an, leises Wimmern...). Bleibe dann einfach stehen, nehm die Leine ganz kurz, sag streng "nein" und weitergegangen wird erst, wenn er ganz still ist oder der andere Hund außer Reichweite. Wenn er also ne Szene macht, gibts unter Garantie kein Schnuppern oder Spielen, selbst wenn der andere Hund freundlich ist! Hab das Gefühl, er verstehts langsam!
Wünsch dir viel Glück mit deinem Terrortier:D
lg Alice
 
Hallo!
Also, meiner ist jetzt....2 Jahre und 4 Monate alt!

Gut, dass ich nicht alleine bin...:p

Früher habe ich ihn noch eher mal frei laufen lassen, wenn weit und breit nichts in Sicht war, aber das gehört der Vergangenheit an.

Wenn ich ihn loslasse, läuft er wie ein Pfitschepfeil weg und buddelt oder tut sonst was und die Kreise werden immer größer - er ist dann 2 Felder weiter und da habe ich ihn nicht unter Kontrolle --> deshalb jetzt immer an der Leine.

Zu Hause im eingezäunten Grundstück kann er dann mit seinem Bruder toben und in der Hundeschule auch mal...
 
Ich kann dir leider nicht helfen, weil ich selbst Hundeanfänger bin (unserer ist 3 1/2, unser erster Hund).

Aber ich würd mal das abrufen ganz gut üben und gegenseitiges Vertrauen aufbauen.
 
vllt kannst dich ja mal von jemandem filmen lassen, wenn ihr spazieren geht und er wieder auszuckt...

weil, so könntest du dich mal von außen beobachten, und vllt selbst feststellen oder zusammen mit deine trainerin, was genau passiert...

ob du vllt schon vorher selbst signale aussendest...oder was du an deinem hund vllt frühzeitig erkennen kannst, wann er auszucken wird, um rechtzeitig gegenzulenken...

ich mein, wenn er super läuft sofern deine trainerin da is...
lass einfach mal einen von den 2 mit denen du spazieren gehst, die cam halten...und dann schauts euch nachher an, vllt seht ihr dann mehr, und euch fallen vllt lösungsideen ein...
 
vl kannst du bei hundebegenungen vorab schon ausweichen mit einem angedeuteten bogen ( ist auch ein beschwichtigungssinal) - das gibt deinem hund sicherheit und dir ebenfalls, da du vorab schon ausweichst und dir das auch sicherheit gibt und du somit nicht ausstrahlst: oh gott was mach ich jetzt - der zuckt gleich wieder aus. wir haben gerade einen pflegehund, der angst vor männern hat. fast immer wenn wir männern begegneten, startete sie los fing wie verrückt zu bellen an und beruhigte sich nicht so einfach. da sie groß und schwarz ist, fürchten sich viele natürlich. das hat sich auch auf mich übertragen, da ich es peinlich fand. mittlerweile ruf ich sie meist rechtzeitig ab und leine sie an. wir machen dann einen großen bogen um die menschen und es gibt maximal einen kurzen beller, aner so funkts ganz gut. da ich versuche mich nicht mehr stressen zu lassen ---> das ist das allerwichtigste, denn auf deine gefühlsleben reagiert dein hund. es muß dir egal sein, ob er sich aufführt oder nicht!!!!
 
Unsere Xena aka Terrormaus, ist auch noch so, bei ihr hat es mehrer Gründe, zum einen hat sie leider etwas vom verhalten unseres Rüden abgeschaut der ein paar Hunde in unserer NAchbarschaft nicht riechen kann und zum anderen hat sie mächtig Stress bei Hundebegegnungen, da sie zu allen Hunden hin will steigert sie sich so rein, dass dies sogar in Aggressionen umkippen kann.

Wir gehen nun nur mehr mit ihr alleine, da ist es schon weit besser als wenn unser Rüde mt ist, obwohl der zwar immer gelassen reagiert wenn sie dabei ist.
Dazu vermeide ich prinzipiell so gut wie möglich Hundebegegnungen, dazu gibts jetzt Einzeltraining mit unserer Trainerin, danach mal training zu zweit usw. bis es klappt.
 
Ich gehe ja sowieso so gut es geht aus dem Weg, aber da wo wir spazieren ist eine ganz lange kleine Strasse (wenig befahren) neben dem Zug und er sieht oft schon etwas, das ich weiß gar nicht (kann nicht schätzen) wie weit weg ist und dann ist es auch schon vorbei.

Wie gesagt, wir gehen eigentlich immer schon dort, denn da kann meine Freundin ihren Hund frei laufen lassen, weil außer Wiesen und Felder nicht viel da ist. Hin und wieder mal ein Auto oder Traktor oder eben Leute, die zum Zug gehen (aber eher weniger um diese Zeit).

Heute sind wir gegangen und haben einen Hund gesehen, ok das ging ja noch und als wir dann viel später wieder zurück gegangen sind, hat er schon die ganze Zeit gezogen, gewinselt,... obwohl weit und breit gar nichts da war!?:confused:
 
läßt er sich durch spielzeug ablenken? mein großer hat immer seinen ball mit und bei hundebegenungen, da er keine rüden mag, nehm ich ihm immer den ball ab und halt ihn über seinen kopf. er ist dann so fixiert auf seinen ball, daß er ohne probleme an jedem rüden vorbeigeht. er beachtet sie dann nichteinmal. wäre auch ein emöglichkeit, vorallem wenns funktioniert kannst du ihn dann sobald er beim anderen hund vorbei ist, sofort belohnen und damit bestärken. sollte das nicht gehen, dann solltest du einfach sein verhalten ignorieren, wenn er sich so aufführt und schnellst möglich vprbei gehen. andere möglichkeit einfach umdrehen und in die andere richtung. wir sind früher auch oft einfach in die botanik, haben ihn absitzen lassen und gewartet bis die anderen vorbei sind.
 
... sprecht ihr von meinem Barny? :-)
Dieses Verhalten: sich auf die Hinterpfoten zu stellen, grummeln, jaulen, hecheln und einen wahren Zirkustanz aufführen, das kennen wir auch.
Nach all meinen Bemühungen, anderen Hunden auszuweichen, frage ich mich jetzt allerdings, ob dieses Meideverhalten nicht genau das Gegenteil auslöst. Statt gewünschter Gelassenheit, reagiert er noch massiver auf (seltene) Begegnungen.
Zudem lassen sich Hundebegegnungen hier nie völlig ausschließen. Insofern bin ich zu dem Entschluss gelangt, dass gerade eine wohldosierte Konfrontation mit anderen Hunden (oder Menschen, er reagiert auf manche Menschen ähnlich) besser ist, als ihn von jeglichem Stress fernzuhalten.
Ich agiere mit meinen (menschlichen) KlientInnen ja auch nicht anders und denke, dass das ständige Ausweichen evtl. nur zu einer Determination seines Verhaltens führt.
Also nähern wir uns langsam den aggressionsauslösenden Objekten an und so kann ich auch mehr Sicherheit im Umgang mit ihm gewinnen. Immerhin lerne ich ja auch immer mehr dazu....

liebe Grüße
Jambalaika
 
... sprecht ihr von meinem Barny? :-)
Dieses Verhalten: sich auf die Hinterpfoten zu stellen, grummeln, jaulen, hecheln und einen wahren Zirkustanz aufführen, das kennen wir auch.
Nach all meinen Bemühungen, anderen Hunden auszuweichen, frage ich mich jetzt allerdings, ob dieses Meideverhalten nicht genau das Gegenteil auslöst. Statt gewünschter Gelassenheit, reagiert er noch massiver auf (seltene) Begegnungen.

Na dies ist klar, wie in unserem Fall mit Xena, will er unbedingt den Kontakt zum anderen Hund.
Also Hundebegegnungen nur solange vermeiden bis man mit seinem Hund die Leinenführigkeit richtig trainiert hat und er keinen Kasperl mehr macht.

Hundekontakt sehr wohl, z.b. im Freilauf, aber eben nicht an der Leine solang es nicht funktioniert.
Nur den Kontakt vermeiden lernt dem Hund gar nichts, ausser er darf nicht hin, wodurch er noch mehr aufdreht.
Man muss schon nebenher die Leinenführigkeit trainieren um dann die Hundekontakte an der Leine gezielt aufzubauen.
 
Ja, an der Leinenführigkeit "kämpfen" wir ja auch, aber der Hund muss doch beim Spazierengehen nicht immer "bei Fuß laufen", sondern soll (kann/ darf) ja auch schnüffeln können, oder nicht?

Mit Spielzeug ist es so eine Sache: zu Hause ja, aber z.B.: in der Hundeschule nein, da mag er nicht.

Leckerlis schon, aber wie gesagt, die verschlingt er und ist schon wieder fixiert...

Heute war es soooo neblig, dass man nicht allzu weit sehen konnte und er ist so brav gelaufen. :D
 
Leinenführigkeit ist doch kein Bei Fuss gehen!!!

Leinenführigkeit bedeutet das der Hund nich ständig in der Leine hängt und diese nicht andauern auf Zug gespannt ist und der Hund eben deinen Bewegungen und somit dem zug an der Leine folgt, nicht mehr nicht weniger.


Wie gesagt wir haben das Problem auch, wir versuchen Hundebegegenungen zu vermeiden und trainieren extra mit Trainer, sobald das dann sitzt wird Hundekontakt an der Leine stückchenweise aufgebaut.
Für mich hört sich das an wie bei uns: der Hund ist in solchen Situationen einfach nicht zugänglich.
Such dir einen vernünftigen Hundetrainer, vieleicht probiert auch den Clicker, funktioniert bei uns super, weil Leckerlis teilweise nicht angenommen werden, mit Clicker aber sofort und in fast jeder Situation.

Viel Glück!
 
Danke dir!

Ja, eine Trainerin habe ich schon!
Wie gesagt, wenn kein Hund in der Nähe ist, läuft er eh schön...

Und am Hundeplatz sind ja auch haufenweise fremde und bekannte Hunde - da geht es ja gut (anfangs war es auch katastrophal, aber jetzt kann ich ganz normal vom Auto zu den Tischen,... hingehen und er tut nichts.

Ich denke vielleicht auch, dass er sich im Rudel (wir gehen ja zu dritt) stärker fühlt??? Und das Ganze hat er sich (oder ich ihm) angelernt!

Wir arbeiten daran! :)
 
wie gesagt, ich würde es einfach mal auf video aufnehmen...damit du deins und das verhalten deines hunde analysieren kannst, und so ne lösungsstrategie entwickeln kannst...

hilft sicher auch der trainerin...
 
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