Knurren

eleanor

Super Knochen
Ich bin mir bewußt, daß das Thema schon öfter dran war, trotzdem möchte ich es, weil grade wieder aktuell, aufgreifen. Aktuell deshalb, weil im Club 2 der Hund geknurrt hat, und das offenbar unterschiedlich aufgefasst wurde. Für die einen ist Knurren eine völlig normale Äusserung eines Hundes, genauso normal wie Schwanzwedeln, für die anderen ist es eine Drohung. Wie seht ihr das?
 
Mein großer Hund knurrt, wenn er spielen will, wenn er raus will, wenn ihm was nicht passt.

Mein kleiner Hund knurrt, wenn jmd im Stiegenhaus rauftrampelt, wenn ein Hund vorbeiläuft, wenn es dunkel ist, wenn der Große spielen will.

Für mich ein Fall von Kommunikation! Man muss seinen Hund verstehen.
 
1. Der Hund beim Club 2 hat geknurrt, weil der Kameramann ihm mit der Kamera zu nahe gekommen ist und wohl seine Individualdistanz unterschritten hat. Noch dazu war das eine Situation, die dieser Hund absolut nicht kannte. Somit darf er auch sagen, dass ihm etwas nicht passt, ist in dem Fall eine ganz normale hündische Kommunikation.


2. Diejenigen, welche das Knurren dieses Hundes als Bedrohung aufgefasst haben, haben m.E. absolut keine Ahnung von Hundeverhalten und der Kommunikation von Hunden, also haben sie sich eigentlich eh selbst disqualifiziert.
 
Mein großer Hund knurrt, wenn er spielen will, wenn er raus will, wenn ihm was nicht passt.

Mein kleiner Hund knurrt, wenn jmd im Stiegenhaus rauftrampelt, wenn ein Hund vorbeiläuft, wenn es dunkel ist, wenn der Große spielen will.

Für mich ein Fall von Kommunikation! Man muss seinen Hund verstehen.


Meiner knurrt auch, wenn er mit mir spielt, und das sehr wild. Aber in dem Fall ging es darum, daß der Hund geknurrt hat, weil eine Kamera da war, weil es eine ungewohnte Situation war. Also mit einem Spielknurren nicht zu vergleichen.
 
Diese leise Warnung? Stimmt, sollte man sich als Hundeführer schon zu Herzen nehmen. Mein Zwergpinscher würde ausrasten, wenn man ihn in einem Maulkorb einer Kamera, die leise anschleicht, vorsetzen würde! Der würde auch gnadenlos zubeißen, wenn er die Chance bekäme.

Man muss seinen Hund kennen. Ein Brummen ist noch lange keine Morddrohung. :o
 
Der Club 2 war ja nur der Anlaß für diesen Thread....meine Frage geht ums Knurren grundsätzlich. Darf ein Hund Knurren, was sagt es aus, ist es normal, daß ein Hund knurrt usw. Also bitte nicht nur an dieser Situation festmachen.
 
an dieser Situation festgemacht:
...verdammt, hätten die nicht einen anderen Hund nehmen können?
Ich kenne ZIG Hunde, die nicht geknurrt, sondern gewedelt hätten!

allgemein:
Wenn jemand nicht "schleich di" sagen darf, braucht man sich nicht wundern, wenn seine erste Reaktion weniger schmerzfrei ausfällt ;)


Knurren kann jedenfalls viele Gründe haben und -wie hier schon erwähnt- von einer Spielerei bis zur letzten Warnung vor dem Biss gehen....jeder Hund hat seine eigene Abstufung und es ist die Aufgabe des Hundehalters/Hundeführers, diese "Fremdsprache" zu lernen!
 
Dem Club2-Hund hat der Beisskorb ins Aug gedrückt, die anwesenden Menschen waren in aufgeregter Stimmung und die große Kamera ist auf ihn zugerollt. Der Knabe ist 1,5 Jahre alt - ich würde mal mit "mir ist die Gesamtsituation ein bissl unangenehm" übersetzen ;)

Von meinen eigenen Hunden hör ich "knurren" eigentlich nie. Dafür aber eine ganze Palette anderer Laute, angefangen vom Gurren bis hin zu einem Laut der wie "wiiuu!!!!" klingt und eine nachdrückliche Aufforderung zu diversen Handlungen (z.B. bauchstreicheln) darstellt.

Überhaupt ist mir aufgefallen, dass meine Hunde einen Großteil ihrer Lautäußerungen extra für uns Menschen "erfunden" haben. Dieses "wiuuu" z.B. wird nie zu einem Hund "gesagt" und auch angegurrt und gesäuselt wird nur bei uns. Unter den Hunden zählen eher Blicke und Körperhaltungen, da bedeutet ein kurzer scharfer Knurrer (oder aber ein leiser, fast unhörbarer) schon das Äußerste an "WEHE!!"
 
ich glaube auch dass man hier differenzieren muss...zwischen grummeln und knurren ;)
Xena grummelt z.b. wenn sie sich freut, zeigt die zähne (sie lacht :D )...menschen die sie nicht kennen schrecken sich im ersten moment oft! aber dies ist ausdruck von: juhu, ich weiß gar nicht wohin mit meiner freude :)

xena knurrt wenn sie z.b. ihre individualdistanz wahren möchte, und das ist ihr gutes recht! aber es ist ein anderer laut als oben erwähntes grummeln, was natürlich nicht für jedermann unterscheidbar ist!

natürlich DARF der hund knurren...hunde die nicht vorwarnen und aus dem nichts zubeißen sind nämlich die wirklich gefährlichen

lg nina und co
 
:( die Wahl des Hundes war extrem unglücklich. Zu jung, noch nicht gefestigt, geknebelt und (ich glaub) 3 fach gesichert, ein Soka, der auch noch knurrt - Klischee erfüllt (so ein Sch...)

zum eigentlichen Thema, ich persönlich fühle mich nicht wirklich bedroht wenn mich ein Hund mal kurz anknurrt, ich kapiere was er meint und handle dementsprechend.

Es ist aber in meinen Augen das absolute NoGo das ein Hund Menschen anknurrt - das gabs bereits mal in irgendeinem Thread...da knurrte ein Hund im Gasthaus unterm Tisch.
Genau darum gibt es soviele Hundegegner, da ein Nicht HH mit einem Knurren nicht umgehen kann und es falsch (böse) interpretiert.

Ein Hund sollte meiner Meinung nach als erste Handlung "zurückweichen" und dann bin ich als HH gefordert die unangenehme Situation zu beenden.

Die brisante Situation für alle unsere Hunde in Ö spitzt sich immer mehr zu, wir können uns keine knurrenden Hunde leisten. So leid es mir tut, da müssen sich die Hunde anpassen und ein Stück ihrer Kommunikation dem Menschen gegenüber zurückhalten.

Es bleibt ihnen ja immer noch das Spielknurren und Brummen (wobei man die Zähne nicht sieht und die Lefzen nicht hochgezogen werden)- oder eben die Kommunikation mit anderen Hunden, die können sich schon beknurren wenn sie sich nicht mögen.

Menschen anknurren geht in meinen Augen gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mein Hund knurrt selten, aber sie tut es, wenn ihr etwas bedrohlich vorkommt. zB ein Betrunkener der uns im Dunkeln entgegenwackelt. Das ist okay für mich, das ist in Ordnung.

Ich muss aber ehrlcih sagen, ich wäre persönlich getroffen, wenn mich mein eigener Hund anknurren würde, egal in welcher Situation. Soll es ja auch geben.
 
Ich sehe es so:
Knurren gehört für mich zum "normalen" Kommunikationsrepertoire eines Hundes, ist aber natürlich eine Warnung bzw. Drohung.

D.h. als Besitzer habe ich dafür Sorge zu tragen, dass mir mein Hund auch in scheinbar "brenzligen" Situationen vertraut bzw. er gar nicht in solche Situationen kommt, in denen er meint, knurren zu müssen.

Mein Hund hat in den vergangenen 8 Jahren 2x Menschen angeknurrt. Das erste Mal, als ein Fremder mir in der Nacht bei der Abendrunde bedrohlich zu nahe gekommen ist, das zweite Mal, als 2 mutmaßliche Einbrecher plötzlich in der Veranda standen. Beide Male hat Herr Hund offenbar MEINE Angst gespürt und erkannt, dass ICH die Situation offensichtlich nicht mehr im Griff hatte und das Ruder somit an sich gerissen.

Und wie auch in einem andern Thread schon geschrieben, gibt es für mich keine Situation, in der es tolerierbar ist, dass der Hund den eigenen Besitzer anknurrt. Ist dies der Fall, hat der Besitzer derartig viel falsch gemacht, dass man diese Mensch-Hund-Partnerschaft grundsätzlich hinterfragen sollte. (das gilt natürlich nur für gefestigte Beziehungen und natürlich nicht für den verstörten Tierheim-Wuffi, der grad mal drei Tage bei seinem neuen Besitzer ist)

lg
 
Hallo
Ich denke das ein Hund auf jeden Fall knurren darf, da es einfach eine Art der Kommunikation ist, die man als HH einordnen können sollte und drauf eingehen sollte.
LG
 
zum club 2:
ich nehme, sicher zurecht, an, daß es sich um eine fahrbare Kamera
gehandelt hat.

Zurückweichen: wohin hätte der Hund zurückweichen soll - er hatte keinen Platz.

Bei der Schreierei der Menschen, hat sich für mich gezeigt, wer in dieser
Runge agressiv ist/war.

allgemein:
Knurren ist ein Gefühlsausdruck des Hundes - das steht ihm zu, daß verstehen die Artgenossen, und das sollten auch die Zweibeiner respektieren.

lg.Feline
 
1. Der Hund beim Club 2 hat geknurrt, weil der Kameramann ihm mit der Kamera zu nahe gekommen ist und wohl seine Individualdistanz unterschritten hat. Noch dazu war das eine Situation, die dieser Hund absolut nicht kannte. Somit darf er auch sagen, dass ihm etwas nicht passt, ist in dem Fall eine ganz normale hündische Kommunikation.


2. Diejenigen, welche das Knurren dieses Hundes als Bedrohung aufgefasst haben, haben m.E. absolut keine Ahnung von Hundeverhalten und der Kommunikation von Hunden, also haben sie sich eigentlich eh selbst disqualifiziert.

Zusätzlich hatte dieser arme Tropf absolut keine Freiheit, sich in einer anderen Art als leisem Grollen (ich habe das nicht einmal als Knurren empfunden) zu äußern...er war ja so 'abgesichert', dass er sich kaum bewegen konnte.Jedes Mal, wenn er den Kopf auf den Boden gelegt hat, um entspannter zu liegen, ist ihm der Maulkorb bis zu den Augen gerutscht und hat gedrückt:mad:. Mir hat er nur leid getan.
 
ich fand den Hund sehr ruhig und cool - möchte nicht wissen, wie meiner reagiert hätte.....:D er hätte sicher Angst gehabt, zumal, was hätte der arme Kerl wirklich außer knurren machen können? Das ist eine normale Kommunikationsform - im gegenteil, ist sogar gut, hab schon öfters von Hunden gehört, denen das Knurren durch mehr oder weniger unsinnige "Erziehungsmethoden" "abgewöhnt" wurde - die tendieren dann dazu gleich zu schnappen...

mein Hundzi knurrt/brummt gerne - beim spielen wenn wir um ein Seil raufen, dann brumme ich zum Spaß und er brummt zurück
man könnte es auch, wenn man ihn nicht kennt als böses knurren deuten, wenn ich ihm die brust/ohren kraule:D klingt gefährlichst

er kann auch auf kommando knurren, das hab ich ihm aber mittlerweile wieder ein wenig abtrainiert - weil er gerne wenn z.B Besuch da ist, dass er seine Kunststücke gerne auch unaufgefordert vorführt und bei jemandem, der eh schon Angst hat kommt das verständlicherweise nicht sooo toll an:D:D:D
von daher hab ich das Kommando "wie knurrt der Hund" jetzt eher vermieden...
 
Ich finds völlig normal und natürlich, wenn ein Hund in einer für ihr bedrohlichen Situation knurrt! Natürlich habe ich als Hundehalterin die Aufgabe, es nicht zu solchen Situationen kommen zu lassen oder sie so schnell wie möglich zu beenden! Aber im Fall eines Falles hätte ich persönlich nur bei den Hunden Bedenken, die NICHT knurren z.b. weil es ihnen von ihren Besitzern - im Glauben, knurrende Hunde seien eine gesellschaftliche Bedrohung - aberzogen wurde! Es kann immer zu problematischen Situationen kommen, in denen selbst der souveränste Hund unsicher wird und da ist es mir tausendmal lieber, er kann und darf seine Unsicherheit kundtun, als er greift ohne Vorwarnung zu drastischeren Maßnahmen!
Natürlich ist es nicht angenehm, als Mensch von einem fremden Hund angeknurrt zu werden, aber wenn ich die Wahl habe, werd ich lieber angegrummelt, als von einem Nicht-Knurrer unvermittelt ins Wadel gezwickt! Besonders in einer so hundefeindlichen Zeit ist es meiner Meinung nach wichtiger, Beißunfälle zu verhindern als dem Hund das gruselige Knurren abzutrainieren!

Zum Thema Club 2: Ich hab den Hund nichtmal knurren gehört und es wurde aufs ärgste aufgebauscht...bööööser Kampfhund! Mein eigener Nicht-Kampfhund wäre wohl nicht mal in das Zimmer reingegangen vor lauter Angst, keine Rede von cool hinlegen...was er zur Kamera gesagt hätte, will ich garnicht wissen....Also meiner Meinung nach hat sich der Hund, obwohl noch so jung, mit unbequemen Mauli und in der Hand komischer Leute, in der ungewohnten Situation vorbildlich benommen!

lg Alice
 
Ich sehe es so:
Knurren gehört für mich zum "normalen" Kommunikationsrepertoire eines Hundes, ist aber natürlich eine Warnung bzw. Drohung.

D.h. als Besitzer habe ich dafür Sorge zu tragen, dass mir mein Hund auch in scheinbar "brenzligen" Situationen vertraut bzw. er gar nicht in solche Situationen kommt, in denen er meint, knurren zu müssen.

Mein Hund hat in den vergangenen 8 Jahren 2x Menschen angeknurrt. Das erste Mal, als ein Fremder mir in der Nacht bei der Abendrunde bedrohlich zu nahe gekommen ist, das zweite Mal, als 2 mutmaßliche Einbrecher plötzlich in der Veranda standen. Beide Male hat Herr Hund offenbar MEINE Angst gespürt und erkannt, dass ICH die Situation offensichtlich nicht mehr im Griff hatte und das Ruder somit an sich gerissen.

Und wie auch in einem andern Thread schon geschrieben, gibt es für mich keine Situation, in der es tolerierbar ist, dass der Hund den eigenen Besitzer anknurrt. Ist dies der Fall, hat der Besitzer derartig viel falsch gemacht, dass man diese Mensch-Hund-Partnerschaft grundsätzlich hinterfragen sollte. (das gilt natürlich nur für gefestigte Beziehungen und natürlich nicht für den verstörten Tierheim-Wuffi, der grad mal drei Tage bei seinem neuen Besitzer ist)

lg
ich stimme dir und den anderen grundsätzlich zu...
nur der von mir markierte teil, dem kann ich inzwischen so nicht mehr zustimmen...
bis vor ein paar monaten hätte ich das auch so gesagt...aber inzwischen hab ich dazu gelernt.

meine verstorbene hündin hat mich ein einziges mal in ihrem leben angeknurrt, und das in den letzten wochen ihres lebens.
grund: sie hatte starke schmerzen, weil ich ihr die blase manuell entleeren musste, und knurrte mich kurz an, als ich ansetzte zum drücken.
ich weiß, dass in unserer beziehung alles prima war, ich hätte sie mir nicht schöner vorstellen können.
aber in dieser situation hat sie mir einfach sagen wollen, dass ihr das weh tut...wie eine bitte, dass ich es doch lassen möge...
jedoch hat ein kurzes "fräulein" von mir gereicht, um ihr zu vermitteln: tut mir leid, aber das muss leider sein...sonst gehts dir noch schlechter...
(ich weiß natürlich dass hunde so nicht denken...aber so würde ich es menschlich übersetzen, bzw. so war mein gefühl)

insofern, so absolut wie du es hier formuliert hast, kann ich es für mich nicht mehr sehen.
sonst volle zustimmung von meiner seite!
 
mir tat der hund schlicht und ergreifen leid! ich hätt ihn niemals mtgenommen und wenn, dann nur unter der voraussetzung, dass er frei neben mir, ohne mauli liegen darf und keine kamera ihn halb ins nasenloch fährt.
was das knurren betrifft, wurde schon einige male durchgekaut, bitte nachlesen.
 
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