Angeknackste Hundefreundschaft

brenda

Junior Knochen
Ich versuch mich kurz zu fassen, wird mir allerdings nicht gelingen.
Mein jüngster Rüde (2jährig) hat von klein auf einen Freund (2 Monate jünger).
Wir haben uns Anfangs oft getroffen, seit September treffen wir uns ca 2x in der Woche.
Wir haben den Freund auch letzten Sommer 3 Wochen als Urlaubsgast gehabt.
Da waren die Burschen schon etwas über ein Jahr alt. Es war alles völlig problemlos.
Jeder Schwachsinn wurde gemeinsam gemacht und keiner wars dann, usw.
Keine Eifersüchteleien um Leckerlie oder sonst irgend etwas.
An Stofffetzen und Holzis wurden gemeinsam gezerrt usw.
Irgendwann vor ein paar Monaten hat der Kumpel angefangen seine Holzis zu verteidigen und meinen nicht mitspielen zu lassen.
Das war meinem dann irgendwann auch wurscht und er hat sich sein eigenes Spielobjekt gesucht und im Gegenzug den anderen nicht mehr mitspielen lassen.
Im Winter hat sich Kumpel Flat dann auf einen alten Bordercollie gestürzt und ihn zu Boden gerissen. Klingt blöd jetzt, hat aber genau so ausgesehen.
(Der Border hat auf der Wiese im Schnee gebuddelt und der Flat ist volle Kante aus ziemlicher Entfernung auf ihn hin gestürzt.)
Hat sich kurz abrufen lassen und sich nochmals draufgestürzt, diesmal mußte ihn die Besitzerin aber runter klauben, denn freiwillig ging er nicht.
Verletzt hat er ihn GsD nicht, die Borderseele war aber schon angeknackst.
Danach gabs aber keine Probleme mehr ins unserer Hunderudelspaziererei.

So, und heute kam Kumpel Flat mit dem Auto angekarrt. Meiner hat sich beim Auto schon ur gefreut den Kollegen wieder zu treffen.
Kollege wollt ihn aber lieber essen, und wurde geistesgegenwärtig wieder ins Auto beordert.
Also sind wir reiten gegangen und haben uns dann auf neutralem Boden (weit weg vom Auto) getroffen.
Alles harmlos, viele Hunde da (wie immer), aber alles keine Unbekannten, es gab keine Anzeichen, man hatte den Anschein keiner interessiert sich für den anderen,- und der Flatkollege knallt sich auf meinen.
Ein Brüller meinerseits hat das beendet (meiner ist auch nicht zu Boden gegangen trotz Überaschungsangriff).
Der Brüller hat anscheinend beide ziemlich geschockt :o.
Meiner ist vorsitzen gekommen, der Kumpel hat einen Bogen um mich gemacht und ist zum Frauli gegangen.
Dann haben wir alle so getan als wär nix gewesen. Inklusive der Hunde.
Allerdings konnte ich beobachten, das beim Aneinander vorbei gehen, der Flat den Brustkorb wieder breit gemacht hat und der Meinige diesmal aber auch.
Ich hab ihn allerdings problemlos abrufen können. (Er ist gerne gekommen).

Und jetzt hab ich keine Ahnung wie ich mit der Situation umgehen soll.
Wenn ich mit meinen Hunden über die Wiese geh, hängen sich viele Reiterhunde an. Oft gehe ich mit acht Hunden problemlos meine Hunderunde.
Irgendwie gehört der Flat da auch dazu, und ich mag ihn auch gerne.
Ich möchte aber auch nicht das meiner zum "Notraufer" wird. Er ist bis jetzt so ein friedlicher Dodel (Rottimix) der schon einige Male auf der Donauinsel einfach so nieder gestampert worden ist (hat sich bis jetzt auch nie gewehrt) und sich trotzdem immer nur freut wenn er einen Hund sieht.

Soll ich den Kontakt jetzt vermeiden, oder soll ich das nächste Treffen so statt finden lassen als häts das Vorhergehende nicht gegeben?

War schon einmal irgendwer von euch in so einer Situation?
Und wenn ja, wie ist das weiter gegangen?
Wie habt ihr das gemanagt?

Ist jetzt leider doch ur lang geworden. :o
 
Puh..ich würde mal sagen der Flat ist erwachsen geworden ( oder glaubt es )und leider scheint er das nicht souverän zeigen zu können, sondern er will sich messen...

Ich würde der Freundin anraten, ihm einen Maulkorb rauf zu tun, wenn er mit den anderen mitläuft, den es wird ganz sicher zu einer Rauferei kommen, früher oder später...

Spielzeug etc. würde ich gar keines mehr mitnehmen, wenn ihr unterwegs seit, das birgt Konfliktpotential..


Konsequentes unterbinden von Mobbingattacken, muss auch sein, den Flat genau beobachten und sobald er sich breiter macht, fixiert etc. sofort raus holen..allerdings muss man da wirklich aufpassen, geht sehr schnell...da reicht oft ein kurzer Blick....
 
ja, is wirklich wichtig, dass man flat die gelegenheit zum mobben nicht mehr lässt....denn je öfter er dazu kommt, einen hund zu mobben (sprich je öfter sein verhalten erfolgreich für ihn ist), desto ärger wirds.
mein hund hat auch eine zeit lang andere hunde gemobbt, und da er aber nie bösartig war oder so, hab ich lang nicht begriffen, dass das schlimmer wird wenn ich nix dagegen mach....war dann auch so.
und dann hab ich ihn ständig beobachtet beim spaziern gehn und sobald ich bemerkt hab, dass er zum mobben ansetzt(anderen hund anstarren, anschleich-bewegungen...), hab ich ihn sofort in sehr ernstem tonfall zu mir gerufen, oder mich im letzten moment vor ihn gestellt) ....bis er es irgendwann bleiben lassen hat.
jetzt ists kein problem mehr.

auch wenn viele hunde nicht aus bosheit mobben, sondern einfach nur aus spaß und egoaufpoliererei, wirds ernst, wenn der mobber mal an den falschen hund gerät........aber man kriegt das in den griff, wenn man wachsam ist
 
@Andrea J und furikuri: Spielzeug gibts sowieso nie bei Rudelrunden. Sie suchen sich halt dann selber eins. Steckerl und so weiter.
Ich würds auch gerne weiter probieren mit den Beiden, weil ich hoffe das sich das wieder legt.
Mit dem Maulkorb hab ich aber meine Probleme. Ist der Flat damit nicht schwer im Nachtteil, wenn meinem der Kragen platzt?
Ich war mit meinem Hund noch nie in so einer Situation, ich hab keine Ahnung wie er reagiert, wenns ihm reicht und ob er sich dann wirklich sofort abrufen läßt.
Beim Flat hab ich ja schon gesehen, das seine Ohrwascheln eher dicht machen, wenns passiert (siehe Bordercollie).
Seine Besitzerin siehts auch nicht sehr früh oder sagen wir so, sie ist nicht sehr reaktionsschnell. Bei der gestrigen Begegnung 2er Versuch hat sie ihm nicht einmal ein Halsband draufgegeben gehabt (ich dachte er hätte ein schwarzes oben). Als ich sie fragte wie sie den meint dass sie ihn von meinem runtergeklaubt hätte, wenn er nicht auf meinen Brüller reagiert, meinte sie nur: Der folgt eh.
Ein bißerl verwirrend die Einstellung für mich weil sie mit seinem derzeitigen Verhalten eigentlich auch nicht glücklich ist, er führt sich ja nicht nur bei meinen Hunden so auf, aber bitte. Ich mag auch die Besitzerin gerne, verstehen tu ich sie allerdings nicht.
Ich hab ein bißerl Angst ich muß die Aufpasserrolle für beide übernehmen. Erstens ruf ich mir nicht gehörende Hunde ungern ab im Beisein seines Besitzers, auch wenn sie auf mich hören weil sie mich kennen und zweitens könnte es sein meiner bekommt Streß wenn ich da immer zwischen funke. Oder passiert so etwas eher selten?
Im Normalfall bin ich bei Hundebegegnungen sehr gelassen, meiner darf erst hin nach Absprache, oder bei Rudelbegenungen auf der Insel wo keiner schaut laß ich meine einfach durchlaufen.
Wenn ich seh da ist ein Protzer dabei geh ich flott weiter und zieh meine verbal mit. Hat bis jetzt immer gut funktioniert.

Wäre das auch eine Möglichkeit bei den zwei Jungdeppen, also sofortiges auseinander gehen wenns problematisch wird, oder heitzt das womöglich die Situation noch mehr an?
Ich glaub für meine Bekannte wäre das einfacher zum durchführen und dadurch weniger fehlerträchtig. Wir würden dann halt wahrscheinlich Schlaufen über die Wiese ziehen wie die Hunde im Dummytraining :D

Sinnvoll oder nicht, was meint ihr?
 
Ich kenn sowas ... meine Hündin is ansich sowieso nicht die verträglichste aber wir kennen eine Hündin (seid meine 4Monate war (sie is jetzt 4Jahre))

Aber die beiden haben sich geliebt alles miteinander gemacht wir mussten sogar aufpassn das kein dritter dazu kommt wegen meiner ...

im endefekt is rauskommen das sie vor kurzem aneinandergekracht sind wegen einen blöden stück stocki und Kimba der andren Hündin die leftze "durchbissn" hat :(

Zamlassn haben wir sie seid dem nimma da es mir einfach zu riskant ist ... vielleicht werden wirs mit mauli bei beiden probieren aber so nimma (immerhin is die andere Hündin auch ein 50kg Rotti/Pitmix und nicht grad ohne mit dem gwicht ;))


Auf jedenfall würd ich schaun das der flat nimma so attacken auf deinen startet nicht das er es sich mit seiner Freundlichkeit mal anders überlegt wär schade !!! :)


L.g
 
Leider ist das normal, gerade wenn zwei Hunde recht ähnlich sind in Alter und Stärke, fast wie Geschwister ( und sich daher in ihrer Jugend besonders gut verstehen), dann kommt es im gewissen Alter leichter zu Konflikten als wenn der Unterschied größer ist - denn dann haben beide wenig oder kein Verlangen, sich zu messen.

Ich würde sagen, erst mal kein gemeinsamer Freilauf.

Wenn ihr es unbedingt versuchen wollt, dann bitte nicht auf einer Hundewiese, und mit Beißkorb für beide.

Mit dem Alter kommt dann hoffentlich die Weisheit - vielleicht;)
 
Beißkorb für beide geht schlecht, weil ich bei meinem grad Maulitraining begonnen hab. Also das er den Mauli positiv sieht.
Da wäre so eine Situation kontraproduktiv fürs Maulitraining.
Hundewiese ist kein öffentlicher Hundeplatz sondern unsere Stallwiese, da gehen nur die Haus und Reiterhunde.

Du meinst also eher kein Kontakt?
Mir täts ehrlich leid um die frühere Freundschaft.
Da muß ich jetzt drüber nachdenken.
 
Mein Lou hatte in Welpen-und Junghundetagen einen "besten Freund", Nicky, den Spaniel. Als die beiden älter wurden hat Nicky begonnen, den Lou zu bedrängen, anzubrummen, ihm stänkernd nachzulaufen, also ihn schlichtweg ständig herauszufordern.

Ich hab mir das zweimal angeschaut (schlechte Tage solls ja geben) und vertreib jetzt den Nicky sofort, wenn er versucht dem Lou auf den Pelz zu rücken. Mittlerweile versucht auch der Lou nicht mehr Kontakt aufzunehmen. Schade drum, aber manche Freundschaften halten eben nicht ewig...

LG
Ulli
 
manche Freundschaften halten eben nicht ewig...

LG
Ulli


;);) Romeo sein bester Freund ist /war ein Boxer Rüde.. , der hat ihn so oft zur Sau gemacht, dass wie der Romeo ihn das letzte mal gesehen hat.. sich gestellt hat.. der andere hat ärgstens Beschwichtigt.. :o:o ..

naja.... es kann halt nicht jede Hundefreundschaft halten.. Romeo sieht ihn halt uahc nicht mehr.. obwohl ich weiß, dass der Romeo nichts machen würd.. also bin ich da ganz bei der Frau Shonka :)
 
;);) Romeo sein bester Freund ist /war ein Boxer Rüde.. , der hat ihn so oft zur Sau gemacht, dass wie der Romeo ihn das letzte mal gesehen hat.. sich gestellt hat.. der andere hat ärgstens Beschwichtigt.. :o:o ..

So weit will ichs auf keinen Fall kommen lassen. Ich möcht mir auch sicher keinen Macho heran züchten. Weiß ich ja nicht, obs meinem dann nicht auch cool vorkommt, wenn er zurück blöckt und Erfolg damit hat.
Inniglich lieben bräuchten sie sich auch nicht mehr, in Ruh lassen sollten sie sich halt.
Wäre halt Schade wenn sie ihren Hund nicht mehr mitnehmen könnte.
Ganz hinschmeissen will ich die Sache auch nicht.
Bei Furikuri hats ja auch geklappt.
Ich hab auch nicht das Gefühl gehabt das der Flat das richtig ernst meint. Nach meinem Brüller um die Situation zu beenden ist er ja zu seinem Frauli marschiert.
Als die anderen ihr Beruhigungsleckerli bekommen haben, da sitzen alle im Halbkreis um mich, hat er sich einfach dazu gesetzt.
Also wirklich so als wär nie etwas gewesen.
Echt eigenartig und sehr blöde Situation.

Ich werd mit meiner Bekannten reden. Vielleicht bringt ein gemeinsamer Ausflug in komplett neuem Gebiet etwas. Wo beide viel zu schnüffeln haben und abgelenkt sind. Wir beide müssen halt die Augen gut offen halten ohne uns Streß anmerken zu lassen.
 
So weit will ichs auf keinen Fall kommen lassen. Ich möcht mir auch sicher keinen Macho heran züchten. Weiß ich ja nicht, obs meinem dann nicht auch cool vorkommt, wenn er zurück blöckt und Erfolg damit hat.
Inniglich lieben bräuchten sie sich auch nicht mehr, in Ruh lassen sollten sie sich halt.
Wäre halt Schade wenn sie ihren Hund nicht mehr mitnehmen könnte.
Ganz hinschmeissen will ich die Sache auch nicht.
Bei Furikuri hats ja auch geklappt.
Ich hab auch nicht das Gefühl gehabt das der Flat das richtig ernst meint. Nach meinem Brüller um die Situation zu beenden ist er ja zu seinem Frauli marschiert.
Als die anderen ihr Beruhigungsleckerli bekommen haben, da sitzen alle im Halbkreis um mich, hat er sich einfach dazu gesetzt.
Also wirklich so als wär nie etwas gewesen.
Echt eigenartig und sehr blöde Situation.

Ich werd mit meiner Bekannten reden. Vielleicht bringt ein gemeinsamer Ausflug in komplett neuem Gebiet etwas. Wo beide viel zu schnüffeln haben und abgelenkt sind. Wir beide müssen halt die Augen gut offen halten ohne uns Streß anmerken zu lassen.

;) verstehe ich.. ich hätte mir selbst von meinemDicken nieee gedacht, dass er es ihm "heimzahlen" möcht :o:o dem kleinen TIbet Spaniel tut er nichts.. da kuscht er!

Vl versucht ihr es einmal mit Maulkorb?? und beobachtet die Situation genauer ??? also nur du + dein Hund und der andere besitzer + Hund.. ;)
 
Maulkorb geht bei meinem nicht, weil der erst trainiert wird, und somit sicher negativ besetzt werden würde.
Das da kein anderer Hund + Besitzer mit ist, versteht sich von selbst.
Werde berichten wie es war.
 
Gut ist es gegangen, nix ist geschehen.
Gemeinsamer Spaziergang war zeitmäßig nicht drinnen, also Situation wie damals, nur ohne Auto.
Flatbub hat beschwichtigt wie er meinen gesehen hat, meiner hat sich ein bißerl größer gemacht, als er tasächlich ist, sonst ist der Körper aber locker geblieben, also kein staksen oder ähnliches Getue.
Kurzes gegenseitiges über die Nase schlecken und das wars.
Beim kurzen Spaziergang, einmal gemeinsames Stockerltragen, hat lautes Brummen, nicht unbedingt knurren ausgelöst.
Beide wurde abgerufen, darauf war das Stockerl für den jeweils anderen auch nicht mehr interessant.
Es war sogar ein kurzes Laufspiel, mit anständiger Spielaufforderung von beiden Seiten da.
Alles in allem hatte ich den Eindruck, sie sind auf dem Weg sich neu zu positionieren, und wollen ein friedliches Nebeneinander.
Gott sei Dank und "dreimal auf Holz klopf" das so bleibt.
 
Moin,

oje, wir haben ja auch einen Flatrüden. Ja, kenn ich alles.

Diese Verhaltensänderung vom 'Everybodys darling' zum 'Jack-the-Ripper-Gedächtnispreisträger' kommt wirklich über Nacht von einem Tag zum anderen, in der Regel zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr (eher beim 3., da Flats Spätentwickler sind).

Flats entwickeln dann ein schrecklich großes Ego.

Die Phase dauerte etwa ein Jahr (das längste Jahr unseres Hundehalterlebens). Danach kam dann die Phase, wo er andere Rüden schlicht ignorierte und diese ruhig untereinander streiten ließ und sich an jede Hündin ranschmiss (bevorzugt übergewichtige Rottweilerhündinnen oder an eine weiße Zwergpudeldame (das Ortshundeflittchen unter den Hündinnen hier bei uns in der Gegend))

Ich kann nur sagen: In dieser Phase braucht der Flat eine extrem konsequente Erziehung. Da darf man ihm gar nichts durchgehen lassen.

Aber eigentlich hilft nur die Zeit. Und es gibt sich wirklich nach einem Jahr wieder.

Tschüss

Ned
 
Na dann werd ich den Baldrianvorrat aufstocken, ihr deinen Beitrag zu lesen geben und mich erkundigen wann denn ein Rotti in die "Ich bin der Größte, der Stärkste und der Beste"- Phase kommt.
Mit viel Glück ist der Rotti noch später drann, so dass im Endeffekt einer über die Dummheit des anderen gelassen hinweg blicken kann.
Danke Ned.
 
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