Wölfe in Österreich

.Mara.

Profi Knochen
Wölfe vor Comeback in Österreich
In den Nachbarländern gibt es bereits aufblühende Wolfspopulationen. Bald werden Wölfe auch in Österreich wieder Fuß fassen, ist der Wolfsbeauftragte Heinz Dungler überzeugt, der zurzeit einen Wolfsmanagementplan entwirft.

Bereits beobachtet
Dungler berichtet von schon vier Beobachtungen, die heuer im Norden Österreichs gemacht wurden. Im vergangenen Jahr sei ein Wolf durch die Wälder im Süden von Wien gezogen, ein anderer wurde in Vorarlberg gesehen. Vor allem aus dem Osten könnte jederzeit Nachschub kommen, sagt der Experte.

Aus Österreichs Nachbarländern"In den Nachbarländern erholen sich die Wölfe wieder gut." In Deutschland gebe es etwa 30 Wölfe, in Polen sollen es über tausend sein. In der Slowakei zähle man rund 400 Tiere, und in Slowenien und Ungarn lebten kleinere Populationen, die Zuwachs aus Kroatien bekämen.

"Die meisten dieser Länder sind auch froh über die Wolfspopulationen", so Dungler. Aber vor allem in der Schweiz und in Slowakei gebe es Gegner, darunter vor allem besorgte Landwirte und Jäger, die die Wölfe nicht als Bereicherung, sondern als Gefahr sehen würden.

Vorbereitungen laufen"Das Wichtigste sind nicht etwa Vorbereitungen in der Natur", sagt der Experte im Hinblick auf eine mögliche Rückkehr der Tiere, "Bewusstseinsbildung, mehr Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung sind der Schlüssel."

Dungler arbeitet selbst daran, u. a. mit Vorträgen, die er in ganz Österreich hält, das von Sagen und Horrorfilmen geprägte Image zu korrigieren und ein wahrheitsgetreues Bild der Tiere zu zeichnen.

Aufklärungskampagnen und ArtenschutzDen Grund, warum der Wolf wieder auf dem Vormarsch sei, erläutert Christoph Walder, Wildbiologe des WWF: "Überall da, wo die Verfolgung konsequent gestoppt wurde, nehmen die Populationen wieder zu."

Aufklärungskampagnen und Artenschutz hätten in Italien und Frankreich den Boden dafür bereitet. Ob sie bis nach Österreich vordringen könnten? Die ökologischen Bedingungen hätten sich verbessert, der Waldanteil sei gestiegen, und es gebe so viele Hirsche und Rehe wie noch nie, für Nahrungsgrundlage sei also gesorgt.

Platz für 200 Tiere
Wolfsbeauftragter Dungler, hauptamtlich Sportwissenschaftler an der Uni Salzburg, glaubt, dass in Österreich Platz für rund 200 Wölfe wäre. Schäden an Nutztieren würden nicht ins Gewicht fallen und könnten durch Versicherungen der Landesjägerschaften gedeckt werden.

Wölfe würden maximal einen Schaden von 10.000 Euro pro Jahr anrichten: "Ein reiches Land sollte sich das leisten." Das weitaus größere Problem sei eine mögliche ablehnende Haltung der Bevölkerung.

Im 19. Jahrhundert ausgerottet
In Österreich wurde der Wolf um 1892 ausgerottet, das letzte Exemplar soll in den 1970er Jahren auf dem Wechsel erlegt worden sein. Um 1970 war die Wolfspopulation in ganz Europa auf wenige Rudel in entlegenen Gebirgsregionen Spaniens, Frankreichs und Italiens geschrumpft.

In den vergangenen Jahrzehnten konnten sich diese Restvorkommen wieder stabilisieren. Wölfe können pro Tag zwischen 70 und 100 Kilometer zurücklegen, weshalb sie von den Populationen in den Nachbarländern innerhalb weniger Tage in Österreich sein könnten.

Quelle 27.08.08
Hoffe es wurde noch nirgends gepostet.
 
Noch ein Bericht vom 22. 08. 08

Ausbau von Wolfsforschungszentrum
Die vier jungen Wölfe, die im Cumberland Wildpark in Grünau im Almtal von Hand aufgezogen werden, brauchen nun mehr Auslauf und werden im Winter in ein größeres Gehege übersiedeln.

Wölfe sind 15 Wochen alt15 Wochen sind die jungen Wölfe alt, zwischen 13 und 20 Kilo schwer und schon wohlerzogen: Sitz, Platz, Pfote geben - das alles zählt bereits zu ihrem Repertoire.

Was wie eine Hundeabrichtung klingt, hat damit auch etwas zu tun, aber nur bis zu einem gewissen Punkt, so Wolfsforscher Kurt Kotrschal:
"Es gibt so etwas wie ein typisches Wolfsverhalten und das werden wir nicht ändern. Wir wollen sie an ihr soziales Umfeld anpassen. Das heißt aber nicht, dass wir Hunde aus ihnen machen, ganz im Gegenteil."

Genügend Platz für Verhaltensforschung
Bisher hat den vier Wölfen im Wildpark Grünau ein Wohnraum von 500 Quadratmetern genügt. Inzwischen brauchen die Tiere mehr Platz. Die beiden neuen Gehege werden mit jeweils 7.600 Quadratmetern genügend Freiraum bieten - auch für die Verhaltensforschung.

Neue Babywölfe im nächsten Jahr
Der Umzug in die neuen Gehege dürfte November oder Dezember über die Bühne gehen - sicher zur Freude der Wölfe, die von Natur aus sehr neugierig sind. Und nächstes Jahr kommen dann neue Babywölfe dazu, um später Rudel zu bilden.

Quelle
 
Wow, super! Das freut mich wirklich!
Ich finds schön wenn diese Tiere wieder mal nach Österreich kommen und sich hier ansiedeln. Hoffentlich helfen diese Aufklärungsaktionen : /
 
Hab auch eine hp zur Wolfsforschung gefunden: Link

Sitz? Platz? Pfote? - Bei denen in Freiheit wäre Sitz und Bleib ganz nett!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wow, super! Das freut mich wirklich!
Ich finds schön wenn diese Tiere wieder mal nach Österreich kommen und sich hier ansiedeln. Hoffentlich helfen diese Aufklärungsaktionen : /


Es fragt sich nur, wie lange sie dann lebend hier bleiben dürfen und nicht
wieder Gewehrfutter für einige Jagdwütige werden.

Die Bären haben ja auch so ihre Schwierigkeiten mit den Grünröcken.
 
Also wenn mir zu Ohren kommt das irgendein Idiot die Wölfe just 4 fun schießt wird er eigenhändig von mir umgebracht... :mad:

Im Ernst: Da sollte man strengere Gesetze einführen. Und die Wölfe vll mal kurz betäuben und ihnen einen Sender einpflanzen oder so etwas.
 
wenn sie sich von meinem hund fern halten, sind sie mir herzlichst willkommen!
am liebsten sind mir wölfe, wenn sie sich von mir beobachten lassen :p
 
Meiner Meinung nach , wird das nicht Funktionieren .

Es gibt fast keine Versteckmöglichkeit
Tourismus , Wanderweg

Es gibt zu wenig Wild . Einige Arten sind teilweise oder
schon Ausgestorben .

Was das Abschießen anbelangt . Man kann , als nicht betroffener leicht sagen : Erschieße den Jäger auch .
Oder , wie würdet ihr reagieren , wenn Wölfe eines Eurer
Tiere töten . Was ja nicht so utopisch ist .

Egal ob es Bär , Luchs , Wildkatze oder Wolf ist .

JA , es sind schön aber auch gefährliche Tiere . Durch die
Überbevölkerung wird es mit Sicherheit zu Problemen kommen .

Wie gesagt , meine Meinung . !

LG . Josef
 
Meiner Meinung nach sind Jäger_innen gefährliche Tiere, sie stellen für Mensch und Co eine Gefahr dar und haben schon mehr auf ihrem Gewissen als ihnen selbst lieb ist und sollten dem Wald fern bleiben. :)
 
Meiner Meinung nach sind Jäger_innen gefährliche Tiere, sie stellen für Mensch und Co eine Gefahr dar und haben schon mehr auf ihrem Gewissen als ihnen selbst lieb ist und sollten dem Wald fern bleiben. :)

Finde es komisch . ? Sooo viel Haß .

Sicher mag es , wie und wo auch immer , schwarze Schafe geben .

Dennoch ist an meinem vorigen Schreiben viel Wahrheit , über die Du

Dir auch mal Gedanken machen solltest .

Realität : Es gibt die schöne , Heile und Friedfertige Welt nicht . !

Auch wenn man dies noch so gerne hätte . !

Speziell bei Wildtieren herrscht die Devise :

Fressen oder gefressen werden . !

LG . Josef
 
Meiner Meinung nach sind Jäger_innen gefährliche Tiere, sie stellen für Mensch und Co eine Gefahr dar und haben schon mehr auf ihrem Gewissen als ihnen selbst lieb ist und sollten dem Wald fern bleiben. :)

Du hast hier , am Beginn des Threds , einiges reingestellt .

Der Dr. Dr von und zu , kann leicht sagen ; der Schaden beträgt 10.000 Euro im Jahr und die Jägerschaft soll dies über eine Vers. Abdeken .
Der Jäger muß eine Jagdpacht bezahlen und jetzt auch noch eine Vers. für
etwas was er nicht braucht oder Will .
1 ) Er befürwortet das Projekt , aber andere sollen alles bezahlen .
2 ) wie kommt die Jägerschaft dazu .
3 ) steht in vorigen schreiben .

Ich bin sicher kein Freund der Jagd . Aber wenn man es logisch betrachtet , da stimmt ja was nicht .
Es gibt auch sicher keine Garantie über die Summe des Schadens . Kann er auch nicht , bei all den Wildtieren die wieder Eingebürgert werden sollen .

Es ist leicht zu Sagen : Ich bin dafür . !
Würden die Leute dies auch Sagen , wenn sie pro Person 300 Euro dafür
bezahlen sollen ???

LG . Josef
 
Meiner Meinung nach , wird das nicht Funktionieren .

Es gibt fast keine Versteckmöglichkeit
Tourismus , Wanderweg

Es gibt zu wenig Wild . Einige Arten sind teilweise oder
schon Ausgestorben .

Was das Abschießen anbelangt . Man kann , als nicht betroffener leicht sagen : Erschieße den Jäger auch .
Oder , wie würdet ihr reagieren , wenn Wölfe eines Eurer
Tiere töten . Was ja nicht so utopisch ist .

Egal ob es Bär , Luchs , Wildkatze oder Wolf ist .

JA , es sind schön aber auch gefährliche Tiere . Durch die
Überbevölkerung wird es mit Sicherheit zu Problemen kommen .

Wie gesagt , meine Meinung . !

LG . Josef

Hallo Josef,

da findet man ja alle Vorurteile auf einen Haufen. In Deutschland gibt es bereits wieder freilebende Wölfe, sieher hier: http://www.wolfsregion-lausitz.de/

und die meisten Probleme haben damit die Jäger, weil sie glauben, dass der Wolf ihnen etwas wegnimmt, worauf sie einen Anspruch haben. Es gibt auch einen alten Spruch: Wo der Wolf jagt, wächst der Wald. Weil die Wölfe für eine gesunde Dezimierung des Wildbestands sorgen. So die Aussage eines Jägers von dort.

Lg
Birgit
 
Hallo Josef,

da findet man ja alle Vorurteile auf einen Haufen. In Deutschland gibt es bereits wieder freilebende Wölfe, sieher hier: http://www.wolfsregion-lausitz.de/

und die meisten Probleme haben damit die Jäger, weil sie glauben, dass der Wolf ihnen etwas wegnimmt, worauf sie einen Anspruch haben. Es gibt auch einen alten Spruch: Wo der Wolf jagt, wächst der Wald. Weil die Wölfe für eine gesunde Dezimierung des Wildbestands sorgen. So die Aussage eines Jägers von dort.

Lg
Birgit

Hallo Birgit

Allso man sollte Realist bleiben .
Auch wenn es in Lausitz vielleicht klappt , wie groß ist Deutschland und
wie groß ist Österreich .
Zu behaupten , in Österreich können 200 Wölfe leben , halte ich für einen
Blödsinn . Wooo sollten die leben bzw. wie soll man sie dann Aufteilen .
Was machen , wenn es dann 500 Stück sind oder 1000 .
Sagt man dann auch noch , die haben schon Platz
Das sind Sachen , über die nicht gesprochen wird . Auch nicht über
die Finanzierung .
Hauptsache man redet alles schön und gut und setzt es durch . Ob sinnvoll oder nicht , wie bei vielen Projekten .

In der Not , gibts halt eine neue Steuer .

Josef
 
die natur regelt sich selbst.
hätte mensch nicht alle raubtiere ausgerottet, bräuchte es keine jagden.. oder wie denkst du, lief es vor dem zivilisierten menschen?
immerhin haben "wir" hier mehrere tierarten ausgerottet; das steht, meiner meinung nach, niemandem zu. schon garnicht dem menschen.
ists nicht meistens so, dass tierschutzorganisationen die schäden finanziell abgleichen? und was hat die größe österreichs mit der deutschlands zu tun? den tieren sind die grenzen doch völlig egal..
 
Auf der anderen Seite vermehren sich Mader wie die Karnickeln. Fasane weniger, das stimmt leider. Ich würd mir auch nicht panische Sorgen um den Rehbestand machen. Wölfe suchen sich immer das schwächste Tier aus. Also alt/krank/jung.

Ich glaube nicht, daß es zu einem riesen Problem wird, wenn durch Österreichs Wälder wieder Wölfe huschen.

Ich würd mal einfach abwarten. Ein Problem dabei seh ich nur, daß der Wolf ja keine natürlichen Feinde hat, ist die Frage ob - auf lange Sicht gesehen - nicht die Population überhand nimmt. Aber davon sind wir wohl noch meilenweit entfernt.
 
Ein Problem dabei seh ich nur, daß der Wolf ja keine natürlichen Feinde hat, ist die Frage ob - auf lange Sicht gesehen - nicht die Population überhand nimmt. Aber davon sind wir wohl noch meilenweit entfernt.
Als Beutegreifer ist er von der Zahl der Beutetiere abhängig. Er kann nicht überhand nehmen.

Die allereinzige Gefahr ist das Töten von Weidetieren. Aber wenn ein armes Land es sich leisten kann, Ersatz zu leisten, wird es ein Land wie Österreich wohl auch können.
Und ob der Wolf Platz findet möge man doch ihn entscheiden lassen. Wo er keinen Platz findet, geht er nicht hin oder wandert weiter.

Warum nimmt der Mensch sich so wichtig, dass er glaubt, das alles entscheiden zu müssen? Lasst es sich doch einfach entwickeln.
Die tschechische Bevölkerung ist noch nicht vom Wolf ausgerottet. Und ihre Weidetiere auch nicht.
 
Also ich muss DOJO2 schon stark recht geben.

Ich hatte auf der Uni das Fach Wildökologie in der Forst- und Jagdwirtschaft, der Vortragende war absolut kein Jäger und wir haben dort allerhand Fürs und Wieders gehört. Und so leicht wie sich das scheinbar die meisten Menschen vorstellen ist das ganz und garnicht!!!
Es gibt da sehr viele Konflikte und zwar nicht nur mit den Jägern.
Vorallem von Deutschland haben wir in der Vorlesung einiges gehört, unter anderem umfangreich und sinnvolle Umfragen in der Bevölkerung. Dabei wurden einige Gebiete zu Vergleichen herangezogen so etwa die bereits erwähnte Wolfsregion um Lausitz, Dresden(Stadt in der Nähe), Brandenburg(Vergleichbares Gebiet wie in der Wolfsregion, allerdings noch ohne Wölfen), Freiburg(Stadt weit von Lausitz entfernt).

In der Wolfsregion war die Streuung wie die Einstellung der Bewohner gegenüber den Wölfen ist, schon ein mal sehr breit gestreut im Vergleich zu den anderen Regionen.
Natürlich war überall die Meinung dass Wölfe in "unsere" Kulturlandschaft gehören, dass sie die Landschaft bereichern,...
Bei der Frage wie sich der Bestand in Zukunft entwickeln solle meinten die Gebiete wo es noch keine oder kaum Wölfe gibt es sollen mehr werden, im der Wolfregion war jedoch die Meinung es soll so bleiben wie es jetzt ist, also schon genügend Wölfe da.
Quer durch die Bank wurde der Wolf als tolerierbar in der heutigen Kulturlandschaft angesehen, ein geringerer Anteil meinte dass sie biologisch notwendig wären.
Eine Aussetzung wurde auch wieder vorallem von den Gebieten am meisten befürwortet wo es kein Wölfe gibt bzw. die Stadtgebiete, in der Wolfregion war die Meinung in etwa 50:50.
Der Großteil der Befragten empfand eine Distanz von 1-100km zum Wohnort als tolerierbar(in Österreich gibt es ja kaum mehr so große Abstände zwischen den einzelnen Ortschaften!!!).
Nur ein geringer Anteil der Befragten machte sich um seine Kinder sorgen.
Allerdings hatten im Schnitt 60% der Befragten auch keine Kinder, und das Kinderalter des Großteiles der Befragten mit Kind, war über 6 hautpsächlich aber 7-16 Jahre(eine höhere Altersangabe gab es bei der Umfrage nicht).
Für Hybriden zwischen Hund und Wolf hatte kaum einer was über, dies wäre für die meisten Gebiete sogar schlimmer als das Töten von Hund oder Katz, :rolleyes: stimmt mich schon sehr nachdenklich.
Vorallem in der Wolfsregion waren die Befragten dafür dass die Landwirte zu 100% für ihre gerissenen Nutztiere entschädigt werden sollen, der Großteil antwortete jedoch mit teilweise.
Und wie soll es anders sein, die Hauptmasse der Befragten stimmte bei der Frage wie weit Jäger für gerissene Wildtiere entschädigt werden sollen mit nein, nie, von der Menge her ca. die Hälfte von den "nein, nie -Leuten" stimmte für "in Ausnahmefällen", und den Rest könnt ihr euch ja denken.
Also wenn da kein Hass, Intoleranz und Bosheit dahinter steht, vielleicht sogar Neid.

Jetzt wirds aber lustig. Die Frage wer für Entschädigungszahlungen aufkommen soll.
Natürlich die EU!! An 2ter Stelle der Staat, dann Naturschutzorganisationen,...

Jetzt wirds aber noch lustiger!! Wie viel Geld wären sie bereit jährlich für den Schutz von Wölfen in Deutschland zu spenden?
Ihr habt es erraten, schon beinahe 100% antworteten mit nichts, vorallem in der Wolfsregion war das die Aussage. Mit bis zu 10 €/Jahr haben sich dann auch noch ein paar gefunden.


Dann gabs auch noch eine Vergleichsbefragung Leute von der vorigen Befragung-Jägerumfrage.
Beurteilung des vorhanden Lebensraumes, Bevölkerung sagt für stabile Populationen geeignet, Jäger sagen für Einzeltiere(dem würde ich auch voll und ganz zustimmen ;)) bis garnicht geeignet.
Beide "Parteien" hielten den Wolf hauptsächlich für als tolerierbar.
Natürlich war die Einstellung über Aussetzungen bei den Jägern eher in Richtung "keine Unterstützung".
Die Akzeptanz für verschiedene Szenarien von Wolfsverhalten(töten Nutztiere, töten Haustiere,...) war bei beiden "Parteien" annähernd gleich.


Zu rund 90% besteht der Mageninhalt eines Wolfes aus Schalenwild, rund 5% machen Pferde, Schafe,..Haustiere aus und der Rest ca. 3%(%-Angaben sind jetzt nur Überschlagsweise +- 1,5 %) sind Feldhasen, Mäuse,...


In Österreich wurde eine Befragung von 24 Interessensvertreten der Jagd(Landesjägermeister, Wildökologen, Förster, Berufsjäger) in Bezug auf den Wolf befragt.
Einstellung zur Einwanderung von Wölfen nach Österreich. Wurde hauptsächlich mit Unterstützung oder zumindest mit Toleranz beantwortet, kaum einer mit negativer Einstellung.
Jetzt die Frage warum sich Österreich nicht als Lebensraum für Wölfe eigent:
Die meisten Jagdfunktionäre waren der Meinung dass dies Probleme für den Wolf ergeben würde, Berufsjäger/Förster und Wildökologen sahen eher Konflikte mit den Menschen.
Nun die Frage ob der Wolf helfen könnte die Wildschweine zu dezimieren:
20% stimmten mit ja, 40% mit nein und 40% gaben keine Antwort.
Aus der Mageninhaltsanalyse lässt sich feststellen dass rund 20% der Beute Schwarzwild(Wildschweine) ist, also doch weit weniger als Reh-(40%) und Rotwild(30%).
Als Schutz von Weidetieren vor Wölfen wurden besonder die Hunde als positiv, an zweiter Stelle Zäune und an dritter Stelle Hirten bewertet.
Diese Methode der Präventivmassnahmen wurde vorallem in der Schweiz schon mit sseehrr guten Erfolgen erprobt.
Zurück zur Befragung. So ziemlich alle der drei vorhin genannten Berufsgruppen(Berufsjäger/Förster,..) sahen die größte negative Auswirkung durch Wölfe in der Nutztierhaltung.
Soviel zu dieser Befragung.


Weiters wurde in Deutschland eine Habitatanalyse für Wölfe in Bayern durchgeführt, was dabei genau heraus kam weis ich zwar nicht, aber ich kann euch mal einige der Punkte aufzählen die starken Einfluss auf das Endergebnis nehmen:
Bevölkerungsdichte
Waldanteil
Straßendichte!!!
Schalenwildstrecke(dadurch lässt sich nämlich auf die Schalenwilddichte schliessen, denn der Abschuss für Reh,... ist mit einem genauen Plan geregelt dh. da darf nicht willkürlich abgeballert werden wie die meisten wahrscheinlich denken)
ökologische Habitateignung
"Schafdichte"
Autobahnnetz!!!


Und im Endeffekt siehts da mit optimalen Lebensräumen in Deutschland nicht gerade rosig aus, dann überlegt euch mal wies in Österreich ausschauen würde.

Ständiger Kontakt mit Menschen führt dazu dass sie ihre Scheue verlieren und somit ist die Bevölkerung und vorallem deren Vieh und Haustiere stark bedroht. Menschen die in der Stadt wohnen machen sich über sowas kaum Gedanken.

Und es kommen sicher mehr als genug Wölfe durch Verkehrsunfälle um, denn aus eigener Erfahrung musste ich mit Bedauern feststellen dass viele Autofahrer nach einem Wildunfall entweder gleich weiter fahren ohne stehen zu bleiben, oder nur aussteigen, schaun ob am Auto alles passt und dann weiter fahren. Somit wissen sie nicht einmal was sie überfahren haben.
Wenn ein Stück Wild überlebt und davon läuft, erleidet es dann meist qualvolle Schmerzen bis es letztenendes seinen Verletzungen erliegt.
Aber es gibt auch andere Fälle, wo Rehe bsp. durch einen Unfall einen Teil ihres Beines verlieren und dann mit dem "Stummel" davon hupfen, vereinzelt kommt es vor dass solche Tiere auch überleben und die Wunde verheilt. Aber der Weg bis zum Verheilen ist mit Sicherheit kein angenehmer.


Weiters sind Wölfe Rudeltiere, was einen entsprechenden Lebensraum erfordert, bis lang konnte man Wölfe in Österreich höchstens als Einzeltiere antreffen und das wird sich in nächster Zeit sicher auch nicht ändern.
Tretten Wölfe als Rudel auf, stellen sie sehr wohl eine große Gefahr da, ein Mensch ist dann genauso eine leichte oder sogar noch leichtere Beute als ein Feldhase.


Bezüglich Jäger, natürlich gibts da schwarze Schafe, die gibts überall.
Aber es muss auch klar sein dass die Bevölkerung nur von den schwarzen Schafen hört, denn über den normalen guten braven Jäger, wer soll denn da was über den in die Zeitung oder in den Nachrichten bringen, is ja stink langweilig das interessiert ja keinen. Wenn sich der die Mühe macht das Wild im Winter zu füttern, versucht eine Artenvielfalt zu erhalten, Maßnahmen setzt um Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft gering zu halten, denn die muss er zu einem gewissen Anteil zahlen, verunglücktes Wild bergen muss, in der Nacht obs stürmt oder schneit sich mit seinem Schweisshund auf die Suche nach dem angefahrenen Wild macht um es von seinen Qualen zu erlösen,....
Man muss immer das Ganze betrachten und nicht nur das Negative.


Und noch was zu den Bären, die habens auch nicht leicht. Der "Bestand" in Österreich ist rückläufig weil soviele 2-3 jährige Bären verschwinden, und wohl kaum durch die Jäger denn die wollen wenn schon einen großen Bären im Zimmer stehen haben, zumindest ist das ja die Meinung der Bevölkerung das Jäger reine Lustmörder sind die möglichst große Trophäen haben wollen. Und wenn ein Jäger einen Bären schiesst dann wirds spätestens im Wirzhaus ja wohl jeder wissen oder?
Vermutungen bestehen dass dadurch dass die männlichen Bären im Alter von etwa 2-3 Jahren mit ihren weiträumigen Wanderungen beginnen, entweder auswandern aus Österreich(so klein wie es ist sind hier Bären sowieso nur auf der Durchreise), oder dass sie auf ihren Wanderungen umkommen, durch Verkehrsunfälle,... aber in Österreich wie gesagt wohl eher kaum durch einen Jäger. Meines Wissens wurde in Österreich erst ein Bär nachweislich durch einen Jäger illegal getötet.


Würde man Landwirten für ihre gerissenen Nutztiere kein Geld geben, was glaubt ihr wie die reagieren würden. Und genauso könnt ihr euch die Lage von Jägern vorstellen. Die müssen sie auch füttern und behüten, zwar nicht so intensiv wie Landwirte, allerdings muss der Jäger auch dafür zahlen dass er das überhaupt darf und weiters muss er auch für einen gewissen Anteil an Schäden durch sein Wild aufkommen. Es ist auch zu berücksichtigen dass ein Jäger ja nicht einfach schiessen darf was im vor die Büchse läuft, dass ist großteils mit Alter, Geschlecht, Anzahl, Wildart,... geregelt. Nun überlege man dass alle paar Monate oder vielleicht sogar öfter in einem Jagdrevier ein Reh oder ein Hirsch durch einen Zusammenstoss mit einem Auto umkommt, soviele Wildtiere sind dann nichtmehr im Revier(natürlich ist das Gebietsweise stark variierend). Verunfalltes Wild wird nämlich im Abschussplan vermerkt und kann somit nicht mehr geschossen werden und das Fleisch kann man natürlich auch nicht mehr verwenden.


Mein Schlussresume, man darf nicht alles glauben was man von den Medien hört. Und man muss sich viel mehr Gedanken über Wiederansiedelung, Lebensraumeignung,... machen als was man glaubt. Nicht umsonst gibt es dafür Spezialisten.
Und Raubwild kann sehr wohl zum jagdlichen Zweck sein, allerdings ist es ein sehr langer und steiniger Weg bis man dieses Ziel erreicht hat.
 
vielen dank für die vielen infos!
kannst du vielleicht noch eine genaue quellenangabe anfügen?
obs ideale lebensräume gibt, werden die wölfe wohl selbst entscheiden.
mir würden sie nur sorgen bereiten, wenn sie vom müll der angrenzenden humanoiden leben würden - das könnte tatsächlich gefährlich sein.
îch hoffe mal, dass man die entwicklung abwarten wird und nicht gleich präventiv alles wolfsähnliche abschießt.
es wäre auch interessant, ob mit den wölfen auch die zahl der herdenschutzhunde steigt.
 
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