Warum Hündinnen läufig werden lassen?

@akela1

Okay, ist deine Meinung.
Bei deinen Hündinnen verläuft die Läufigkeit unproblematisch.
Aber es gibt läufige Hündinnen, die trächtig werden wollen und suchen sich ihren Weg, den wir ihnen natürlich versperren. Das bedeutet Stress für das Tier und die Gefahr der Scheinträchtigkeit.
Kastriert haben sie ein von "dieser Sorge befreites" Leben.

Natürlich birgt jede Narkose ein Risiko. Es ist halt jedem selbst überlassen, für welches Risiko er entscheidet.
Ich hatte trotz "Aufpassen" einen ungewollten Wurf. Habe nicht nur diesen unter dramatischen Umständen verloren, sondern dadurch auch fast meine Hündin. Diese hat damals seelisch und körperlich sehr viel mitgemacht.
Vorwürfe brauche ich nicht, die habe ich mir damals selbst gemacht, obwohl ich gar nichts dafür konnte.
Glaube mir, gegen das ist eine Kastration ein "Klacks".

Ich wünsche dir, dass es dir niemals mit deinen Mädels passiert.
 
noch ein aspekt: situation. zb. wechselnder bestand in form von hundepension, pflegehunden etc. nicht kastriert zu sein kann für die hündin auch einschränkung bedeuten, davon hat der hund auch nichts.
 
Es ist wohl ein Thema, bei dem wir hier nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden.

Ich versuche es trotzdem:

Kastration ja, wenn:

Hündin öfters scheinträchtig und / oder andere Probleme mit der Läufigkeit ( medizinische Indikation ).

Wechselnder Hundebestand, unkastrierte Pflegehunde, die natürlich auch nicht absolut folgsam sind, Kinder im Haus, die Türen offen lassen - sprich Umstände, die es sehr schwer machen, eine ungewollte Trächtigkeit zu 100% auszuschließen.

Kastration eher nein bzw erst nach der 1.oder 2. Läufigkeit, wenn:

Keine gesundheitlichen Probleme während oder nach der Läufigkeit.

Haushalt mit nur Hündinnen und außerdem erwachsenen Personen, denen Aufsicht zumutbar und zuzutrauen;)

Außerdem: wenn die Hündin eventuell zur Zucht eingesetzt werden soll:)
 
Cato schrieb:
Kastration ja, wenn:

Hündin öfters scheinträchtig und / oder andere Probleme mit der Läufigkeit ( medizinische Indikation ).

Wechselnder Hundebestand, unkastrierte Pflegehunde, die natürlich auch nicht absolut folgsam sind, Kinder im Haus, die Türen offen lassen - sprich Umstände, die es sehr schwer machen, eine ungewollte Trächtigkeit zu 100% auszuschließen.

Kastration eher nein bzw erst nach der 1.oder 2. Läufigkeit, wenn:

Keine gesundheitlichen Probleme während oder nach der Läufigkeit.

Haushalt mit nur Hündinnen und außerdem erwachsenen Personen, denen Aufsicht zumutbar und zuzutrauen;)

Außerdem: wenn die Hündin eventuell zur Zucht eingesetzt werden soll:)
Boah, ich bin sowas von einer Meinung mit dir :)
 
akela1 schrieb:
ich möchte gerne die frage beantworten, die das thema stellt:

WARUM HÜNDINNEN LÄUFIG WERDEN LASSEN ?

ganz einfach, weil das der natürliche lauf der dinge ist. ;)

Wenn schon natürlich dann aber bitte auch bei Futter und bei den sonstigen Lebensbedingungen !

Ich kann mir natürlich willkürlich ein Thema raussuchen bei der Hundehaltung wo ich auf artgerecht bestehe - aber dann bitte auch mit allen Konsequenzen: sprich BARF und Wohnen am Land !

Im übrigen find ich das Posting von Cato super !
 
Hallo

die Afra war jetzt im Jänner läufig und es war überhaupt kein Problem. Mit besser aufpassen und nicht von der Leine lassen, hatten wir hier keine Schwierigkeiten. :)

Solange sie keine gesundheitlichen Probleme bekommt, wird sie auch nicht kastriert. Einer der Gründe ist, dass die Cocker nach der Kastration wieder Babyfell bekommen und mir das nicht gefällt :o

Und zweimal im Jahr besser aufpassen, sollte kein Problem sein.
 
Hallo Settergirl,

ich habe zwar auch davon gehört, dass Cockerdamen nach einer Kastration zu "Wollschweine" werden können, aber dies ist zum Glück bei meiner Tami nie eingetroffen....

Liebe Grüße

Amaz
 
@eva

ich muss mich ja nicht verteidigen, aber ich erkenne da schon unterschiede.

mit natürlich meine ich, dass jJEDE hündin läufig wird, wenn man es nicht operativ unterbindet. (was ich als eingriff in die natur des hundes sehe)

ich für meinen teil ernähre meine hunde NATÜRLICH mit fleisch und finde es auch der natur des hundes entsprechend, alleine aus der tatsache heraus, dass sowohl gebiss als auch verdauung auf fleischfresser ausgerichtet sind. ;)

ich persönlich unterbinde triebe durch erziehung, greife aber nicht künstlich in die anatomie eines lebewesens ein, mit dem zweck mir das leben leichter zu machen. (und ich habe ja schon erwähnt, dass es etwas anderes ist, wenn man einen hund aus gesundheitlichen gründen kastrieren läßt. ;) )

würde man das ganze jetzt wieder mit dem beispiel natur in zusammenhang bringen, dann verhalte ich mich ebenfalls natürlich, weil ein rudel wildhunde oder wölfe, streuner oder ähnliches auch regeln haben, denen sich die rangniederen tiere zu unterwerfen haben. z.b. dürfen sich nur die alpha/leit/führenden hunde fortpflanzen, den anderen wird es "verboten".
so ist es auch bei uns. und das wird von hunden durchaus auch akzeptiert und respektiert. (was nicht heißt, dass es ein hund nicht versucht, wenn er unbeobachtet ist)

ich denke schon, dass man da unterscheiden soll/kann.

lg
 
nachtrag:

ich hab die erfahrung gemacht, dass man mit konsequenter erziehung einiges bewegen kann.

es ist alles eine sache der übung.

ich lege z.b. viel wert darauf, dass aramis auch bei läufigen hündinnen immer abrufbar ist oder mir wegen einer solchen nicht abhaut. mir ist das wichtig.

andere hundebesitzer haben andere prioritäten.

aber genauso wie sitz, fuß, platz,... muss der hund auch solche situationen lernen und üben (am besten im feldversuch).

man kann von einem hund nicht erwarten, dass alles läuft wie man es sich vorstellt, wenn man immer wieder genau solchen situationen aus dem weg geht, die straßenseite wechselt,...
ich mach es halt genau umgekehrt, ich konfrontiere meine hunde (auch die sitterhunde) erst recht mit diesen situationen. und nach etwas übung klappt es.

ich biete mich an dieser stelle gerne an, für interessierte sich mit mir zu treffen um zu üben (wenn akela wieder läufig ist).
ein hund lernt in die huschu ja auch zu folgen trotz ablenkung.

das ist mein ganzer trick. so mache ich es bei meinen hunden. ich übe mit ihnen verschiedenste dinge unter extremsten ablenkungen. so kann ich für eine bessere kontrolle im ernstfall garantieren, weil meine hunde das regelmäßig üben und somit mit der zeit gewohnt sind und routine bekommen. ;)

lg
 
Hallo!
Ich muß etwas loswerden.
Meine Hündin ist zum ersten Mal läufig. Und ich halt das Tamtam, das "unkastrierte Rüden" - Besitzer aufführen, einfach nicht mehr aus. Ich selber habe einen kastrierten Rüden auch noch.

Ich mußte wirklich zu meinem TA, habe alle im Warteraum ansprechen müssen, alles waren Hündinnen, war als nächster dran, holte meine Hündin, wurde aber dann nicht gleich drangenommen. In der Zwischenzeit kamen zwei Rüden rein, die eher fertig und gestreßt waren von TABesuch, keine Reaktion von ihnen in Richtung meiner Hündin. Dann stand meine Hündin auf und ging in die Ordination, Blutflecken blieben zurück, da hörte ich einen Aufschrei. " Na danke! Ich hoffe dieser Besuch ist notwendig. Jetzt haben Sie mir meinen Rüden wieder deppert gemacht. Nirgends kann ich mehr hingehen ohne auf die hitzigen Weiber zu treffen (war weibl. Hundebesitzer), können Sie nicht zuhause bleiben, wenn die Hündin läufig ist" Auf meine Frage, warum sie ihren Rüden nicht kastrieren lasse, wenn sie mit seinem Verhalten in Bezug auf läufige Hündinnen nicht zurecht käme, bekam ich zu hören: "Na wollens das er dick wird? Und warum soll ich ihm das Mannsein nehmen?" :eek:
Ja bitte was nun, Hündin darf nicht geschlechtsfähig sein, Rüde schon?

Also leicht hat man es nicht, wenn man eine läufige Hündin hat, man muß sich dafür in der Öffentlichkeit quasi schon entschuldigen.

Und grob gesagt spiegelt das die Meinung der meisten wider, Schuld an einem Hoppala ist die läufige Hündin selber, wenn sie mit ihrem Duft Rüden so unkontrolliert macht.

LG
 
Ja, so etwas kommt vor, aber gsd nicht sehr häufig.

Konkret erinnern kann ich mich an einen einzigen heftigeren Vorfall, wo ich wirklich mit einem Rüdenbesitzer diskutieren musste, in insgesamt 18 Jahren unterwegs-mit-läufigen-Hündinnen ( keine musste jemals zuhause bleiben :) )

Jemand, der mit seinem Rüden so heftige Probleme hat, sollte ihn kastrieren lassen, es ist doch ein wesentlich harmloserer Eingriff als bei einer Hündin.

Ein paar Brummel-Grummel Vorfälle hat es sicher auch noch gegeben, aber man muss ja nicht auf alles eingehen.
 
siehst du @skylarimar, und genau der meinung bin ich nicht.

ich habe es selber erlebt, dass andere hundebesitzer schimpfen, wenn man sich auf der straße oder in der natur abseits der wege trifft.
immer sind die hündinnen schuld :rolleyes: . alle rüden (bei denen der kastrationseingriff, der billigere, schnellere wäre) sollen ihre hoden behalten und die hündinnen soll man in der zeit der läufigkeit in einen verschlag sperren als hätten sie die pest. :mad:

ich habe beide geschlechter und kenne beide seiten.
und ich kann beweisen es geht auch ohne panik, streit und sowas.

ich denke sowohl rüdenhalter als auch halter von hündinnen können aufpassen und für ein gemeinsames miteinander sorgen.

die hündinnenhalter könnten hundezonen zu stoßzeiten vermeiden und die rüdenhalter könnten lernen ihre tiere auch bei ablenkung abzurufen.

aber wahrscheinlich ist dieses "männer sind nicht schuld wenn was passiert" - klischee noch soo tief aus dem mittelalter verankert. :confused:

ist ja bei den menschen auch nix anderes, ist ja immer die frau schuld, wenn ungewollte schangerschaften passieren. männer entziehen sich in sachen verhütung jedwiger verantwortung und schuld.

das witzige ist - so manches welbliche frauli unterstützt das männerdenken in ihrem handeln. :rolleyes:

naja, da scheiden sich eben die geister.

lg
 
Amaz schrieb:
Mein damals 8 1/2 jähriger Sohn wollte auch Verantwortung für den Hund übernehmen und war ganz wild und stolz darauf alleine mit dem Hund mittags nach der Schule spazieren zu gehen. Nachdem bei uns viele Hunde auch ohne Leine herumlaufen und ich nicht immer auf die Abrufbereitschaft der Hunde durch die Besitzer vertraue, wollte ich nicht das Risiko eingehen, dass ein Rüde meine Kleine angeht und mein Sohnemann weiss sich nicht zu helfen und keiner hilft ihm dann vielleicht.....

Hallo!
Sei mir nicht böse, aber wenn Du eine Hündin kastrieren läßt, weil sich Dein 8-jähriger Sohn nicht zu helfen weiß, wenn sie von einem Rüden bedrängt wird, wie soll es erst dann werden, wenn ein (vielleicht fremder) Hund Deine Hündin aus heiterem Himmel angreift? Und Dein Sohn hängt dann am anderen Ende der Leine!
Meine Kinder (9 + 10 Jahre) dürften niemals allein mit dem Hund spazierengehen. Nun gut, sie könnten das 40-kg-Kraftpaket ohnehin nicht halten. Aber selbst wenn sie es könnten, wie sollen Kinder in diesem Alter reagieren, wenn der eigene Hund plötzlich von einem anderen angegriffen wird? Ich muß damit rechnen, daß sie trotz aller Warnungen dazwischen gehen, evtl. selbst böse gebissen werden, anfangen laut zu kreischen (was für Hunde noch aufpuschender wirken kann) und sollte dem Hund etwas wirklich schlimmes zustoßen, so stände mein Kind vollkommen allein da und müßte dem zusehen!
Nicht zu vergessen, der versicherungstechnische Aspekt.

Zurück zum Thema:
Ich lasse meine Hündin nicht kastrieren. Zum einen passe ich gut auf sie auf und zum anderen merke ich, wie sich ihr Wesen nach jeder Läufigkeit mehr in Richtung 'erwachsen werden' verändert. Wobei ich allerdings nicht ausschließen kann, daß nicht doch eines Tages eine Kastration (aus welchen Gründen auch immer) erforderlich sein könnte.
Ich denke, jeder HH will nur das Beste für seine Hündin und hat auch seine eigene Meinung zu dem Thema, die ziemlich weit auseinander gehen.
Viele Grüße
Trollmama
 
frage:

gibt´s nicht in der hundehalteverordnung eh so eine klausel wo steht, dass unter 16 jährige nicht alleine mit dem hund gehen dürfen ???
oder vertu ich mich da jetzt ?? (werd mal nachlesen gehen).

lg
 
Cato schrieb:
Wechselnder Hundebestand, unkastrierte Pflegehunde, die natürlich auch nicht absolut folgsam sind, Kinder im Haus, die Türen offen lassen - sprich Umstände, die es sehr schwer machen, eine ungewollte Trächtigkeit zu 100% auszuschließen.

eine kleine unachtsamkeit, ein kind, das die tür nicht schnell genug zumacht.
 
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