zur Preisdiskussion:
bei einem Tierarzt zahlst du, sobald du die Ordination betrittst, das ist völlig normal, üblich und auch gerechtfertigt. Ist beim Arzt nicht anders, nur bekommt man es nicht so mit, weil es ja die Krankenkassa zahlt.
Ein Tierarzt studiert im Normalfall 6 Jahre, zahlt Kammerbeitrag, Miete, Betriebskosten, die Rezeptionistin, die die Kartei heraussucht, die Buchhaltung, die Putzfrau etc. Das ist eine Dienstleistung, auch das Verband-runterschneiden, abhören etc und völlig normal, dass das Geld kostet. Dass man bei einem Stammkunden, der immer wieder mit demselben Problem kommt, oft mal was nachlässt und nur fürs untersuchen nichts berechnet, kommt vor, ist legitim, aber bei Gott nicht die Regel. Ja, auch das "nur mal schnell anschauen" kostet, auch wenn es Leute immer wieder bestürzt

"der hat ja nur geschaut...."

Ja, und beurteilt, sein Wissen eingesetzt, Ratschläge mitgegeben. Ein Hautarzt kassiert auch wenn er ein Muttermal nur "anschaut", ein Anwalt sogar für ein Telefonat, was ein Tzt nicht tut.
Obwohl er das sicher manchmal gerne würde, wenn ihn die Patientenbesitzer um 11 am Abend ganz selbstverständlich anrufen, weil sie wissen wollen, ob es sein kann, dass ihr Niesen von der Katze kommt oder um 22 Uhr Futter bestellen wollen (keine Übertreibung, reale Beispiele).
Es steht natürlich jedem frei, Preise zu vergleichen, aber wie so oft gilt auch hier, dass Qualität ihren Preis hat. Und OP-Kosten können schwanken, je nachdem was vor, während oder nach der OP zusätzlich an Medikamenten und Maßnahmen getan werden muss. Normal ist: "Kastration große Hündin mit soundsoviel kg kostet zwischen ... und ... da können auch gut 100 Euro dazwischenliegen.
Ich freu mich auch nicht, wenn ich für meine Hündin Geld beim Tzt lassen muss, aber ich weiß im Unterschied zu vielen anderen, wie viel Arbeit, Herzblut und auch Verzicht in punkto Familie, Freizeit oder auch einfach Schlaf dahintersteht und finde die Vorstellungen, die da oft herrschen teilweise absurd-lustig oder auch manchmal traurig.