Metaebene - Entstehung von Rassen

Shonka

Super Knochen
Mir ist, seit ich den Bertie hab und dadurch mehr auf "solche" Hunde achte, aufgefallen, dass es unglaublich viele Hunde dieses Typs bei uns gibt - und die meisten davon stammen aus der Slowakei. Kann es daher sein, dass sich da ganz unbemerkt und wohl nicht beabsichtigt, eine eigene "Rasse" entwickelt hat? Vom Typ sind viele (nicht alle) eher kurzbeinig, hell- bis rötlichbraun, eher aufmerksam, relativ forsch, wachsam (Keifn :D), mit großem Jagdtrieb gesegnet und sehr lernfähig. Irgendwie scheint mir das ein ziemlich einheitlicher Typ zu sein, der anscheinend in der Slowakei "gut durchkommt" - oder gibts in der Slowakei sehr viele braune Kurzhaardackel, die alle freilaufenden Hündinnen beglücken? Ich find das, wie gesagt, sehr interessant und denke, bei manchen anerkannten Rassen gibts noch nicht soviele Gemeinsamkeiten in Aussehen und Charakter. Wieviele derzeit anerkannte Rassen sind wohl so oder so ähnlich entstanden?

LG
Ulli
 
Nachdem dieses Thema anscheinend nur mich fasziniert, muss ich mir halt selbst antworten :D Ich hab grad anderswo erfahren, dass es für diesen dackelbeinigen Typ Hund in Tschechien sogar schon eine eigene Bezeichnung gibt.

Ich glaub ja, dass auf diese Weise auch viele Terrierrassen entstanden sind, die dann erst vom Menschen "verfeinert" wurden.
 
Du weißt doch wie es ist: Die anpassungsfähigsten kommen durch! :D

Und ich glaube, dass die mit ihren Dackel- und Terrierahnen, der kompakten Größe, den Muckis und den großen Knochen sehr robust und überlebensfähig sind :) Und intelligent sind sie auch noch obendrein!
 
doch, das ist durchaus ein interessantes thema.
vermutlich sind alle rassen aus solchen regionalen "grundtypen" entstanden.
es gibt leider wenig literatur zu dem thema.
es ist aber bekannt, dass sich unsere Haushunde durch sogenannte "natürliche selektion" entwickelt haben.
die hunde
haben sich von selbst an eine neue oder sich ändernde ökologische nische angepasst - und die hatte in diesem fall etwas mit uns menschen zu tun.
man weiss aber auch, dass in unterschiedlichen regionen sich unterschiedliche hundetypen (naturbelassene sog. "dorfhunde") entwickeln, mit unterschiedlichem körperbau, unterschiedlichem wesen und unterschiedlichen eigenschaften, die so jeweils bestens an die lebensbedingungen angepasst (wie klima, futterangebot, lebensraum etc.)

das kann durchaus auch in der slowakei der fall sein, denk ich.
wobei es hier wohl so ist, dass es keine "urhunde" sind, sondern kreuzungen aus verschiedenen rassen, die ausgangslage also eine andere ist.
ich glaube aber, dass sich ein angepasster grundtypus sehr schnell durchsetzt, wenn keine eingriffe erfolgen.


 
Mir ist, seit ich den Bertie hab und dadurch mehr auf "solche" Hunde achte, aufgefallen, dass es unglaublich viele Hunde dieses Typs bei uns gibt - und die meisten davon stammen aus der Slowakei. Kann es daher sein, dass sich da ganz unbemerkt und wohl nicht beabsichtigt, eine eigene "Rasse" entwickelt hat? Vom Typ sind viele (nicht alle) eher kurzbeinig, hell- bis rötlichbraun, eher aufmerksam, relativ forsch, wachsam (Keifn :D), mit großem Jagdtrieb gesegnet und sehr lernfähig. Irgendwie scheint mir das ein ziemlich einheitlicher Typ zu sein, der anscheinend in der Slowakei "gut durchkommt" - oder gibts in der Slowakei sehr viele braune Kurzhaardackel, die alle freilaufenden Hündinnen beglücken? Ich find das, wie gesagt, sehr interessant und denke, bei manchen anerkannten Rassen gibts noch nicht soviele Gemeinsamkeiten in Aussehen und Charakter. Wieviele derzeit anerkannte Rassen sind wohl so oder so ähnlich entstanden?

LG
Ulli

Meiner ist ein waschechter Oberösterreicher. :D
Aber vielleicht war der Vater a zuagraster ;)
Deine Beschreibung passt haargenau zu meinen. Nur die kurzen Haxen haben sich als er 7 Monate war, entschlossen doch ein Stück zu wachsen.
 
shonka, nein, es ist ein sehr interessantes thema!;) ich denke auch, dass viele urrassen genauso entstanden sind und tatsächlich der mensch dann den jeweiligen feinschliff, für seine persönliche belange gefunden hat.
liest man nach, sind viele "heutige" rassen auch so entstanden und eben nach dem jeweiligen verwendungszweck weiter "gezüchtet" worden.
also sicher mal die robustesten genommen, mit größeren oder kleineren verpaart, etc.
aber auch schon in grauen urzeiten gabs "modehündchen", die nur zum zwecke der "gesellschaft" weitergezogen wurden.
lg heidi, die da echt mal nachlesen muss....
 
Ich muss echt auch nachlesen. Jedenfalls finde ichs erstaunlich, wie ganz unbemerkt eigentlich sehr interessante regionale Hundetypen entstehen. Und @Irish: soo weit ist ja Tschechien wieder nicht von Oberösterreich entfernt und die "regionalen" Hundetypen halten sich ja nicht an menschliche Grenzen :D

Bei den Terrieren ist es doch so, dass die meisten nach ihren Herkunftsorten benannt sind, also denk ich, dass da schon natürliche Auslese passiert ist, das bei den hundeinteressierten Menschen dort anscheinend gut angekommen ist und daher weiterverfolgt wurde. Ich find das ja immer witzig, wie unterschiedlich Rassestandards für Hunde ausschauen, die erst seit ein paar Generationen nimmer zur gleichen "Rasse" gehören. Ich vermute ja ganz stark, dass es weit weniger "Rassen" gibt, als es unterschiedliche Namen für sie gibt.
 
gerade der eher kleine Hund hat sich natürlich immer am leichtesten getan in Menschennähe, Ratten und Mäuse gibt es immer da genügend, wo es Menschen gibt...
Wenn ich mir anschaue wie geschickt meine Mausi Mäuse fängt..:) sie wär perfekt fürs Mittelalter gewesen, lebende Wärmeflasche, lebende Alarmanlage und absolut genialer Mäusevernichter :D
(natürlich ist Dackel mit drin, what else ):D
 
Total interessantes Thema.

Wobei jetzt sicher kaum mehr zu klären sein dürfte, inwieweit eine Nähe zu Hunden, die sich ohne züchterische Eingriffe entwickelt hätten, gegeben ist. Da müßte sich eine Popolation ja in völliger Abschottung entwickelt haben.
 
@Shonka jo eh. Deswegen meinte ich der Vater war ein zugraster.
Die Mama jedenfalls war aus OÖ.
Bei den Mischlingsrassen gibts schon sehr oft eigene Grüppchen.
Wenn man sich einen Türkischen oder Griechischen Strassenhund anschaut zb.
Sie sehen anders aus als wie zb. die Spanischen. In Spanien sind gibts viele Strassenhunde die Windhund-ähnlich sind.
Oder gestromte.

Oder die Malagahunde. Das sind oft einzigartige Mischungen. Viele Struppis und Wuschels.
Und die Katzen aus Malaga erst. Da schlägt sich sehr oft der Orientale durch. Große Ohren, längere Schnute, große Augen.
Ein Typ schlägt immer durch. So meine Gedanken darüber.
 
Total interessantes Thema.

Wobei jetzt sicher kaum mehr zu klären sein dürfte, inwieweit eine Nähe zu Hunden, die sich ohne züchterische Eingriffe entwickelt hätten, gegeben ist. Da müßte sich eine Popolation ja in völliger Abschottung entwickelt haben.

wenn du bei der Urwaldbevölkerung schaust, sind es Hunde die ung. 50cm groß sind, Stehohren und kurzes Fell haben und leicht gebaut sind...:)
Ich denke da wird nicht sehr eingegriffen in die Population...
 
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