ich würde mit dem zweiten welpen noch etwas warten, ganz gleich welcher rasse, bis der erste hund ausgewachsen und fertig ausgebildet ist. zwei welpen sind mitunter schwer zu erziehen, besser ist es, wenn der eine aus dem gröbsten raus ist, dann kann sich der zweite auch an ihm orientieren und lernt nicht nur blödsinn.
hier noch ein paar grundsätzliche sachen von mir zum thema.
züchter: der apbt ist ja keine vom fci anerkannte rasse, es gibt aber trotzdem gute züchter, hier können dir am besten die pitbull-profis im forum tipps geben. farben und zeichnungen sind alle erlaubt, außer merle, denke ich mal. preis kann ich nur schätzen, so zwischen 900-1.500, aber das klärt man dann am besten mit dem/r züchter/in, den/die man sich nach sympathie, kompetenz sowie gesundheit, wesen und haltung seiner/ihrer tiere ausgesucht hat.
geschlecht: das hängt von deinen persönlichen vorlieben ab, bei einem verschiedengeschlechlichen paar, ist die gefahr halt geringer, dass es später zu ernsten streitigkeiten zwischen den hunden kommt, v.a. wenn sie altersmäßig nicht sehr weit auseinanderliegen. dann sollte aber zumindest eine/r der hunde kastriert werden.
wesen: ich habe zwar "nur" einen american staffordshire terrier, aber aufgrund der gemeinsamen geschichte, sind diese charakter- und aussehensmäßig dem apbt doch recht ähnlich. wobei es bei den pits m.M. nach durchaus einen großen unterschied macht, welcher blutlinie/art er angehört (zB. red nose, usw), ich habe winzige, drahtige pits und riesige, bullige, typen gesehen. mehr infos wieder von den profis oder in einschlägigen foren, bei rasseclubs usw.
bewegung: wieviel bewegung ein hund braucht, hängt einerseits von seinen genetischen vorgaben ab (gaming, trieb, bewegungspotential) als auch von der persönlichen erziehung. ein hund, der von klein an ständig bespaßt und bewegt wird, wird das später auch einfordern.
mein hund ist eher ein sehr gemütlicher vertreter seiner rasse. spaziergang in wien beträgt meistens nicht mehr als 2 stunden über den tag verteilt und auch da muß man ihm was bieten (befreundete hunde, suchspiele, unterordnung, usw), reines laufen mag er nicht. am land mag er radfahren, waldspaziergänge, aber auch alles moderat und mit pausen dazwischen. wenn wir am hof (mit feldern und wiesen daran) unterwegs sind, ist er den ganzen tag dabei, er läuft nie weg, geht nicht jagen. zerrspiele, suchspiele, clickern und tricks, katzenangel macht er mit ausdauer. ball nur mit dem richtigen ball am richtigen ort (apbt ohnehin nicht zuviel ballfixieren, terrier neigen zum "balljunken"). also er ist eher der kopf- als bewegungslastige typ.
erziehung: eine WIRKLICH kompetente welpen- und hundeschule würde ich schon empfehlen. eine gute sozisierung mit anderen hunden ohne negativerlebnisse ist nunmal wichtig bei dieser rasse (eigentlich eh bei allen rassen). wir haben damals keine besucht, weil wir ihn erst nach der prägungsphase bekamen und ich als kind mit dem familienhund einen "hundeabrichteplatz" der alten schule besuchte (war also entsprechend voreingenommen gegenüber HS). unser hund ist trotzdem gut handlebar und folgsam, aber viele fehler hätten wir unter kompetenter leitung nicht gemacht, oder manches wäre einfacher und schneller gegangen.
weiters ist der amstaff (und wahrscheinlich auch der apbt) terriertypisch sensibel und stur. d.h. er verträgt keine härte, braucht aber konsequenz. und das gehorchen bzw. die übungen sollten sich für ihn auszahlen, spass und sinn machen. reinen will to please gibts nicht. er gehorcht aufgrund von bindung und opportunismus, ohne bösartigkeit wird auch immer mal wieder was ausgetestet, ob es noch gilt. sie sind absolute kumpel fürs leben, kadavergehorsam haben sie keinen-
wohnung: schon aus geschichtlichen gründen sind sie gut in der wohnung zu halten, dort sind sie bei ausreichender auslastung sehr angenehm. aufrund der fehlenden unterwolle mögen sie's gerne warm (bevorzugt bett und sofa, wenn erlaubt) und lieben hautkontakt. sie stinken nicht, sie haaren nicht, sie sabbern nicht (zumindest die meisten), sind furchtbar kuschelig anzugreifen.
also zusammengefaßt:
sensible hunde mit kraft, buddies zum pferdestehlen, freundlich gegenüber mensch und tier bei ausreichender sozialisierung, hohe reizschwelle, optisch eine tägliche freude zum anschauen.
lg!
jasmin