Hundeausstellung 2019 in Graz!

Es gibt nun mal langhaarige und kurzhaarige Hunderassen. Und die langhaarigen gehören halt mehr gepflegt.


Und es gibt lanhaarige und langhaarige.
Das Langhaar von meinem Groenendael Rüden ist selbst pflegend. Klar geniesst er es gebürstet zu werden und beim Fellwechsel tut er sich leichter bürstet man es raus. Aber würde man ihn nie bürsten käme er auch zurecht.

Da gibts leider ganz andere Langhaarqualitäten die verfilzen etc. Ich finde es nicht verkehrt wenn man anfängt drüber nachzudenken ob das wirklich sein muss und ob eine Hunderasse nicht wieder in Richtung "eigenständig lebensfähig" optimiert werden sollte.
Abschneiden von Tasthaaren geht für mich gar nicht, sorry.
 
Der Cocker ist eine Trimmrasse. Natürlich sind sie getrimmt. Das heißt, dass die langen Haare sehr wohl gekürzt werden. Die Ohren sind nicht geschnitten, wie du es nennst, sondern das Haar wird ausgedünnt - effiliert.

Aber es ist müßig, mit Leuten, wie dir, die solche Dinge grundsätzlich verdammen, zu diskutieren

Es macht keinen Unterschied, ob ausgedünnt oder geschnitten, wie ich es un-fachlich genannt habe, es bleibt das gleiche... und es ist kein diskutieren, sondern eine Tatsache, dass du mit der Entfernung der Tasthaare bei deinem Hund, gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hast.. das hättest du als Züchterin wissen müssen, anstatt dich über den Amtstierarzt auch noch zu beschweren...

Aber du hast Recht, ich finde es furchtbar, wenn an Tieren rum geschnippelt und Schönzucht vor Gesundheit oder dem Wohlergehen der Tiere gestellt wird...
 
Ja genau, es gibt solche und solche langhaarige Hunde.

Welche, die auch als Straßenhund ganz ohne Pflege mit ihrem Fell gut zurechtkommen = in Ordnung, keine Qualzucht.

Und welche, die dann mit verfilzten Platten oder schlimmerem herumlaufen und eigentlich auf Dauer so alleine gar nicht überlebensfähig sind.

Diese letztere Sorte gibt es nicht einfach so, das sind keine zufälligen Mutationen mit etwas längerem Fell, die wurden absichtlich so gezüchtet. Sowas fällt bei mir dann schon auch unter Qualzucht im weiteren Sinne. Bei guter Haltung tolerierbar, aber wehe, dem Hund kommt der ihn pflegende Mensch abhanden.
 
Ja vorallem weil man in den letzten Jahren und Jahrzehnten viele Langhaarrassen ganz bewusst zu "Fellexplosionen" verzüchtet hat. Man vergleiche britischen und amerikanischen Langhaarcollie. Oder Wolfspitze (nach altem Schlag) und Keeshond. Und diese Liste lässt sich lang fortsetzen, man sehe sich nur alte Abbildungen von vielen Langhaarrassen an....
Und nein das muss echt nicht sein. Merkmale immer mehr zu übersteigern bis das Tier nichtmehr ohne Hilfe oder gesundheitliche Einschränkung leben kann, ist das das Ziel der Rassezucht?

Da bin ich echt dafür dass da jetzt mal jemand drauf schaut....
 
Jedes Fell, das unbedingt Pflege braucht, weil es sonst zu lange wird und verfilzt, ist eigentlich schon ein Qualzuchtmerkmal.
Voriges Jahr zB direkt erlebt, als eine kleine Malteserhündin in der Nachbarschaft über den Winter einfach nicht geschoren wurde.

Aber für mich sind das trotzdem die weniger dringlichen Probleme, die auch erst in einem zweiten Anlauf behandelt werden können.

Zuerst mal sind es die Dinge, die man nicht einfach so im Hundesalon wegschnippseln (oder dranlassen) kann, und die die Hunde massiv ihr ganzes Leben lang beeinträchtigen.

So hab ich das noch nie gesehen, da muss ich mich zur Haltung von Qualzucht-Hunden bekennen. :eek: Würde ich meinen Hund 2 Wochen lang nicht ausbürsten, hätte er wahrscheinlich auch verfilzte Stellen.

Aber unrecht hast Du meiner Meinung nach nicht.
 
Ja vorallem weil man in den letzten Jahren und Jahrzehnten viele Langhaarrassen ganz bewusst zu "Fellexplosionen" verzüchtet hat. Man vergleiche britischen und amerikanischen Langhaarcollie. Oder Wolfspitze (nach altem Schlag) und Keeshond. Und diese Liste lässt sich lang fortsetzen, man sehe sich nur alte Abbildungen von vielen Langhaarrassen an....
Und nein das muss echt nicht sein. Merkmale immer mehr zu übersteigern bis das Tier nichtmehr ohne Hilfe oder gesundheitliche Einschränkung leben kann, ist das das Ziel der Rassezucht?

Da bin ich echt dafür dass da jetzt mal jemand drauf schaut....

Bin 100% Deiner Meinung.

Es wird drauf geschaut vom Verband, allerdings in der Richtung noch mehr, noch länger, noch weicher.....völlig absurd......

mein Bärtiger würde wegen zu wenig, zur kurz...keine Zuchtzulassung bekommen.....obwohl seine gesundh. Werte absolut perfekt sind.

Eine Bearded Züchterin, sehr erfolgreich, Champions, Gewinner, bei jeder großen Ausstellung dabei, im Jahr 2018 wortwörtlich:

"Es muss doch klar sein, dass man einen Bearded nicht knuddelt, kein Wunder dass er dann verfilzt, leicht in Haarwuchsrichtung streicheln, so gehört es".
 
Offenbar verliert man in ÖKV-Kreisen den Bezug zur Realität und wird betriebsblind.

Schon lang verloren. Es geht hauptsächlich um Schönheit, um mehr, um ausgeprägter, um überzeichnet. Jeder Mini-Fehler wird reicht um Zuchtzulassung zu verweigern, der genetische Flaschenhals der damit erzeugt wird, wird aber nichtmal wahrgenommen. Keinen interessiert es dass der aktuelle Lieblingsrüde zig Hündinnen deckt, "popular sire" scheint denen kein Begriff zu sein. Aber Hauptsache die Schönheit passt...

Bin 100% Deiner Meinung.

Es wird drauf geschaut vom Verband, allerdings in der Richtung noch mehr, noch länger, noch weicher.....völlig absurd......

mein Bärtiger würde wegen zu wenig, zur kurz...keine Zuchtzulassung bekommen.....obwohl seine gesundh. Werte absolut perfekt sind.

Eine Bearded Züchterin, sehr erfolgreich, Champions, Gewinner, bei jeder großen Ausstellung dabei, im Jahr 2018 wortwörtlich:

"Es muss doch klar sein, dass man einen Bearded nicht knuddelt, kein Wunder dass er dann verfilzt, leicht in Haarwuchsrichtung streicheln, so gehört es".

Ja leider ist das so. Die Verbände kochen ihr eigenes Süppchen, mit viel Politikum dahinter. Echte Konkurrenz ist nicht erwünscht, in Österreich ist ja zB im Gegensatz zu Deutschland nur eine Vertretung pro Rasse gestattet.
Und die FCI schaut lustig zu und mischt sich nicht ein.
Das was ursprünglich mal pro Hund gedacht war ist der Profilierungssucht mancher zum Opfer gefallen...
 
seit wann hast du FCI hunde - soweit ich weiß keinen, sondern aus der dissidenz

Den 2.

Weil es auch unter den FCI ZüchterInnen Menschen gibt, welchen es ausschließlich um die Hunde geht und die ausgewiesene Fachleute sind.

In Frankreich z.B. bekommen Briards der ursprünglichen Linie zwar keine Auszeichnungen, aber eine Zuchtzulassung, detto bei den Beardeds in Schottland.

Allerdings wird es für die -relativ wenigen - ZüchterInnen auch eng, weil es nicht so viele Exemplare gibt, die ihren Vorstellungen entsprechen und bei mangelnder Genvielfalt werden sie nicht weiterzüchten.
 
Das macht doch keinen Unterschied, die nehmen sich nichts... und verantwortungsvolle Züchter, die berühmte Nadel im Heuhaufen, finden sich auf beiden Seiten...

Sehe ich genau so.

Damals - sehr damals - hab ich mich nach grauslicher Erfahrung mit - vom Verband ausgezeichnet, angekört....FCI Zucht, schwerste HD, schwere Hauterkrankung, die auch die Zuchthündin schon hatte, ganz bewusst für einen nicht FCI Briard entschieden....rundherum perfekte med. Werte und einen tollen Charakter....

Interessant find ich auch, auf der HP des Briardvereines wird unter Zucht mit keinem Wort erwähnt, welche Untersuchungen zwecks Zuchttauglichkeit Pflicht sind. Nicht grad die Transparenz und Unterstützung mündiger Bürgerinnen. Ruft man an und fragt, ist die Antwort: "Warum woll'n sie das denn wissen"...da läuten doch schon alle Warnglocken
 
Interessant find ich auch, auf der HP des Briardvereines wird unter Zucht mit keinem Wort erwähnt, welche Untersuchungen zwecks Zuchttauglichkeit Pflicht sind. Nicht grad die Transparenz und Unterstützung mündiger Bürgerinnen. Ruft man an und fragt, ist die Antwort: "Warum woll'n sie das denn wissen"...da läuten doch schon alle Warnglocken

Es liegt doch auch am Züchter, ob mit oder ohne FCI, mehr für seine Rasse zu tun, als vom Verband vorgeschrieben..

Bei den Molossern war das damals gerade mal die HD, obwohl schwere Zuchtkrankheiten bekannt, wurden keine weiteren Untersuchungen verlangt. Im Gegenteil, selbst daran wurde noch geschraubt, indem das Röntgen- und Zuchtalter runter gesetzt wurde.. gerade mal noch das FCI Mindestalter, was für alle Rassen gilt...

Züchter, die tatsächlich wegen schwerer Zuchtvergehen ausgeschlossen wurden, haben dann unter Dissidenz weiter vermehrt... Ganz ehrlich, von fast 100 Züchtern, war mir einer bekannt, der ein klein wenig mehr für seine Rasse getan hat... Besonders die "anerkannten" Züchter, hatten alle Dreck am Stecken, was eine ordentliche Zucht betrifft... Hündinnen bei jeder Hitze belegt... etc.. sind dann halt Unfälle...

und der FCI lässt dich mit diesen Problemen völlig alleine, weil uninteressant... die wollen schließlich alle nur überleben und an der Zucht verdienen oder mitverdienen... Ich finde, meine Meinung, ein dreckiges Geschäft was mit Hundezucht oder Erhalt einer Rasse, nichts mehr zu tun hat...
 
Das macht doch keinen Unterschied, die nehmen sich nichts... und verantwortungsvolle Züchter, die berühmte Nadel im Heuhaufen, finden sich auf beiden Seiten...

Da bin ich absolut bei dir...

Aber wenn ich aus der dissi einen hund habe, wo auf andere merkmale wie in der FCI geschachtet wird, warum
soll den der hund - wenn anscheinend die gesundheitschecks top sind, nicht in die zucht??

Ja, in dr FCI wahrscheinlich keine chance, aber in der dissi??

welche papiere hat den dein bearded?
hat deiner überhaupt welche? - du hast ja keinen briard, was ich weiß...

Beim RR kannst du zB wenn du einen dissi hund hast, FCI papiere beantragen, weil
das zuchtbuch offen ist - was ich gut finde !

übrigends:

Eigentlich könnte man die "Vorfälle" auf der IHA Graz auch positiv sehen. Wenn von 2000 Hunden 8 nach Meinung der sehr kritischen Amtstierärzte nicht zur Ausstellung zugelassen wurden, ist das doch ein sehr gutes Zeugnis für die Rassehundezucht! Das sind 0,4 %.

Darunter ein DSH Junghund der schon fast am Boden kroch weil seine Wirbelsäule dermaßen krumm
und schief stand. Seine Hinterhand konnte er kaum halten. Eine Fehlstellung der Beine ( kuhhessig )
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich könnte man die "Vorfälle" auf der IHA Graz auch positiv sehen. Wenn von 2000 Hunden 8 nach Meinung der sehr kritischen Amtstierärzte nicht zur Ausstellung zugelassen wurden, ist das doch ein sehr gutes Zeugnis für die Rassehundezucht! Das sind 0,4 %.

Wenn schon ein Großteil bei den Spaniels betroffen waren, müssen es eigentlich mehr als 8 Hunde gewesen sein... vermute ich jetzt mal, nachdem was Luki geschrieben hat...


Ich kann nicht sagen, was bei den anderen Rassen beanstandet wurde, aber bei unseren Spaniels betraf es einen Großteil der Aussteller.
 
Wenn schon ein Großteil bei den Spaniels betroffen waren, müssen es eigentlich mehr als 8 Hunde gewesen sein... vermute ich jetzt mal, nachdem was Luki geschrieben hat...

Du liegst falsch
Die eine Anzeige bekommen, JA.
Aber das betrifft auch amstaff, golden & Co..
was absurd ist.
Hier geht es aber um die ZULASSUNG zum Ausstellen!
Und da wurden 8 Hunde ausgeschlossen..
 
Du liegst falsch
Die eine Anzeige bekommen, JA.
Aber das betrifft auch amstaff, golden & Co..
was absurd ist.
Hier geht es aber um die ZULASSUNG zum Ausstellen!
Und da wurden 8 Hunde ausgeschlossen..

Naja aber das angeblich so viele HH dort eine Anzeige ausgefasst haben spricht in meinen Augen nicht grad für die Aussteller. Denn sonst wird immer kritisiert die ATÄ wären zu lax, die würden nichts unternehmen etc und diesmal sind die Anzeigen absurd/unbegründet?
 
Naja aber das angeblich so viele HH dort eine Anzeige ausgefasst haben spricht in meinen Augen nicht grad für die Aussteller. Denn sonst wird immer kritisiert die ATÄ wären zu lax, die würden nichts unternehmen etc und diesmal sind die Anzeigen absurd/unbegründet?

Ich hatte schon geschrieben, dass die ATÄ überreagiert haben. Es wurden praktisch sämtliche Trimmrassen kritisiert und mit einer Anzeige gedroht. Einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz oder Qualzucht hat das nicht bedeutet.
 
Naja aber das angeblich so viele HH dort eine Anzeige ausgefasst haben spricht in meinen Augen nicht grad für die Aussteller. Denn sonst wird immer kritisiert die ATÄ wären zu lax, die würden nichts unternehmen etc und diesmal sind die Anzeigen absurd/unbegründet?

NOCHMAL, es ging um QUALZUCHT und nicht um Willkür.
Es wurden Menschen aussortiert, egal welcher Rasse sie hatten - ob Besucher , Aussteller oder Züchter-

Bei meiner Bekannten wurde gefragt, ob ihre Rasse eien Qualzucht ist
Es wurde ein Schweizer Sennenhund aus dem Verkehr gezogen, weil sie meinten, es wäre ein
geschorerner Bernersennen Hund ...

Also bitte , das ist lächerlich :rolleyes:! Und es ging vielen Menschen so.
Kontrolle schön und gut. Es wird bei jeder Ausstellung konntrolliert, aber dann BITTE
mit WISSEN -
Es war die ganze Aktion in Graz einfach überzogen!
 

Ich hatte schon geschrieben, dass die ATÄ überreagiert haben. Es wurden praktisch sämtliche Trimmrassen kritisiert und mit einer Anzeige gedroht. Einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz oder Qualzucht hat das nicht bedeutet.

Nochmal… Du hast gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, indem du deinem Hund die Tasthaare abgeschnitten hast... genau das, hat der Amtstierarzt nach deinen eigenen Angaben bemängelt...


Dann jedoch kam ein Amtstierarzt und näherte sich ziemlich rüde meinem 9 Monate alten Jungcocker, fasste ihn am Maul an und schnauzte, wo denn die Barthaare wären. Ich erwiderte wahrheitsgemäß, dass ich sie abgeschnitten hätte. Ich würde eine Anzeige bekommen und hätte mit einer Strafe bis zu 7.500,-- zu rechnen. Er würde sich jetzt meine Daten notieren..
 
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