Ich schäme mich auch für Leute die einen Hund führen und mit ihm durch Situationen gehen, denen er nicht gewachsen ist.
Es ist auch nicht fair dem Hund gegenüber das der Hundeführer anzeichen der Unsicherheit und der Überforderung nicht deuten konnte und ja, andere Menschen existieren auch noch, so ist es nunmal, aber auch wenn ich nicht weiß, dass der Hund in so einer Situation zubeisst, so sehe ich am Hund wie er auf die Kinder reagiert wenn er sie erblickt und spätestens da handle ich dementsprechend!
Also Moment mal - in unangenehme Situationen kann man auch UNGEWOLLT kommen und ich kann mir nicht vorstellen, dass das noch nie jemandem passiert ist...

Wir sind letztens mit unserem Hund an der kurzen Leine spazieren gegangen, am Spielplatz vorbei (müssen wir, denn kurz danch ist unser Haus), stürmen die Kinder in einer Traube aus dem Kindergarten raus, die Tanten hinten nach - "ma, so ein lieber Hund, wie lange habt´s ihr denn schon den Hund, wußte gar nicht, dass ihr wieder einen Hund habt´s..." Wir kennen die Kindergartentante, war die Pädagogin unserer Töchter, extrem tierlieb, aber wir sind schon momentan ins Schwitzen gekommen.
Unser Staff ist gestanden wie ein Lamperl, hat sich nicht einmal bewegt, die Kinder sind teilweise auf ihm drauf gehangen!! Wir haben möglichst sanft die Kinder in einen Sicherheitsabstand gebracht, erklärt, dass wir nicht wissen, wie er auf derart kleine Kinder reagiert. War eine knifflige Situation in der NICHTS passiert ist, aber wir hatten den Hund da etwa 3 Monate, er ist aus dem Tierheim, keine Ahnung, was der ev. für schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Ich bin froh, dass die Sache so gut ausgegangen ist und passe nun noch mehr auf, doch VERHINDERN kann man solche Situationen nicht. Wär was passiert, wären wir Schuld gewesen und es wär wieder der böse Kampfhund gewesen.
Es wurde dann eine Lehrstunde für die Kinder, dass man fremde Hunde nicht ungefragt angreifen darf, dass man nicht auf sie zustürmen soll, etc.
War alles in allem dann eine gute Begegnung - doch wie soll man solche Situationen verhindern? Wenn es voraussehbar ist, kann ich reagieren, wenn was aus heiterem Himmel kommt - was soll ich da tun?
Anklagen und Verurteilungen bringen sina00 auch nicht weiter - so wie ich es verstanden habe, suchte sie Rat bei euch / uns allen, die wir auch Hundeerfahrung haben, wie man dann den größten Schaden vermeiden / minimieren kann. Wär´ schön, wenn wir da zusammenhalten könnten!
Aus meiner Erfahrung - unser erster Hund hat auch mal wen gezwickt - ist es gut, das Einvernehmen - soweit natürlich möglich - mit dem Opfer zu suchen, eine Entschuldigung, Kostenersatz gleich von sich aus anbieten (wenn Gewand zerrissen ist oder so). Bei uns damals war nix, der Bub (ist ganz knapp mit dem Roller vorbei gefahren und ist direkt auf unserer Höhe gestürzt, vor den Hund hing´fallen und der Roller ist am Hund drauf, Hund schnappt zu....


) hatte blaue Flecken und eine Bissverletzung (oberflächlich), wurde im KH geimpft, auf eine Anzeige wurde damals - Gott sei Dank - verzichtet. Aber auch das ein unglücklicher Zufall, der schwer zu verhindern ist...