Dazu kommt, dass die natürlichen Kohlenstoffsenken sowohl an Land als auch in den Ozeanen durch die höheren globalen Temperaturen einem Hitzestress unterliegen und schlechter wachsen bzw absterben. Und alles was abstirbt und sich zersetzt, kann kein CO2 mehr aufnehmen, sondern setzt beim Absterben CO2 frei.
Je mehr CO2 (und andere Treibhausgase wie Methan) in der Atmosphäre, umso mehr steigt die globale Durchschnittstemperatur. Das beginnt bereits ein sich selbst verstärkender Rückkopplungsprozess zu werden.
Ein Beispiel ist der Permafrost in den arktischen Regionen: Durch höhere Temperaturen beginnt er aufzutauen; durch das Auftauen werden Kohlenstoff und Methan frei, die zur Erderwärmung beitragen = die globale Temperatur steigt weiter; dadurch taut der Permafrost weiter auf, setzt noch mehr CO2 und Methan frei, usw.
Oder die Eisschmelze in der Arktis - das Problem der Albedo: Helle Flächen reflektieren mehr Sonnenlicht als dunkle.
Meereis ist weiß und strahlt sehr viel mehr Sonnenenergie zurück ins Weltall als das dunkle eisfreie Wasser.
Durch die Klimaerwärmung friert die Arktis mittlerweile wesentlich später im Jahr und in wesentlich geringerem Maße zu.
Das heißt, dass die Arktis mittlerweile sehr viel mehr Sonnenenergie aufnimmt, sich daher erwärmt, wodurch weniger Eis, wodurch mehr Wasserfläche frei bleibt, die mehr Sonnenenergie aufnimmt, usw.
Oder Waldbrände: Sie nehmen durchsteigende Temperaturen und Dürren zu, sowohl an Zahl als auch an Fläche. Und sie setzen immense Mengen an CO2 frei. --> Steigende Temperaturen, mehr Dürren, mehr Brände. usw.
Der Anstieg von klimaschädlichem Kohlendioxid in der Atmosphäre hat 2024 stark zugenommen. Einen großen Anteil an den Emissionen hatten großflächige Waldbrände insbesondere in Südamerika und Kanada. Zu diesem Ergebnis kommt der kürzlich veröffentlichte „State of Wildfires“-Bericht 2024/25. Der...
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