freiwillige/ehrenamtliche Arbeit

meedy

Super Knochen
Ich überlege schon seit längerem, ob ich mich nicht irgendwo für eine ehrenamtliche Arbeit melden soll. Ich weiss nur nicht genau wo, und habe auch nicht wirklich Kontakte. Arbeitet ihr bei Orgas freiwillig (unbezahlt) mit? Wie gefällt es euch? Habt ihr irgendwelche Vorschläge bzw Kontakte, wo man mitarbeiten kann?
 
Meine Mutter ist ehrenamtlich bei der Rettung, aber erst seit kurzem. Ihr gefällt es wirlich gut :)

Oder willst du eher was mit Tieren machen?
 
ich war ehrernamtlich beim samariterbund. hab die einstellung der ärzte aber nicht gepackt die teilweise angefressen waren wenn man um 4 in der früh einen alten menschen mit oberschenkelhalsbruch gebracht hat. hab nach einen halben jahr wieder aufgehört.
 
Meine Mutter ist ehrenamtlich bei der Rettung, aber erst seit kurzem. Ihr gefällt es wirlich gut :)

Oder willst du eher was mit Tieren machen?

Also Rettung ist glaub ich nix für mich - kann kein Blut und keine rausragenden Knochen sehen.

Etwas mit Tieren wär natürlich toll - aber bei Vier Pfoten, Vgt etc möcht ich eher nix machen.
Am liebsten wär mir was in Richtung Suchtberatung (also nicht direkt bei der Beratung selbst, sondern zB bei der Kleiderausgabe/-sortierung, Küchendienst etc die meisten Drogenanlaufstellen haben ja sowas)... aber ob die auch andere Leute als Sozialarbeiter nehmen...?
 
@senferin: würd ich sehr gerne, wenn es öffentlich erreichbar ist (hab da irgendwie in Erinnerung dass es mit der U6 zu erreichen ist?). Was gäbe es da denn für Aufgaben?

@lupin: danke für den Tipp. werd mir das mal ansehen. Caritas und was im entferntesten an Kirche erinnert - da bin ich ja eher skeptisch :D
 
Ich hab mal ein mail an den vws geschrieben - mal sehen, ob die sich melden.
Wie ist das eigentlich beim Roten Kreuz etc - wird man da gut darauf vorbereitet?
Wie ist das zeitlich? Wieviele Stunden arbeitet ihr da - ist das halbwegs flexibel?
 
Also ich mache Suchhunde-arbeit beim RK. Sehr zeitaufwendig aber macht riesen Spaß.

Aber es gibt ja verschiedene Bereiche, wo man da mitarbeiten kann (also nicht nur Sanitäter, sondern vielleicht im Bereich Gesudtheit und Soziale Dienste oder beim Jugendrotkreuz, etc...) Da gibts echt viel!
 
Ich hab mal ein mail an den vws geschrieben - mal sehen, ob die sich melden.
Wie ist das eigentlich beim Roten Kreuz etc - wird man da gut darauf vorbereitet?
Wie ist das zeitlich? Wieviele Stunden arbeitet ihr da - ist das halbwegs flexibel?

Also, ich kann nur sagen, wies bei meiner Mum ist.
Wie gesagt, sie hat erst angefangen.
In der ersten Zeit ist es schon eher stressig, für den Sanitäterkurs sollte sie 160 Stundnen Praxis zusammenbekommen, sie fährt als 3.Person mit (ich weiß nicht ob das mit den 160h üblich ist, aber sie handhaben es so). Der Kurs findet 3 Monate lang Samstag und Sonntag statt (weiß aber nicht obs jedes WE ist). Zum lernen ist, finde ich, relativ viel, sie hat eine sehr dicke Mappe bekommen, ist aber sicher zu schaffen.

Wenn sie die Ausbildung fertig hat, kann sie es sich frei einteilen, wann sie Dienst machen will, man sollte aber mind.24 Stunden im Monat zusammen bringen, was aber auch nicht so viel ist, denn wenn man einmal einen 24Stunden Dienst hat, hat man die "Vorgabe" schon erreicht ;)

Blut sollte man sicher sehen können :o
Die Rettungsleute haben zu ihr gesagt, dass sie nicht mitaussteigen darf (am Anfang) wenn ein ganz schwerer Unfall ist, ich glaub schon, dass man da gut vorbereitet wird
Sie geht aber total auf darin, die Leute sind so toll, lernen mit ihr viel, zeigen ihr viel und ich glaube, dass es schon was tolles ist :)
 
Blut sollte man sicher sehen können :o
Die Rettungsleute haben zu ihr gesagt, dass sie nicht mitaussteigen darf (am Anfang) wenn ein ganz schwerer Unfall ist, ich glaub schon, dass man da gut vorbereitet wird
Sie geht aber total auf darin, die Leute sind so toll, lernen mit ihr viel, zeigen ihr viel und ich glaube, dass es schon was tolles ist :)

Man muss halt in die Rettungsorgas passen. Es sind dort recht viele eigenbrötlerische Leute. Klassisches Gesundheitssystem. Der Dienstälteste hat immer recht, auch wenn er nicht mehr auf dem Stand der ERC-Richtlinien ist.
Angfressen ist man sowieso immer, herumschimpfen nach möglichkeit rund um die Uhr und je ordinärer desto besser. Rülpsen und Furzen gehört zum guten Ton und ist Teil der sozialen Interaktion. Man kann dem andren auch gerne dazu gratulieren oder seine Bewunderung mit einem ordinären passenden Spruch kundtun.

Als Frau ist es beim Rettungsdienst einerseits cool, weil man automatisch im mittelpunkt steht und man viel Nachsicht genießt und sich auch mehr erlauben kann. Es ist fast unmöglich nicht umworben zu werden (ich wohne seit 1,5 Jahren mit so einem Werber zusammen ;) ). Man darf sich - je nach Team - immer aussuchen was man macht. Wer freiwillig den harten weg geht, genießt schnell viel ansehen. Wer seinen "Brustbonus" ausnutzt wird schnell belächelt.

Ich bin ehrenamtlich Fahrerin und Rettungssanitäterin beim ASB . Nachdem ich das nun schon 2 Jahre mache, möchte ich mich im September richtung Ärztefunkdienst und Leichenbeschau weiterbilden.

Die "Arbeit auf der Straße" ist mir zu langweilig. Zu schweren Verkehrsunfällen kommt man nur durch Zufall. Ansonsten sind Krankentransporte das Tagwerk. Zwar bemüht sich die Leitstelle, den ehrenamtlichen Kollegen etwas "Action" zukommen zu lassen, aber woher nehmen, wenns nix gibt.

Ich hab meine 160 Std Praxis quasi im Pflegeheim auf der Bettenstation verbracht.

Gute Action gibts auf Ambulanzdiensten, die von den Bezirksgruppen betreut werden. DIe Gruppe 915 - in der ich auch bin - betreut Hanappistadion und Stadthalle. Tokio-Hotel Konzerte oder das Donauinselfest (Gruppe Donaustadt, wenn ich nicht irre) sind da recht brauchbar.

Wer zum Rettunsdienst will, muss sich in das System einfügen können. Nach dem Motto "Friss oder Stirb" - also nimms hin oder lass es bleiben. Man wird es nicht ändern können und man kann sich nur bemühen, sich seinen Komfort so zu richten, dass es einem Spaß macht. Also ein cooles Team suchen, ordentlich arbeiten, gscheit lernen, Weiterbilden, offen für Kritik sein, nicht haglich sein und ein derber Humor sind essentiell, würd ich sagen.

Der Durchschnittspatient wohnt im 5 Altbau-Stock ohne Lift mit enger Treppe, hat 130kg und weigert sich zu gehen weil er [hier irgend einen Grund einsetzen]. Der Tragsessel wiegt ca. 20kg.

Wer also bereit ist, 12 Std lang Leute hin und her zu schleppen (auch als Frau - obwohl viele Kollegen hier Kavaliere sind und es regelrecht verbieten), wird sicher gerne aufgenommen.

Es ist hart, aber spaßig :) Ich bereuhe es keinen Tag und bin sehr froh, dass ich diese Erfahrungen alle gemacht habe (leider habe ich noch nie wirklich einem Menschen das Leben gerettet - aber ich bin vorbereitet und allzeit bereit! :D )

@Einstellung der Ärzte; Würd ich nicht so drastisch sehen. Nachdem die Arbeitsbedingung für die Notärzte nicht die coolsten sind, versteh ich es manchmal schon, dass die rummosern - auch wenns natürlich sinnlos ist.

Und bei einem Schenkelhals kann ein Notarzt auch nicht mehr machen als Schmerzen stillen. Und das ist vielen notärzten eben lästig, weil das genauso ein NFS mit NKA (also Zusatzausbildung f. Medikamente) und NKV (ZA f. venösen Zugang) machen kann.

...

Meedy, hast schon überlegt in Richtung Therapiehunde zu gehen? oder evtl. mit alten Leuten spazieren gehen? Viele alte Leute sind sehr einsam :)
 
@meedy: Ja klar, ist öffentlich erreichbar - mit der Badner Bahn oder mit dem Bus. :)

Wieviele Stunden wöchentlich würdest du denn ca. machen wollen? Und würdest du auch "Drecksarbeit" :o machen, also zB Zwinger putzen od so? Dann könnte ich mich mal für dich erkundigen, wenn du magst :)
 
Wieviele Stunden wöchentlich würdest du denn ca. machen wollen? Und würdest du auch "Drecksarbeit" :o machen, also zB Zwinger putzen od so? Dann könnte ich mich mal für dich erkundigen, wenn du magst :)

Natürlich würde auch auch Zwinger putzen etc :) mir gehts ja vor allem darum, dass ich in meiner freien Zeit etwas sinnvolles mach - und wenn das noch mit Tieren zu tun hat - noch besser!
Zeitlich ginge es bei mir meistens Montags und Dienstags, sowie meist jedes zweite wochenende - je Tag so 4 Stunden. wär nett, wenn du dich mal erkundigen könntest!
 
@senferin: würd ich sehr gerne, wenn es öffentlich erreichbar ist (hab da irgendwie in Erinnerung dass es mit der U6 zu erreichen ist?). Was gäbe es da denn für Aufgaben?

@lupin: danke für den Tipp. werd mir das mal ansehen. Caritas und was im entferntesten an Kirche erinnert - da bin ich ja eher skeptisch :D

Das WTH ist mit der U6 bis Philadelphia Bruecke erreichbar und dann brauchst du nur die Badner Bahn zu nehmen. Bis zum WTH sind es dann nicht einmal 4 Minuten zu Fuss. Ich habe auch kein Auto und das Ganze dauert nicht lange. Wenn du eine Monats oder Jahreskarte der Wiener Linien hast, brauchst du auch nichts zusaetzlich zahlen.

BITTE: das WTH sucht dringend neue Betreuungspaten!!!!!! Wenn du keine Betreuungspatin werden moechtest, gibt es sicherlich auch noch andere Moeglichkeiten dort mitzuhelfen........:)

Und da du ja sowieso Hundeerfahrung hast, waere das perfekt fuer die unzaehligen Hunde, die nur auf einen Betreuungspaten warten, der ihnen etwas mehr Auslauf, Zuwendung und Beschaeftigung bietet.:)
 
was gibts eigentlich für anforderungen an die Paten im WTH? Wie oft sollen/müssen/dürfen die kommen etc....hat mich immer schon interessiert...
 
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