Hallo,
juhuuu, wieder mal eines meiner Lieblingsthemen. So, ich bin Besitzerin von 4 unkastrierten Hündinnen (es sind nicht alles Zuchthunde, und wenn hat das nichts mit ihrem intakten Zustand zu tun), die Hündinnen und Rüden in meiner Familie waren alle intakt, eine Hündin hatte einen Gesäugetumor im 13.Lebensjahr, war aber nicht die Todesursache. Keine meiner Hündinnen wurde je ungewollt gedeckt, weder als wir noch in der Stadt lebten noch jetzt am Land. Keine meiner Hündinnen hatte je eine Gebärmutterentzündung, Scheinträchtigkeiten hat meine alte Hündin (mit klassischer Homöopathie prächtigst behandelbar). Ich habe auch eine Hündin, die nur alle 11-12 Monate läufig wird ohne irgendwelche Hormonstörungen zu haben. Gegen Läufigkeitsgeruch (Anziehung von Rüden) helfen sehr gut Chlorophylltabletten. Wo ist das Problem? Krebsvorsorge betreibe ich durch gesunde Ernährung, Chemie nur wenn es absolut notwendig ist (am Besten gar nicht), gesunde Haltung mit viel Bewegung, Frischluft, Beschäftigung und ein möglichst stressfreies Leben für meine Hunde. Ich bin der Überzeugung, daß Krebserkrankungen auch wenn die Fortpflanzungsorgane amputiert wurden dann halt an anderen Stellen entsteht, Kastration ist keine Krebsvorsorge...und wie Georg auch schon sagte, Kastration ist keine Erziehungsmethode (obwohl es eine weitverbreitete Annahme ist...)Weiters muß ich Georg in allen erwähnten Punkten recht geben, Leselinks und "geschriebene Beweise und Statistiken"habe ich schon mal viele erwähnt (gab das Thema schon öfter, geh' mal in die Suchfunktion, da findest Du abendfüllende Lektüre). Ich bin zwar kein Mann, habe aber ein extremes Problem mit Kastrationen ohne medizinische Indikation.
Zur Verbindung Tierschutz-Kastration: Für mich positiv sind Kastrationen bei Streunern im Ausland, wenn in Österreich jemand nicht fähig ist, oder nicht das notwendige Wissen hat, um ungewollten Nachwuchs zu verhindern stellt sich mir eigentlich nur die Frage, ob der Hund nicht woanders besser aufgehoben wäre...wenn es nicht mal gelingt, das zu Unterbinden, was passiert dann noch alles während eines Hundelebens???
Ach ja, was zur Aufheiterung: Beim letzten Treffen des Österreichischen Dalmatinerclubs war die Inkontinenz nach Kastration ein Hauptdiskussionsthema unter den Hundebesitzern, gut 2/3 der anwesenden, ausgeräumten Hündinnen waren inkontinent und die Besitzer tauschten die letzten News über die verschiedenen Hormonpräparate, Dosierungen, Operationsmethoden im Nachhinein, Betteinlagen...aus. Traurig aber wahr - durch bessere Aufklärung vor dem großen Geschnipsel wäre den Hunden und Haltern einiges erspart geblieben, aus Schaden wird man scheinbar erst klug.
Jetzt aber wirklich was Lustiges: Eine Scherzfrage (natürlich auch von den Dalmis): Woran erkennt man die kastrierte Dalmatinerhündin? Am Beistelltischrücken und am Hängebauch.

(stammt von einer deutschen Züchterin, nicht von mir...)
Sorry, wurde etwas lang,
Valerie