Ich habe ein 4 Monate altes Chihuahua-Baby und möchte ihm lernen, an der Leine zu gehen. Shiva ist ein Weibchen, sehr lebhaft, neugierig und äußerst klug. Beim Zurückgehen funktioniert es bereits gut--aber beim Weggehen gibt es Probleme...setzt sich nieder bzw. lässt sich ziehen. Belohnung nützt nichts.Das Brustgeschirr passt gut, ist das kleinste.
Wie kämme ich mein Hündchen. Mag es nicht, knurrt und beißerlt mich.Shiva ist langhaarig, wunderschön. Habe ohnehin sehr viel Geduld,Belohnung zwischendurch. Täglich für ca 1o Minunten wird gebürstet und Fellpflege betrieben--zur Gewöhnung!
Hallo, das "Problem" mit dem Nicht-weiter-gehen-wollen am Anfang kenne ich von meinen Hunden auch, die auch als Welpen bei uns eingezogen sind. Ist aber gar keines und gibt sich bestimmt bald. Genau das Gleiche habe ich schon von etlichen anderen Hundebesitzern auch gehört und ist ganz normal.
Ich nehme an, es ist eine gewisse Furcht vor dem Neuen und Unbekannten, aber die Neugierde wird bestimmt bald darüber siegen.
Bei mir hat es geholfen - wenn ein kleines Leinenzupferl nichts gebracht hat - sie mit ein bisschen blöd herumhupfen und so tun, als wollte ich laufen, weiterzulocken. Wenn das auch nichts genutzt hat, habe ich sie manchmal ein kleines Stück getragen. So sind wir jeden Tag ein Stück weitergekommen, über das bereits Bekannte hinaus, bis es gar kein Problem mehr war. So weit musst du mit der Kleinen ja noch gar nicht gehen. Versuche einfach jeden Tag ein Stückchen weiter, und du wirst sehen, bald kann sie es nicht erwarten, bis du endlich deine Schuhe anhast und ausgehfertig bist.

Aber nur nicht zwingen oder ziehen. So lange kann sie mit ihren 4 Monaten noch nicht bei dir sein und muss zu dir ja auch erst Vertrauen aufbauen. Der 1. Spaziergang mit unserer Lonna war damals gleich nach 5 Minuten beendet, es war einfach nicht möglich, und wir wollten sie nicht überfordern. Und jetzt: lästiger und ungeduldiger geht's gar nicht, wenn sie sieht, dass man sich zum Weggehen anzieht.
Was das Kämmen betrifft: ich weiß ja nicht, womit du sie kämmst, aber du könntest es anfangs vielleicht mit einer weichen Bürste versuchen und sie nur ganz sanft - wie Streicheln - bürsten, ihr dabei erzählen, wie schön sie gleich ist, wie brav sie ist, blabla - mit lieber Stimme. Sind zwar viele der Meinung, dass man mit dem Hund überhaupt nicht so viel reden soll, für mich gilt das allerdings nur für die Erziehung, Kommandos etc., beim Spielen, Streicheln und Schmusen bestärkt meiner Meinung Fraulis oder Herrlis Stimme den Hund in der angenehmen Stimmung.
Mit Leckerli belohnen würde ich sie erst danach, nicht zwischendurch, schon gar nicht, wenn sie knurrt und herumbeißerlt. Im Gegenteil: dann würde ich sofort aufhören und sie eine Zeit lang ignorieren. Die Belohnung ist die liebevolle Zuwendung während des "Streichelns"/ Bürstens.
Für den Anfang denke ich auch, dass 10 Minuten viel zu lange sind. Auch das kann man steigern, bis sie es genießen gelernt hat. Wird schon nicht gleich das ganze Fell verfilzen, wenn du sie am Anfang nur ganz kurz bürstest, aufhörst,
bevor sie unruhig wird, denn dann kannst du sie auch belohnen, ohne sie in einer schlechten Angewohnheit zu bestärken.
Hab weiterhin Geduld, immer nur kleine Schritte - dann wird's schon.
Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen. Ich bin kein Hundeexperte und berichte nur aus meinen eigenen Erfahrungen.
Alles Gute mit deiner Kleinen!
LG Eva