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Alltagstauglichkeit

Und auch hier wieder tun sich "Paralleluniversen" auf. :D
Während mir unser Tierarzt erklärte, sofort und so oft als möglich, Aaron sämtlichen Reizen auszusetzen, die er später benötigen würde, lese ich von anderen Hundehaltern, dass man dem Welpen doch viel Zeit zum "Ankommen" geben möge.
Wie ist das nun mit der Sozialisierung, mit der Prägung? Bis wann geht die? In Büchern liest man - bis zur 12. Woche. Alles, was später geschieht, ist weniger wert. So in der Art: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.
Stimmt aber sicher auch nur bedingt.

Ich kann das zufällig direkt vergleichen:

Merlin wurde mit 4 oder 5 Wochen in einer Zoohandlung abgegeben und saß dort bis zur 9ten Woche in einem kleinen Käfig. Nachdem ich ihn gekauft hatte, verbrachte er die Zeit bis zum vollendeten 5ten Lebensmonat in einer vom Tierarzt angeordneten, vollständigen Quarantäne. Er kannte nichts und hatte Angst vor allem.

Er hat das aber tadellos aufgeholt und in seiner Alltagstauglichkeit war er später nur durch seine schwerste HD, aber nicht durch seine unglücklich verlaufene Prägungs- und Sozialisierungsphase eingeschränkt.
Die Aufnahme unten wurde anlässlich eines Familienausflugs in den Prater von ihm geschossen. Es war kein Problem ihn mitzunehmen, nur der Mauli hat ihn gestört und dass er nicht in die Geister- und Grottenbahn rein durfte.




Loki ist bei mir geboren und in 1090 aufgewachsen. Ihn und die anderen Welpen habe ich im Beisein der Mutter oder eines Geschwisterls frühzeitig in die Welt rausgelassen. Zuerst nur in Haus, Hof und Garten. Sobald sie geimpft waren, auch auf belebte und laute Straßen. Und eine Station Bim gefahren sind wir auch öfters.




Ein Unterschied zu Merlin ist hauptsächlich dort merkbar, wo Merlin definitiv sehr böse Erfahrungen gemacht hat.

Er hatte Angst vor Männern, besonders Ausländern, vor dem Autofahren und vor Käfigen. Er wollte mir lebenslang nicht an Käfigen vorbei gehen. Außerdem litt er durch die sehr frühe Trennung von der Mutter unter Angst vor dem Alleine-bleiben. Diese Problempunkte zu bessern hat lange gedauert. Aber nicht ewig - mit 18 Monaten fuhr er gern Auto und beschränkte seine lautstarke Abneigung gegen Männer auf männliche Tierärzte und Herrenbekanntschaften seines Frauerls.

Loki liebt wahllos jeden Menschen, hat vor dem Familienauto natürlich keine Angst und Käfige sieht er gar nicht, weil er noch nie in einem war.
Dort wo keine schlechten Erfahrungen zu überwinden waren, haben sich Merlin und Loki ungefähr gleich rasch entwickelt und an neue Eindrücke gewöhnt.

Ich halte es für bedenklich, einen Welpen, der gerade von der Mutter getrennt wurde, auf Teufel komm raus mit Eindrücken zu überschütten. Das Baby hat mit Sicherheit Angst und was später aus dieser Angst wird - wer kann es wissen? Hunde aus guter Herkunft tun sich sicher leichter damit, aber wirklich gut ist es IMO für keinen.
Das Baby soll sich in Ruhe einleben und langsam die Welt erforschen. Zuerst 14 Tage nur seine Wohnumgebung und die Grüngebiete, später kommt dann die U-Bahn, die Hauptstraße, das Einkaufszentrum etc. Extrem stressige Umgebungen wie z.B. der Wurstelprater sind für VIEL später, wenn der junge Hund bereits Vertrauen zu sich und seinen Menschen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Amber war der schüchternste Welpe vom ganzen Wurf. Sie hatte Angst vor anderen Hunden, obwohl sie mit 5 Wurfgeschwistern und 9 gleichaltrigen Golden Retriever Welpen aufgewachsen ist. Ich war mit ihr nach 14 Tagen Eingewöhnungsphase das erste Mal in der Welpenschule und bin regelmäßig 2x in der Woche gegangen. In beiden Kursen ist darauf geachtet worden, dass niemand gemobbt wird.

Jetzt ist sie ein Hund, der mit jedem anderen Hund, egal wie groß oder klein, verträglich ist und mit allen gerne spielt. Sie wird zwar nie eine Draufgängerin werden, aber ich kann problemlos überall mit ihr hingehen .

Da hätte man wahrscheinlich viel ruinieren können, wenn man ihr in den ersten Monaten keinen positiven Kontakt mit anderen Hunde ermöglicht hätte.
 
Und auch hier wieder tun sich "Paralleluniversen" auf. :D
Während mir unser Tierarzt erklärte, sofort und so oft als möglich, Aaron sämtlichen Reizen auszusetzen, die er später benötigen würde, lese ich von anderen Hundehaltern, dass man dem Welpen doch viel Zeit zum "Ankommen" geben möge.
Wie ist das nun mit der Sozialisierung, mit der Prägung? Bis wann geht die? In Büchern liest man - bis zur 12. Woche. Alles, was später geschieht, ist weniger wert. So in der Art: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.
Stimmt aber sicher auch nur bedingt.[/quote

***Man "munkelt" von einer Prägephase bis zur 16. Lebenswoche ... die halte ICH wiederrum für etwas, was man vielleicht auch bis zu einem gewissen Grad "ignorieren" kann. Da man sonst womöglich Hunde hat, (die später zum HH gekommen sind), die sich nicht mehr so innig und dicht anschließen wie ein Welpe. Hier bin ich eher der Meinung, dass sich die wirklich gute Passung von Topf und Deckel leichter tut. Vielleicht liegts aber am HH, wie er mit möglichen "Defiziten" umgeht, dass sich diese innige Bindung ergibt?

Es ist halt schon so, dass auch dieses Sprichwort seine Wahrheit in sich birgt. Je älter der Hund, desto länger - je nach Charaktere und Wesen, - könnte man brauchen, um ihm definitiv seinen besten Weg zu zeigen!:rolleyes:
Ein Welpe ist - wenn er gut und behütet, aber nicht überbehütet! - beim ZÜchter aufgewachsen ist, - sicherlich recht leicht formbar. Und der Zeitpunkt bis zur möglicherweise heftigen Flegelphase, in der man ihm - behutsam - auch so einiges beibringen kann, ist länger, wenn man ihn mit 9 oder 10 oder 12 Wochen holt ....

liebe Grüße
Gini und Rodin
 
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