Brief vom Vermieter - wie reagieren?

pestizide

Super Knochen
Ich brauch mal euren Rat.

Und zwar wohn ich jetzt seit Dezember hier in der Wohnung.
Haustierhaltung ist hier nicht offiziell erlaubt, der Vermieter hat mir die Hundehaltung aber bis auf Wiederruf erlaubt (der ist an und für sich eh recht nett, er meinte, er hat selbst 2 Hunde)
Damals meinte er auch, es gibt sonst keine Hunde im Haus.

Inzwischen weiss ich aber, das das so nicht ganz stimmt.

Im Erdgeschoss leben 2 Chiuahuas (schreibt man die so?) bei einer alten Dame. Die hab ich aber noch nie im Stiegenhaus gesehen.
Und ebenfalls im Erdgeschoss hat eine Dame ziemlich oft einen Sitterhund da, mit der hab ich schon mal kurz geplaudert, der zeitweise ohne Leine im Stiegenhaus herumrennt und mit dem sie auch im Hof des Hauses spielen geht. Ich nutze diesen Hof nie.

Nun hab ich heute einen Brief vom Vermieter bekommen.
Es gibt Beschwerden von Mitbewohnern.

Kurz zusammengefasst:

1. Mein Hund soll offenbar gelegentlich sein Geschäft im Haus verrichten.


Dazu möchte ich sagen, das das absolut nicht stimmt, ich räum auch draussen im Freien das Gackerl weg und sollte es mal passieren, das er ins Stiegenhaus macht, was noch nie vorgekommen ist, würde ich das selbstverständlich wegputzen.
Ein einziges Mal hab ich einen Hundehaufen im Haus gesehen, da wär ich selbst fast reingestiegen und der war 100% nicht von Dino, da ich da den ganzen Tag mit ihm unterwegs war und erst spät Abends heimgekommen bin, wo der Haufen schon da war.
Morgends als ich mit ihm los bin, war er da noch nicht.

2. Im Haus soll gegelgentlich Hundefutter verteilt liegen und ich soll meinen Hund doch bitte in meiner Wohnung füttern.

Häää? Was hätte ich für Grund, meinen Hund ausserhalb meiner Wohnung zu füttern? Die letzten Tage lag im 2. Stock im Stiegenhaus verstreut etwas herum, das vielleicht irgendjemand für Hundefutter gehalten haben könnte. (Wir wohnen im 3. Stock)
Ich weiss aber, das das bestimmt kein Hundefutter war sondern Kellogs Chocos, da ich diese selber gerne esse. Die waren aber nicht von mir, da ich sie in diesem Fall natürlich auch entfernt hätte.

3. Beschwerden übers Bellen, das Hunde gelegentlich bellen, ist dem Vermieter natürlich bekannt, aber ich soll doch bitte drauf achten, das es hierbei zu möglichst wenig Belästigung der anderen Bewohner kommt.
Mein Hund bellt, wenn es an der Tür läutet und Besuch kommt.
Das sind dann aber auch nicht mal 2 Minuten und da bellt er nicht durchgehend sondern lasst eben ein paar Beller ab. Die aber nicht besonders laut/hysterisch sind.
Ab und zu bellt er leise, wenn jemand an der Tür vorbeigeht, was aber selten vorkommt, da wir ganz oben wohnen und nach uns nur noch eine Wohnung ist.
Da sind wir am dran arbeiten, es ist auch schon besser geworden aber wie gesagt, kommt das kaum vor, da ja nicht stundenlang immer wieder neuer Besuch kommt.
Bellen wenn er alleine zuhause ist, tut er nicht bzw. ist er auch kaum alleine zu Hause.


Bei mir im Haus wohnen viele Ausländer. Anfangs hab ich gemerkt, das viele Angst vor dem Hund haben, inzwischen eigentlich kaum mehr.
Ich trainier viel mit Dino. Wenn wir im Stiegenhaus Leute treffen, lass ich ihn absitzen oder wir gehen einfach normal an ihnen vorbei, dabei beachtet er sie nicht mal.
Wenn ich merke, die Leute haben Angst, geh ich extra weit mit ihm vorbei bzw lass ihn absitzen und halte ihn zusätzlich noch fest.

Was würdet ihr mir nun raten zu tun?

Dem Vermieter dazu eine Stellungsnahme schicken? Wenn ja, was genau schreib ich da, wie schreib ich das?

Unten im Haus einen allgemeinen Brief an die Bewohner aufhängen? Jeden in den Briefkasten werfen, das sie sich doch bitte an mich wenden sollen, wenn sie irgendwelche Beschwerden haben?

Soll ich dem Vermieter die anderen Hunde petzen? Ich will damit nicht ein Verbot riskieren. Aber da ich die einzige bin, die ihm mit Hund bekannt ist, da ich auch gefragt habe, wird immer wieder alles auf mich zurück fallen.

Habt ihr irgendeinen Rat? :o

Liebe Grüße
Eva
 
Ich finde, dass du den Beitrag hier auch sehr gut formuliert hast.
Wenn du ihm zu den einzelnen Punkten genau solche Erklärungen schreibst, sollte alles geklärt sein :)

Das mit den anderen Hunden ist allerdings verzwickt :o
Und total ungerecht dir gegenüber.
Da müßte man darüber grübeln, was womöglich die Konsequenzen darauf wären, wenn du "petzt".
Wobei petzen da auch nicht der richtige Ausdruck ist, finde ich. Denn irgendwie mußt du dich ja wehren, - und wie soll man ihm die Hundehaufen sonst erklären? :confused:
 
also wenn du den brief so schreibst wie du argumentierst dann wirst du sicher auf verständnis stoßen.

allerdings würde ich schon erwähnen dass es sich bei deinem nicht um den einzigen hund handelt und du nicht möchtest dass hier ein irrtum vorliegt?!

schließlich sind deine hunde offiziell.. die anderen vielleicht nicht und irgenwer hat bei der HV gesagt: es liegt hundekot im stiegenhaus und das ist dann auf dich zurückgefallen weil sie nur von deinem hund wissen.. da wird es wohl kein allgemeines verbot geben, sondern es wird verlangt werden alle hund "anzumelden".

blöde frage: passt der hundehaufen zu deiner hundegröße??

bei mir lag auch mal einer in der stiege, aber der war so riesig dass alle einstimmig beschlossen haben, dass der nicht von meinem hund stammen kann. im selben moment kam auch GSD die "übeltäterin" mit küchenrolle und aufwaschfetzen die stiegen runtergerannt.. ihr sitterhund hats nicht runter geschafft. (collie vs. zwergpinschergacke kann man da nur sagen!)
 
Da müßte man darüber grübeln, was womöglich die Konsequenzen darauf wären, wenn du "petzt".
Wobei petzen da auch nicht der richtige Ausdruck ist, finde ich. Denn irgendwie mußt du dich ja wehren, - und wie soll man ihm die Hundehaufen sonst erklären? :confused:

da würd ich nicht viel nachgrübeln, wenn es stimmt und die schuld nicht bei dir liegt ist es von den anderen ja auch nicht nett (versteh gar nicht wie ein hund drauf kommt ins stiegenhaus zu machen - noch schlimmer, dass der besitzer sowas nicht wegräumt :eek:)...
- wenn man sich so verhält muss man auch mit folgen rechnen :cool:
verpetzen wird dir sowieso nicht erspart bleiben, wie soll man sonst die haufen rechtfertigen?

ps.: wobei die dame mit den kleinhunden kann es ja auch nicht sein, wenn die hunde nur in der wohnung gehalten werden :confused:
 
da würd ich nicht viel nachgrübeln, wenn es stimmt und die schuld nicht bei dir liegt ist es von den anderen ja auch nicht nett (versteh gar nicht wie ein hund drauf kommt ins stiegenhaus zu machen - noch schlimmer, dass der besitzer sowas nicht wegräumt :eek:)...
- wenn man sich so verhält muss man auch mit folgen rechnen :cool:
verpetzen wird dir sowieso nicht erspart bleiben, wie soll man sonst die haufen rechtfertigen?

ps.: wobei die dame mit den kleinhunden kann es ja auch nicht sein, wenn die hunde nur in der wohnung gehalten werden :confused:

Meistens versucht man ja trotzdem, ein gutes Klima mit den Nachbarn zu halten.
Man will halt keinen Streit.

Aber ich fürchte eh, dass man in dem Fall von den anderen Hunden erzählen MUSS.
Wenn der Vermieter im Grunde tierlieb ist, wird er den anderen Mietern die Hundehaltung auch nicht gleich untersagen, sondern ebenfalls erstmal verwarnen wenn wieder Häufchen herumliegen.
 
Kopf hoch!
Ich würde dem Vermieter eine nette Stellungnahme - so höflich wie irgenwie geht - zurückschreiben.
Aber vorher würde ich noch das ganze Haus ablatschen, bei jeder Tür klingeln und mit den Leuten ein nettes Gespräch suchen. Und wo du kannst, denen luchst eine Unterschrift ab, dass sie gegen dich und einen Hund nichts haben.;) Diese Unterschriftenliste würde ich dem Schreiben gleich beilegen.

Ganz wichtig: Signalisiere bei den anderen Bewohnern und bei Vermieter Verständnis für die Kritikpunkte. So a`la "meiner war es zwar nicht, aber ich kann ihren Ärger absolut verstehen". Somit signalisierst du, dass du kein "Gegner" bist, sondern an einer gemeinsamen Problemlösung interessiert bist.:)
 
Ja, Höflich, aber auch mit einer vehementen Ablehnung der Vorwürfe. Und empör dich ruhig darüber, dass man dir sowas vorwirft. Wir hatten auch so eine Diskussion bei uns, bis mir mal der Kragen geplatzt ist und ich gesagt hab, sie sollen ihre beschwerden in ein Sackel reden und mir vor die Tür stellen und ich alles aufgelistet hab, was andre Mieter machen, was ned ok ist (Niemand ist frei von Sünde ;). Seither is ruhe.
 
Sprich mit dem Vermieter.



1. Mein Hund soll offenbar gelegentlich sein Geschäft im Haus verrichten.
Wenn du das nicht warst, wird dir kaum etwas anderes übrig bleiben, als zu sagen, dass es noch andere Hunde gibt.
Sonst fällt alles auf dich zurück - und die anderen Hundebesitzer schieben es auf dich - das kann´s nicht sein.

2. Im Haus soll gegelgentlich Hundefutter verteilt liegen und ich soll meinen Hund doch bitte in meiner Wohnung füttern.
Auch hier - sag ihm, dass du dich wahnsinnig über das Futter ärgerst (ich ärger mich immer über Essen, dass im Park liegt) - und sehr froh wärst, wenn
das nicht mehr vorkäme.

Der Vermieter hat ja nichts davon - DICH zu bedrängen, wenn du/dein Hund nicht dafür verantwortlich bist.


Dem Vermieter dazu eine Stellungsnahme schicken? Wenn ja, was genau schreib ich da, wie schreib ich das?
Besser wäre ein persönliches Gespräch. (per Telefon einen Termin vereinbaren)

Unten im Haus einen allgemeinen Brief an die Bewohner aufhängen? Jeden in den Briefkasten werfen, das sie sich doch bitte an mich wenden sollen, wenn sie irgendwelche Beschwerden haben?
Wäre eine Idee, aber sprich zuerst mit dem Vermieter, welche Beschwerden gerechtfertigt sind und welche nicht.

(Ehrlich gesagt, wenn jemand Hundefutter austreut wundert es mich nicht, dass es Probleme gibt)

Soll ich dem Vermieter die anderen Hunde petzen?
Wie verstehst du dich mit den anderen Hundebesitzern? Dass alle Beschwerden DICH treffen, nur weil sich die anderen verstecken, geht nicht.
Ideal wäre es, wenn ihr gemeinsam zum Vermieter gehen könntet.
 
Ich hatte das gleiche problem! Der Vermieter meinte mein Hund wär ok, aber eine Ausnahme. Die Nachbarin über mir, hat sich dann auch eine Hündin geholt, aber nicht gleich bescheid gesagt, die hat in den Lift gepinkelt und bevor sie es wegputzen konnte hat jemand den lift geholt und wer wars - die kati natürlich. :rolleyes:
Hab dann mit dem Vermieter einen Termin ausgemacht und persönlich mit ihm gesprochen, ihm auch gesagt das es noch einen Hund im Haus gibt. Er war zwar erst verärgert aber so hat es sich dann auch geklärt - wir haben auch deshalb kein Hundeverbot bekommen (is natürlich nicht jeder gleich).
Ich würd auch um ein persönliches Gespräch mit dem Vermieter bitten und ganz höflich mit ihm reden und schon auch die anderen Hunde im Haus ansprechen. :)
 
Kopf hoch!
Ich würde dem Vermieter eine nette Stellungnahme - so höflich wie irgenwie geht - zurückschreiben.
Aber vorher würde ich noch das ganze Haus ablatschen, bei jeder Tür klingeln und mit den Leuten ein nettes Gespräch suchen. Und wo du kannst, denen luchst eine Unterschrift ab, dass sie gegen dich und einen Hund nichts haben.;) Diese Unterschriftenliste würde ich dem Schreiben gleich beilegen.

Ganz wichtig: Signalisiere bei den anderen Bewohnern und bei Vermieter Verständnis für die Kritikpunkte. So a`la "meiner war es zwar nicht, aber ich kann ihren Ärger absolut verstehen". Somit signalisierst du, dass du kein "Gegner" bist, sondern an einer gemeinsamen Problemlösung interessiert bist.:)

Unterschreib, wuerde genauso sachlich u. hoeflich wie du es hier dargestellt hast dem Vermieter eine Antwort schicken, wenn moeglich, so wie v. SennerMivorgeschlagen vielleicht auch noch mit Unterschriftenliste v. anderen Nachbarn. Ich wuerde sehr wohl kundtun, dass dein Hund nicht der Uebeltaeter sein kann, da im Hause auch noch andere Hunde verweilen. Geht leider nicht anders. Alle kann er wohl nicht kuendigen.

Bei uns gibt es auch sojemanden (oder ein regelmaessiger Besucher), dessen Hund seine Hinterlassenschaften bereits 3 x im Stiegenhaus hinterlassen hat. Da ich meinen Minihund die Stiegen hinauf o. herab immer trage, kann es meine gar nicht sein, abgesehen davon, dass ich das sofort entfernen wuerde. Ein Mieter hat bei mir angelaeutet, ich soll doch bitte den Hundedreck wegraeumen. Ich habs ihm hoeflich u. bestimmt erklaert, dass es meine nicht ist. Alle anderen Mieter wissen das und haben mich auch beruhigt, wenn ich diesen Verursacher finde (seinen Besitzer), dann kann er was erleben.

Also, bestimmt aber sehr hoeflich bleiben.....:)
 
Das mit der Unterschriftenliste find ich ne gute Idee - so sieht der Vermieter gleich, dass sich keiner durch den Hund belästigt fühlt.

Ich persönlich würde einen Brief wiederum dem direkten Gespräch vorziehen. Da kann man einfach emotionsloser und sachlicher argumentieren, als wenn man sich im Gespräch mit Vorwürfen konfrontiert sieht und sich dann unter Umständen in Rage redet. Aber gut, ist auch nicht jeder so ein "Häferl" wie ich... :o

Jedenfalls würde ich keinesfalls empört auf die Vorwürfe reagieren, wie weiter oben vorgeschlagen wurde - das kann nur ein Schuss nach hinten werden. Denn aus der Sicht des Vermieters kann es logischerweise nur Dein Hund gewesen sein - gibt ja keine anderen im Haus. Daher bleibt Dir gar nichts anderes übrig, als die anderen Hunde zu erwähnen - halt irgendwie diplomatisch verpackt und nicht gleich als Angriff auf die anderen Halter.
 
Ich würde folgendes machen .

1 ) Würde schriftlich alle Schuld von mir weisen und ihn
aber auch um ein persöhliches Gespräch bitten .

2 ) Die schon angesprochene Unterschriftenliste ist sicher
keine schlechte Idee . Erstens hast Du etwas in der
Hand und der Vermieter kann sich dadurch azuch eine
Meinung bilden .
Zweitens siehst Du , wer für Dich ist und wer nicht .

3 ) Du kommst auch nicht drüber wegg , dem Vermieter zu
Sagen , das es auch andere Hunde in seinem Haus gibt .
Dies hatt mit verpetzen überhaupt nichts zu tun ,
sondern ist nur eine Klarstellung der Sachlage .

4 ) Würde selbst , in dem Haus , ein Schreiben aushängen
mit folgendem Wortlaut :
Bitte kein Futter auf dem Gang ausstreuen , da es mein
Hund sowieso nicht Fressen darf . ! Unterschrift
Damit sagst Du allen , von mir ist das Futter nicht .

Dies sind meiner Meinung nach , Deine Möglichkeiten .

LG . Josef
 
Ich würd ihn vielleicht eher anrufen. Beim reden tut man sich vielleicht doch leichter, als beim Schreiben, obwohl Du den Beitrag super formuliert hast und ihn genauso auch dem Vermieter schreiben könntest.
 
Oben