zum gefährlichen Hund abgestempelt

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isidadi

Guest
Baruche dringend Hilfe!!!

Ein Cairn-Terrier wurde wild bellend vor unserem Grundstück an der Leine geführt. Einer meiner Hunde, ein Labradormischling, rannte durch unser dummerweise offenstehendes Gartentor auf diesen Hund zu und wurde von ihm gebissen. Er wehrte sich und packte den Terrier, hielt ihn aber lediglich fest. Der Terrier versuchte weiter aus dem Fang meines Hundes ihn zu beißen.
Nach einer Anzeige des Terrier-Halters beim Ordnungsamt und einer Stellungnahme beider Seiten wurde mein Hund offiziell als "gefährlicher Hund" eingestuft, da er laut Aussage des Terrierhalters einen Hund gebissen hatte, der Unterwerfungsgesten gezeigt hat. Alles Lüge!!! Aber den wahren Sachverhalt kann ich leider nur schildern und nicht beweisen.

Ein einziges Geklüngel hier in der Gegend, aber als Zugezogener auf dem platten Land hat man hier echt schlechte Karten.

Mein Anwalt hat mir dazu geraten, nichts zu unternehmen, bis das Gericht, das mitlerweile mit dem Fall beauftragt wurde zu unseren Gunsten entschiegen hat. Hat es aber leider nicht. Statt dessen wird jemandem Recht gegeben, der laut Aussage meines Zeugen in keinster Weise dazu beigetragen hat, zu helfen, den Konflikt bei der Beißerei zu lösen. Ganz im Gegenteil: Er hat sich sogar mit langem Arm und dem Terrier an der Leine so hingestellt, als wollte er diese Beißerei noch unterstützen. Ist doch krank, oder!?

Und so jemandem wird nun Recht gegeben, mir dagegen wurde nicht einmal die Chance gegeben, meinen Hund an einer neutralen Stelle vorzuführen und zu zeigen, dass mein Labbi völlig lieb ist und jeden Wesenstest bestehen würde und die beschriebene Beißerei ganz gewöhnliches Revierverhalten von Rüden ist.
Habe auch schon mit Hundetrainern gesprochen. Diese schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, das es so etwas geben kann. Solange ich aber nicht beweisen kann, dass der Terrier angefangen hat, zu beißen und nicht wie von seinem Besitzer gesagt Demutsgesten gezeigt hat, habe ich rein gesetzlich gesehen schlechte Karten.

Wer kann mir helfen, etwas gegen diese Behördenwillkür zu unternehmen?

Ich bin doch bestimmt nicht der Einzige, der mit diesem "Gefahrhundegesetz" zu tun hat und fälschlicherweise den Gefahrhundestempel aufgedrückt bekommen hat!

Das Schärfste kommt aber erst noch: Auf Anraten meines Anwaltes hin, habe ich, als ich vom Ordnungsamt aufgefordert wurde, die Genehmigung zum Halten eines gefährlichen Hundes zu beantragen, nicht reagiert, da mein Hund ja nicht gefährlich ist. Das Gericht hat aber mitlerweile anders entschieden und die mir zur Beantragung gesetzte Frist ist verstrichen. Nun habe ich ein Schreiben bekommen, dass ich meinen Hund binnen einer Woche abzugeben habe.

Ich bitte um zahlreiche Meldungen und Hilfe, da ich beabsichtige, bis in die höchste Instanz auch auf politischer Ebene vorzudringen, denn jedem kann ganz leicht das Gleiche widerfahren: Beißt Euer Hund einen anderen, aus welchem Grund auch immer, und Ihr könnt nicht 100%ig beweisen, dass Euer Hund nicht angefangen hat, braucht Ihr nur noch angezeigt zu werden und Ihr habt laut Gefahrhundegesetz einen gefährlichen Hund.
Wieviele wirkliche Kampfhund laufen in öffentlichen Parks oder auf Plätzen unangeleint herum. Aber ein ganz normaler Hund, der ein ganz typisches Verhalten an den Tag legt, ist plötzlich gefährlich, wenn der zuständige Sachbearbeiter im Ordnungsamt, der die ganze Sache laut Gesetz nach eigenem Ermessen be- und damit verurteilen darf, so leichtfertig mit seiner Macht umgeht. Sch... Beamtentum!!!

Hier beseht wirklicher Handlungsbedarf! Dieses Gesetz muß geändert weden!
Vielleicht als Sammelklage oder sonst wie. Dazu brauche ich möglichst viel feedback von allen, die etwas bewegen, verändern, verbessern und diese Beamtenwillkür nicht mehr hinnehmen wollen.
 
Hi!

Ich kenne mich leider bei der Problemstellung und der Gesetzgebung nicht im geringsten aus, da es solche besch.... Regelungen hier glücklicherweise nicht gibt, bin aber entsetzt über deine Geschichte:mad:
Was bedeutet abgeben, was geschieht dann mit dem Hund?
Wie gesagt, ich kann dir leider keinen vernünftigen Rat geben, aber hast du die Möglichkeit, deinen Hund aus der "Gefahrenzone" zu bringen, also zu Freunden oder Bekannten ins Ausland oder ein anderes Bundesland auf Pflege bis die Angelegenheit geklärt ist?
Der Bescheid, dass du den Hund in einer Woche abgeben musst, klingt jedenfalls :eek::eek::eek:
 
Er wehrte sich und packte den Terrier, hielt ihn aber lediglich fest.


Wenn der ihn nur festgehalten hat, dürfte der andere Hund keine Verletzungen haben.

Wenn der andere Hund keine Verletzungen hat, steht Aussage gegen Aussage und es gibt keinen Beweis.

Wenn es keinen Beweis gibt, kann der Status als "gefährlicher Hund" nicht aufrecht erhalten bleiben.


Sollte der andere Hund Verletzungen haben, hast wohl leider Pech gehabt und man wird kaum was dagegen tun können - v.a. wenn du nicht mit den Behörden "kooperierst" (s. Haltungsgenehmigung)
 
Auch wenn du im Recht bist ist es nicht klug dich gegen die behörden zu stellen, wenn du nun mal eine Genemigung beantragen mußt um deinen Hund weiter zu halten, dann kannst du das nicht einfach nicht tun, damit brichst du das Gesetz. Jetzt im Nachhinein würde ich raten mich zu entschuldigen und diese Genehmigung zu beantragen, nebenbei bei einem erfahrenen Tierarzt eine Wesensbeurteilung des Hundes machen lassen.....
 
Aber wenn du sagst, dein Hund wurde gebissen und der Terrier nicht - ist das nicht Beweis genug für deine Aussage?
Verstehe ich nicht ganz...

Aber wenn dein Hund nicht gesichert auf deinem Grundstück war, wirds nicht gut ausschauen - so leids mir tut.
Hast du auch schon einen anderen Anwalt um Rat gebeten? Immer nur auf eine Meinung verlassen ist auch nicht gut.

Viel Glück!!!
 
Tut mir leid, aber dein Anwalt ist ein .......das war eine absolut schlechte Entscheidung nicht mit den Behoerden zu kooperieren. Ob die nun Recht haben oder nicht, in deinem Fall steht Aussage gegen Aussage. Und den behoerdlichen Aufforderungen einfach nicht nachzugehen, bzw. zu ignorieren, war eine sehr schlechte Entscheidung.
Wie bereits von Anderen erwaehnt, nimm dir einen neuen kompetenten Anwalt, zeige dich bei den Behoerden kooperationsbereit u. nachsichtig. Wesenstest u. Bescheining vom Tierarzt eventuell + schriftliche Bezeugungen von Bekannten etc., dass dein Hund keine Gefahr darstellt helfen sicher. Eventuell auch die Bereitschaft mit dem Hund ein entsprechendes Training / Hundeschule zu machen, etc. Du hast keine Wahl. Auch wenn es dir durch den Strich geht, tue es aus Liebe zu deinem Hund. Anders wird sich keine vernuenftige Loesung zugunsten deines Hundes finden lassen.
 
entschuldige dich und sein verhandlungsbereit den nur so kannst du deine hund behalten auch wenn du im recht bist.

PS:ich glaub sie können ihn dir sogar einfach wegnehmen
 
Hallo isidadi,

Du hast hier schon ganz brauchbare Anregungen erhalten die Du eiligst in Angriff nehmen solltest, und die ich hier nicht wiederholen brauche.

Meine folgenden Zeilen sollen Dir einen Denkanstoß geben, und ist absolut nicht als persönliche Kritik an Deiner Person gemeint.
Mir geht es um die zu klärenden Realitäten!!!
BITTE, fühle Dich nicht angegriffen, auch wenn es sich etwas nach "Dicke Kritik" anhören könnte.

Deine Schilderung ist sehr aufschlussreich, leider zu Deinen Ungunsten?

Alle anderen Umstände sind schuld, und Dein Beitrag welches zum unglückseligen Ereignis geführt hat ist lediglich, wie Du schreibst:
Einer meiner Hunde, ein Labradormischling, rannte durch unser dummerweise offenstehendes Gartentor auf diesen Hund zu und wurde von ihm gebissen.

Ursächlich für die dann sich ergebenden Abläufe war also folglich die Nachlässigkeit, "das offene Gartentor"?

Man könnte das auch so sehen, das die Ursache darin liegt das der Hund auch bei geöffnetem Gartentor nicht das Grundstück verlassen dürfte. und da Du mehrere Hunde hast, ist die Frage nach der "zuverlässigen Aufsicht" sicherlich angebracht ?

Warst Du selber zum Zeitpunkt dabei als die Situation ablief, oder hat man Dir das "Wesentliche" erzählt?

Warum hat Dich der andere Hundehalter gleich angezeigt?
Hast mit Ihm so gesprochen wie Du hier brüllst: "ALLES LÜGE!!!"

Welche Argumente könnte man zu Deiner Entlastung ausführen?

Lass es mich mal so sagen: Es klingt so das Du bis auf das dummerweise offenstehende Gartentor selbstverständlich völlig unschuldig bist und die Anderen sinds.....!
Auch in der Folge legst Du ein Verhalten an den Tag und solltest Dich vielleicht Fragen: Warum ist offenbar ALLE WELT gegen Dich?
Welche "Ähnlichen Situationen" gab es mit Deinen Hunden an Deinem Wohnort, schon vor "dieser Eskalation"?

Vielleicht übersiehst Du da einige Dinge?

Mein persönlicher Rat wäre, etwas kleinere Brötchen zubacken, und die Situation nochmal zu überdenken/zu sehen wie diese wirklich war. Daraus die nötigen sinnmachenden Handlungen entwickeln, und auch vielleicht Anderen die versöhnliche Hand reichen, und dem anderen Hund für den Schreck den dieser erlebt hat ein Leckerchen-Paket schicken?

Du hast überhaupt keine Chance irgend Etwas zu erreichen und zu beweisen, weil der andere Hund angeleint war und Deiner aus dem Grundstück gekommen ist!
Du verrennst Dich und wirst nur noch mehr Hindernisse auftürmen, und Dich selbst weiter in Deinem Ansehen nicht unerheblich beschädigen in Deinem Wohnumfeld ?!?!?! !
Schreibe Dir das auch auf dem Hintergrund von vielen Erfahrungen die ich mit H-Haltern gemacht habe.

Wünsche Dir das Du innehälst und dann die richtige Entscheidung triffts ob es "weiter Sooooo" gehen soll????

Möchte Dir dringend empfehlen dürfen von einem "erfahrenen Hundeführer" Deinen Umgang mit dem Hund überprüfen zu lassen, und mögliche Versäumnisse nachzuholen!
Du musst damit rechnen dass Du und Deine Hunde jetzt und in Zukunft unter starker Beobachtung stehen, um Dir ............!!!!!!!

Hol Dich und Deinen Hund dringend aus der Schußlinie!
Verwende mindestens die gleiche Energieleistung für eine "Wiederherstellung des friedlichen Miteinanders", wie Du Sie für die erreichte Katastrophe eingesetzt hast.
Entschuldige Dich bei den Menschen denen Du ans Schienbein getreten hast, und damit zeigst Du menschliche Größe und kannst dabei nur wieder mehr gewinnen (auch wenn es Dir sehr weh tun wird wie ich Dich einschätze).

Du schreibst als Überschrift: Baruche dringend Hilfe!!!


Wie Du merkst rede auch ich Klartext weil um den Brei herumreden Dir nicht hilft!


WUFF
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein persönlicher Rat wäre, etwas kleinere Brötchen zubacken, und die Situation nochmal zu überdenken/zu sehen wie diese wirklich war. Daraus die nötigen sinnmachenden Handlungen entwickeln, und auch vielleicht Anderen die versöhnliche Hand reichen, und dem anderen Hund für den Schreck den dieser erlebt hat ein Leckerchen-Paket schicken?

Möchte Dir dringend empfehlen dürfen von einem "erfahrenen Hundeführer" Deinen Umgang mit dem Hund überprüfen zu lassen, und mögliche Versäumnisse nachzuholen!

Hol Dich und Deinen Hund dringend aus der Schußlinie!
Verwende mindestens die gleiche Energieleistung für eine "Wiederherstellung des friedlichen Miteinanders", wie Du Sie für die erreichte Katastrophe eingesetzt hast.
Bin der gleichen Meinung!:)
 
Ein Cairn-Terrier wurde wild bellend vor unserem Grundstück an der Leine geführt. Einer meiner Hunde, ein Labradormischling, rannte durch unser dummerweise offenstehendes Gartentor auf diesen Hund zu

Wenn ich mein Türl offen lasse und mein Hund rennt raus stellt sich m. E. eine Schuldfrage gar nicht. :o

Genau und vor allem sorry ABER der andere war an der Leine und der unangeleinte Hund ist unbeaufsichtig zu ihm hingelaufen. Da würd ich mich sehr zurückhalten, auch wenn der Hund nicht gebissen hat. Er rannte frei aus einem Grundstück und ja nochmals der andere war angeleint. Also für den Besitzer eines z.B. unverträglichen Hundes kein tolles Erlebnis wenn ein anderer angestürmt kommt :rolleyes:

LG Sylvia

P.S: Ich habe 3 Hunde und mir passiert es eigentlich nie, dass das Gartentor offen steht. Nicht mal wenn ich mehrere Sachen vom Auto zum Haus trage. Auch wenns mühsam ist und ich voll beladen bin, dann mach ich es mit dem Knie zu, dass die Türe ins Schloß fällt. Mir wäre es zu riskant. Manche Leute bei uns fürchten sich auch vor Hunden sehr.
 
Genau und vor allem sorry ABER der andere war an der Leine und der unangeleinte Hund ist unbeaufsichtig zu ihm hingelaufen. Da würd ich mich sehr zurückhalten, auch wenn der Hund nicht gebissen hat. Er rannte frei aus einem Grundstück und ja nochmals der andere war angeleint. Also für den Besitzer eines z.B. unverträglichen Hundes kein tolles Erlebnis wenn ein anderer angestürmt kommt :rolleyes:

Ich finde es vor allem arg, nach dem geschilderten Sachverhalt noch von "Beamtenwillkür" zu sprechen.:mad: Wenn sich ein grosser Labi ausserhalb des eigenen Grundstücks auf einen winzig kleinen angeleinten Cairn-Terrier stürzt, das noch als normales Revierverhalten zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück. Isidadi soll froh sein, dass nicht mehr passiert ist und ganz kleinlaut in Zukunft drauf achten, dass das Gartentor geschlossen bleibt.

lg
Gerda
 
Hallo isidadi,

Wie ist der aktuelle Stand?

Was hast Du unternommen damit man Dir Deinen Hund belässt?

Gestern habe ich auch wieder Kontakt gehabt mit einem Kandidat "wurde vom Amt sicher gestellt!".

Die im familiären Umfeld bisher lebenden Hunde haben jetzt buchstäblich "Einzelhaft!" und zeigen heftiges Stressverhalten.
Die wollen da einfach nur weg, und wollen einem auf den Arm springen!

TU was, und vielleicht schreibst Du uns wie es Dir geht.

Wir wollen Dich hier icht niedermachen sondern eine Stütze sein in Deiner höchst verfahrenen Situation.
Ähnliches passiert bestimmt öffters!

Kopf hoch, und umsichtig Handeln!


WUFF
 
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