wie verdienen Züchter ihren Unterhalt?

mcbright

Super Knochen
Hallo!

Ich hab mir überlegt, wie seriöse Züchter zu ihrem Geld kommen???? Zuerst muss der Rassehund mal angeschafft werden, dann zu diversen Ausstellungen, die Hündin muss gedeckt werden, die Aufzucht/tierärztliche Betreuung der Welpen ist auch nicht billig und ganz nebenbei fallen natürlich die laufenden Kosten der Hundehaltung an. Wenn man sich gewissenhaft um einen Wurf kümmern will, kann man ja auch nicht nebenbei arbeiten gehen und die Hunde den ganzen tag alleine lassen :eek: Ich denke mir, der Verkauf der Welpen wird gerade mal die laufenden Kosten decken, aber wovon lebt der Züchter :confused: Können ja nicht alle steinreiche Erben oder Lottogewinner sein :rolleyes:

LG, Maria
 
Hallo,
ich denk schon dass sie nebenbei arbeiten gehen. Gibt ja auch Züchter die verheiratet sind und wo vielleicht einer davon mehr verdient und der andere nur halbtags arbeiten muß. Wenn die Welpen da sind geht man halt in Urlaub um sich um sie zu kümmern. So könnte es funktionieren.
Lg, Tanja
 
Stimmt. Vielleicht gibts einen Züchter der da Auskunft geben kann? Kann gern mal meine Fragen wie sie das macht. Ich weiß nur dass sie Urlaub hat wenn die Kleinen da sind. Ich glaub aber auch nicht dass seriöse Züchter viel Geld verdienen, selbst wenn die Welpen teurer sind als woanders.
 
also die freundin meiner mutter züchtet bernersennen und sie arbeiten beide (sie und ihr mann) wenn sie junge haben geht der ganze jahresurlaub der beiden drauf (also jeder 5 wochen) und sie haben auch noch 2 oder 3 töchter (so genau weiß ich das nimmer) die einspringen (weil sie die jungen ja bis zur 12ten woche behalten).
 
Ich denke mal, von der Zucht alleine kann man nicht oder nur schwer leben. Wenn man nur einen oder zwei Würfe im Jahr hat, würde ich das auch als "Hobby" bezeichnen, von dem man garantiert nicht leben kann.
Anders ist das bei großen Züchtern, die laufend Würfe haben (alle zwei Monate oder gleich zwei gleichzeitig). Die sind dann meistens auch nicht berufstätig in dem Sinn, sondern bauen sich ein zweites Standbein mit Dingen auf, die mit den Hunden zu tun haben - Zubehör- und Futterhandel, Training, Fotografie, Trimmsalons oder was auch immer!
 
Ich kann Dir versichern dass Hundezüchten wenn es für die Hunde ordentlich gemacht wird wie es sein sollte ein aufwendigesHobby und keinerlei Verdienstquelle ist.

Die Kosten überwiegen dann deutlich die Einnahmen.
Nur mangelnde Betreung, medizinische Versorgung und Betreuung,
minderwertigen Unterbringung und Fütterung
und Zucht mit ungeigneten Hunden ermöglichen einen Gewinn.

Deswegen ist auch dringend abzuraten bei Massenzüchtern und Geschäftemachern auf dem Sektor zu kaufen.
Darunter leiden nämlich als Opfer die Hunde.

Liebe Grüße
Norbert
Kynologischer Verein Salzburg
www.positives-hunde-training.com
www.klickertraining.com
www.tier-suche.com/forum
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!

Gibt ja viele Möglichkeiten ... zuhause arbeiten, Saisonarbeit, nur halbtags, abwechselnd mit dem Partner Urlaub, schon in Pension etc.

Kann man glaub ich wieder mal nicht pauschalieren und sagen "ein guter Züchter ist 12 Wochen lang den ganzen Tag daheim" sondern muss man pro Züchter für sich entscheiden :)


LG Nina
 
kann diesem beitrag von "klickertrainer" nur zustimmen!

meine mutter züchtet hovawarte und ist nicht berufstätig. man muss sich das ungefähr so vorstellen: das geld, welches man monate bzw jahrelang in die zuchthündin steckt, bekommt man halt eventuell dann auf einmal wieder zurück. wenn man jedoch nur eine hündin hat geht sich das aber sowieso nicht aus. es ist also wirklich nur hobby!
ich denke: die züchter, welche geld an der sache verdienen, bei denen merkt man es auch, wenn man dort ist (bzgl sauberkeit, menge der hunde, haltung, usw)
 
Hi,
ich kann Euch nur genau sagen, wie es in meinem Fall ist: Züchten ist mein Hobby, so wie Ausstellungen, Hundeplatz...ich habe selber eine kleine One-Woman -Firma, außerdem bin ich in der Firma meines Mannes halbtags angestellt, erledige meine Arbeit aber großteils am Abend oder am Wochenende (am Computer von daheim). So habe ich auch genug Zeit für meine 4 Hunde, meinen 3jährigen Sohn und mein Studium, das ich trotz vorgerücktem Alter noch immer nicht fertig habe :o
Ich kenne eigentlich keinen einzigen Züchter, der von der Zucht lebt, meist sind es sowieso Frauen (Mann bringt Geld nach Hause). Wenn Welpen im Haus sind ist meist sowieso ein Familienmitglied anwesend oder man hat einen Welpensitter...stundenlanges Alleinlassen der Welpen finde ich persönlich nicht so prickelnd, auch wenn es von manchen Leuten praktiziert wird.

Grüsse,
Valerie
 
Die Züchterin meiner Hündin ist zu Hause und betreibt im Haus einen Hundesalon, ist also sozusagen rund um die Uhr bei den Welpen!

lg
helga
 
Buddhas Züchterin hat eine trafik, ist also praktisch ihr eigener chef! die hunde- und welpenbetreuung, teilt sie sich dann mit ihrem lebensgefährten, der soviel ich weiß seine arbeit größtenteils von zu hause verrichtet.
 
klickertrainer schrieb:
Ich kann Dir versichern dass Hundezüchten wenn es für die Hunde ordentlich gemacht wird wie es sein sollte ein aufwendigesHobby und keinerlei Verdienstquelle ist.

Ja, deshalb ja eben auch meine Frage, wie man sich als Züchter so ein teures (sowohl finanziell als auch zeitlich) Hobby leisten kann :rolleyes:

LG, Maria
 
Hi!
Also, ich dachte immer das sich beim züchten mit dem Einnahmen der Welpen die Ausnahmen so halbwegs decken??
@mcbright: Schau Dir mal die Reiter an, die ein eigenes Pferd besitzen, was die für laufende Kosten haben!(Kenne wen, der sich allein mit den Tierarztkosten ein Auto kaufen hätte können)
lg
KimP
 
Also von unserer Züchterin weiß ich, dass sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn einen " Bauerhof - Schweinezucht" betreibt. Die leben eigentlich vom Hof und die ca. 20 Neufundländer die sie und ihr Sohn gemeinsam betreun sind pures Hobby. Auch wenn sie, sag ich mal, 10 Würfe mit jew. 6 Welpen hätten, wäre der Gewinn ganz minimal, weil dieses Geld für Fahrten auf Ausstellungen ( auch Übersee) sowie die üblichen Kosten anfallen.
Reich glaub ich wird man mit Neufundländern nicht, vielleicht eher mit kleinen Hunderassen die weniger Ansprüche stellen.

LG
Susanne
 
Also, sorry, aber ich finde, dass 20 Neufis und 10 Würfe im Jahr schon eher ne Massenzucht sind. Ich empfinde einen seriösen Züchter dann als Hobbyzüchter, wenn er 2 - maximal 3 Würfe im Jahr hat und dementsprechend wenige Hunde. Wie soll man bitte zu zweit 20 Hunden gerecht werden.
Wir hatten schon selber Würfe und dabei ist unser beider Jahresurlaub draufgegangen.
@Mona: Ne verdienen kann man nix und oft kriegst auch net die Unkosten rein. Naja, andere geben ihr Geld halt für Kleidung, Urlaub oder sonst was aus!
 
Russelbande schrieb:
Also, sorry, aber ich finde, dass 20 Neufis und 10 Würfe im Jahr schon eher ne Massenzucht sind. Ich empfinde einen seriösen Züchter dann als Hobbyzüchter, wenn er 2 - maximal 3 Würfe im Jahr hat und dementsprechend wenige Hunde. Wie soll man bitte zu zweit 20 Hunden gerecht werden.

Wirf doch bitte nicht gleich mit Vorurteilen. Ich habe gesagt: - sag ich mal - 10 Würfe im Jahr. 20 Neufis, da sind Rüden, Hündinen, Hunde die aus der Zucht rausgenommen wurden sowie Junghunde. Bei dem riesengroßen Areal, dass unsere Züchterin zur Verfügung hat ist das absolut kein Problem. Dort lebt ein ganzes Rudel ohne Zwinger im Haus der Familie. Außerdem besteht die Familie aus Mutter u. Vater, sowie Sohn und Gattin. Kopf der Bande sind Mutter und Sohn! Ich kann dir Fotos zeigen, wie die mit fast allen ( ausgen. der alten Hündin) spazieren sind. Und was ist dabei, wenn jemand sein ganzes Leben für die Hunde her gibt. Unsere Züchterin schaut nicht nach links oder rechts. Dafür hat sie nach wie vor, mit allen Käufern ihrer Welpen Kontakt und es gibt ein Treffen in den verschiedensten Ländern. Und wenn ich könnte hätte ich auch so viele Neufundländer, nur ich hab den Platz nicht und außerdem würde ich keine Welpen hergeben! Somit wäre ich kein Züchter sondern Sammler.

LG
Susanne
 
Oben