Trächtig aus dem Tierheim und jetzt??

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass du irgendeine Chance darauf hast, das Tierheim oder die Pflegefamilie zu ZWINGEN, dass sie sich an den Kosten für die Welpenaufzucht beteiligen. Der Hund ist jetzt dein Eigentum und weder das Tierheim noch die Pflegefamilie hat eine Garantie über den Gesundheitszustand des Hundes abgegeben.
Wenn du vor Unterzeichnung des Pflegevertrages die Trächtigkeit festgestellt hättest, dann wäre es was anderes, aber ich denk mal, dass es im Nachhinein schwer ist, irgendwen zu finanzieller Unterstützung zu zwingen. Da glaube ich eher, dass das Tierheim wenn die Welpen übernimmt und von einer anderen Hündin aufziehen lässt.

Ich würde mir die Streiterei aber gar nicht antun, denn bis das geklärt ist, sind die Babys sicher schon da. Kennst du irgendeinen Züchter, der gerade keine Welpen hat? Wenn nicht - was ist denn deine Hündin für eine Rasse bzw. woraus gemixt? Ich würd mir einen Züchter suchen, der eine dieser Rassen züchtet und bei dir in der Nähe ist und dann dort fragen, ob der dir helfen kann und ob er dir eine Wurfkiste und nötiges "Zubehör" (Waage, Flascherl, Spielzeug etc.) für die Welpenaufzucht borgen kann, ob er dir Tipps geben kann für Geburt und Aufzucht usw. Vielleicht kann der dir auch gleich helfen, mal zu kalkulieren, welche Kosten auf dich zukommen.
Nachdem die Untersuchungen vor der Trächtigkeit ja alle wegfallen, fällt mir jetzt mal so ein:
- Tierarzt für die Geburt und Nachbetreuung
- Spezialfutter für deine Hündin
- Futter für die Welpen
- Impfung und Entwurmungen von Hündin und Welpen
- notfalls Welpen-Ersatzmilch

Diese Kosten kannst du in Form einer Schutzgebühr für die Welpen auf alle Fälle von den neuen Besitzern rückerstattet bekommen. Und wenn du dir eine Wurfkiste etc. ausborgen kannst, ist schon mal ein Teil der Kosten weggefallen.

Ich glaube, dass dir so schneller und besser geholfen wird, als wenn du mit der Pflegefamilie oder dem Tierheim zum Streiten anfängst und mit einem Anwalt drohst.
 
danke schön :)!

also an beweisen, dass der hund schon trächtig WAR, mangelts ja nicht.
dauer der trächtigkeit: 63 tage
abgabe (hoffentlich mit datum am schutzvertrag): vor 14 tagen
wurftermin: in ca. 31 tagen

sprich: 31+14=45
ist also beweisbar 2-3 wochen vor deiner übernahme passiert.

nur: wenns dir wirklich blöd kommen, kannst nicht beweisen, dass du den hund UNWISSENTLICH trächtig übernommen hast...

nachdem der schutzvetrag ja vom pflegeplatz ist (und die schutzgebühr scheinbar auch an diesen gegangen ist...) fallt das th meiner meinung ja mal so gut wie aus.

wie siehts mit der bekannten vom pflegeplatz aus, die dich "auf den hund gebracht" hat? is die auch mit dir besser bekannt?
denn wenn die als vermittlerin zwischen euch fungieren könnt, stoßen nicht 2 "verhärtete fronten" direkt aufeinander und es lässt sich unte umständen leichter ein "kulanzweg" finden...

ansonsten fallen mir nur mehr die medien ein, dem bezirksblatt die geschichte (vielleicht lieber verpackt als in wirklichkeit ;))als "weihnachtsstory" aufschwatzen (inkl. nettem bild mit zipfelmützen-schwanger-weihnachts-hund :o ), jetzt sind
a) die leute ja besonders spendenfreudig und
b) finden sich so vielleicht auch leichter leute für die welpis (wenns ne besonders tolle zeitung ist, frischts dir die story zu ostern noch mal auf, denn dann wird ja ca. abgabetermin sein....;))

wünsch euch alles liebe
mia
 
Danke Sheila und mia!
Die Madame ist ein schwarzer Labrador-Mix (Foto). Auf dem Schutzvertrag ist gestanden dass ich die Hündin in gesundem Zustand bekommen habe. Die Frage ist nur, ist in diesem Fall eine Schwangerschaft eine Krankheit? :confused: Ich kenne leider keinen Züchter in unserer Nähe, aber ich werd mich mal umschauen (im Internet).

Grüße
Birgit
 
Ich hätte einen Hovawart-Züchter in Braunau gefunden: http://www.grenzgaenger-at.de/home.html

Trächtigkeit ist sicher keine "Krankheit", aber da steht sicher noch im Vertrag drinnen, dass der Vorbesitzer für Tierarztkosten, die nach der Vergabe entstehen, nicht aufkommt. Oder?
Und wie regelt ihr das mit den Schutzgebühren für die Welpen? Wer bekommt die dann?

Wie gesagt - ich würde den einfacheren Weg suchen und mir Hilfe von erfahrenen Züchtern suchen. Vor allem kann dir ein Züchter sicher helfen, die ungefähren Kosten zu berechnen - und wenn das dann immer noch so viel ist, dass man das nicht als Schutzgebühr verlangen kann, dann kannst du immer noch mit der Pflegefamilie streiten!

PS: Das Foto ist irrsinnig süß! :D Eine hübsche Maus hast du da bekommen!
 
Sheila schrieb:
Ich hätte einen Hovawart-Züchter in Braunau gefunden: http://www.grenzgaenger-at.de/home.html

Trächtigkeit ist sicher keine "Krankheit", aber da steht sicher noch im Vertrag drinnen, dass der Vorbesitzer für Tierarztkosten, die nach der Vergabe entstehen, nicht aufkommt. Oder?
Und wie regelt ihr das mit den Schutzgebühren für die Welpen? Wer bekommt die dann?

Ja, das steht drin.
Kommt darauf an ob ich jetzt finanzielle Hilfe von der Pflegafamilie bekomm oder nicht, wenn wir halbe-halbe machen, bekommen sie natürlich auch die Hälfte der Schutzgebühr.

Grüße
Birgit
 
mia schrieb:
ansonsten fallen mir nur mehr die medien ein, dem bezirksblatt die geschichte (vielleicht lieber verpackt als in wirklichkeit ;))als "weihnachtsstory" aufschwatzen (inkl. nettem bild mit zipfelmützen-schwanger-weihnachts-hund :o ), jetzt sind
a) die leute ja besonders spendenfreudig und
b) finden sich so vielleicht auch leichter leute für die welpis (wenns ne besonders tolle zeitung ist, frischts dir die story zu ostern noch mal auf, denn dann wird ja ca. abgabetermin sein....;))

Na gleich mal Anfragen beim Wuff-Verlag :)
 
Hallo,
es wird sehr wohl auch praktiziert, eine trächtige Hündin noch ziemlich spät zu kastrieren und gleichzeitig den Wurf zu entfernen...inwiefern das sowohl vom gesundheitlichen als auch vom moralischen Aspekt vertretbar ist, kann Dir am Besten ein guter Tierarzt und Dein Gewissen sagen. Nur...Welpenaufzucht und speziell Vermittlung von Mischlingswelpen ist auch kein Honiglecken...
Grüsse,
Valerie
 
dalhome schrieb:
Hallo,
es wird sehr wohl auch praktiziert, eine trächtige Hündin noch ziemlich spät zu kastrieren und gleichzeitig den Wurf zu entfernen...inwiefern das sowohl vom gesundheitlichen als auch vom moralischen Aspekt vertretbar ist, kann Dir am Besten ein guter Tierarzt und Dein Gewissen sagen. Nur...Welpenaufzucht und speziell Vermittlung von Mischlingswelpen ist auch kein Honiglecken...
Grüsse,
Valerie

Ich weiß schon dass die Aufzucht von Hundwelpen kein Honiglecken ist, darum mach ich mir ja solche Gedanken drüber. Die beiden Tierarzte haben gesagt dass man ab dem 25. Tag nicht mehr abtreiben kann. Hab ihnen geglaubt. :rolleyes:

Grüße
Birgit
 
ich weiß nicht, ich seh da schon eine chance die kosten zumindest zu 50% zu kriegen.

wo ist denn unser Dr. paulchen heute *such*? bin mir sicher, die hat da auch ein paar gute rechtsverdrehertipps im ärmel :):D.

schon klar, daß sie die hündin gesund übernommen hat, aber eine schwangerschaft ist KEINE krankheit. auch klar ist, daß die hündin VOR der übernahme bereits trächtig war und es verschwiegen wurde (ob wissentlich oder nicht). also da liegt nachweislich auch schuld bei der pflegefamilie und daher denk ich 50:50 sind sicher rauszuholen. und schutzverträge kannst vor gericht sowieso als klopapier verwenden ;).

@sonnenblume wie gesagt, ich würde hier wirklich mal eine rechtsberatung einholen, was du überhaupt machen kannst etc.. wenn du eine rechtschutzversicherung hast, dann ruf dort mal an. wenn nicht sind erstgespräche bei den meisten anwälten sowieso kostenlos.

informier dich, sammle die fakten und tritt dann an die pflegefamilie heran. wenn deine bekannte mit denen gut steht, kann sie natürlich auch versuchen zu vermitteln.
 
ET01 ich habe leider keine Rechtsschutzversicherung. :( Meine Cousine arbeitet aber bei einem Anwalt, werd sie mal fragen wies aussieht, ob ich zumindest eine 50:50 Chance hab.

Nachdem eine Abtreibung laut dalhome nun doch noch möglich ist, denk ich schon darüber nach. Aber ich weiß nicht ob ich es mit meinem Gewissen vereinbaren könnte. :o
 
Sonnenblume schrieb:
ET01 ich habe leider keine Rechtsschutzversicherung. :( Meine Cousine arbeitet aber bei einem Anwalt, werd sie mal fragen wies aussieht, ob ich zumindest eine 50:50 Chance hab.

klar, die kann ihren chef fragen und der kommt der verwandtschaft sicher auch entgegen und hilft :).

btw. ich würd aber gleich eine rechtschutzversicherung abschließen, sowas braucht man schneller als man denkt !! :eek: (autounfall, unfall generell, streitigkeiten, firma zahlt nicht etc.)
 
Sonnenblume schrieb:
Nachdem eine Abtreibung laut dalhome nun doch noch möglich ist, denk ich schon darüber nach. Aber ich weiß nicht ob ich es mit meinem Gewissen vereinbaren könnte. :o

ehrlich gesagt, wenns mal sooooooooo weit ist.....ich könnts nicht mehr. das ist dann schon mord in meinen augen :o
 
ET01 schrieb:
ehrlich gesagt, wenns mal sooooooooo weit ist.....ich könnts nicht mehr. das ist dann schon mord in meinen augen :o

Na eben. Es gibt so viele Dinge die dagegen sprechen aber auch einige die dafür sprechen. Immerhin hab ich keine Ahnung von Welpenaufzucht, und die trächtige Hündin ist auch nicht mein einziger Hund. Hab irgendwie angst dass die anderen dabei zu kurz kommen. :o
 
Andererseits sind Labbis ja so schwer in Mode, dass es sicherlich Interessenten geben wird.
 
Sally+Lenni schrieb:
Andererseits sind Labbis ja so schwer in Mode, dass es sicherlich Interessenten geben wird.

naja man weiß ja nix vom papa, der is vielleicht ein dackel. dann wirds schon wieder schwierig.

@sonnenblume welpenaufzucht ist sicher kein honiglecken. ich hab auch keine ahnung davon, aber du hast jetzt noch zeit die einzulesen, dir tipps zu holen, dich zu informieren, schauen wo du vielleicht die ein oder andere unterstützung herkriegst (freunde die dir helfen z.b.) etc.

nutz es jetzt solange sie noch net da sind, nachher hast keine zeit mehr zum rumsuchen.

dalmhome z.b. von hier im forum züchtet selber glaub ich, die kann dir sicher tipps geben und sagen worauf du achten mußt, was du vermeiden mußt, etc.

will dir jetzt nicht eine abtreibung ausreden, sondern für den fall, daß du sie austragen läßt möglichkeiten aufzeigen :)
 
Sally+Lenni schrieb:
Andererseits sind Labbis ja so schwer in Mode, dass es sicherlich Interessenten geben wird.

Nur obs die richtigen sind, ist die Frage. Es sollte schon jemand sein der ein wenig Ahnung von Hunden hat. Muss ja alles passen, ich geb ja nicht jedem einen Hund nur weils grad in Mode ist. :rolleyes:
 
@ danke Et01 bin da. :)

Hab mir das mal rausgefischt:
Trächtigkeit ist sicher keine "Krankheit", aber da steht sicher noch im Vertrag drinnen, dass der Vorbesitzer für Tierarztkosten, die nach der Vergabe entstehen, nicht aufkommt. Oder?

Da steht schon mal etwas sehr Gutes in dem Text und zwar dass der Vorbesitzer für TA die nach Vergabe entstehen nicht aufkommt... das ist ja ganz nett, aber gedeckt wurde die Hündin vor der Vergabe und daher sind das TA Kosten die vor der Vergabe entstanden sind, daraus folgt des weitern, dass die Vorbesitzerin dafür zur Verantwortung bzw. zur Rechenschaft zu ziehen ist.


Leider habe ich den Schutzvertrag nicht gelesen und kann daher nur von dem ausgehen, was ich hier lese.


Lg
 
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