ET01 schrieb:
das sind trotz allem fragen die ich jetzt schon bedenken kann
Genau, das find ich auch!
Einen Hund sollte man sich wirklich nur dann nehmen, wenn man schon einigermaßen gefestigt ist und doch in etwa weiß, wie es weitergehen soll. Wie viele Hunde landen im Tierheim, oder werden ausgesetzt, weil die Leute nach ein paar Jahren einfach keine Lust mehr haben, sich damit auch noch auseinanderzusetzen. Dann sind vielleicht Kinder da, alles ist noch stressiger als vorher, für den Hund hat keiner mehr so wirklich Zeit und vielleicht entwickelt er dann auch noch ein paar Macken. Dann ist die Entwicklung schon vorprogrammiert.
Ich finde es immer am besten, man malt sich den schlimmsten Fall aus, der eintreten kann - 4 Kinder vorhanden, alle krank, die Mutter wird auch bettlägerig, und wer beschäftigt sich dann noch mit dem Hund? Geht am Tag 2 Stunden spazieren und vielleicht noch auf den Hundeplatz? Ist dann ein Freund, Mann, Oma, Opa, Hundesitter oder sonst jemand da?
Was mache ich, wenn ich in Urlaub fahren will? Wohin mit dem Hund? Nehme ich ihn mit - hundefreundliche Urlaubsziele sind gefragt! Bleibt er zu Hause? Bei wem?
Oder in deinem Fall Silvija - mal angenommen, dein Hund verbellt jeden Kunden, der zu euch kommt. Du darfst ihn nicht mehr mit ins Geschäft nehmen. Wenn du ihn in der Wohnung läßt, heult und bellt er ununterbrochen und zerfetzt alles, was ihm unter die Zähne kommt. Was machst du dann? Das sind vielleicht Horrorvorstellungen, aber sie entsprechen durchaus der Realität, denn es kann wirklich so passieren.
Bei Hunden muss man immer mit unvorhergesehenen Dingen rechnen. Wenn man dann nicht bereit ist, alles, aber auch wirklich alles mensch- und hundemögliche zu tun, d.h. vielleicht sein ganzes Leben auf das Tier einzustellen, sich einzuschränken und vielleicht auch sein Leben zu ändern, dann sollte man es besser lassen.
Ich denke, wenn sich die Menschen mehr Gedanken machen würden, bevor sie sich Hunde nehmen "weil sie so lieb sind", oder "damit jemand zu Hause ist", dann würde manches Tierleid erspart bleiben.