Rangkämpfe?!

ET01 früher hatte er das beim normalen fressen auch schrieb:
na dann würde ich es beim knochen auch so machen - es gibt doch diese dünnen kaustangerl die der hund leicht abbeißen kann ohne viel anstrengung.

haltet doch eines dieser kaustangerl und lasst ihn das erste stück von der hand aus abbeißen - dann gebt es ihm ganz.
diese stangerl oder ähnliche gibts ja in allen stärken. vielleicht mit dem dünnsten beginnen und bis zu den dickeren vorarbeiten.
 
das machma eh flummi.

das komische ist, daß er nur bei schweinsohrli und kalbsknochen bzw. knochen wo noch bissl fleisch drann ist, so reagiert.

seine normalen kauknochen oder so bringt er dir und legts dir auf den schoß oder will daß dus ihm haltest, weil er dann besser zu seinen hinteren zähnen kommt. auch abbeissen von leckerli und kaustangerl geht problemlos.

anscheinden nur bei extrem leckeren sachen ist er neidig :p. beim schweinsohrli hammas auch schon probiert, daher wissen wir so genau wie sich der hund verändert., wir habens ihm gegeben aber festgehalten. da kaut er gar nicht, er hälts fest und du hältst fest. er steht starr bis man ausläßt. ev. zieht er bissl dran so nach dem motto gib endlich her und verkrümmel dich.
 
lol...

...na ich würds auch nicht wollen, wenn an meinem bananenspilttellerchen am anderen ende dauernd wer dran hängt :D :D :D...........
 
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AW: lol...

nö ins fressen greifen mag ich auch net, das hab ich schon am anfang gesagt, als er beim fressen so knurrat war. für mich ist das unverständlich, wenn ich einem hund was zum fressen runterstell um es ihm nachher wieder wegzunehmen oder darin herumzuwühlen. wenn man unbedingt das bedürfnis hat, im fressen des hundes rumzuwühlen, dann kann mans ja machen bevor mans ihm runtergibt. wenn mir einen in mein essen greift und drinn rumstierlt, frag ich ihn auch ob er noch bei trost ist, bzw. setz ich ihm den teller wahrscheinlich gleich auf.

wegnehmen find ich genauso sinnlos, weil z.b. scooby braucht zwei minuten zum fressen. die zwei minuten, kann ich auch sachen vermeiden wo gefahr besteht, daß was reinfällt und mans ihm wegnehmen müßte (glas fallt runter oder ähnliches).
 
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ET01 schrieb:
... er ist ja nur so wenn er was zum fressen hat. und seine umgebung, die nimmt er seeeeeeeehhhhhr gut wahr wenn er frißt :D. jede kleinste bewegung und sei sie noch so mikroskopisch wird da registriert.

@ET01

Ich kann mir die Ereignisse beim Fressen sehr gut vorstellen.
Das von dir beschriebene Verhalten deutet auf eine übertriebene Wachsamkeit hin. Durch deine vorsichtigen Bewegungen, kann die Alarmbereitschaft von Scooby zusätzlich gesteigert werden.
Ich bewerte das schon als "Kontroll-Komplex-Aggression" (beschrieben von James O'Heare).

Ist ein Hund in einem Bereich des Tagesablaufs so stark beeinträchtigt, dass er um sein Überleben kämpft, rate ich dem Besitzer ganz dringend zu einer sofortigen Veränderung wichtiger Ereignisse, mit dem Grundziel einer Vertiefung der Hunde-Mensch Beziehung.
Knüpf dort an, wo diese Hunde-Menschbeziehung schon gefestigt ist. Da hast du ja zum Glück schon Möglichkeiten.

Erster Schritt ist alles aus der Sicht des Hundes zu beurteilen.
Achte ganz genau
- in welchen Situationen sich der Hund entspannen kann,
- bei welchen Ereignissen er unruhig ist
- und in welchen Situationen dein Hund sein Umfeld fixiert - also kontrolliert.
Versuche wichtige Ereignisse, die immer wieder vorkommen so zu verändern, dass der Hund kein auffälliges Verhalten zeigt. Orientiere dich an Gesten des Hundes, die zeigen dass er beeindruckt wird (Beschrieben von Turid Rugaas, "Calming Signals")

Beobachte, ob es bestimmte
# Wahrnehmung des Hundes (Geräusche, Bewegungen, ...) und
# Ereignisse (Spielen, Fressen, Hundebegegnungen, Anwesenheit von Männern oder Kindern, ...)
die für dich eine plötzliche Veränderung des Hundes bewirken?

Nächster Schritt, verändere einige Abläufe, Orte, .... und bewerte am Verhalten des Hundes, ob es förderlich ist. Gib dem Hund Zeit, sich an die Veränderung zu gewöhnen. Verändere nicht zu viel auf einmal. Konzentrier dich auf 1, maximal 3 Veränderungen. Wähle nicht das für dich unangenehmste Verhalten aus, versuche die Ursache zu finden
=> Je Näher du am Anfang einer Verhaltenskette kommst, desto nachhaltiger wird der Erfolg sein!
=> Jede Aufregung, die vor der von dir veränderten Situation, bestehen bleibt, wirkt sich auf das Gesamtverhalten aus.

Zusammenfassend möchte ich schreiben, dass ab einem bestimmten Emotionspegel Veränderungen nur mehr sehr schwer eingeleitet werden können. Aus diesem Grund rate ich zu Übungen und Abläufen, bei denen die Emotion sinkt.
In den meisten Fällen stärken diese Dinge die Bindung, quasi als Nebenwirkung :) .
Voraussetzung für diesen Schritt, ist das Vertrauen, dass die Erregung des Hundes keine außergewöhnliche Aggression ist oder sogar ein Dominanzproblem in der Gruppe als Ursache hat.

Buchempfehlung: "Der neue Umgang mit Tieren", Linda Tellington-Jones.
In diesem Buch wird beschrieben, wie das Selbstbewußtsein des Tieres gestärkt werden kann. Mir gefällt ganz besonders, dass Linda Tellington intensives Verhalten eines Tieres, nicht mit noch intensiveres Training umzuwandeln. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Entspannung.
In heftigen, intensiven Situationen hilft Abstand, ruhige Bewegungen und leise Kontaktaufnahme.
Ich halte nicht viel von ablenken, beschwichtigen, ..... => weil es leicht geschehen kann, dass man ein Verhalten des Hund als von mir unerwünscht hinstellt. Die Folge kann sein, dass der Hund das Verhalten nach außen nicht mehr zeigt, jedoch einem Interessenskonflikt ausgesetzt ist.
Daraus entstehen für viele unvorhersehbare Reaktionen des Hundes ("....ohne Vorwahrnung zugebissen"), aber auch Krankheiten.
=> ich kann mir das wie einen Druckkochtopf vorstellen.

Herbst
 
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@herbst ja es sind bestimmte ereignisse. genaugenommen nur eines....das fressen. deshalb glaub ich daß er einen knacks hat, diesbezüglich.

ansonsten ist er ein offener, freundlicher, verspielter und auch verschmuster hund. ist eigentlich immer entspannt. ja sicher, manchmal wenn er gut schläft und die katze springt wo runter fahrt er hoch, aber das find ich eigentlich normal
 
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Grüß dich,
kannst du dir schon vorstellen, wie du durch entspanntes Umfeld die Situation in der Küche beim Fressen verändern kannst?
 
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nö eigentlich nicht, da ja direkt beim fressen jetzt friede ist seit der handfütterung. jetzt ist er ja nurmehr beim knochenfressen so. und viel mehr als geben, kann ich ihm den nicht.

beim normalen fressen, kann man sich wieder ganz normal bewegen. gestern stand mein mann so nahe, daß fast körperkontakt bestand beim fressen (er machte grade unsere kaffee fertig). ich bin jedesmal erstaunt, was die handfütterung bewirkt hat. langsam trau mich sogar ich wieder, normale bewegungen in der küche zu machen und zum mistkübel zu gehen während er frißt. :p wobei ich dafür immer noch die andere raumseite bevorzuge :D

beim knochen weiß ich noch net.....handfüttern kann man den ja wohl kaum :D. das tauschen muß man ihm sowieso erstmal lernen, das dauert auch ein zeiterl. vielleicht legt sichs bis dahin auch von alleine? ich weiß noch nicht.
 
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ET01 schrieb:
nö eigentlich nicht, da ja direkt beim fressen jetzt friede ist seit der handfütterung. jetzt ist er ja nurmehr beim knochenfressen so. und viel mehr als geben, kann ich ihm den nicht. .....
..... beim knochen weiß ich noch net.....handfüttern kann man den ja wohl kaum :D. das tauschen muß man ihm sowieso erstmal lernen, das dauert auch ein zeiterl. vielleicht legt sichs bis dahin auch von alleine? ich weiß noch nicht.

Grüß dich ET01,

Ich habe bei "Entspanntes Umfeld" auch an die Auswirkung gedacht, die durch Zuversicht der Besitzer ausgelöst wird.

Verhält sich Scooby an allen Orten so heftig, wenn es um einen Knochen geht?
Mit welchem Gefühl gebt ihr dem Hund den Knochen?
Kannst du dich noch erinnern, ob sich die Einstellung von Euch durch die Handfütterrung gegenüber dem Hund verändert hat?
Kannst du ihm kleinere Knochen geben? (Während entspannter Tagesabläufe, während eines Ausflugs, .... - Scooby sollte danach die Sicherheit und die Zeit haben, diesen Knochen in Ruhe genießen zu können.)
 
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hmmmm bisher bekam er sie nur zu hause. das gefühl mit dem man ihm den knochen übergibt? mein mann nimmts locker, er schert sich nicht so drum. er bewegt sich auch ganz normal. ich geb ihm gar keinen. ich hab angst vor hunden und auch vor scooby wenn er knurrt (wenn er nicht knurrt nicht). deswegen beweg ich mich auch eher ncht in seine nähe wenn er einen hat. alles was zum knurren oder schnappen führen könnte, laß ich meinen mann machen, erst wenn ers gelernt hat geh ich nach vorne und übe ebenfalls :p

aber es dürfte besser werden. letztens hatten wir besuch und da war auch ein anderer hund dabei. da scooby so ein wilder ist und energiegeladen haben wir ihn weggesperrt...sonst hätte uns der die ganze wohnung zerlegt, außerdem hat der andere hund angst vor ihm in geschlossenen räumen weil er viel kleiner ist und nicht aus kann. weil er sich dauernd die türe wieder aufgemacht hat (jaja blöd isser ja nicht :D) bekam er ein kalbskugelgelenk zum kauen im schlafzimmer. mein mann mit ihm rein, hats ihm gegeben und ist eine zeit danebenstehen geblieben....angeblich hat er keinen mucks gemacht.

kann das sein daß er nur auf seinem platz so ist und es ihm gar nicht so um den knochen selber geht? sondern um die kombination platz und knochen? oder bessert sich sein verhalten langsam und er merkt es tut ihm keiner was.....

die einstellung damals beim handfüttern war eigentlich positiv von unserer seite....bis am schluß, als scooby merkte wo das futter herkommt. da mußte man dann schon auf seine hand achten, weil er so gierig war und nicht erwarten konnte, daß man ihm das futter in die schüssel tut, sondern gleich die hand mitfressen wollte :D

er lernt schnell, ist aber durch die lange krankheit etwas hinten nach für sein alter. ich denke, daß da einiges zusammenkommt und mit dem knurren auch eine art austesten darin ist....und die angst.

im allgemeinen hab ich aber das gefühl, daß es sich bessert. er ruhiger und entspannter wirkt beim knochen kauen. aber wenn man ihn in der küche streicheln will, schnappt er immer noch, auch wenn er nix zum essen hat. das liegt aber glaub ich an unserem damaligen fehler, daß wir ihn unterworfen haben. ich greif ihn halt einstweilen in der küche nicht an, außer er mag und zeigts....dann muß ich zugeben hab ich allerdings auch gemischte gefühle und unsicherheit...obwohl er selber kommt.
 
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Super, wenn du eine Entwicklung erkennen kannst. Die unbekümmerte Art deines Mannes, ermöglicht sicher einiges. Die Skepsis von dir wird sich sicher legen, wenn die Reaktion von Scooby sich verändert hat.

Vielen Hunde-Mensch-Beziehungen hilft es, wenn sich Menschen nicht immer an die Vergangenheit erinnern, sondern darauf achten, welche Hinweise bei den einzelnen Ereignissen aus dem Verhalten des Hundes gezogen werden können. Da bist du mit deiner Einstellung auf einem guten Weg.

Wünsch euch noch viel Freude mit Scooby.

liebe Grüße
Herbst
 
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