Miteinander

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bluni

Guest
Hallo liebe Hundebesitzer, Fahrradfahrer, Jogger und Mütter,

ich habe jetzt nicht alle Themen durchgesehen, und bin überzeugt, dass schon andere auf die Idee kamen, aber dieses Thema liegt mir doch sehr am Herzen.

Im Moment leben wir mit unseren Hunden Nummer 3 und 4 zusammen und es sind die größeren Exemplare. Die beiden verstorbenen waren ein Sheltie und ein ebenso kleiner Mischling. Nun lieben wir unsere zwei Rhodensian Ridgebacks.

Ich gehe nunmehr schon seit über 20 Jahre mit Hunden spazieren und es macht mir auch meist Spaß. Einmal ist da das Wetter, dass nicht immer wirklich lustig ist (findet auch mein älterer "Richi") und zum anderen sind das die vielen anderen Menschen. Treffen wir mal einen anderen Hund, der meine nicht mag, oder anders herum, ist das nie ein großes Problem. Die Hunde brummen ein bischen, manchmal gibt es auch Gerangel, aber so richtig schrecklich ist es bei uns noch nie geworden.

Im Gegensatz dazu habe ich schon so viele Menschen getroffen, die wirklich böse sind. Da gab es welche mit Sprays, andere sind mit abgesägten und zu gespitzten Skistöcken unterwegs, oder man greift sich schon mal einen dicken Ast, um zu drohen. Von den vielen wüsten Beschimpfungen nicht zu reden. Und um eines absolut klar zu stellen, keiner meiner vier Hunde war jemals böse, oder auch nur "knurrig".

Das einzige Problem, dass ich hatte, war mit meiner ersten Ridgeback-Hündin, heute 8 Jahre alt. Als sie zu uns ins Haus kam, war unser Sohn gerade 2 Jahre alt und sie liebte Kinder. Alle Kinder, und damit meine ich alle, wurden immer und überall geliebt, geherzt und geschleckt. Was natürlich sowohl die fremden Kinder, als auch deren Mütter oftmals sehr ängstigte oder auch wütend machte. Da es mir leider nur in 9 von 10 Fällen gelang, die Schleckan griffe rechtzeitig zu verhindern, ergab sich hier natürlich das ein oder andere Problem. Natürlich habe ich mich entschuldigt, und auch die wütenden Worte über mich ergehen lassen und alle Schuld auf mich genommen. Aber grotesker weise sind bei diesen Streiterein nie wirklich schlilmme Dinge gesagt worden.

Viel viel schlimmer waren, und sind die Mütter und Väter mit Kindern, die ohne dass einer meiner Hunde auch nur hinsieht, die regelrechte Hasstiraden loslassen. Diese Eltern impfen heute bereits ihren Kindern, und den Hundehassern von morgen ein, dass alles kein Problem ist, und der Hund einen Fußtritt bekommt, falls er sich nähert.

Natürlich ist ein Kind erst einmal vorsichtig, oder sogar ängstlich, wenn es sich zwei fremden Hunden gegenüber sieht. Ob angeleint oder nicht, spielt keinerlei Rolle. Hier wäre die Aufgabe der Eltern, doch zu beruhigen und auf ein angemessenes Verhalten hinzuweisen. Einfach vorbeifahren, ohne Hektik oder Geschrei. Es passiert nämlich nichts. Und warum ???

Nicht weil ich verantwortungsbewusst bin und meine Hunde niemals frei laufen lassen würde, wären sie gefährlich. Sondern weil ich meine Hunde, sobald ich andere Menschen kommen sehe, zu mir rufe und gegebenenfalls anleine.

Das "zu mir rufen" alllerdings ist für viele ein falsches Signal. Ich rufe meine Hunde zu mir, weil ich niemanden belästigen möchte, und akzeptiere, dass es Menschen gibt, die Angst vor Hunden haben oder schlichtweg Hunde nicht mögen. Das kann ich zwar nicht verstehen, aber AKZEPTIEREN !!!!

Und nun bin ich auch schon beim eigentlichen Punkt meiner schon ewig dauernden Tiraden. AKZEPTANZ

Warum kann ein Fahrradfahrer oder Jogger sich nicht einfach freundlich bedanken, wenn ich meine Hunde zu mir rufe, damit er ohne Angst und Mühe vorkommt. Meine Hunde und ich haben das gleiche Recht und die gleiche Verantwortung hier und jetzt durch die Natur zu spazieren.

Warum muss mich der Fussgänger oder die Mutter anschreien, meine Köter müssen sofort an die Leine, und es genügt nicht, dass sie beide bei Fuß gehen. Das Signal, dass ich damit setzte sie zu mir zu rufen, lautet nämlich nicht Unsicherheit sondern Freundlichkeit.

Der Fahrradfahrer der, ohne Klingel ausgestattet, von hinten heranrast, kann nicht erwarten, dass ich ihn rieche. Das war übrigens meine bisher tollste Erfahrung, denn dieser hätte mich fast geschlagen, ohne große Angst vor meinen beiden Richis zu haben, die zugegebenermassen erst mal ohne ein Anzeichen von Aggression diesem Intermezzo zusahen. Und ich muss zugeben, dass ich der erste war, der hier geschrien hat (auch keine Wörter, die für Kinderohren bestimmt wären), da er nicht um ein Haar meine Hunde überfahren hätte (und bei seinem Tempo meine ich überfahren) sondern meinen Sohn.

Auch habe ich schon genügend Hundebesitzer gesehen, die ihre Hunde nicht zu sich rufen oder anleinen, obwohl diese Hunde bellen, hochspringen oder den Jogger zu Tode erschrecken, weil sie hochhüpfen und mal "spielerisch" zwicken.

Deswegen meine große große Bitte: Ob mit Hund oder ohne, mit Fahrrad, Kindern, joggend oder einfach zu Fuß. Kann nicht einfach JEDER dem anderen seine Meinung und Neigung zugestehen ? Kann nicht JEDER ein kleines Stückchen auf die Seite gehen ? Oder muss man seinen, manchmal noch un bedarften, Kindern unbedingt einbleuen, alle Hunde würden immer und ohne jeglichen Grund beissen - und man kann sich dann schon mit einem gezielten Fußtritt zu Wehr setzen ? ( Was sich z. B. bei einem Rottweiler doch schwierig gestalten dürfte ).

Mir ist klar, dass diese Zeilen nur an Hundeliebhaber gerichtet sind, da nur ein solcher Interesse an meiner Meinung zeigt, aber genau hier komme ich zu meiner Frage. Hat jemand von Euch eine Idee, wie man den "Gegner" erreichen könnte ? Wie kann man mit Menschen in einen Dialog treten, die dass eigentlich nicht möchten, vielleicht aber doch darüber nachdenken würden, würden sie, und auch nur aus Langeweile auf der Toilette, darüber lesen ?

Ich freue mich auf viele Vorschläge, vielleicht kann man ja noch was retten.

Henny Bluna und Ajali

PS: Es gibt natürlich auch Menschen, die sich dafür bedanken, dass man seinen Hund auf die Seite nimmt, und sie vorbeilaufen können, ohne belästigt zu werden. Allerdings erschrecken wir alle, ob mein Mann, mein Sohn oder ich immer sehr!
 
Sehr guter Artikel.

Aber du hast zum Beispiel gefragt, wie man mit den sogenannten "Hundehassern" in einen Dialog treten kann. Meist gar nicht, leider. Zufrieden wären die Menschen, wenn der Hund immer und überall mit Leine und Beißkorb ausgestattet herumrennen würde. Selbst dann würden ihnen noch Dinge einfallen, über die sie sich beschweren können (ausser der Häufchenhysterie). Generelles Hundeverbot wär ihnen das liebste.

Sieh mal, als wir Donnerstag auf der Donauinsel waren ließ ich meinen Hund frei laufen, ich sah, dass zwei Rollerblader kamen, also rief ich meinen Hund zu mir und welches Kommentar erntete ich? "Das find ich sehr lustig.." Dieses Kommentar war weder nett noch witzig gemeint, es war einfach böse, weil ich es wage einen Hund frei laufen zu lassen. Ich sag ja nichts, wenn mein Hund ihnen vor die Füße läuft und einen schweren Unfall oder auch nur "Beinahe-Unfall" verursacht. Ich versteh auch noch, wenn die sich beschweren, wenn sie bremsen müssen, aber in dem Fall kam mein Hund nicht mal in die Nähe der Rollerblader.

Ich schau wirklich so gut es geht Rücksicht zu nehmen und seit neuestem trägt mein Hund auch in den Öffis vorschriftsmäßig seinen Beißkorb, aber es braucht nur sein, dass er jemanden im Vorbeigehen beschnuppert und schon ist das Geschrei los. Letzens ist mein Hund in der Straßenbahn einfach nur aufgestanden und eine Frau vor mir hätte fast einen Herzinfarkt bekommen. Ja wirklich, die hat die totale Panik bekommen, trotz Beißkorb und Leine.

Ich fürchte, man kann nichts machen. Die Leute sind so verbohrt und durch die Hetze der Medien ist das alles noch viel schlimmer geworden. Ein Hund wird nicht als Retter gesehen, oder als treuer Begleiter des Menschen - er ist für viele Leute zu einer potentiellen Killermaschine verkommen, die es auf alles abgesehen hat, was sich bewegt. Da kann man noch so rücksichtsvoll sein, der Hund ist den meisten Leuten ein Dorn im Auge.

Meiner Meinung nach müsste es in jeder Schule ein mehrtätgiges Seminar für "Hundekunde" geben. Mit theoretischem und praktischem Teil. Nur wenn die Kinder lernen mit anderen Lebewesen umzugehen, dann kann es in Zukunft besser werden. Die, die jetzt der Meinung sind, alle Hund sind schlecht, wird man kaum noch umpolen können und da tun auch die Medien das Ihre dazu.

Es wäre schon, wenn sich einiges verändern würde.
 
Servus Bluni, erstmal Wilkommen hier *wink*

Kann dich sehr gut verstehn, ich denke mir das auch sehr oft.

Ich räume die Haufen weg, rufe meine Hunde ran wenn sich ein Jogger, Radfahrer, angleinter Hund, Kindergarten ect.. nähert. In der Strassenbahn haben beide MK und Leine.

Ich wurde mit Pfefferspray bedroht, auf Bernie wurde dreimal hingetreten ohne Grund, Asti wurde ebenfalls mal getreten in der Strassenbahn und und und..
Vorgestern in Neuwaldegg, rasten drei Jugendliche auf Mountain Bikes heran. Gott sei Dank waren meine Hunde auf der Wiese. Ich hätte keine Chance gehabt sie zu mir zu holen. Nicht auszudenken, wenn ein Kind gerade von der Wiese rausgelaufen wäre.
Auf diesen Weg dürfen sie gar nicht fahren. Sie haben eh ihre eigenen MB Strecken, aber dies ist ihnen nicht genug. :mad:

Leider begegne ich auch immer wieder Müttern mit Kindern die ihre Kinder regelrecht hysterisch wegreissen wenn sie Hunde sehn, oder von 20 meter schon schreien: " Hunde an die Leine"

Ist halt so in der Stadt was willst machen. Meiner Meinung nach ist es sogar noch schlimmer geworden.

Ich freue mich dafür umso mehr, wenn ich positive Erfahrungen mache.
 
Ich glaube, ein jeder Hundebesitzer macht solche Erfahrungen - das gehört für mich schon zum Leben dazu! Ich bin nun schon über 18 Jahre lang Hundehalterin, habe immer verantwortungbewusst gehandelt, es ist bei meiner alten Hündin nie etwas passiert, ich habe niemals die Versicherung in Anspruch nehmen müssen, immer die Hinterlassenschaften meines Hundes weggeputzt und ich hoffe, es wird auch mit Kiwi gutgehen; obwohl die durch ihre ausgesprochene Menschen- und Tierfreundlichenkeit ein wenig gefährdeter ist, weil sie der Meinung ist, alle Menschen müssen sie lieben!
Meiner Erfahrung nach gibt es im "Hundejahr" immer wieder Zeiten, wo die Hundelose Bevölkerung oder wenn ihr wollt, die "Hundehasser" sensibler reagieren. Das ist immer im Frühjahr und im Herbst. Im Sommer sind viele im Urlaub oder gehen baden, im Winter Schilaufen und die Parks und Auslaufgebiete sind nicht so von Menschen bevölkert, wie z.B. jetzt.
Und wie das Amen im Gebet tauchen jetzt auch schon wieder Sendungen im Rundfunk wegen der Hundstrümmerl-Problematik auf, die Jogger fühlen sich plötzlich wieder gefährdet usw. usw.
Ich respektiere zutiefst die Ängste der Menschen, richte mich danach und habe mich auch schon daran gewöhnt, kein Danke dafür zu ernten, wenn ich angesichts eines heranrasenden, alle Spaziergänger gefährenden, tief über seine Lenkstange gebeugten Rennradlers mitsamt meinem Hund in die Brennesseln am Strassenrand springe. Ich habe mich an die scheelen Blicke gewöhnt, die uns treffen, nur weil wir einen Hund dabei haben. Und ich gehe trotzdem mit erhobenem Kopf durch die Gegend, weil ich überhaupt und gar nicht einsehe, dass ich - wenn ich alles tue, um die Umwelt weder zu gefährden, noch zu verschmutzen - als Mensch zweiter Kategorie eingestuft werde. Im Gegenteil: heute denke ich mir oft, wie arm die Leute sind, die nie kennengelernt haben, wie schön es ist, mit einem Hund zu leben!

lg
helga und kiwi
 
Apropos Hundstrümmeln.

Kennt jemand das Bezirksjournal? Die hetzen ja nur mehr gegen Hundebesitzer.
Letzens stand drinnen wie gefährlich Hundehaufen sind und und und...
:mad:
 
also, ich selbst habe ja keinen hund.

aber wenn ich mit dem fahrrad unterwegs bin und ich sehe schon von weiten das sich dort ein oder mehrere hunde aufhalten, wo ich vorbei fahren möchte, mache ich folgendes ;).

ich werde langsamer, gebe acht was die hunde tun, die meistens besitzer rufen ihre hunde, die dann platz oder sitz machen oder einfach am halsbande gehalten werden.

alles ok :D fahre ich dann an ihnen langsam (da ich als kind von einen grossen hund gebissen wurde, habe ich einen gewissen respekt vor grossen hunden) vorbei und bedanke mich noch, dafür bekomme ich auch dank zurück,
dass ich nicht wie eine irre vorbei flitze oder energisch mit der klingel herum klingel.

ich finde, wenn alle etwas mehr rücksicht nehmen würden, wäre alles halb so schlimm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Wörtchen Rücksicht ist leider für viele Menschen ein Fremdwort. :(
 
Oh ja, das Bezirksjournal kenne ich! Ich finde es zwar auch nicht richtig, wenn man überall die hundstrümmerl liegen lässt, aber diese Hysterie geht mir schon so auf den Keks!!
 
Hysterie ist immer vergeudete Energie, die man für besseres einsetzen sollte :)
Ich habe für solche Leute immer einen grossen Wunsch: "Möge ihnen im Leben nichts schlimmeres passieren, als einem freilaufenden Hund zu begegnen!"

lg
helga
 
Hundstrümmerlpanik?????
Ich habe mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.
Ich gehe mehrmals wöchentlich am Wienerberg spazieren. Im Winter ein Traum für mich und die Hundis. Genug Platz für alle, herrliche Strecken zum Laufen und toben, ein Paradies.
Jetzt?
Menschenmassen, die Müll verlieren, Jogger in Zweier oder Dreierreihen, die den gesamten Platz brauchen, Walker, die mit Stecken auf Hunde zielen, Radler ohne Glocke und das ärgste überhaupt - Menschenscheiße!!!!

Überall, in jedem Gebüsch!!!
Jedesmal, wenn ich Marvin ein paar Meter laufen lasse, kommt er kotverschmiert zurück!! Ich habe rund um den Teich alle Wiesenstücke ausprobiert und jedesmal bin ich mit einem stinkenden Hund heimgegangen.

Aber Menschen machen das ja nicht, nur die bösen Hunde, heißt es immer!! Sogar volle Pampers, offen ins Gebüsch geschmissen, hat Marvin schon angeschleppt!!!

Mir reichts, ich werde bis zum Winter auf andere Wiesen ausweichen, das schöne Paradies ist völlig versaut worden.

Boaaah, hab ich eine Wut :mad:
 
Irish schrieb:
Apropos Hundstrümmeln.

Kennt jemand das Bezirksjournal? Die hetzen ja nur mehr gegen Hundebesitzer.
Letzens stand drinnen wie gefährlich Hundehaufen sind und und und...
:mad:

lol ja kenn ich, letztens war doch tatsächlich ein leserbrief drinnen von einem hundebesitzer der rasse pekinese (oder sowas), der forderte ein hundeverbot für große hunderassen. weil große hunde ja viel größere häufchen machen als sein kleiner. ich wollt schon zrückschreiben, dafür machen die kleinen öfter als die großen und daßma sammeln gehen, ich meine er seine...wer dann mehr hat :rolleyes:
 
Da kann ich dir voll und ganz recht geben!!!!

Mona & Russells schrieb:
Hundstrümmerlpanik?????
Ich habe mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.
Ich gehe mehrmals wöchentlich am Wienerberg spazieren. Im Winter ein Traum für mich und die Hundis. Genug Platz für alle, herrliche Strecken zum Laufen und toben, ein Paradies.
Jetzt?
Menschenmassen, die Müll verlieren, Jogger in Zweier oder Dreierreihen, die den gesamten Platz brauchen, Walker, die mit Stecken auf Hunde zielen, Radler ohne Glocke und das ärgste überhaupt - Menschenscheiße!!!!

Überall, in jedem Gebüsch!!!
Jedesmal, wenn ich Marvin ein paar Meter laufen lasse, kommt er kotverschmiert zurück!! Ich habe rund um den Teich alle Wiesenstücke ausprobiert und jedesmal bin ich mit einem stinkenden Hund heimgegangen.

Aber Menschen machen das ja nicht, nur die bösen Hunde, heißt es immer!! Sogar volle Pampers, offen ins Gebüsch geschmissen, hat Marvin schon angeschleppt!!!

Mir reichts, ich werde bis zum Winter auf andere Wiesen ausweichen, das schöne Paradies ist völlig versaut worden.

Boaaah, hab ich eine Wut :mad:


Habe Gleiches erlebt.
Bei uns lassen die Mütter die Kinder sogar auf die Wiese vorm Haus Pinkeln und "häufen"!!! *grrr* EKELHAFT!!!!!
Und das mitten in Wien.... Statt schnell in die Wohnung hoch gehen....
Über Menschenscheisse können tatsächlich Krankheiten und Seuchen verbreitet werden!!!
:mad: :mad: :mad:
 
Hallo Bluni und herzlich willkommen!

Deine Worte beschreiben meine Gedanken sehr gut. Als Hundebesitzer übernimmt man leider nicht nur die wunderschönen Stunden mit unseren Vierbeinern sondern auch die Respektlosigkeit und noch viel schlimmer den Hass der Nichtbesitzer oder Tierfeinde.

Ich denke auch wie schade es ist, dass wir nicht alle ein wenig zusammenrücken und mehr Toleranz und Akzeptanz aufbringen. Doch leider wird es durch die Zunahme von Hunden und der Zunahme von verantwortungslosen Hundehalter immer schlimmer!

Zu meiner Freude muss ich sagen, dass sich bei mir schon viele Passenten ob Radler oder Jogger für das Heranrufen meiner Hunde bedankt haben. Durch meine Dalmatinerhündin habe ich "leider" auch nicht das Problem der hysterischen Schreie der Mütter. Dalmatiner scheinen im Gegensatz dazu der Freibrief für Kuscheln, Streicheln und Liebhaben zu sein. Überall schreien Mütter und Kinder "Ah ein Dalmatiner" Jeden Tag muss ich aufs neue erklären, dass man auch einen Dalmatiner nicht auf jeder Stelle angreifen darf und vorallem ohne mich zu fragen. Zoe freute sich anfangs wenn die Kinderschar auf sie zu trampelte, heute ist sie sichtlich genervt....Doch wenn sie dann einfach weiter will und ich sage " Zoe will nicht mehr. Bitte läßt sie in Ruhe" ernte ich wieder abfällige Bemerkungen der Eltern.

Egal wie ein Hundebsitzer es macht, es ist nie recht. Räume ich den Mist weg, schauen sie " die ist verrückt" Räume ich es mal nicht weg " Muss das sein"

Ja Hunde sind vielen ein Dorn im Auge. Was jedoch schlimmer wird ist diese Aggresivität den Hunden und Haltern gegenüber. Heute am WB kommt eine große Schar Walker auf uns zu. Zoe und Pepper picken schon von selbst auf mir, weil sie A solche Massen nicht mögen und B 20 Skistöcke einfach einen Lärm machen. Ja so stehen wir zu dritt eng an den Rand gedrängt, bewegen uns nicht und warten ab bis wirklich alle 30 Mann an uns vorbeiziehen. Kaum gebe ich meinen das Zeichen für Freilauf, vernehme ich die leise Stimme " Die depaten Köter, immer und überall ohne Leine und Maulkorb" Verstanden habe ich nicht warum das nun kam. Einfach weil der Hass schon riesig ist!

Doch ihr werdet es kaum glauben es geht nicht nur uns Hundebesitzern so auch jungen Müttern mit Kindern. Einige Freundinnen und auch meine Mutter meint, mit Kindern ist man immer und überall fehl am Platz. Entweder sind die Kinder zu laut, oder man fällt über sie drüber, oder zu wild, ....Gerade frustrierte Pensionisten finden gerade bei Kindern immer etwas zum meckern. Ja und auch Jugendlichen geht es nicht anderes, auch sie können es niemanden recht machen........Minderheiten bestimmter Kulturen erleben jeden Tag Rassismus und Hass!

Auf der ganzen Welt gibt es entweder Hass, Krieg, Kampf aber immer weniger Toleranz. Wenn es nicht mal die Länder schaffen wie bitte soll es dann im kleinen Rahmen zwischen Tierfreunden und Tierfeinden funktionieren.

Noch trauriger als die Tierfeinde machen mich die Hundebsitzer, die ihre Tiere als Besitz und nicht als Freund ansehen. Heute am WB hat ein anfangs wirklich liebes Pärchen einen Hund aus dem TH gerettet. Zwei Tage lebt der Kuschelmax nun bei ihnen, haben sie mir stolz erzählt. Zoe und Max spielten sicher so eine Std. Der Hund war extrem süß. Doch dann wollte er nicht mehr zurück zum Pärchen sondern mit uns mitmaschieren. Ich blieb stehen und riet den Hund doch zu holen. Nein, das Pärchen war der Meinung dass der Hund auf Hier kommen muss und er kann es und er weiss es genau..????? Wie bitte was weiss der Hund?? Und warum wissen die bitte das der Hund das schon weiss. Kurz und Gut kam der Hund beim 100 Hier, dann wurde er mal zeimlich heftig am Kragen gepackt, ziemlich streng zum Sitz, Platz aufgefordert. Der Hund schaute mich traurig an und wußte nicht was die ihm ins Ohr schreien. Beide wurden ziemlich hysterisch und dann kam Gewalt ins Spiel. "Sitz jetzt endlich und was bildest du dir ein" usw. den Rest kennt ihr. Meine Reaktion kennt ihr ebenfalls. Doch leider kam bei der Dissuksion nichts heraus. Max war ganz eingeschüchtert auf der Leine..schön wenn die Freiheit so ist!!!! :(

Diese Szenarien finde ich überhaupt am Schlimmsten, noch schlimmer als die rücksichtlosen Nichthundehalter!
 
Zuletzt bearbeitet:
Da komme ich schon wieder ins sinnieren, philosophieren.... was steckt dahinter, wer hat etwas davon, derartige Feindbilder aufzubauen?
Alt gegen jung und umgekehrt, Inländer gegen Ausländer, Hundelose gegen Hundehalter, Freizeitsportler gegen Unsportliche, Familien mit Kindern gegen Kinderlose, hier auch schon gelesen: Vegetarier gegen Fleischesser, ganz arg finde ich auch die "Gegnerschaft" von religiös und politisch "Andersdenkenden".
Warum das alles? Gibt es wirklich die vielzitierte Toleranz nimmer? Ist wirklich nicht mehr Platz für eine bunte Vielfalt von Hautfarben Meinungen und Lebensformen?

lg
Helga
 
Bei mir gleich um's Eck gibt es einen grösseren Park, mit einigen Grünflächen,eine kleine Allee,Fussball und Tennisplatz.
Man müsste meinen,es sein genug Platz für alle da.

Im Winter,bzw.Herbst ist es das auch, da kann man stundenlang spazierengehen, sich auf eine Parkbank setzen und den Hund laufen lassen, ohne das sich auch nur irgendwer darüber aufregt.
Nicht so im Frühling oder Sommer..da ist man als Hundehalter unerwünscht..ja es ist sogar recht gefährlich, da die meisten Kinder dann hier mit dem Rad unterwegs sind..und durch die Wiese brettern. Dementsprechend sieht die Wiese dann auch aus..Schlaglöcher so gross wie Fussbälle und Gras ist auch keines mehr da..
Aber was soll's.
Frühmorgens ist der Park eine reine Müllhalde, überall Papiersackerl, Getränkeflaschen, Zigarettenschachteln und sonstiger Müll.
Aber was soll`s.
Nachmittags auf den Wegen spaziergehen ist auch so eine sache, da man gefahr läuft von einem Fahrrad oder Scooter über den Haufen gefahren zu werden, oder einem ein Fussball streift.
Aber was soll's.
Ich muss tagtäglich durch den Park gehen, da sich dort auch die U-Bahn Station befindet,..ich weiss von was ich rede.
Ende des Sommers besteht der Park nicht mehr aus Grün sondern aus Grauflächen und sieht einer Müllhalde ziemlich ähnlich.
Aber wehe man latscht mit seinem Hund durch..da hört man dann sachen wie:
*Scheissviecher machen alles voll*, obwohl der Hund neben einem hertrottet..oder *Gehns mit dem Viech wo anders hin*..obwohl man am WEGRAND zur U-Bahn geht..
Wenn jedoch irgend so ein Kind wieder mal den Mistkübel nicht sieht, und seine Papier'l am Boden schmeisst..merkt das niemand..das ist vollkommen ok...
Ich freu mich dann immer nur am Herbst..wo man wieder ohne Probleme durchgehen kann..weils den meisten eh zu kalt ist.

Ich glaube man könnte hier auch Romane über Radfahrer in der Hundezone schreiben..die dann auch noch blöd schimpfen wenn ihnen ein Hund vor's Rad läuft..
Oder über Leute die sich furchtbar aufregen weil man mit Beiskorb,Leine und Fahrschein für den Hund in der Strassenbahn sitzt.

Ich versuche immer, rücksicht auf andere zu nehmen,bemühe mich um ein gutes miteinander..
aber leider bekommt man für seine bemühungen nur selten etwas zurück..
Manchmal wundert es mich nicht, das manche leute aufgehört haben, toleranter mit der umwelt umzugehen..
Trotzdem räume ich Hauferl weiter weg,gehe Radfahrern so gut es geht aus dem Weg, steige nur in halbleere öffentliche ein und tue auch sonst das mir möglichste niemanden einen grund meinen hund zu hassen...und freue mich umsomehr wenn ich dann mal sätze höre, wie: *So ein lieber Hund*...

In diesem Sinne
Liebe Grüsse
Nina
 
Eine Bekannte von mir hat mir vor ein paar Tagen diese Geschichte erzählt:
Sie ist mit ihrer 2 jährigen Nichte spazieren gegangen und kam an einem benachbarten Bauernhof vorbei. Sie wußten, dass dort ein Hund lebte und es ging nicht lange her, war er auch schon bei ihnen. Der Hund rannte zum Kind und wollte es abschlecken, da hat der Bauer gerufen: "Haut ihn, einfach reintreten, sonst geht er nicht weg." Natürlich hat meine Bekannte den Hund nicht getreten oder gehaut und er ging dann auch so weg. Leider ist es nun schon so, dass dieser junge Hund nun schon einmal ein Kind gezwickt hat und man darf sich, wenn man diese Geschichte hört, auch kaum drüber wundern.
Ich denk mir halt, wie soll man von einem Menschen der keinen Hund besitzt Respekt erwarten, wenn nicht einmal die Hundebesitzer selbst vor ihren Hunden Respekt haben?
 
Vielleicht ist es gerade dieses *Topfdenken* unserer Gesellschaft...
Jeder Ausländer ist schlecht..
Schwarze dealen alle..
Punks sind alle drogensüchtig
Radfahrer unfreundlich
Hundehalter alle blöd im kopf..

Alles wird in ein Klischee gedrängt und basta...
Das es auch ausnahmen gibt, wollen die wenigsten sehen und auch wahrhaben, da es sonst nicht mehr in's Feindbild passt..
 
Hallo!
Aber so unschuldig sind die Hundebesitzer an ihrem Ruf auch nicht.Wenn man die Leute befragt,räumt ja jeder die Hundehaufen weg.Aber wo kommen dann alle her?In Wien ist ausser in gekennzeichneten Zonen Leinen oder Beisskorbpflicht.Aber wieviele halten sich daran?Wenn so ein "dertutnix-Hund" oder ein "derwillnurspielen-Hund",.... auf meine Kinder zustürmt sie umwift oder abschleckt werde ich auch wütend.Sowas brauch ich echt nicht.
Ich verstehe auch nicht,wieso man sich in den inneren Bezirken wo alles nur grau ist,einen Hund hält.Da ist doch Ärger vorprogrammiert.Diese vollgemachten Mini- Hundezonen sind ja für Mensch und Tier eine Zumutung.Selbst wenn man die Haufen wegräumt,der Urin bleibt.Und spätestens jetzt wo es wieder wärmer wird,riecht man es eh.Selbst wenn man einmal täglich zum grossen Auslauf ins Grüne fährt,finde ich es für Hunde schrecklich.
Aber es stimmt schon,dass man es einigen Personen nie recht machen kann.Speziell mit grösseren Hunden hat man es schwerer.Leute die früher(als wir noch unseren grösseren Hund hatten)panisch die Strassenseite gewechselt haben oder hysterisch herumgefuchtelt haben, werden wir jetzt mit unseren "Kleinen" kaum mehr los.
Ich glaube für ein besseres Miteinander müssen Alle lernen weiter zudenken und versuchen sich etwas in die Lage des anderen zu versetzen.
L.G.Elke
 
Helga schrieb:
Da komme ich schon wieder ins sinnieren, philosophieren.... was steckt dahinter, wer hat etwas davon, derartige Feindbilder aufzubauen?
Alt gegen jung und umgekehrt, Inländer gegen Ausländer, Hundelose gegen Hundehalter, Freizeitsportler gegen Unsportliche, Familien mit Kindern gegen Kinderlose, hier auch schon gelesen: Vegetarier gegen Fleischesser, ganz arg finde ich auch die "Gegnerschaft" von religiös und politisch "Andersdenkenden".
Warum das alles? Gibt es wirklich die vielzitierte Toleranz nimmer? Ist wirklich nicht mehr Platz für eine bunte Vielfalt von Hautfarben Meinungen und Lebensformen?

lg
Helga


Ich habe über deine Frage nachgedacht.
Ich glaube, nützen tut es niemanden, aber die Situationen erinnern an ein Mäuserudel, dem der Lebensraum zu eng wird. Da wird gemobbt, gebissen und gerauft. Je stressiger das Leben wird und je mehr unzufrieden die Menschen werden, desto mehr brauchen sie ein Ventil, und das sind dann eben Kinder, Alte oder Hunde...

Es ist so wie mit den unsicheren Hunden, sie bellen und drohen aus Angst. Vielleicht ist es Angst um den Job, den Wohnraum, Partnerprobleme, was weiß ich...

Tatsache ist, dass diese Lebensform in unserer Industriegesellschaft niemanden glücklich macht, und "Aussteiger", die mit dem Hund die Sonne genießen und anscheinend glücklich sind, werden aus Neid angefeindet.

Ich habe beschlossen, dass die die mich anstänkern bedauernswert sind und übe mich in Mitleid, anstatt mich aufzuregen. Schließlich hat ja jeder die Entscheidung in der Hand, wie er sein Leben gestaltet.

Lieben Gruß
Mona
 
Mona & Russells schrieb:
Ich habe beschlossen, dass die die mich anstänkern bedauernswert sind und übe mich in Mitleid, anstatt mich aufzuregen. Schließlich hat ja jeder die Entscheidung in der Hand, wie er sein Leben gestaltet.

Lieben Gruß
Mona


Genau so sehe ich das auch, Mona!!!

ich bin jetzt übrigends immer am WB, doch auf der anderen Hälfte wo der Golfplatz ist. Es ist wunderschön, nix los, ein kleiner See, viele liebe Hunde.....keine Jogger, keine Radler, kein Müll usw. würd mich freuen dich dort mal zu sehen....
 
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