Kupieren mit 1. Woche???

Hallo!

Dann lass dir halt was einfallen ... erzähl, dass du jemanden kennst, bei dem beim Kupieren die Hälfte der Welpen gestorben sind oder sonst irgendeinen Schmarrn. Dann wird er vielleicht nicht kupieren (ich bin kein Freund von Lügen, aber das ist wirklich eine Notlüge).

Wenn Kupieren aus gesundheitlichen Gründen (ich mein jetzt bei jedem Welpen) nötig wär, dann hätt man es längst "zuzüchten" können - es gibt ja Rassen mit natürlich kurzer Rute, zB den Aussie (obwohl da auch noch kupiert wird :mad: ).

Und ich hoff mal, dass der Typ nicht so blöd ist und selbst kupiert ...

LG Nina
 
Nochmal, da ja die Frage aufgekommen ist bezüglich Höhreinschränkungen bei Schlapp- und Knickohren.

Das Ohr dient alls Schalltrichter, es fängt also Schallwellen auf und leitet sie ins Ohrinnere weiter. Dieser Vorgang wird durch abgeknickte Ohrmuscheln natürlich beinträchtigt. Aber durch das Kupieren, entfernen eines großteils der Ohrmuschel, kann diese Beinträchtigung natürlich nicht revidiert werden. Denn es ist ja keine genügend große Ohrmuschel mehr vorhanden welche die Schallwellen auffangen könnte.

Dies ist denke ich Grund genug den Kupierbeführwortern nicht Recht zu geben.
 
Gothic schrieb:
Nochmal, da ja die Frage aufgekommen ist bezüglich Höhreinschränkungen bei Schlapp- und Knickohren.

Das Ohr dient alls Schalltrichter, es fängt also Schallwellen auf und leitet sie ins Ohrinnere weiter. Dieser Vorgang wird durch abgeknickte Ohrmuscheln natürlich beinträchtigt. Aber durch das Kupieren, entfernen eines großteils der Ohrmuschel, kann diese Beinträchtigung natürlich nicht revidiert werden. Denn es ist ja keine genügend große Ohrmuschel mehr vorhanden welche die Schallwellen auffangen könnte.

Dies ist denke ich Grund genug den Kupierbeführwortern nicht Recht zu geben.

Danke, das ist wohl die Antwort die ich mir erwartet habe ;) Jetzt weiß ich auch was ich dem entgegnen kann.
 
Gesetz über den Schutz von Tieren vor Quälerei und mutwilliger Tötung sowie die Haltung von Tieren

Liebe Irish, trotzdem in Wien is es erlaubt, das darf jedes Bundesland selbst entscheiden, da wir ja noch immer kein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz haben.
 
@Schnuffelchen.
Die Idee mit Rückzüchtung auf Stehohren ist ja eigentlich nicht schlecht und hart gesehen bin ich irgendwie sogar ein Beführworter dieser Idee.
Richtig ist auch das man dem English Bullterrier die Stehohren wieder angezüchtet hat, um die Jahrhundertwende wurde er auch noch kupiert wie die anderen Bull & Terrier Arten.

Das größte Problem dabei dürfte sein, das sehr viele Rassen schon sehr abnorme Ohrformen angezüchtet bekommen haben. Auch ist ja das Schlappohr eigentlich eine Degerationserscheinung und je länger es in der jeweiligen Zucht verankert ist kann es natürlich schon zu einem totalen Genverlust (hier für Stehohr) in der Rasse gekommen sein. Dies ließe sich dann nur noch mit Einkreuzung beheben.

Bezüglich genauerer Definitionen zur Populationsgenetik gibt es ein gutes Buch:
"Hundezucht 2000"
von Hellmuth Wachtel
ISBN - 3-923555-10-5
 
Haflingerin schrieb:
Liebe Irish, trotzdem in Wien is es erlaubt, das darf jedes Bundesland selbst entscheiden, da wir ja noch immer kein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz haben.
Liebe Hafi,

Das von mir obig kopierte stammt aus dem Wiener Tierhaltungsgesetz. Hatte es vergessen dazu zu schreiben.

Mit Hundachtungsvollen Grüssen
Frau von und zu Irish

:p
 
Mit Hundachtungsvollen Grüssen
Frau von und zu Irish
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Wollte nur helfen
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Zum Kupieren bei Dobis, Schnauzern, Boxer usw..
Ich dachte ja das es an den Unterschieden zwischen Arbeitshunden und Schönheitszuchten liegt. Eben das ein Dobi dickere Ohren hat, der andere dünne.

Diese Aussage stammt von einer Dobermannbesitzerin.
Die Unterschiede bei den Ohren und den Ruten liegen daran, dass eben Generationen kupiert wurden und so niemand auf die Dicke und Form der Rute bzw der Beschaffenheit der Ohren geachtet hat.
Es liegt also diesmal nicht an Schöheit oder Leistung.


Original von Neheli Kampfschmuserforum.
 
Ich darf da wieder nicht soviel sagen, sonst wird mein Renomee rot und ich bin eine Böse.

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Die Hundeschänderin sagt einmal das stimmt, muss nicht jeder Dobi Probs haben, aber z.B. Jack, der hätte nur aufgeschlagene Ohren und seine Rute wäre 100x bereits gebrochen.
Er hat extrem dünne Ohren (wie Papier) und sein Runtenansatz läßt auf einen "Rattenschwanz" schließen.
Da er aber kein Showhund ist sondern ein Arbeitshund, wäre es schlimm in dauern zusammenflicken zu müssen.
Ich weis jetzt werden wieder viele schreinen, allerdings lade ich diese Personen gerne einmal zum Training ein und die solen sich ein Bild von einem triebigen Dobi machen und von meinen geschundenen Händen die immer was anbkriegen.

Wenn dann soll in diese Richtung gezüchtet werden, das Urbild des Dobi sind nunmal Stehohren, auch wenn geschnitten, allerdings von so kurzer Zeit die Hunde nicht zu kupieren und dann erwarten alles is so natürlich, naja, bitte wärs glaubt.

Da muss schon ein neues Ziel in der Zucht da sein.
Beispiel, ein Staff unkupiert mit schönen Ohren, weil Zucht anders, mein ehemaliger Staff extreme stehende Fliegerohren, weil kamm aus sogenannter "Kampflinie", d.h. die Hunde werden nicht nach Stellung der ohren beurteilt da diese sowieso abgeschnitten werden.
Nur ein kleiner Vergleich.
 
Versteh zwar nicht ganz, was du wegen der Staffs meinst Hafi aber zB AmStaffs Akira hat auch "Fliegerohren" und auf Ausstellungen wurden ihre Ohren sehr wohl beurteilt (siehe auch ihre HP) .... kenn mich aber bei Ausstellungen zu wenig aus, da meine Knutschbacke (die auch unkopierte Ohren hat), bei solchen Ausstellungen glaub ich Panikattacken bekommen würde :D
 
dogged schrieb:
Hallo!

Dann lass dir halt was einfallen ... erzähl, dass du jemanden kennst, bei dem beim Kupieren die Hälfte der Welpen gestorben sind oder sonst irgendeinen Schmarrn. Dann wird er vielleicht nicht kupieren (ich bin kein Freund von Lügen, aber das ist wirklich eine Notlüge).

Wenn Kupieren aus gesundheitlichen Gründen (ich mein jetzt bei jedem Welpen) nötig wär, dann hätt man es längst "zuzüchten" können - es gibt ja Rassen mit natürlich kurzer Rute, zB den Aussie (obwohl da auch noch kupiert wird :mad: ).

Und ich hoff mal, dass der Typ nicht so blöd ist und selbst kupiert ...

LG Nina
´Ja....aber ich kenne ihn nicht :( und meine cousine sagt es ihm bestimmt nicht :mad:
Also ich hoffe auch das er es "wenigstens" nich selber tut
 
Malteser-Angel schrieb:
´Ja....aber ich kenne ihn nicht :( und meine cousine sagt es ihm bestimmt nicht :mad:
Also ich hoffe auch das er es "wenigstens" nich selber tut

Ein Fall von : *Ich kenn jemanden, der kennt jemanden, der kennt auch wieer jemanden und er will blablabla....*.....

Manchmal is weniger mehr...;)
 
Das, was ich immer an "PRO-Argumenten" fürs Kupieren gehört hab waren zwei Dinge:

1. Sieht besser aus
2. Geringeres Verletzungs- und Entzündungsrisiko

Und: die bretonischen Vorstehhunde (ich glaub zumindest, dass sie so heißen) haben von Geburt an keine Schwänze. Ist es dann auch Tierquälerei, Hunde ohne "Kommunikationsmittel" zu züchten? Und wenn ja, was ist dann mit Mops und ähnlichen Rassen mit eingedrückten Nasen?

Die Diskussion ums Kupieren kann man endlos führen und die einzige Lösung, die es gibt, wird unrealistisch sein - nämlich ein Eingriff in die Zuchtlinien. Eben zB nur mehr Dobis mit Stehohren (geht aber wahrscheinlich nur mehr mit Einkreuzungen) oder bei Dobis auf dicke Ohren und Schwanz achten. Oder zB nur mehr Jagdhunde ohne Schwanz. (Das Argument von einem Jäger war zB, dass der Hund mit seinem Behang im Unterholz hängen bleiben kann und sich stark verletzen kann. Und dass deshalb der kupierte Schwanz unproblematischer ist.)



@ Flummi:
Ein Elefant hat Schlappohren?! Seit wann das denn?! ;)
 
Sheila schrieb:
Ist es dann auch Tierquälerei, Hunde ohne "Kommunikationsmittel" zu züchten? Und wenn ja, was ist dann mit Mops und ähnlichen Rassen mit eingedrückten Nasen?

Hallo!

Ich finde, dass sich ein Hund damit gewissermaßen "abfindet", dass er keine Rute hat. Was für mich als Gegenargument dazukommt, sind die "Phantom-Schmerzen" und dass das Kupieren ein meiner Ansicht nach sinnloser Eingriff ist, der aber für den Hund sehr schmerzlich ausfällt.
Und ein Hund mit NB hat eben keine Schmerzen, weil ja nix abgeschnippselt wird, zB Bobtail, Australian Sheperd, ...

Eingedrückte Schnauzen sind für mich übrigens Tierquälerei ... wenn ich da nur an den Shi Tzu meiner Godi denk - Atemprobleme und Co. lassen grüßen.
Allerdings gibt es da auch schon teilweise ein Umdenken & Zurückzüchten.

Übrigens würd ich es gut finden, wenn mehr "neues Blut" bei einigen Rassen eingezüchtet werden würd ...

LG Nina
 
Platte Nasen sind bei Hunde und Katzen eine grausame Tierquälerei.
Sie können leben oft sogar recht lange. Aber wie?
Sie sind ihr leben lang auf Pflege angewiesen. Meist rund um die Uhr. Augentropfen, Nase reinigen, Herzmedikamente usw...
Ständige Tierarztbesuche. Rennen, Spielen und Toben können diese kaum mehr.
Es ist ein trauriges, wertloses Leben für die Plattnasen.


Ich bin sehr froh, daß es Menschen gibt die umdenken.
Hier ein toller Link:
http://www.supermops.de/index2.html @HAfi das ist der Link den ich meinte.
 
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