Zuerst mal D A N K E für eure Anteilnahme.
Seit Samstag schwirren tausend Gedanken durch meinen Kopf, ich kann mich nicht konzentrieren, nicht essen und nicht schlafen.
Wenn ich einschlafen dann aus Erschöpfung und nur für ein paar Stunden.
Das ist nicht der erste Hund den ich beerdige, aber es ist der schnellste und tragischte Todesfall.
Die Schnelligkeit des Geschehenen kann ich überhaupt nicht verarbeiten.
Ich möchte den Tag revuepassieren lassen obwohl es mir die Kehle zuschnürt.
Am Samstag nachmittag hatte ich vor in den Supermarkt zu fahren um einige Sachen einzukaufen und danach wollte ich mit meinen Hunden in den Wald fahren.
So habe ich es auch getan, alles war wie immer.
Ich fuhr auf den Parkplatz, ging mit den Hunden durch einen Forstweg und wir kamen auf unserer Waldwiese an.
Da, das Wetter schlecht war, waren keine Leute dort und die Hunde konnten in Ruhe spielen.
Wir streiften über das nasse Gras und alles war wie immer.
Jenny lief dann Nahe neben mir und ließ sich kopfüber in die Wiese fallen.
Ich dachte sie wälzt sich im Gras und ging ein Stückchen weiter.
Normalerweiße kugelt sie ein bischen herum, springt auf und läuft mir wieder nach.
Als ich bemerkte das sie mir nicht nachläuft drehte ich mich um und konnte sie niergendwo sehen.Die Wiese ist schon ziemlich hoch und einen liegenden Hund findet man nicht gleich.
Ich rief und raschelte mit meinen Leckerliesackerl.
Kein Hund, das beunruhigte mich.
Als ich ein Stück zurückging, sah ich sie auf der Stelle in Gras liegen wo ich dachte sie würde sich wälzen.
Mein Puls stieg und Adrenalin schoß bis in meinen Kopf.
Die Beine wurden immer schneller und ich dachte das sie sich viellecht nur was verknackst hat und nicht aufstehen will.
Bei Hund angekommen schlug mein Herz bis zum Hals.
Sie lag mit verdrehten Augen und blauer heraushängender Zunge im Gras.
Mein erster Gedanke war sie erstickt, versuche in den Rachen zu fahren, finde aber nichts.
Ich schrei sie in meiner Verzweiflung an," steh auf "und merke das sich der Brustkorb nicht mehr bewegt.
Ich beginne mit einer Herzmassage und puste ihr dazwischen Luft in die Nase.
Gute 10 Minuten arbeite ich auf dem Hund herum bis ich selber keine Luft mehr bekomme.
Steh auf und renne wie ein aufgescheuchte Huhn um Jenny herum, weiß überhaupt nicht was ich machen soll. Ich schrei und weine hysterisch herum, es regnet mittlerweile in Strömen.
Es war ein Gefühl als ob mir jemand den Boden unter den Füßen weg reißt und ich völlig hilflos herumtorkle.
Ich hab dann meinen Mann angerufen der gerade am Weg zu einem Fußballspiel war. Er hat mich am Telefon gar nicht verstanden, weil ich keine geraden Satz raus gebracht habe.
Nachdem er aber wußte das ich auf die Waldwiese wollte und er nur mein "komm bitte schnell" verstanden hatte, sah ich ihn 10 Minuten später im Dauerlauf über die Waldwiese kommen.
Ich bin ihm um den Hals gefallen und konnte mich kaum noch auf den Beinen halten vor weinen.
Es sah gleich den toten Hund und war völlig aufgelöst.
Unterwegs hat er noch einen unserer Freunde angerufen der auch gleich in den Wald kam.
Kurzfristig haben wir uns dann entschlossen den Hund gleich im Wald zu begraben, wie wir es schon bei ihrer Vorgängerin getan hatten.
Martin fuhr nach Huase und holte Schaufeln.
Ich setze mich in die Wiese, legte Jennys Kopf in meinen Schoß.
So saß ich eine Stunde bei Dauerregen.
Ich spürte keine Kälte und keine Näße ich war wie paralysiert und hab keine Ahnung was in dieser Stunde passiert ist.
Martin tupfte mich irgendwann an und sagte das Grab ist fertig.
Ich trug sie zur Waldlichtung und mein Mann legte sie in die Grube.
Ein paar Butterblumen streute ich auf ihr weiches Fell und dann hab ich mich umgedreht und bin weggegangen weil ich das zuschaufeln nicht sehen wollte.
Kann mir jemand erklären warum das passiert ist?.....
Ich bin traurig, zornig und wütend, fühle mich hilflos und verzweifelt......
Andrea