Deutschland

Ja, das stimmt natürlich auch, aber wäre vermutlich zu einfach gedacht, weil viele Produkte aus dem eigenem Land gar nicht mehr zu bekommen sind.. Unser Großbauer bekommt genau vorgeschrieben, was er anzubauen hat.. Für die Biogasanlage mussten sich viele Bauern verpflichten, bestimmte Mengen Mais abzuliefern, davon bekommt der einfache Bürger kaum etwas mit.. zudem wertvolle Ackerflächen verloren..

Ein Bekannter war Koch im Altenheim und hatte pro Person ca 2 Euro täglich zur Verfügung, somit war er gezwungen Billigprodukte einzukaufen.. Verpfleg mal einen Menschen täglich mit ca 2 Euro..

Ich bin oft in Frankfurt, ein Hamburgerladen nach dem anderen an jeder Ecke, wo man hinschaut billig und Massenprodukte und das entsprechende Publikum..

Jetzt die EU Vereinbarungen, die ganz sicher zum Abschluss kommen, mit Argentinien und anderen Ländern, was billig Lebensmittel betrifft.. die werden ihre Abnehmer haben.... darauf hat nur die Politik einen Einfluss, solche billig Produkte zuzulassen.. zudem keine Kontrollen, wie sie bei unseren Bauern kontrolliert und festgeschrieben sind...
 
Caro, ich bin auch mit einigen Punkten der EU-Politik sehr unzufrieden; Unentwegt neue Vorschriften und Verbote (dadurch auch oft Planungsunsicherheit) , dazu jede Menge an Dokumentationspflichten für Unternehmer - natürlich ist es kein Wunder, dass da kaum noch zu halbwegs konkurrenzfähigen Preisen produziert werden kann.

Aber problematische Politik und kurzsichtiges Verhalten der einzelnen Menschen schließen sich ja gegenseitig nicht aus - sondern ganz im Gegenteil, die problematischen Aspekte addieren sich dadurch oft noch.

So ist es mMn eben auch bei der WIrtschaft (aber nicht nur dort) - wenn die Politik den heimischen Unternehmen, "die Luft abwürgt" und die Konsumenten mehrheitlich lieber zu billigen Importprodukten greifen, ist das eine "unheilige Allianz", dann "fällt das Kind in den Brunnen" - was denn auch sonst.

Und nachdem wir ja - mal ehrlich betrachtet - auf Entscheidungen "aus Brüssel" keinen Einfluß haben, ist es mMn eben wichtig, den Spielraum zu nützen, den man als einzelner Mensch (und damit auch Konsument) eben doch hat. Und wenn ich will, dass es für meine Kinder und Enkel noch halbwegs gute Lebensbedingungen und einigermaßen sichere Arbeitsplätze gibt, muss ich mir eben (unter anderem) beim Einkaufen Gedanken über Herkunft und Nachhaltigkeit der Produkte machen. Einen anderen Spielraum seh ich persönlich nicht.

Liebe Grüße, Conny
 
Nur denk ich, dass gerade das ein Punkt ist, den man - zumindest nicht nur - der Politik anlasten kann. Letztendlich entscheidet der Konsument, was er kauft und Handelsketten werden vor allem das anbieten, was nachgefragt wird.
Ich stimme nur teilweise zu.
Nenne mir einen guten Grund, warum ich eine Waschmaschine von Bosch kaufen soll, die von der Qualität nicht besser ist, als eine No-Name-Waschmaschine, die zudem erheblich billiger ist! Sie alle lassen im Ausland herstellen und verkaufen in Deutschland weiter teuer, als würden diese Waren immer noch hier gefertigt werden. Auch Miele ist mittlerweile im Ausland.
Arbeitsplätze, Wohlstand und Wirtschaft gleich null für Deutschland. Wem außer dem Hersteller ist damit geholfen?

Zu den Bauern in Deutschland sieht es mehr als schlecht aus. Ich glaube, Cato hatte mal gepostet, dass eure Bauern Unterstützung oder Hilfe vom Staat bekommen. Das gibt es in Deutschland gar nicht. Ich bin davon überzeugt, dass Deutschland mit keinem anderen EU‑Land mehr zu vergleichen ist. Darum gibt es ja in größeren Abständen Demos von den Bauern.

Im Grunde möchte man die Bauern abschaffen, und mit der Politik, wie sie hier in Deutschland betrieben wird, gelingt es ihnen sogar schon bald.

Als mein Mann noch gelebt hat, ist er immer zum Bauern bei uns in der Nähe einkaufen gegangen. Das geht jetzt nicht mehr, weil ich keinen Führerschein mehr habe. Und so geht es vielen Menschen, die lieber zu unseren Bauern gehen würden, wenn sie die Möglichkeit hätten.

Ich kaufe nicht bei Temu ein, aber ich bestelle vieles bei Amazon. Viele Menschen dieses Landes müssen das Billigste kaufen. Leider gibt es davon schon entschieden zu viele verarmte Menschen. Darüber sollte man reden, was geht oder nicht geht.
 
Ich denke, wenn man die deutschen Firmen mit einer saftigen Einfuhrsteuer belasten würde, dann würden sie NICHT abwandern. Beispiel China: Die sind nicht in der EU, aber deutsche Firmen lassen dort herstellen und nach Deutschland bringen.

Aber solange wir korrupte Politiker haben, wird sich nichts ändern. Ah, Mercedes lässt seine A-Klasse nun in Ungarn herstellen. Billige Herstellung zu Wucherpreisen.
 
Der Mann, der Robert Habeck Schachkopf nannte, ist tot. Wegen dieser Beleidigung mussten er und seine Familie eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen. Und er wurde vor Gericht gestellt.

 
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