zum thema "kampfhunde" - hund lesen lernen?

Doris70

Super Knochen
ich hatte bisher nur gänseblümchenhunde....

ich kann deshalb vielleicht mit problemen wie jagdtrieb, unerzogenenen hunden usw. leben bzw. damit umgehen.

nie hatte ich jedoch das problem, dass einer meiner hunde irgendeine art von aggresivität gezeigt hat.

vor 4 jahren wurde ich von einem pflegehund schwer in die hand gebissen. mein fehler: ich hätte ihm beim ohren auswischen einen beisskorb anlegen müssen. weil ich aber eben dieses urvertrauen in hunde habe, habe ich nicht damit gerechnet. ich wollte das ohr nur aussen mit öltuch abwischen. durch eine ohrenentzündung hat der hund aber anscheinend beim "umkippen" des ohres so grosse schmerzen gehabt, dass er im reflex - ohne vorwarnung zugebissen hat. aber eben so richtig zugebissen - 9 löcher ein durchbiss. hätte er auch nur geknurrt, oder geschnappt, hätte sofort die hände von ihm gelassen. ich kannte die vorgeschichte von dem hund nicht - anscheinend ist er geschlagen worden.

dass jemand mit dem eigenen hund arbeitet, abrichten geht, ist total normal. die meisten hunde "funktionieren" ja am platz perfekt. aber... der umgang mit hund im alltag gehört mal gelehrt. sicher kommt es oft zu situationen, mit denen man überhaupt nicht rechnet.

aber wieso bietet niemand an, wie man auch mit "fremden" hunden zurecht kommt? (auch nichthundebesitzer)

anderes beispiel: spät abends geht ein rüde im dorf mit uns mit. (gott sei dank hab ich hündinnen). ich schick ihn zwar öfter heim, er geht dennoch mit. dann stand er vor unserem haus. (hauptstraße, jedoch eh kaum befahren vorm haus) ich beobachte den hund und beschliesse, ihn nach hause zu bringen. mit leckerlies bewaffnet, geht er mit mir mit. schaurige situation - dunkel, der hund schleichend hinter mir... körperspannung im hund... ich intuitiv: nette stimme... komm her ... leckerlie... hund geht brav in den garten, gartentor zu ... *schwitz geschafft* (besitzer wusste ich namen nicht, sonst hätte ich angerufen)... danach erzählt mir einer, der hund hat schon 3 personen gebissen (momentan läuft eine anzeige)... erzähl ich das meinem trainer.. meint der: ich hab total falsch reagiert und hatte glück, er würde in der situation nie einem fremden hund einen befehl geben...

mich würde ein kurs sehr interessieren, wie man mit konfliktsituationen umgeht. insbesondere eben nicht mit dem eigenen hund. calmingsignale kann ich zwar teilweise lesen.... aber die sind ja situatinsabhängig.

will nichtmal ein trainer so etwas anbieten? für gänseblümchenhundebesitzer und auch für nichthundebesitzer?
 
Den richtigen Umgang mit Hunden zu lernen wäre def. sehr sinnvoll! Einfach, damit man eben richtig reagiert, wenn man einen fremden Hund trifft.

Aber ich fürchte, wenn das angeboten wird wird kaum Nachfrage bestehen.
 
hmmm....

vielleicht hab´ ich mich - wiedermal ;) - nicht richtig ausgedrückt.

worauf ich hinaus will:

am hundeplatz lernt man seinen hund zu führen. es werden vielleicht situationen nachgestellt. aber... die probleme hat man ja wenn dann im alltag. komischerweise gehen ja die, die nur mit ihren hunden arbeiten kaum bis garnicht spazieren. also kommen sie in manche situationen garnicht.

und... ich gehe davon aus, dass ein verantwortungsvoller hundehalter seinen eigenen hund in griff hat bzw. richtig reagiert (á la hundeführschein, einem problem zumindest richtig ausweichen, wenn man es schon nicht lösen kann)

nur... was eben wenn írgendein problem nicht mit dem eigenen hund, den man gut einschätzen kann, sondern mit einem anderen hund vorliegt. zb bei hundetreffen usw.

ein seminar für "richtiges verhalten bei konfliktsituationen" wäre interessant.
 
ich hatte bisher nur gänseblümchenhunde....

ich kann deshalb vielleicht mit problemen wie jagdtrieb, unerzogenenen hunden usw. leben bzw. damit umgehen.

nie hatte ich jedoch das problem, dass einer meiner hunde irgendeine art von aggresivität gezeigt hat.

vor 4 jahren wurde ich von einem pflegehund schwer in die hand gebissen. mein fehler: ich hätte ihm beim ohren auswischen einen beisskorb anlegen müssen. weil ich aber eben dieses urvertrauen in hunde habe, habe ich nicht damit gerechnet. ich wollte das ohr nur aussen mit öltuch abwischen. durch eine ohrenentzündung hat der hund aber anscheinend beim "umkippen" des ohres so grosse schmerzen gehabt, dass er im reflex - ohne vorwarnung zugebissen hat. aber eben so richtig zugebissen - 9 löcher ein durchbiss. hätte er auch nur geknurrt, oder geschnappt, hätte sofort die hände von ihm gelassen. ich kannte die vorgeschichte von dem hund nicht - anscheinend ist er geschlagen worden.

dass jemand mit dem eigenen hund arbeitet, abrichten geht, ist total normal. die meisten hunde "funktionieren" ja am platz perfekt. aber... der umgang mit hund im alltag gehört mal gelehrt. sicher kommt es oft zu situationen, mit denen man überhaupt nicht rechnet.

aber wieso bietet niemand an, wie man auch mit "fremden" hunden zurecht kommt? (auch nichthundebesitzer)

anderes beispiel: spät abends geht ein rüde im dorf mit uns mit. (gott sei dank hab ich hündinnen). ich schick ihn zwar öfter heim, er geht dennoch mit. dann stand er vor unserem haus. (hauptstraße, jedoch eh kaum befahren vorm haus) ich beobachte den hund und beschliesse, ihn nach hause zu bringen. mit leckerlies bewaffnet, geht er mit mir mit. schaurige situation - dunkel, der hund schleichend hinter mir... körperspannung im hund... ich intuitiv: nette stimme... komm her ... leckerlie... hund geht brav in den garten, gartentor zu ... *schwitz geschafft* (besitzer wusste ich namen nicht, sonst hätte ich angerufen)... danach erzählt mir einer, der hund hat schon 3 personen gebissen (momentan läuft eine anzeige)... erzähl ich das meinem trainer.. meint der: ich hab total falsch reagiert und hatte glück, er würde in der situation nie einem fremden hund einen befehl geben...

mich würde ein kurs sehr interessieren, wie man mit konfliktsituationen umgeht. insbesondere eben nicht mit dem eigenen hund. calmingsignale kann ich zwar teilweise lesen.... aber die sind ja situatinsabhängig.

will nichtmal ein trainer so etwas anbieten? für gänseblümchenhundebesitzer und auch für nichthundebesitzer?

ich habs gemacht - für gänseblümchenHB, postboten, "WBW" - heuer kommt wieder eins:)
 
das musst du diejenigen selbst fragen ;) vielleicht weil die hunde mit der geistigen auslastung genug gefordert sind.

Moin,

ich bin nur etwas erstaunt.

Wir machen ja nun auch Hundesport und kennen diesbezüglich auch viele, die es ebenfalls machen.

Spaziergänge sind doch etwas ganz anderes als Hundesport. Die braucht jeder Hund (neben dem Hundesport)

Ich kenne keinen Hundesportler, der nicht mit seinen Hunden auch normal spazieren geht.

Tschüss

Ned
 
Ich hätt schon a Freud, wenn manche Hundehalter ihre EIGENEN Hunde lesen könnten :rolleyes:... dann würd man im Vorfeld schon viel verhindern können.
Und wenn ich meinen eigenen Hund lesen kann und davon auch Gebrauch mach, muss ich das in den seltensten Fällen bei einem fremden Hund..

Wobei - das bei dir waren ja eher Ausnahmesituationen...
Dein Urvertrauen in fremde Hunde solltest vielleicht nochmals überdenken. Ich trau überhaupt keinem fremden Hund, ganz einfach, weil ich nicht weiß, wie er ist und was er vor hat, wie er auf dies und jenes reagiert, was ihm gefällt und was er nicht mag...

Und ich denke, der Rüde in deinem Dorf wird auch nicht ohne Grund geschnappt haben - die werden ihn schon mit bestimmten Gesten oder was weiß ich, vertrieben haben. Du hast ihn aber gelockt - das ist ja ganz was anderes...
 
ja das mit dem urvertrauen... ich denke zwar jetzt mehr nach... aber irgendwie habe ich es noch immer. aber ich würde mich ja wahnsinnig machen, weil bei uns ständig hunde frei herumlaufen. komischerweise fast nur rüden - da hab´ ich mit den mädels halt glück.

blöd nur, wenn der retriever rüde von meinem bruder da ist, der wurde vor ca. 2 monaten gebissen :o

kurz nach dem biss war ich aber wirklich so ängstlich, dass ich bei meiner erzfeindin um einlass gebeten habe, weil uns ein rotti verfolgt hat :o
 
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