Wie finde ich einen guten Tierheilpraktiker?
Das ist alles andere als einfach, weil sich auf diesem Gebiet eine Menge
Scharlatane und Betrüger tummeln, die nur auf das Geld gutgläubiger und
verzweifelter Tierhalter aus sind.
Zunächst einmal ist die Bezeichnung Tierheilpraktiker kein geschützter
Begriff. Wer immer will, darf sich so nennen und Tiere "behandeln".
Medizinische Kenntnisse sind nicht nötig.
Die Wirksamkeit der meisten Behandlungsmethoden, die von
Tierheilpraktikern praktiziert werden, ist nicht nachgewiesen. Das soll
nicht heißen, dass sie in jedem Fall nutzlos sind. Es gibt aber bisher
keine Beweise für ihren Nutzen.
Für die Wahl des richtigenTierheilpraktikers können hier nur
Anhaltspunkte gegeben werden. Er sollte:
· mehr als nur oberflächliche (tier-) medizinische Kenntnisse haben;
· mehrere Jahre Erfahrung in einer Fremdpraxis gesammelt haben, bevor er
seine eigene Praxis eröffnet;
· bereit sein, mit einem TA zusammenzuarbeiten;
· von vornherein auf die Grenzen seiner Möglichkeiten hinweisen - ein
seriöser Tierheilpraktiker behauptet niemals, z.B. FIP, feline
Leukämie oder eine chronische Niereninsuffizienz heilen zu können;
· umgehend an einen TA verweisen, wenn eine Krankheit vorliegt, gegen
die er nichts ausrichten kann;
· sich den Patienten auf jeden Fall selbst ansehen und gründlich
untersuchen - Fernbehandlung ist immer und in jedem Fall
Scharlatanerie und außerdem nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG § 9)
verboten;
· nicht gleich auf jeden neuen Zug aufspringen. Wenn er jede in der
aktuellsten Illustrierten als sensationelle Neuentdeckung angepriesene
Methode noch am selben Tag aufgreift und als Nonplusultra verkauft,
weiß er mit Sicherheit nicht, was er tut.
Ideal wäre ein guter TA mit naturheilkundlicher Zusatzausbildung.
Quelle