Therapiehund

Tantebate

Super Knochen
Hat von euch vielleicht jemand die Ausbildung zum Therapiehund gemacht?

Wo kann man das machen und was für Vorraussetzungen müssen da gegeben sein?

Ich war mit meinen einmal bei einer Freundin in einem speziellen Altenheim (Enstation für Krebspatienten) und sah die Leute wie ihre Augen richtig zum strahlen anfingen. Ich war so begeisert davon, dass ich mir damals schon darüber Gedanken machte, aber das ging irgendwie wieder verloren.

Kann mir da wer Tipps geben?

LG Beate
 
ich beginne mitte jänner mit siqua die therapiehundeausbildung. schau mal bei www.tierealstherapie.org dann unter "tiergestützte therapie": "ausbildung für mensch und tier" und dann "therapiehunde ausbildung"

da findest du die wichtigsten dinge.

übrigens hat valerie (dalhome) mit maya auch diese ausbildung gemacht
 
Auf diese HP bin ich eben gestoßen! Hab ihnen auch schon eine Mail geschrieben, weil ich gerne wissen will ob es auch im südl. NÖ die Möglichkeit für eine Ausbildung gibt oder nur in Wien.

Kannst du mir vielleicht auch sagen, wie es nach den 3 Modulen weiter geht und weißt du ob es da auch irgendwie Förderungen gibt?

Ich habe jetzt lange nach dem Richtigen gesucht und jetzt weiß ich, dass genau das es währe was mir rießen Spaß machen würde. Nur ist jetzt auch die Frage ob man davon Leben kann oder es nur Nebenbei macht?

LG Beate
 
Zuletzt bearbeitet:
Tantebate schrieb:
Ich habe jetzt lange nach dem Richtigen gesucht und jetzt weiß ich, dass genau das es währe was mir rießen Spaß machen würde. Nur ist jetzt auch die Frage ob man davon Leben kann oder es nur Nebenbei macht?

LG Beate

genauso gings mir auch mit siqua...leider sind die meisten jobs (also altenheimbesuche, kindergärten, schulen etc) ehrenamtlich bzw man bekommt meist eine spende oder so, also "leben" wird man davon nicht können, zumal man seinem hund nicht mehr als 2 besuche pro woche zumuten sollte.


nach den drei modulen macht man noch eine abschlussprüfung (sowohl für hund als auch besitzer) und dann gehts ab in die praxis bzw geht man am anfang mit anderen teams mit

es gibt zwar mehrere "zweigstellen" bzw ansprechpartner in den verschiedenen bundesländern, die ausbildung kann man aber nur in wien an der uni machen, so weit ich weiß
 
Leider kann ich mir die Module momentan nicht leisten. Bin gerade Arbeitslos und dann ingesammt 500 sind für mich sehr sehr viel Geld. Vielleicht kann ich das Geld noch auftreiben und mich noch zum letzten Zeitpunkt anmelden. Hoffentlich!

Weißt du vielleicht ob es noch andere Organisationen in diese Richtung in Österreich gibt?

LG Beate
 
Hi,
ja, Maja und ich haben beim TAT im Herbst 2000 die Prüfung gemacht, damals war es aber noch etwas anders aufgebaut (über ein ganzes Semester, da gab es noch keine Kurzkurse, auch bez. Aufteilung der theoretischen und praktischen Ausbildung sehe ich Unterschiede...auch beim Preis, war damals etwas günstiger...Maja ist aber nie richtig in die Therapiehundearbeit eingestiegen, wir waren zwar ein paar mal im Altersheim (hat Madam sehr gut gefallen) und in einer Tagesstätte für schwerstbehinderte Kinder (war nicht ganz das Richtige weder für mich noch für Maja...), aber regelmäßig gehen wir nicht. Maja macht zwar die jährlichen Nachkontrollen (*räusper*, auch heuer noch nicht...), das war's dann aber.
Leben kann man davon sicher nie, meist ehrenamtliche Arbeit, außer Einsatz bei Privatinstitutionen, solche Sachen sind aber auch bei den alten TAT-Hasen heißbegehrt, sicher schwer an sowas ranzukommen. Viele Leute machen mit ihren Hunden die Ausbildung um sie danach problemlos im Job mitnehmen zu können oder haben eine ausgeprägte soziale Ader und wollen einfach helfen...
Grüsse,
Valerie
 
Ich möchte es machen, weil ich damals gesehen habe, dass es den alten Leuten sooo gut gefallen hat und auch meinen Hund machte es spaß. Er stand eben im Mittelpunkt! :D :D

Ich finde es auch intressant, weil was ich bis jetzt gelesen habe, man sicher auch viel dazulernt. Ich möchte meinen Hund auch wieder ein bisschan was biete (es ist zwar kein Vergleich zu Kopfarbeit oder Sport). Agility und so Sportarten darf ich nicht mehr machen, weil mein Hund mittlere HD hat und Kopfarbeit ist nicht sein Ding.

LG Beate
 
so weit ich weiß, gibts keine anderen institutionen..hab noch was beim samaritherbund gefunden, die dame dort war auch sehr nett und meinte noch, sie würde mir bald genauere infos geben...(wir hatten emailkontakt) und dann gabs auf einmal die emailadresse nicht mehr... :confused: :confused: sehr eigenartig...jedenfalls hab ich auch sehr lange gesucht, weil ich mit siqua ähnliche erfahrungen gemacht habe, wie du mit deinem hund
 
Hi Dani!
Habs mir durchgelesen, allerdings hab ich ein paar Sachen nicht so ganz verstanden:

- Du schreibst " einige haben mit ihren Hunden noch gar nichts gearbeitet", ja und dann machen sie als Erstes die TAT-Ausbildung??
- weiters trauten sich einige Hunde nicht bei den eigenen Besitzern eine 8 durch die Füße zu gehen, sondern "krochen eher schüchtern am Boden herum... "

Welche Vorraussetzungen müssen diese Hunde denn haben? Ich meine Alter, Ausbildung, charakterlich.....
 
Fox schrieb:
Hi Dani!
Habs mir durchgelesen, allerdings hab ich ein paar Sachen nicht so ganz verstanden:

- Du schreibst " einige haben mit ihren Hunden noch gar nichts gearbeitet", ja und dann machen sie als Erstes die TAT-Ausbildung??
- weiters trauten sich einige Hunde nicht bei den eigenen Besitzern eine 8 durch die Füße zu gehen, sondern "krochen eher schüchtern am Boden herum... "

Welche Vorraussetzungen müssen diese Hunde denn haben? Ich meine Alter, Ausbildung, charakterlich.....

die vorraussetzungen sind, dass der hund mind 6 monate alt ist, kein angsthase oder "halbstarker prolo" ist und der besitzer interesse zeigt...

2 hunde sind schon am ende des ersten tages ausgeschlossen gewesen: der eine war zb total aggressiv auf alle anderen hunde..

im 1.modul wird zunächst einmal getestet, wie die bindung zum besitzer ist und was der hund bereits alles kann - da fielen eben schon einige raus, die zb noch nichts mit ihren hunden gearbeitet haben und auf die frage, was sie mit ihren hunden so machen "spazieren gehen und streicheln" antworteten..... :rolleyes:

dann waren zb auch welche dabei, die ihren hund nicht mal zum spielen motivieren konnten....naja..das zeigte halt auch, dass die bindung nicht so toll ist....

im 2. modul wird dann das wesen des hundes getestet und man schaut, wie gut der hund neue dinge lernt usw.

erst im 3. modul - also vor der prüfung, geht man an die grenzen des hundes und schaut, ob er zb aggressiv reagiert, wenn jmd. über ihn stolpert usw.
 
hmm und dann ist ein Hund ein Therapiehund???
Also wenn ich mir das so durchlese, hätte ich viel mehr erwartet als nur das. Denn ich denke jeder Hund, der seinem "partner" vertraut tut was man ihm sagt. All das was ich jetzt gelesen habe, kann meine 7 monatige Hündin jetzt schon, da sie mir vertraut... Bin gespannt was Du noch so berichten wirst, denn ich würde das eher als Wesenstest beschreiben als eine Therapiehundausbildung. Freue mich über weitere Beschreibungen der Ausblidung.

LG Kiki
 
Kiki1 schrieb:
hmm und dann ist ein Hund ein Therapiehund???
Also wenn ich mir das so durchlese, hätte ich viel mehr erwartet als nur das. Denn ich denke jeder Hund, der seinem "partner" vertraut tut was man ihm sagt. All das was ich jetzt gelesen habe, kann meine 7 monatige Hündin jetzt schon, da sie mir vertraut... Bin gespannt was Du noch so berichten wirst, denn ich würde das eher als Wesenstest beschreiben als eine Therapiehundausbildung. Freue mich über weitere Beschreibungen der Ausblidung.

LG Kiki
das war auch nur das 1.modul. und das entspricht wenn du so willst im wesentlichen eigentlich auch einem wesenstest. immerhin muss der hund wesensfest genug für diese schwierige arbeit sein. und wie ich bereits gesagt habe: es wurden ja schon jetzt im 1. modul ziemlich viele teams ausgefiltert. dies geschieht im 2. modul noch viel stärker. und erst nach dem 3. mit anschließender prüfung hast du einen geprüften therapiehund, mit dem du auch einsätze machen kannst - so gesehen würd ich nicht sagen - "das ist ein therapiehund!" - eine sehr mutige aussage, wenn du die fertig ausgebildeten therapiehunde von TAT siehst!
 
Liest sich ja total intressant! Hat sicher auch rießen Spaß gemacht! Ich finde es toll, dass gleich von Anfang an die Hun+Besitzer aussortiert werden.

Das "off" und "spucks aus", brauchst du das für den Kurs? Und wie bringst du ihm das bei?

LG Beate
 
Mit 7 Monaten sind fast alle Hunde noch brav, schwierig wird's erst, wenn dein Hund erwachsen wird und beginnt rumzuzicken. Ich denke mal, dass machen 90% aller Hunde. Hast du schon mal probiert, wie dein Hund reagiert, wenn einer über ihn drüber stoplert? Oder hast du die Situation schon erlebt, dass ein Rollstuhlfahrer auf euch zugefahren kommt? Das sind für einen Hund Ausnahmesituationen und ich würd nicht behaupten, dass jeder Hund das über sich ergehen lässt, der seinem Herrn "vetraut".

Könnte das mit Frodo nicht machen, da er seinen gleichgeschlechtlichen, unkastrierten Artgenossen sicher nicht freundlich gesinnt wäre. Er würde sicher nichts tun, wie immer, aber ich glaub da reicht ein Knurren schon. Dafür ist er wieder bei der Rettungshundearbeit top, weil er lieber arbeitet und auf alles andere dann vergisst!
 
Schnuffelchen schrieb:
Mit 7 Monaten sind fast alle Hunde noch brav, schwierig wird's erst, wenn dein Hund erwachsen wird und beginnt rumzuzicken. Ich denke mal, dass machen 90% aller Hunde. Hast du schon mal probiert, wie dein Hund reagiert, wenn einer über ihn drüber stoplert? Oder hast du die Situation schon erlebt, dass ein Rollstuhlfahrer auf euch zugefahren kommt? Das sind für einen Hund Ausnahmesituationen und ich würd nicht behaupten, dass jeder Hund das über sich ergehen lässt, der seinem Herrn "vetraut".


Danke, Sandra, für die unterstützenden und erklärenden Worte! ;)
 
Tantebate schrieb:
Das "off" und "spucks aus", brauchst du das für den Kurs? Und wie bringst du ihm das bei?

LG Beate

"off" bedeutet, dass er den kopf wegdrehen soll. war eigentlich ziemlich einfach. ich hab verschiedene leckerlis. eines, das total trocken und eigentlich gar nicht besonders ist (zb trockenfutter) und eines, dass supertoll lecker ist (zb wurst).

dann halte ich ihm das trockenfutter hin und zwar so, dass ich es nicht loslasse, wenn er es nehmen will. dreht er sich dann kurz weg von meiner hand, bekommt er die superleckere wurst. das kapieren die hunde eigentlich recht schnell.

mit "spuck´s aus" ists ähnlich. das training ist zuerst wie beim "off", nur muss man dann ziemlich schnell sein, damit der hund das leckerli auch wieder ausspuckt, d.h. genau im richtigen moment die leckere wurst präsentieren - daran üben wir noch, aber er macht sich bis jetzt ganz gut
 
Aber wie spuckt der Hund das Leckerli wieder freuwillig aus? Meiner Inhaliert die und so schnell könnt ich garnicht sein glaub ich! :D

LG Beate
 
wir machen im märz modul 3- die prüfung dann auch, wenn wir gut genug sind.
mir ist bei den ersten 2 modulen auch aufgefallen, dass viele leute überhaupt keine ahnung haben was erwartet wird und ihren hund total überschätzen!
beim ersten kurs war meine nessie der einzige hund, der schon irgendeine andere ausbildung hatte- der rest, wie dani+siqua schrieb "streicheln+spazieren", kein wunder dass fast keiner weitermachte :( , da müsst man sich ja mit dem hund beschäftigen :eek:
 
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