Stress mit Hund hat kein Ende!!

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MissDogbone

Guest
Wir haben uns einen Hund gekauft, um Spaß mit ihm zu haben und es zu genießen, bei ihm zu sein. Fehlalarm! Sorry, wenn die folgenden Zeilen "arg" klingen, aber es ist zum Teils eine echte Qual mit dem Hund!

- Beim Gassigehen: Es ist normal, dass man beim Gassigehen für kurze Zeit im Gedächtnis irgendwo anders ist. Wenn aber der Hund plötzlich wie wild losrennt und bellt, nur, weil auf der anderen Straßenseite ein fliegendes Papiersackerl "seinen Weg geht", und man auf die Straße gezogen wird, kann das ganz schön gefährlich enden. Man kann nicht immer 100pro beim Hund sein, irgendwann schwirren immer andere Gedanken durch den Kopf. Ich denke, einen gewisse Basis von Vertrauen sollte da sein. Das Gleiche bei Kleinkindern: Egal, wann und wo: Das Bellen hat beim Zusammentreffen mit Kleinkindern kein Ende. Da fängt das große Knurren und Gekläffe an. Man kann es nicht stoppen - wenn Kinder neben mir sitzen (z.B. in der Straßenbahn), mit dem Hund auf dem Schoß, na dann gute Nacht .. da heißts dann so schnell wie möglich Verschwinden, weil man beim Hund (und auch bei den Kleinkindern!) nie weiß ..

- Zusammentreffen mit Freunden (draußen): Ich treffe draußen beim Gassigehen meistens jedes Mal meine Freunde. Da ist jegliches Umarmen oder Handgeben verboten - sonst heißts Pfotenabdrücke in der Hose oder Löcher im Pulli! Der Hund springt jeden an, den ich berühre. Die hupft dann auf ihn rauf, beißt ihm in den Pulli oder macht die Hose dreckig! Beim Reden mit anderen Leuten das Gleiche: Dann heißts wau wau wau und nochmal wau (wau wau) ..


- Besuch von Freunden (drinnen): Die absolute Katastrophe! Da ist der Nervenzusammenbruch meistens schon ganz nahe. Das große Bellen fängt hier so richtig mal an. Das Einzige, was der Besucher machen darf, ohne dass der Hund bellt, ist still und alleine in einem Zimmer rumsitzen, sich nicht bewegen und nix machen. Wenn die Freundin aufsteht, heißts Wau. Wenn die Freundin herumgeht, heißts Wau. Wenn die Freundin lacht oder laut spricht, heißts Wau. Wenn die Freundin sich dem Hund nähert, heißts Wau. Jeder Besuch ist ein Horror geworden! Der Hund bellt die ganze Zeit, da hilft auch kein "Aus" und wenn man "Geh auf deinen Platz" sagt, und sies nicht befolgt (was eh immer so ist), und ich dann zu ihr geh und sie dorthinleiten will, fängt sie zu Knurren an. Wenn man nicht aufpasst, kann sie auch schon mal zubeißen. Es ist auch schon so, dass meine Freundinnen einen Besuch bei mir eher ablehnen.

Es macht echt keinen Spaß mehr. Jetzt stellt sich die Frage: Weggeben oder nicht ...

Bitte helft mir!
 
welcher hund..rasse?
wie lange hast ihn?
wie alt isser?
wie sieht der tagesablauf aus?
warst in hundeschule mit ihm?
trainierst?

viele fragen die helfen würden;)
 
Sie ist eine Rehpischerhündin, hab sie seit Frühling 2005, sie is jetzt 4 Jahre, Tagesablauf .. Werktags ist sie am Vormittag bis ca. 13:00 alleine, aber nur jeden zweiten Tag. In der Früh geh ich oder mein Vater mit ihr, nachdem ich von der Schule gekommen bin geh ich eine große Runde mit ihr (auf die Hundewiese), wenn wir zurückkommen gibts Chappi, und abens geh ich dann nochmal mit ihr .. ich mein zuhause alleine mit ihr is eh ok, wir spielen dann ein bisschen und sie schläft dann auch etwas, aber meistens gibts Stress.
Hundeschule weiß ich nicht, was die früheren Besitzer mit ihr gemacht haben, auch nicht. Glaub aber nicht.
Was meinst du mit Trainieren jetzt?
 
sie meinte wohl nicht, was die vorbesitzerin mit ihr gemacht hat, sondern dass DU mit ihr arbeiten sollst, Hundeschule, Einzeltraining....DU musst mit ihr an den problemem arbeiten!!
 
MissDogbone schrieb:
Wir haben uns einen Hund gekauft, um Spaß mit ihm zu haben und es zu genießen, bei ihm zu sein. Fehlalarm!


Das ist die denkbar ungünstigste Ausgangslage um sich einen Hund anzuschaffen, ist bitte nicht böse gemeint ! Aber du bekommst jede Menge gute Tipps ! Nimm sie bitte an !
 
Andreas voll und ganz zustimme.
Nicht weggeben. Hundeschule, Beschäftigung, Training und viel Geduld.
 
Andreas MAYER schrieb:
Geistige und körperliche Beschäftigung einerseits, Verhaltenstraining andererseits und eine Menge über Hundeverhalten zu lernen für Dich. :)

LG, Andy
Wollt ich dir auch grad vorschlagen!!:D :D

Vielleicht mag sich der Andy deiner ja annehmen?! :confused:

Wär nämlich in deiner Nähe der Hundeplatz!
 
hi,

erstmal willkommen:)

also: ein hund ist keine maschine. ist ähnlich wie bei einem kind: die verhaltensweisen, die er zeigt, sind grossteils die, die du ihm gelernt oder auch nicht gelernt hast. der hund kommt nicht erzogen auf die welt.

DU musst ihm lernen , dass er nicht hochzuspringen hat an menschen, dass er nicht keifen darf wenn ein hund da ist. er sollte gewisse grundbefehle beherrschen, damit es funktionieren kann.

woher soll dein hund wissen, was er darf oder nicht darf? DU musst es ihm mit konsequenz beibringen. fall anspringen: du willst das nicht? dann bring ihm das bei. beim hochspringen wegdrehen, ignorieren. eventuell klein machen beim begrüssen damit er sich mitteilen kann. loben wenn er es nicht tut.

wichtig ist immer geduld, konsequenz, und liebe. mit positiver bestärkung kann man fast alles erreichen!

das beispiel auf den platz schicken: du willst dass der hund auf dem platz ist wenn besuch da ist? lerne ihm mit einem befehl z.b "auf den platz" dass er dorthin gehen soll. wenn er dort bleibt, gibts eine belohnung. wenn er weggeht, kriegt er wieder das kommando. so verlängerst du immer wieder die zeit die er auf dem platz bleibt. oder du gibst ihm einen beissknochen auf dem platz, dann gibt er auch ruhe.
 
Danke für die Antworten. Ich nehme eure Antworten sehr ernst und finde, dass ihr vollkommen recht habt :-).

Es ist so, dass ich mit meinem Latein so ziemlich am Ende bin. Ich war schon bei einem professionellen Hundetrainer, das ist eine Freundin aus Burgenland, und das hat uns leider so gut wie nichts geholfen, weil sie an den Hund nicht rangekommen ist. Auch nachdem sie ihr ein Leckerli gegeben hat, beißt sie zu, wenn sie sie streichelt. Ich weiß, dass man bei meinem Hund Zeit braucht, um sie streicheln zu können. Da sie aber nicht so viel Zeit hat, um eine Vetrauensbasis zum Hund aufzubauen, wollten wir sie nicht weiter belästigen.
Zu Hause ist der Hund total liebenswürdig, wenn keine Fremde da sind. Trotzdem muss man halt aufpassen, weil sie auch ihre Grenzen hat, aber ich würde sie nie im Leben hergeben! Ich weiß nicht, ob mein Vater das genauso sieht, darum das mit dem weggeben ... sie ist mir total ans Herz gewachsen und ich lieb sie total viel.
 
MissDogbone schrieb:
Es ist so, dass ich mit meinem Latein so ziemlich am Ende bin. Ich war schon bei einem professionellen Hundetrainer, das ist eine Freundin aus Burgenland, und das hat uns leider so gut wie nichts geholfen, weil sie an den Hund nicht rangekommen ist.
Sehr professionell. :rolleyes:
Auch nachdem sie ihr ein Leckerli gegeben hat, beißt sie zu, wenn sie sie streichelt. Ich weiß, dass man bei meinem Hund Zeit braucht, um sie streicheln zu können. Da sie aber nicht so viel Zeit hat, um eine Vetrauensbasis zum Hund aufzubauen, wollten wir sie nicht weiter belästigen.
Wen? Die Hündin oder die Freundin? :confused: :rolleyes:
Trotzdem muss man halt aufpassen, weil sie auch ihre Grenzen hat,
Wer, meinst Du, sollte denn die Grenzen in einem Haushalt bestimmen? Der Hund? :eek:
sie ist mir total ans Herz gewachsen und ich lieb sie total viel.
Dann behandle sie wie einen Hund, nicht wie ein Stofftier. Mit Deiner Liebe alleine kann sie nämlich nichts anfangen. :)

LG, Andy
 
seit wann hast du denn den hund? schon von klein an?

wenn du auf der straße immer konzentriert sein musst so würde ich sagen: willkommen im club. bei manchen hunden ist das so. auf ein kleines kind muss man auch immer aufpassen. wenn der hund noch jung ist und einen jagdtrieb hat, ist es überhaupt normal, dass er sackerln, vögel, bällen usw nachrennen will. da musst du schon warten bis er gebrechlich wird bis er das freiwillig sein lässt schätze ich mal.

sonst würde ich meinen, dass dein hund unter ziemlichen stress steht. das würde auch erklären warum er sich ruhig verhält wenn sich der besuch sitzt und sich aufregt sobald er aufsteht. das heißt ich würde versuchen alles so ruhig wie möglich zu machen was aber in deinem fall schwierig sein wird da du noch jung bist und sicher kein ruhiges leben führst. also kein großes hallo wenn besuch da ist und überhaupt alles mit der ruhe. je weniger los ist desto besser. desto halte ich auch eine hundeschule für kontraproduktiv. wenn du viele freunde hast und viel los ist bei dir bzw. du ihn überall hin mitnehmen willst würde ich ihm ein ruhigeres zuhause suchen wo er sich wohl fühlt.

wenn er anspringt wenn dich jemand umarmt so könnte das sein, weil er splittten will, also er glaubt, dass die person dir was antun will. dafür solltest du ihn nicht schimpfen weil du in anderen situationen froh sein wirst wenn er das tut. "he did a good job" sagte turid rugaas beim seminar. du kannst ihm zeigen dass alles ok ist und kein grund zur sorge besteht.
 
Andreas MAYER schrieb:
Sehr professionell. :rolleyes:

Wen? Die Hündin oder die Freundin? :confused: :rolleyes:

Wer, meinst Du, sollte denn die Grenzen in einem Haushalt bestimmen? Der Hund? :eek:

Dann behandle sie wie einen Hund, nicht wie ein Stofftier. Mit Deiner Liebe alleine kann sie nämlich nichts anfangen. :)

LG, Andy

Ich will mich hier nicht rechtfertigen, ich hab nur um Hilfe und Tipps gebeten :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: ...

Ich hab gemeint, dass der Hund auch seine gewissen Grenzen hat, bevor er zum Knurren anfängt.
 
Ich hab sie, wie gesagt, im Frühling 2005 von Freunden bekommen =).

Ich würde jetzt nicht sagen, dass sie ein Fall von Problemhund ist, aber man muss draußen halt schon extrem vorsichtig sein und aufpassen. Wegen der Bellerei kann man auch nichts machen, aber es geht einem mit der Zeit schon auf die Nerven. Das Hauptproblem bei uns sind die Fremden! Ich würde nur gern wissen, was sie gegen fremde Leute hat, ich mein bei anderen Hunden ist das wohl nicht so oder zumindest nicht so arg?
 
wenn der hund schon 4 jahre alt ist (sorry habs überlesen) ist er aus dem spielalter eh schon heraussen und will wahrscheinlich seine ruhe haben. wenn du sagst dass sie relativ entspannt ist wenn du alleine mit ihr bist würde ich schauen dass du ihr einen ruhigen rückzugsort schaffst. ich weiß nicht wo du ihren platz hingestellt hast aber am besten in ein ruhiges eck wo ihr körbchen oder box steht. gib ihr dort z.b. einen knochen oder kong mit futter hin, wo sie länger beschäftigt ist. du kannst auch versuchen sie dabei mit einem brustgeschirr anzuleinen damit sie dort bleibt. sie muss es aber mit was positivem verbinden also immer futter hingeben oder spielzeug wenn sie mag, damit sie lernt: aha wenn ich dort liege ist das was erfreuliches für mich. du steigerst das zeitmäßig langsam damit sie nicht zu bellen anfängt und übst bis sie gewohnt ist dort zu liegen, geh dabei langsam herum und später in ein anderes zimmer. wenn du das lange genug machst und langsam steigerst wird sie dort auch liegen bleiben wenn besuch da ist und froh darüber sein einen rückzugsort zu haben, weil ihr das durcheinander und die aufregung offenbar zu viel ist und sie deshalb so überdreht ist.

du weißt ja nicht was der hund schon alles erlebt hat, offenbar auch was negatives mit kindern. d.h. schimpfen nützt gar nichts, es bewirkt nur das gegenteil. ich merke es auch bei meinen hunden, je ruhiger ich mich bewege und rede, desto schneller beruhigen sie sie sich und legen sich irgendwo hin. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
MissDogbone schrieb:
Ich will mich hier nicht rechtfertigen, ich hab nur um Hilfe und Tipps gebeten:rolleyes: ...
Es geht hier nicht darum, daß Du Dich rechtfertigen sollst, sondern darum, daß bei Euch einiges im Umgang mit dem Hund verändert gehört. :)
Ich hab gemeint, dass der Hund auch seine gewissen Grenzen hat, bevor er zum Knurren anfängt.
Das ein Hund Grenzen hat, bei denen er anfängt zu knurren (also zu warnen) ist normal, daß er allerdings seine Besitzer auch anknurrt (und die darauf offensichtlich mit Angst reagieren), weniger. :o

Der Hund hat nicht nur einfach Stress, sondern er hat scheinbar keinerlei Grenzen gesetzt bekommen und hat gelernt, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen, um entweder Aufmerksamleit oder seine Ruhe zu bekommen.

Weitere Analysen übers Forum, ohne den Hund zu kennen, wären unseriös.

Was Ihr aber braucht, ist professionelle Hilfe. Jemand muß Euch sagen, wie ihr die Probleme im Alltag lösen könnt. Ein gutes Gehorsamstraining plus einem Konzentrationstraining würde zudem dazu beitragen, den Hund kontrollieren zu können (und ihn gleichzeitige auch geistig fordern).

Wenn Du (Ihr) Hilfe wünscht, kannst Du mir gerne eine PN schicken. :)

LG, Andy
 
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