mir ist schlecht und die Tränen laufen mir runter

forintos schrieb:
Du lehnst Dich da ETWAS weit aus dem Fenster. Deine Argumente ziehen nämlich nicht, wir reden nicht von Afrika und anderen "Entwicklungsländern", sondern von der Türkei.
ICH rede von armut und dem einfluss auf tiere bzw dem umgang damit. ich rede nicht von dem grund, warum in der türkei tiere gequält werden, sondern ich anzworte auf den beitrag den ich zitiert habe.

südafrika strotzt in vielen gegenden übrigens vor reichtum... reichenviertel wie dort gibts bei uns gar nicht...
Und da gibt es auch in Anatolien ziemlich "reiche" Gegenden mit Baumwollindustrie und Viehzucht. Export von Früchten, Baumwollwaren, Lederwaren, Schmuck u.vm.
Und *unzivilisiert* sind die Türken auch nicht. Selbst einfache Bauern haben mehr Stil, wenn Du so willst, als so manche Europäer.
davon reden wir nicht, wenn du schon so willst...
Nur: Es findet kein Umdenken in den Köpfen der Masse statt. Sie klammern sich an Traditionen fest, die längst überholt sind und auch nicht immer den Menschenrechten entsprechen. Da liegt der Knackpunkt. Und ein Menschenleben ist in der Türkei nicht viel Wert. Ein Tierleben noch weniger.
DA gehört Aufklärungsarbeit gemacht, um die Einstellung der Bevölkerung zu ändern. [/qoute]so ist es. aber darüber hab ich nicht geredet.
Solange täglich Menschen nachts "abgeholt" werden, weil sie z.B. an den Fortschritt glauben und sich für Menschenrechte einsetzen, ist die Türkei auch noch nicht reif für egal welche Union.
hier verweise ich lieber auf hafis beitrag als das selbe in grün als mein eigenes zu verkaufen.

Schönreden kann man alles, wenn man will und 14 Tage Türkeiurlaub in einem All-Inclusive-Club ist was anderes als dort das tägliche Leben erleben zu müssen.
Tipp: fahr mal nach Adana, gegen die Leute dort bist Du ein armer Schlucker.
interessiert mich vielleicht aber davon ist irgendwie grad nicht wirklich die rede. zumindest ich rede nicht davon (siehe mein erster satz)
 
flaxig schrieb:
ich habe eine zeitlang in südafrika/pretoria studiert. dort fährt jede woche einmal ein tierarzt mit studenten in die townships und versorgt dort die tiere mit relativ geringem aufwand. das heißt die universität stellt zb medikamente zur verfügung die kurz davor abgelaufen sind aber trotzdem noch wirksam...usw. die behandlung kostet nix.
es war ein berührendes erlebnis wie sich die leute dort jede woche auf einem bestimmten platz versammeln und hunde, katzen, schafe usw behandeln lassen um sehr wenig geld bzw gratis.
ich konnte dort eine sehr große dankbarkeit erfahren und auch große tierliebe. auch ein mensch der "nichts" hat erfreut sich an der liebe eines tieres. und verschwendet seine gedanken daran
super, aber das hängt wieder vom einzelnen menschen ab.
meine cousine war eine zeit in soweto und orange farm bei familien (hat dort in der schule als lehrerin gearbeitet und war bei lehrern untergebracht) und sie hat kaum jemanden gesehen, der sich liebevoll um sein tier gekümmert hat. ausser den kindern vl. den meisten waren die hunde schlicht egal, sie sind nicht wirklich eine konkurrenz, sie leben halt auch da. wenn der hund abkratzt, dann kratzt er eben ab. gibt eh so viele.
 
Interessante Ansicht, weil am arm ist und nix hat, quält man Tiere.

Was hat die Armut damit zu tun.
Die Naturvölker leben in "Armut" zumindest sehen wir es so, aber ich habe
noch nie gesehen, das sie deshalb aus Spaß Tiere quälen.
Nach dem Motto wir haben nix, also hänge ich einen Hund beim Baum auf, oder wie.

Ich rede jetzt nicht von schlechter Haltung, oder vom groben Umgang mit
Tieren, sondern vom bewussten Quälen, dafür gibt es kein Argument für
das ich verständnis aufbringen könnte.

Und bei uns sind es einige wenige die solche Sachen machen, dort ist es
normal, alltag, wird nicht nur akzeptiert sondern befürwortet, Volksbelustigung, das zeig mir mal in Österreich, wo sowas so ist.
Also komm mir nicht mit sochen Argumenten, die sind ja wohl echt haarig.
 
andrea, ich bin nicht ganz sicher, ob du kapiert hast, wovon ich red... :rolleyes:

-) "naturvölker" sehen sich wohl meist nicht als arm an und haben wohl auch einen anderen zugang zu natur und umwelt.
-) in notlagen ist man sich selbst der nächste. wer das nicht glaubt, ist unglaublich naiv
-) in österreich gibts das auch. nur nicht ganz so öffentlich, weil hier das öffentliche bewusstsein mehr sensibilisiert ist und die angst vor strafen größer.

wenns nicht so mühsam wär, würd ichs dir nochmal ganz genau erklären... aber mir reicht ehrlich gesagt auch, wenn offenbar sonst (fast?) alle kapieren, was ich schreib. so viel zeit hab ich dann auch wieder nicht.
 
Der Zusammenhang zwischen echter Armut und Tierqualerei

Armut = Existenzangst = keine Zukunftsperspektiven = Frustration = hohere Agression Gewaltberreitschaft.
Geht es den Leuten schlecht, steigt der Unmut, das Agressionspotential und die Berreitschaft zur Gewalt werden grosser, Hemmschwellen sind sehr niedrig agesetzt.
Das Festhalten an Traditionen gibt das Gefuhl von Sicherheit, Neues ist verwerflich weil nicht erprobt -> Unsicherheit und Angst.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und im Grunde genommen schwer an Neues zu gewohnen.
Bewahrtes ist eine sichere Form des Uberlebens.
Moral und Ethik Vorstellungen halten dieses System aufrecht das mit allem verteidigt wird.

Diverse Volksbelustigungen auf Kosten von Tieren, so grausam es ist, lenken ab von der eigenen misslichen Lage, lassen vergessen, Frust, Angst, Agression, Unzufriedenheit wird in das Tier hineinprojeziert.
Entfernt mag man es so betrachten, als eine Art Ablassventil um fur einen Moment Macht zu empfinden anstatt die tagliche Ohnmacht.

Dies ist keine Entschuldigung fur Tierqualerei.
Es soll nur erklaren wie es dazu kommen kann, Gewalt ist eine Ausdrucksform.
Eine der Schrecklichsten die es gibt.
Macht durch Angst, durch Unterdruckung, durch Toten eines Individuums, durch das absichtliche Zufugen von Qualen um eigene Unzulanglichkeiten zu unterdrucken, um sich selbst ruhig zu stellen.
 
Auch eine Art ein Gespräch zu führen.
Wenn der Gegenüber nicht der gleichen Meinung ist, wird im die Lesefähigkeit und der Intellekt abgesprochen.

Ich gebe hier keine Sozialstudien bekannt, ich gebe hier keine psychologischen Ursachenforschungen zum Besten, sondern ich vertrete
hier meine Meinung.
 
ich spreche dir weder intellekt noch lesefähigkeit ab. nur, dass du meinen text verstanden hast.
und hätt ich viel zeit und lust, würd ichs nochmal erklären. aber hafis text ist eigentlich genau das gleiche.
 
Egal, was hier nun über Türkei hin oder her gesagt wird: diese Fotos mit dieser armen, zu Tode gequälten Kreatur sind zum Schreien abscheulich!!!
Ist doch sch....egal, ob da jemand "arm" oder "reich" oder sonstwie ist - das sind doch absolut keine normalen Menschen, die so etwas tun!!!!

Leute, die ein Lebewesen mit solch offensichtlicher Freude quälen, sind absolute Psychos und gehören WEGGESPERRT !!!!!!!!!!! :mad: :mad: :mad:

Wenn ein Land (egal, welches!) so ein Verbrechen toleriert oder nur mit geringer Strafe belegt, dann muss man dagegen protestieren!!!!!
 
Wie gesagt das was getan wurde ist nicht zu entschuldigen und sehr grausam, aber ich denke mir auch das man in erster Linie zuerst VERSTEHEN muss wie so etwas passieren kann, WARUM ein Mensch das tut, nur dann kann ich oder andere Menschen etwas sinnhaftes dagegen tun.

Wenn ich im Vorfeld wusste weshalb ein Mensch so grausam ist, kann ich davor prophylaktisch dem Ganzen entgegen wirken.
Nicht die Symptome behandeln sondern die Wurzel, wenn es solch einen Vorfall gibt ist es schon zu spat, da muss davor eine Aktion gesezt werden.
Man kann leier Tierqualerei nicht so leicht abstellen, schon wars, hartere Strafen, nagut dann wird das Ganze hal heimlicher ablaufen, damit hort man nichts mehr, deswegen ist das Prob auch nicht aus der Welt.

Ich sehe Tierqualerei nicht als Landerproblem sondern als weltweites menschliches Problem und eine sinnhafte Losung ist immer schwer und muhsam, leider sind die wenigsten Leute tatsachlich berreit etwas dagegen zu unternehmen.
Schreien und schimpfen kann jeder davon wird das Tier nicht lebendig und zukunftigen Opfern wird dabei auch nicht geholfen.
Ich sehe das Boykotieren und Aussperren eines Landes als bequeme Augen zu Losung.
 
aber es ist leichter und wird vermutlich deswegen bevorzugt. ausserdem muss man sich dann nicht mit "denen" beschäftigen.
:rolleyes:
 
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