kastrieren? oder lieber nicht?

Ich muss akela recht geben! Ich hab zwar die genauen %-Zahlen nicht im Kopf, aber es ist erwiesen, dass die niedrigste %-Zahl der Krebserkrankungen nur bei einer Kastration vor der ersten Läufigkeit erfolgt, nach der ersten Läufigkeit steigt der %-Satz schon erheblich an, im Alter von 2 Jahren ist die Krebsprävention durch Kastration praktisch auf 0 gesunken!

lg helga
 
ich würde prinzipiell jede hündin kastrieren lassen, es gibt genügend hunde in den tierheimen, und das wird sich sicher nicht so schnell ändern !!!!!!!
auch wenn die trächtigkeit nicht beabsichtigt ist, werden die welpen meistens ausgetragen, denn für eine abtreibung, die ich persönlich sowieso für falsch halte, ist es meist zu spät.
und diese welpen landen sehr oft in den THs, entweder ausgesetzt, oder abgegeben !
auch wenn es hündinnen gibt, die mit der läufigkeit keine probleme haben, habe ich schon sehr viele fälle von gebärmuttervereiterungen, gesäugetumoren und krebs mitbekommen !!!
 
@indra:

größe spielt keine rolle bei dem ganzen, man kann hündinnen/rüden kastrieren oder nicht kastrieren lassen, egal welcher größe, rasse,....

das alter ist schon auch ausschlaggebend und ein wenig rasseabhängig. sollte ein hund älter als 7 jahre sein sind operationen immer ein risiko, bei gewissen rassen gar abzuraten weil die gefahr, dass der hund aus der narkose erwacht geringer sind.

vor 7 monaten sollte man einen hund nicht kastrieren/sterilisieren lassen, weil der körper noch nicht ausgewachsen ist. der hund wird es überleben, aber rein vom menschenverstand her ist es nicht gesund. diese tier bleiben oft kleinwüchsig (kümmerer) und sind wesenstechnisch gesehen unreif.

es kommt natürlich vor, dass tiere in diesem alter und jünger schon kastriert/sterilisiert werden. meistens im zuge einer "ungewollten schwangerschaft". es gibt wie beim menschen frühreife und nachzügler was die geschlechtsreife angeht. aber der körper (auch der eines tieres) sollte die möglichkeit haben dieses stadium des wachstums zu durchleben.

wesentlicher ist bei eingriffen wie diesen der gesundheitszustand des tieres.
was eventuell gemeint wurde, aber falsch verstanden wurde ist:

je größer ein hund (vom gewicht her) desto schwieriger die narkose. die geht nämlich nach dem gewicht. verschätzt sich der ta mus er mehr aufpassen (evtl. nachspritzen). (ob jetzt beruhigung oder kreislaufputscher ist egal).

es gibt natürlich bei großen rassen zusätzlich das risiko, dass die meisten dieser rassen zwar groß vom körpergewicht her, aber ein kleines herz oder schwächeren kreislauf haben als keine hunde).

einen hund in narkose zu versetzen ist nicht schwer. ihn bei konstantem puls halten oder ihn wieder aufwecken ist oft nicht leicht. und da liegt das risiko. bei der humanmedizin werden bei so gut wie jeder vollnarkose geräte eingesetzt, die gewisse funktionen übernehmen z.b. herz-kreislauf, lunge,...

bei tieren muss man sparen und verwendet daher kaum geräte. d.h. der hund muss sich wärend einer op selbst konstant am leben erhalten. man kann zwar was machen gegen atemaussetzer, oder herzstillstand, aber "zurückfinden" muss das tier immer selber und das so schnell wie möglich um bleibende schäden oder tod zu vermeiden.

lg
 
@peaches

ich finde du siehst das ganze zu dramatisch.
sicherlich sind die tierheime voll mit hunden, aber nicht mit welpen sondern mit verhauten ausgewachsenen tieren, wo sich die besitzer überschätzt haben.

1 frage hab ich schon, warum ausgerechnet alle hündinnen kastrieren lassen ?? warum nicht die rüden ???

wie auch immer
- wenn man in österreich alle tiere kastriert gehen die leute halt ins ausland und holen sich von dort welpen.

- wenn man alle hunde kastriert, haben sämtliche züchter ihre jobs und hobbies verloren. es gäbe keine genmischung mehr und hunde sterben vielleicht sogar aus. denn älter als 25 jahre wird bestimmt kein hund. das bedeutet es gäbe in 25 jahren keine hunde mehr.

was ganz anderes:

wenn eine hündin trächtig ist empfiehlt ein seriöser tierarzt meistens die welpen auszutragen und sie zu vermitteln, weil die gefahr für die hündin bei der op sehr groß ist. denn läufige und tragende hündinnen haben in diesen zeiten mit blut aufgepumpte organe (mehr als gewöhnlich). bei einer op unter solchen umständen ist die gefahr von verbluten oder innerlichen blutungen zu groß. deshalb ist es sogar gescheiter die jungen austragen zu lassen.

lg


wenn du schon sooo viele hündinnen mit gebärmutterkrebs kennst,....

ich kann dir auch einige rüden mit hodenkrebs oder verdrehten hoden nennen. deshalb ist es noch lange nicht gesagt es sei besser alle rüden kastrieren zu lassen um das risiko zu minimieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Akela!

Gut und ausführlich erklärt.
Aber falsch verstanden habe ich den Tierarzt nicht.
Er meinte tatsächlcih es könnten sich Verhaltensänderungen ergeben.
Jetzt bin schlauer. Aber in dem Alter will ich es der Dame nicht mehr zumuten.
Kriege schon Panik wenn ich ihr demnächst das Geschwür/Abzeß am Bein entfernen lassen muß.
Beim nächsten Hund wird vieles anders.

Ich denke nur an einen Ausspruch meines Tierarztes den ich auch verstehe.
Er meinte: Der Arme Hund muß die Läufigkeit durchleben!
Während ich ja dachte, natur pur ist gut!
Nun denn, ich kann es nur betonen, man lernt nie aus!

LG
Indra
 
@akela:
würde gern wissen, wie der aramis auf läufige hündinnen seit d sterilisation reagiert - gleich wie davor od doch anders??
u ist akela kastriert?
wenn nein: wie handelst du das dann in d zeit wo sie läufig ist?
*neugierigbin*
 
@akela
bin zwar sehr oft deiner meinung nur diesmal nicht.

die sache mit dem krebs ist kein ammenmärchen.

warum spricht dann jeder ta egal aus welchen bundesland davon, kann man im internet wenn man zb im google kastration eingibt überall von krebs lesen und warum sind zwei unserer unkastrierten hündinnen im alter an brust und gebärmutterkrebs gestorben????????????????

fragen über fragen

trotzdem liebe grüße
 
Ich bin mittlerweile auch der Meinung dass es besser ist wenn wir unsere Hündin kastrieren lassen.
Was kostet denn der Spaß? So an die 100,- glaub ich oder?
Nur damit ich meine Familie informieren kann! *ggg*
 
mein Tierarzt hatt mir den Tipp gegeben, dass ich mit der Kastration bei meinem Goldie Rüden (4 1/2 Monate) warten soll, wie er sich entwickelt- vielleicht ist es ja gar nicht notwendig?
 
Tina83 schrieb:
Ich bin mittlerweile auch der Meinung dass es besser ist wenn wir unsere Hündin kastrieren lassen.
Was kostet denn der Spaß? So an die 100,- glaub ich oder?
Nur damit ich meine Familie informieren kann! *ggg*

Wie alt ist denn deine Hündin???
Also bei unsere TÄ bezahlt man fast 300 :eek:
Aber wenn man einen Rüden kastrieren lassen will, ist das nicht so teuer!!!

Ich spiele auch mit den Gedanken ob ich sie nicht kastrieren lassen soll!!!!
 
hündinnen sind teurer weil es einfach ein größerer eingriff ist (bauchhöhle muß geöffnet werden)!
 
AgilityDogTerry schrieb:
Wie alt ist denn deine Hündin???
Also bei unsere TÄ bezahlt man fast 300 :eek:
Aber wenn man einen Rüden kastrieren lassen will, ist das nicht so teuer!!!

Ich spiele auch mit den Gedanken ob ich sie nicht kastrieren lassen soll!!!!

Sie ist seit Juni 2 Jahre alt. Muss ehrlich sagen, weiß nur (vom Tierheim) dass das Kastrieren bei Katzen ca. 100,- kostet, dacht edas wäre bei Hunden ähnlich. :o

Aber der Preis spielt eigentlich eh die kleinste Rolle.
 
Ja das sehe ich auch so..es ist zwar teuer, aber immer noch besser, als wenn du nachher einen Hund hast der Krebs oder ähnliches hat!!! Und dann hast du jede Menge stress mit deinen wuffel!!!
 
Tina83 schrieb:
Sie ist seit Juni 2 Jahre alt. Muss ehrlich sagen, weiß nur (vom Tierheim) dass das Kastrieren bei Katzen ca. 100,- kostet, dacht edas wäre bei Hunden ähnlich. :o

Aber der Preis spielt eigentlich eh die kleinste Rolle.

Tina, du weisst aber schon, dass das Krebsrisiko nach dem Alter von 2 Jahren nicht mehr durch eine Kastration gemindert wird?

lg helga
 
Hi PitBull!

So nun hab ich die genauen Zahlen der Untersuchung:

-Kastration vor der ersten Läufigkeit: die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, liegt bei 2%
-Abwarten bis nach der 1. Läufigkeit, geht das Risiko auf 8%
-Nach der 2. Läufigkeit steigt es gar auf 25%
-Nach der 3. Läufigkeit ist die Bildung von Tumoren durch eine Kastration nicht mehr zu beeinflussen!

lg helga
 
hallo!
ich hab bewußt meine hündin kastrieren lassen..
meine erste wurde mit 14 wegen einer gebärmuttereiterung kastriert. von den folgen hat sie sich leider nie mehr erholt. laut TA hatte sie auch tischtennisballgroße zysten an den eierstöcken. wenn er das vorher gewußt hätte, hätt er sie gleich eingeschläfert......das war sein a-ton.
ich hoffe, dass alle kastrationsgegner ihre hündinnen nie durch sowas verlieren..
lg
 
Helga schrieb:
Hi PitBull!

So nun hab ich die genauen Zahlen der Untersuchung:

-Kastration vor der ersten Läufigkeit: die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, liegt bei 2%
-Abwarten bis nach der 1. Läufigkeit, geht das Risiko auf 8%
-Nach der 2. Läufigkeit steigt es gar auf 25%
-Nach der 3. Läufigkeit ist die Bildung von Tumoren durch eine Kastration nicht mehr zu beeinflussen!

lg helga

Wie kann denn die Gebärhmutter von Krebs befallen werden wenn sie entfernt wurde?
 
Pit Bull schrieb:
Wie kann denn die Gebärhmutter von Krebs befallen werden wenn sie entfernt wurde?

Es wird ja nicht nur von der Gebärmutter gesprochen, sondern auch von Gesäugetumoren oder ???

helga
 
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