Hund von irgendwo her und dann Probleme...abgeben..??

Dani und Siqua

Super Knochen
Wollte mal so allgemein in die Runde fragen, warum manche Leute das tun: Sich einen Hund irgendwoher nehmen (Osteuropa, Tierhandlungen, Vermehrer, whatever) und dann so geschockt sind, wenns Probleme gibt?

Meine Freundin hat auch den Fehler gemacht, einen Welpen von AL zu nehmen (wir wissen alle, wie "toll" AL ist) und hatte in den ersten Monaten diverse Schwierigkeiten....ständig war sie auf der Vet. etc....mittlerweile hat sie auf BARF umgestellt, der Hund ist endlich fit und ein gesundes und glückliches Leben steht ihm bevor....

Nur wenns wirklich was chronisches ist, hat es Sinn, den Hund ein Leben lang zu quälen und mit Schmerzmitteln zuzudröhnen? Anders gefragt: Ist einschläfern wirklich eine Lösung? Ab wann entscheide ich mich fürs "erlösen" und wann fürs "kämpfen" und Therapie? Ist die Frage, wieviel Lebensqualität ein Hund hat, der eine Langzeittherapie macht, dem ständig von den Medikamenten übel ist oder der "zugedröhnt" wird und nicht mehr der selbe ist?

Würdet ihr euren Hund wirklich so lange "leiden??" lassen, bis er aufhört zu fressen?

Ja und was ich mich auch immer wieder frage, was gibt es für Beweggründe, den eigenen Hund aus Krankheitsgründen herzugeben? Problem aus der Welt geschafft, Platz für einen neuen Vierbeiner? 10 Jahre und länger ist ja doch zu lang? Ich will was neues, oder wie???? :confused:
 
Da sprichst Du ja reichlich verschiedene Punkte an. Ode rhabe ich den roten Faden überlesen? :D

1. Warum sind manche über Hunde überrascht/überfordert.

Ich denke mal, sie haben sich zu wenig informiert, vielleicht ein Spontankauf oder halt ein Hund für die Kinder.

Manche sind sicher auch einfach blöde. Ich kenne einen Fall, wo ein Ehepaar mit einem Hund völlig überfordert war. Sie haben sich einen 2. dazu gekauft in der Hoffnung, das würde dann besser. :confused:

2. Einschläfern lassen.

Schwieriges Thema. Ich denke, wenn der Hund sich nur noch quält und keine Chance auf Besserung ist, sollte man ihn einschläfern lassen. Aber diesen Punkt zu treffen, wo es besser ist, ist sehr sehr schwierig.

3. Hund aus Krankheitsgründen abgeben

Ist für mich in der Regel nicht nachvollziehbar.

Allerdings gibt es durchaus Situationen, wo es besser ist, seinen Hund weg zu geben. Hier muss man eben auch sehen, was besser für den Hund ist.

Tschüss

Ned
 
Ja, das sind Fragen, auf die ich auch gern mal eine Antwort wüßte...
Wir haben da grad in der Nachbarschaft so einen Fall: die Herrschaften haben für den 11jährigen Sprößling einen wirklich süßen Schäferwelpen angeschafft.
Nach kurzer Zeit mußte der Kleine ins Tierheim, weil er angeblich Würmer erbrochen hat.
Meine Theorie:
1. die haben noch nie was von einem "Tierarzt" gehört (der kann ein Medikament gegen die Würmer geben - boaaaah, wer hätte das gedacht?)
2. vermutlich haben die den Kleinen unbehandelt gelassen (bitte zeigt mir mal einen Welpen, der kein Wurmproblem hat!), bis es halt so schlimm wurde...

Inzwischen ist der kleine Schäfer wieder bei der Familie - obwohl ich mich ehrlichgesagt frage, ob es für ihn nicht besser gewesen wäre im Tierheim zu bleiben und eine neue Chance zu bekommen...
 
hab mir vor 8 mon, einen hund von AL geholt mit 8 mon. war auch schwer am anfang, dachte auch oft ans aufgeben aber es nie wirklich gemacht. wenn ich mir einen hund nehm dann bleibt er bei mir.. bis er stirbt, wenn er krank wird dann bleib ich bei ihm das bin ich ihm irgendwie schuldig für all die schönen erlebnisse. und wenn er einmal wirklich schlimm krank wird naja.. einschläfern erst wenn ich weiss das es nicht mehr geht (nicht mehr gehen kann, nichts mehr frisst) dann ja. aber ansonsten niemals dafür liebe ich ihn viel zu sehr
 
*elli* schrieb:
Hi!

Woher hast du das erfahren????

Die haben ihn wirklich ins Tierheim abgegeben!!!!!

Mahhh der arme kleine :( :(
Das hat mir die Gabi (Frauli von der Sandy) erzählt, die hat sich mit der Frau unterhalten. Bis dahin war's ja nur ein Gerücht, obwohl, so wie die gestöhnt hat, dass der Kleine (mit damals 12 Wochen!!!) noch immer nicht stubenrein ist, wundert mich ja gar nix! :mad:
 
also ich hatte auch weiss-gott-was-für-probleme und habe sie mit sehr viel geduld ziemlich gut hinbekommen. sicher happerts noch hier und da ein bissl aber ich kann mit ihr mittlerweile spazierengehen und wir kommen beide wieder zusammen nach hause :-) und hasen hat sie auchkeinen mehr erledigt.
mann muss sich halt reinlegen und durchbeissen! ich sag immer, ein kind kann man ja in der pubertät auch nicht einfach ins heim geben. amn muss sich damit auseinander setzen, auch´wenn man vielleicht keine lust drauf hat. ich hätte auch lieber einen easy hund gehabt der alles tut und macht was ich will, nie fortläuft, leute verbellt und andere hunde ansteigt. aber so ists nun mal.
und ich würd sie NIEEEEEEEEEEEEE im leben wieder hergeben !
 
MissRippinKitty schrieb:
hab mir vor 8 mon, einen hund von AL geholt mit 8 mon. war auch schwer am anfang, dachte auch oft ans aufgeben aber es nie wirklich gemacht. wenn ich mir einen hund nehm dann bleibt er bei mir.. bis er stirbt, wenn er krank wird dann bleib ich bei ihm das bin ich ihm irgendwie schuldig für all die schönen erlebnisse. und wenn er einmal wirklich schlimm krank wird naja.. einschläfern erst wenn ich weiss das es nicht mehr geht (nicht mehr gehen kann, nichts mehr frisst) dann ja. aber ansonsten niemals dafür liebe ich ihn viel zu sehr


auch wenn er ständig schmerzmittel bräuchte? ich denke, das ist eine frage der lebensqualität für den hund? ob er das dann auch noch will (wollen würde)...ich als mensch würde glaub ich nicht monate lang an maschinen hängen und mit medikamenten vollgestopft werden wollen wenn es aussichtslos ist...warum das sterben noch hinauszögern? bringt das DEM TIER auch noch was? ist das vom besitzer nicht irgendwie egoistisch, nur damit man noch gemeinsame zeit hat?

nicht falsch verstehen, bin nicht unbedingt ein befürworter von einschläfern lassen...würde mir bei meinen hunden auch mal einen natürlichen tod wünschen und keine krankheit oder dass ich so eine entscheidung treffen muss
 
Dani und Siqua schrieb:
auch wenn er ständig schmerzmittel bräuchte? ich denke, das ist eine frage der lebensqualität für den hund? ob er das dann auch noch will (wollen würde)...ich als mensch würde glaub ich nicht monate lang an maschinen hängen und mit medikamenten vollgestopft werden wollen wenn es aussichtslos ist...warum das sterben noch hinauszögern? bringt das DEM TIER auch noch was? ist das vom besitzer nicht irgendwie egoistisch, nur damit man noch gemeinsame zeit hat?

nicht falsch verstehen, bin nicht unbedingt ein befürworter von einschläfern lassen...würde mir bei meinen hunden auch mal einen natürlichen tod wünschen und keine krankheit oder dass ich so eine entscheidung treffen muss

bei mir ist einschläfern die letzte lösung wenn der hund nichts mehr aufnehmen kann, unterträgliche schmerzen hat die nicht zu lindern sind oder so etwas. und ich bin ganz und gar nicht dafür wie manche leute ihre tiere zu toden quälen: noch eine chemo und noch eine, wo der hund shcon metastasen hat... also ich würde bei mir keine chemo machen wenn ich metastasen hat also wozu dem hund das antun.
 
Thema "Hund nehmen und dann abgeben":
Kommt drauf an, unter welchen Voraussetzungen man den Hund genommen hat. War es nur Pflege oder mit der Absicht ihn zu behalten? Wenn nur Pflege, dann ist es für mich klar, dass der Hund auch wieder abgegeben wird (egal nach welcher Zeit, weil manchmal braucht es nun mal länger, einen geeigneten Platz zu finden). Hat man den Hund als "seinen" genommen, dürften Verhaltensprobleme ja eigentlich kein Abgabegrund sein, weil man den Hund vorher hoffentlich kennengelernt hat (z.B. TH, AL, was auch immer)

Thema "Hund einschläfern ja - nein":
Wenn der Hund unheilbar krank ist, ist einschläfern dem Hund gegenüber am fairsten. Rigo hatte Knochenkrebs, drei verschiedene Ärzte haben die Diagnose bestätigt. Nach der Diagnose hat er noch etwa ein Monat gelebt, dann haben wir ihn - da er trotz Schmerzmedikamenten Schmerzen hatte - einschläfern lassen.
Krankheiten, die behandelt werden können, würden wir jederzeit (wieder) behandeln lassen.
 
Schlappohrli schrieb:
Das hat mir die Gabi (Frauli von der Sandy) erzählt, die hat sich mit der Frau unterhalten. Bis dahin war's ja nur ein Gerücht, obwohl, so wie die gestöhnt hat, dass der Kleine (mit damals 12 Wochen!!!) noch immer nicht stubenrein ist, wundert mich ja gar nix! :mad:


Also wars doch so wie wir gedacht haben!!!!! Na schlimm!! Der arme Zwerg!!!
 
Anmial Life

Ich habe selber zwei Nothunde, Emir hab ich mir angeschaut u. ihn genommen.
Was hatte ich davon, mehrere tausend Euro TA-Kosten in einem Jahr, aber einen Hund, der mich u. den ich abgöttisch liebe. Ein anderer hätte das vielleicht nicht getan.

Dana, ebenfalls ein Notböxi, hat mich auch schon einige Hunis gekostet, aber da gilt dasselbe wie für Emir. Obwohl sie mir regelmäßig sämtliche Kästen ausräumt, mir Sachen kaputt beisst u. noch immer nicht ganz stubenrein ist.

Aber deshalb wieder hergeben, nie u. nimmer.

Ich würde kein Tier mehr abgeben, es gibt fast für jedes Problem eine Lösung.

Aber es ist heute für jedermann schon so einfach sich einen Hund oder eine Katze zu nehmen u. wenns nicht mehr passt, dann geb ichs wegen enier Allergie etc. einfach im Tierheim ab...

So leids mir tut, auf solche Leute schau ich herab, da könnt ich drauf spucken... nicht denken, einfach handeln u. wenns zuviel wird, hol ich mir ein neues....

Bäh! :mad:

PS: Zum Thema einschläfern, ich denke mir, wenn eines meiner Tiere kein lebenswertes 'Leben mehr leben kann u. ihm nicht mehr geholfen werden kann, werd ich auch diesen Weg mit ihm gehen, auch das ist man seinem Tier schuldig.
 
@ dani:

das mit lebenslangen schmerzmitteln und chemo oder so würd ich auch nein sagen, aber ich denke das sollte jeder für sich ausmachen den ich glaube das jeder seinen eigenen hund kennt und weiss wie sehr man ihm etwas zumuten kann oder nicht. na der fussl bis jetzt immer gesund war, und wir nur das problem haben das er ein schlechter heiler ist würde ich anfangs schon mal "alles" versuchen. aber wie gesagt es kommt auf die situation und den hund an
 
Also, wennst mich fragen würdest......... ;)

Wenn man sich einen Hund aus einer von dir beschriebenen Herkunftsorte nimmt, muss man mit allem rechnen. Nur leider bedenken ja doch die wenigsten, dass mal was ärgeres los sein könnte mit dem Tier. Es dann abzugeben finde ich mehr als unmenschlich und sozial inkompetent. Geld spielt bei vielen natürlich auch eine Rolle, aber auch das gehört meiner Ansicht nach zu den Dingen, die man vorher einrechnen muss!

Im Grunde genommen, würde ich mal von Haus aus alles probieren, was dem Hundeleben irgendwie zuträglich ist.
Wenn mein Hund irgendeine schwere Erkrankung bekommen würde, sprich Krebs oder ne Niereninsuffizienz oder ne Herzinsuffizienz..........da würde ich abwägen. Von vorhinein zu sagen, ich würd ihm keine Chemo oder so geben, würd ich nicht sagen.

"Wir" haben ja auch ne Knochengeschichte und wir waren bei dem bööööööööööösen, ach so geldgeilen Dr. Schwarz. Komischerweise hat der uns von einer OP sogar abgeraten und gemeint, wir hätten noch die Hoffnung des "auswachsens". Soviel dazu, das der immer nur operieren will. (bissl OT, ich weiss)

superbernie also ich würde bei mir keine chemo machen wenn ich metastasen hat also wozu dem hund das antun.

Mädel, Mädel du hast echt keine Ahnung............ich wünsch dir, dass Du nie in diese Situation kommst, denn glaub mir: auch wenn du Metas hast............du würdest alles tun um dein Leben nicht zu verlieren.
 
Alexia schrieb:
"Wir" haben ja auch ne Knochengeschichte und wir waren bei dem bööööööööööösen, ach so geldgeilen Dr. Schwarz. Komischerweise hat der uns von einer OP sogar abgeraten und gemeint, wir hätten noch die Hoffnung des "auswachsens". Soviel dazu, das der immer nur operieren will. (bissl OT, ich weiss)

Das wurde mir von Kopf auch gesagt, u. obwohl wir eigentlich an ein künstliches Hüftgelenk gedacht hatten etc, hat er uns davon abgeraten u. auch von anderen OPs, obwohl er viel operieren hätt können u. viel Geld damit machen hätt können :)

Alexia schrieb:
Mädel, Mädel du hast echt keine Ahnung............ich wünsch dir, dass Du nie in diese Situation kommst, denn glaub mir: auch wenn du Metas hast............du würdest alles tun um dein Leben nicht zu verlieren.

Das glaub ich auch, wir haben sowas erst hinter uns, leider hats meine Omi nicht überlebt u. ist letzte Woche von uns gegangen, aber sie hatte das schon 3 Mal mitgemacht ihn ihrem zu kurzen Leben u. jeder kämpft, wenns noch n Fünkchen zu kämpfen gibt, für sein eigenes Leben, glaub mir...
 
Davidian schrieb:
Das glaub ich auch, wir haben sowas erst hinter uns, leider hats meine Omi nicht überlebt u. ist letzte Woche von uns gegangen, aber sie hatte das schon 3 Mal mitgemacht ihn ihrem zu kurzen Leben u. jeder kämpft, wenns noch n Fünkchen zu kämpfen gibt, für sein eigenes Leben, glaub mir...


Ich bin auch davon überzeugt,dass man für sein Leben kämpft.
Unsere Nachbarin (81 J.,und jahrelange gute Freundin) liegt seit Wochen im
Spital und es wurde ihr ein Bein amputiert (sie ist Diabetikerin und hatte ne
Sepsis .. Wunder heilte nicht.) Diese Frau durchleidet schreckliche Schmerzen - aber sie kämpft mit aller Kraft und will wieder nachhause :(

Das ist der Unterschied zum Tier - womit wir wieder bei Thema sind ;) -
man kann es von unterträglichen Schmerzen "erlösen".
Und ich finde man ist es seinem Tier schuldig, ihm in diesen Stunden beizustehen und "sie gehen zu lassen" :(
 
SnoopDog1977 schrieb:
Das ist der Unterschied zum Tier - womit wir wieder bei Thema sind ;) -
man kann es von unterträglichen Schmerzen "erlösen".
Und ich finde man ist es seinem Tier schuldig, ihm in diesen Stunden beizustehen und "sie gehen zu lassen" :(

Du hast auf jeden Fall recht damit. Aber nix desto trotz sollt man immer schauen, ob es wirklich schon "an der Zeit" ist........... so mancher Zeitgenosse ist doch sehr schnell mit der Spritze dabei.
Deiner Nachbarin alles Gute, Amputationssmerzen sind echt schlimm. :(

@davidian
Für deine Oma tut es mir leid, aber denk immer dran: Sie hat sicher auch dafür gekämpft länger bei Euch zu sein, und das hat sich für sie auf jeden Fall gelohnt.
Kopf hoch!
 
@Alexia
Danke! Es tut furchtbar weh, aber es hat auch wehgetan, sie so leiden zu sehen...

Wir hatten jetzt einen Fall mit einem Böxi bei uns im Forum.

Dieser Böxi ist plötzlich erkrankt u. erst nach etlichen Tagen u. Quarantäne u. Kampf um Leben und Tod, haben sie rausgefunden, dass er Leptospirose hat..

Sie war wirklich schon mehr dort als da, das Frauchen durfte tagelang nicht zu ihr, über ne Woche, ich glaub 10 Tage oder so... die TÄ hatten sie schon gefragt, ob sie sie nicht gehen lassen möchte, wir haben alle mitgehofft u. gebangt, ein Teil hat gemeint, sie soll dem Leiden ein Ende setzen, die Organe versagen schon u. es gibt so gut wie keine Hoffnung mehr...

Und was war, sie hat dran geglaubt, letzte Woche wurde die Hündin aus dem Krankenhaus entlassen, der Leberwert ist noch nicht 100%ig wieder da, wo er hingehört, sie ist extrem abgemagert, aber die Niere passt schon wieder zu 100% u. sie ist noch mehr oder weniger unter Quarantäne, bei ihr zu Hause u. unter Nachbehandlung, aber sie hats geschafft, obwohl viele, auch der größte Teil der TÄ nicht mehr dran geglaubt hatte...

Seit dieser Sache jetzt, überlege ich glaub ich 3Mal, ob ich zur Spritze greif...

PS: ABer ich würds tun, wenns nicht anders gehen würd, auch wenns hart wäre..
 
Francis hat ja schon mal gefragt. Aber ich bin ebenfalls eine Unwissende und frage deshalb nochmals: WAS ZUM GEIER IST "AL"???

Hab noch keine Antwort gefunden, oder bin ich einfach nur "schaßaugat"?

lg, laura
 
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