Viele Hunde verlieren das Zuhause, wenn ein Baby da ist. Mir fallen auch ein paar Gründe ein, warum das so ist: Ein Säugling wacht nachts alle 2-4 Stunden auf und will versorgt werden. Oft ist man dann froh, morgens länger schlafen zu können bzw. schafft es oft nicht bis zum Nachmittag außer Haus zu kommen, bevor man Kind und sich selbst fertig gemacht hat. Zumindest sollte der Hund so klein sein, dass er bis dahin aufs Katzenkisterl gehen kann.
Mit einem kleineren Kind käme für mich nur ein Welpe in Frage. Viele "übertragenen" Tiere werden als absolut kinderfreundlich usw. beschrieben, aber wenn man selbst ein Kind hat, will man dann absolut kein Risiko mehr eingehen. Mein Rüde knurrt auch regelmäßig meine Tochter (sie ist 12) an, wenn er in ihrem Bett liegt und es ihm nicht passt, dass sie auch nur daran vorbei geht. Er gehorcht ihr auch nicht wirklich und lässt sich an bestimmten Stellen nicht von ihr angreifen ohne sie anzuknurren.
Wenn ich mir vorstelle mit einem Welpen, oder noch dazu Junghund in den Flegeljahren spazieren zu gehen, daneben führe ich den Kinderwagen, der Hund will nicht weitergehen oder sieht etwas, zerrt in die andere Richtung, was mache ich dann? Ich rase mit Wagen hinter Hund her, lasse Kind stehen um Hund nachzulaufen oder lasse Hund davonlaufen??
Genauso frage ich mich immer wieder, was diverse Mütter mit Kleinkindern oder Babies in Hundezonen oder Hundewiesen zu suchen haben. Mag sein dass mein eigener Hund das Baby liebt aber viele andere Hunde (wie zb mein eigener) haben Angst vor schreienden, laufenden Kleinkindern, die für den Hund unvorhersehbare Bewegungen machen. Genauso gut kann ein größerer Hund ein kleineres Kind bei einer freudigen Begrüßung leicht umwerfen. Meine Tochter hat sich einmal sehr erschreckt als ein Hund plötzlich an ihr vorbeilief, der größer war als sie selbst. Aus solchen Kindern werden manchmal Erwachsene, die immer Angst vor Hunden haben.
Da fällt mir ein, dass meine Sally (Schäferin) vor ein paar Wochen zwei kleinen Kindern das Kipferl aus der Hand gefressen hat, blitzschnell das eine, umgedreht und gleich das andere. Ich habe mich entschuldigt und geschaut dass ich schnell weiter komme.
Wenn das Kind dannn krabbelt, wird es zum Futternapf krabbeln und das Frolic essen, im Winter wenn der Hund nass und schmutzig wird, wird das Kind genauso aussehen.
Ich denke, das erste Kind und ein neuer (junger) Hund ist eine Belastung, die man sich nicht unbedingt gleichzeitig anfangen sollte. Vor allem wenn man gerade am Anfang viel Zeit für einen Hund braucht, damit er sich so entwickelt, dass man ihm vertrauen kann.