Hilfe - jetzt wird es gefährlich!

Wenn sie allein bleiben muß, haben meine Hunde einen eigenen Raum im Keller. Wenns nur ein bißerl wärmer wird, können sie dann auch im Garten bleiben. Mein "Alter" will nur jetzt keinen Schritt zuviel in die Kälte.

In der Nacht eine Box benützen, fällt mir unheimlich schwer, bin kein Fan davon, obwohl, was ich im forum schon darüber gelesen habe, dürfte es eine tolle Sache sein, wenn man z.B. viel mit Hunden unterwegs ist. Oder, wenn der HUnd allein in der Wohnung bleiben muß.

Aber mein Problem ist ja, das ich erst hinterher draufkomme, das sie etwas zerstört hat. Ich erwisch sie nicht inflagranti. Und wenn wir alle zuhause sind, möchte ich sie nicht wegsperren, was ja beim Erwischen als Strafe kurz ok wäre, aber das tu ich ja nicht.

Z.B. heute ruft mein Sohn, Mama es fehlt wieder ein Stück von der Ecke, sie lag dort, das weiß ich, aber wann hat sie es abgenagt:confused:
 
Ich hab ein Pflegekind aus Nitra und sie hat anfangs auch zerbissen, was sie wollte! :eek:
Du musst sie immer beobachten, wirklich immer!

Da sie das alles ja nicht kennt, musst du quasi bei Null anfangen und sie wie einen Welpen die ganze Zeit im Auge behalten, auch wenn sie vermeintlich schläft!:D :rolleyes:

Mit viel Geduld und Konsequenz konnte ich es ihr abgewöhnen, zumindest wenn wir zu Hause sind!
Wenn sie mal eine Stunde allein sein muß, habe ich sie in ein separates Zimmer gegeben mit Körbchen, Spielzeug, Kauzeugs und Wasser. Dann lass ich vom Fernseher die Musik laufen, damit sie sich nicht so alleine fühlt. Das Resultat war, sie hat auf dem Kauknochen herumgekaut und nix kaputt gemacht! Du musst sie halt langsam daran gewöhnen!;)
Hab sie hin und wieder im separatem Raum gefüttert, damit sie weiß, dass ist gut für sie. Mittlerweile geht sie gern rein, wenn wir mal kurz weg sind, weil sie weiß, da hat sie alles drin.:p
Funktioniert also ähnlich wie mit einer Box, nur krieg ich erst am Samstag eine und hab das "Problem" vorübergehend so gelöst!
Mittlerweile nagt sie nix mehr an wenn sie mal kurz alleine ist und mit den anderen im Wohnzimmer schlaft!:D
 
:eek: Heißt das, ununterbrochene Kontrolle!
Puh! Wird anstrengend, vorallem sie verliert man so leicht aus den Augen, weil sie wie ein Geist herumschleicht!:D
Und besonders schwierig wird es, wenn sie "schläft" , weil würde man von so einem friedlich vor sich hin träumenden Hundeengel gleich was böses vermuten?:)
 
Skylarimar schrieb:
:eek: Heißt das, ununterbrochene Kontrolle!
Puh! Wird anstrengend, vorallem sie verliert man so leicht aus den Augen, weil sie wie ein Geist herumschleicht!:D
Und besonders schwierig wird es, wenn sie "schläft" , weil würde man von so einem friedlich vor sich hin träumenden Hundeengel gleich was böses vermuten?:)
Ja das kenn ich nur zu gut! Ist echt anstrengend, aber es zahlt sich wirklich irgendwann aus!:D :D
 
Skylarimar schrieb:
weil ich mich für eine Therapiehundeausbildung interessiere.
Also an eine Therapiehundeausbildung brauchst mit Deiner Hündin vorläufig nicht zu denken. Da hast Du vorher einiges zu tun, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Therapiehundeausbildung bedeutet starken Streß für den Hund. Davon - so meine ich - hat sie vorläufig mehr, als genug.

Aus dem Geschriebenen kann ich jetzt allerdings nicht erkennen, was die Ursache ihres zwanghaften Zerstörungsdranges ist, als da beispielsweise wären:

Streß: wie Du schreibst, geht es mit den beiden Kindern ziemlich rund. Also könnte der Hund möglicherweise überfordert sein (kannte ja nur den Zwinger im TH) oder zuwenig Ruhephasen haben. Zusätzlich der Ortswechsel.

Angst: Hunde, die in Zwingern gehalten wurden, können oft mit großen und freien Räumen nichts anfangen, können mit ihrer Angst nicht umgehen, setzen Ersatzhandlungen. Das, was nach menschlichem Maßstab für den Hund ein Quell der Freude und Erleichterung sein sollte, ist in Wahrheit ein beängstigendes Erleben einer völlig neuen, lauten, gefahrvollen Umgebung.

Mangelsozialisierung: zu wenig Erfahrungen (sozialer Erfahrungsentzug), können zu sog. zwanghaften Stereotypien führen.

Psychische Abhängigkeit vom Kauen: Kauen beruhigt und wird somit zum selbstbelohnenden Verhalten.

Und, und, und....

20 Möglichkeiten und Dutzende Mischformen/Kombinationen aus diesen Möglichkeiten.

Box löst nicht das Problem, könnte ihr aber im Falle der Angst vor weiten Räumen einen "Rahmen" geben, in dem sie sich wohl und sicher fühlt. Eine Rückzugsmöglichkeit (Höhle) könnte einen ähnlichen Effekt haben.

Ohne den Hund gesehen zu haben, kann ich Dir leider keinen wirklich seriösen Ratschlag geben, als den: such Dir professionelle Hilfe.

Und meide - im Interesse Deines Hundes - jede normale Hundeschule.

LG, Andy
 
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Skylarimar schrieb:
wenn ich sie dabei sah - und pfui sagte, hat sie sofort aufgehört - jetzt macht sie es ja nur mehr heimlich
Eine völlig absehbare Entwicklung. :o Hund hat nicht gelernt, daß Zerstören Pfui ist, sondern nur, daß das erwischen lassen für ihn zu negativen Folgen führt.
halt ich ihr diesen Gatsch vor die Nase und sage pfui ist das, schaut sie mich unter ihren Hängelidern schuldbewußt an, dreht den Kopf auf die Seite und scheint schon betroffen zu sein, mein Mißfallen ausgelöst zu haben
Du interpretierst menschliches Verhalten in Deinen Hund hinein. Das ist ein grober Fehler. Er schaut KEINESFALLS schuldbewußt drein, denn das würde eine zumindest moralische Erkenntnisfähigkeit beim Hund voraussetzen, die - natürlich - nicht gegeben ist.

Natürlich ist ihm Dein Tadel unangenehm, aber er weiß nicht, wofür er getadelt wird, kann es gar nicht wissen.

Kopf wegdrehen soll Dich beschwichtigen.

LG, Andy
 
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@andy
sag mal könnte es nicht einfach eine nachgeholte Welpenzeit sein? Der Hund ist ja erst ein Jahr.
Falco (mein Neuzugang aus Ungarn) ist mit seinen 2 Jahren momentan ein seehr großes Welpi und das zeigt sich in allem, sei es bei der Stubenreinheit, beim Klauen von Essbarem, beim Spielen und Lernen und auch bei der "Zerstörungswut", er weiß halt einfach nicht, welche Sachen ihm gehören und welche nicht, ich nehm ihm "meine" Sachen immer mit einem Aus oder Nein (je nachdem obs die Wand oder ein Gegenstand ist) ab und bestätige das Kommando entweder mit Futter oder mit "seinen" Sachen, also Beutetausch. Mittlerweile weiß er, dass Bücher oder Schuhe nicht seins ist, Spieltau und Knochi allerdings schon. Aus den Augen lassen kann ich ihn aber auch noch nicht, da sitzt der Schelm zu tief :p
Er ist aber so ein ganz normaler Junghund, der neugierig und interessiert aber ohne Stress seine Umwelt begutachtet, spielt, läuft und lernt.
lg manu
 
Hallo!
Ich wollte Euch einen Zwischenbericht liefern.

Meiner Hündin geht es besser, mehr oder weniger. Sie ist seit Sonntag läufig, das erste Mal bei mir übrigens, wahrscheinlich das erste Mal überhaupt.

Also ich habe wirklich vorher auf alle Anzeichen einer möglicherweise beginnenden Läufigkeit geschaut, aber nichts. Weil vermutet hab ichs ja schon, aber alle sogenannten Vorzeichen waren nicht zu bemerken.Somit scheint ihr Streß, ihre Unruhe, ihr ununterbrochenes Herumnagen vielleicht doch damit zusammenzuhängen. Und so lange habe ich sie ja noch nicht, um Vergleichungen anstellen zu können.

Sie wirkt jetzt ausgeglichener, schläft ruhiger, zernagt schon ihre Kauknochen, aber nur mehr diese.

Was mir vorher nicht auffiel, jetzt aber umso mehr, sie wirkt nicht mehr so "gehetzt" - wenn man bei einer Schlaftablette :D so einen Ausdruck verwenden kann.

Also von Heilung möchte ich noch nicht reden, ich warte mal ihre Ausnahmesituation ab, dann werden wir weitersehen.:o

Übrigens das Buch "Calming signals" von Turid Rugaas habe ich auch gelesen, vielleicht kommunizieren wir ja jetzt endlich miteinander;) .

Liebe Grüße und nochmals Danke!
 
Zwischenbericht!

Nele bleibt jetzt schon 3 Stunden alleine, ohne etwas zu zerstören.
Im Wohnbereich mit ihrem Kumpel, ich glaub, ich hab einen anderen Hund:eek:

Ein kurzes Hochblicken, wenn ich sag tschüßli, ein freudiges Hallo, wenn ich wieder heimkomm, völlig entspannt die Kleine.
Ich aber auch! Gsd! Zwei Riesenhürden sind geschafft!

Ich bin so stolz auf sie!
LG
 
Also, was für mich ein beeindruckendes Erlebnis war, war folgendes:

Meine hatten im Keller ja einen Raum für sich, wenn wir fort sind. Mein alter Hund hat sich darüber immer fürchterlich aufgeregt, weil er verbrachte allein ja den ganzen Tag mehr oder weniger im "Bett".:D
Und jetzt mit dieser Lady "mußte" er in den Keller. Für meine Hündin war es nicht furchtbar, sie hatte sich nur über den Narrischen so aufgeregt. Es war scheinbar für beide dann Streß total, alles war voll gesch... und gep..., ich dachte mir, mein Alter macht das schon. Aber er war damit gar nicht einverstanden und überfordert.

Die Situation war scheinbar für mein Dackelchen unerträglich, nicht für den Neuankömmling. Also, hab ichs mal 15 min in der Wohnung probiert, dachte mir jetzt oder nie, mein Alter verkrümmelte sich sofort ins Land der Träume, und meine Dame scheinbar auch. Man hörte nichts. Ohne Probleme steigerte ich die abwesende Zeit - nichts!

So habe ich gelernt, meinen Hunden mehr zuzutrauen. In diesem Fall waren ihre Spielregeln die besseren.

Und wie gesagt, ich bin sehr stolz auf meine beiden, haben das Problem für Frauli gelöst :D

LG
 
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