Gute Zucht - Kriterien?

Emely

Profi Knochen
Hallo,
ich bin momentan gerade auf der Suche nach einer guten Zucht.
So, aber was zeichnet nun aber eine gute Zucht aus?
Was sind die "Hardfacts"?
Sprich was bedeutet beispielsweise HD & PRA+Pat. Lux. frei?
Bei HD gibt's dann ja auch die Unterscheidung HD-A...
Bitte dringend um ausführliche Aufklärung!
Welche Untersuchungen sind vorgeschrieben und welches Ergebnis ist dann das optimale?

LG Emely
 
Hallo!

Die Zuchtbestimmungen werden von den verschiedenen Rasseverbänden bestimmt und sind daher verschieden.

Ich persönlich würde nur einen Welpen aus einer HD-A x HD-A Verpaarung nehmen - HD-B Verpaarungen wären für mich tabu.
Auf die Patella Lux. sollte man imho vor allem bei den kleinen Rassen achten, die dafür mehr "anfällig" sind.
Bei PRA gibt es verschiedene Formen - Elterntiere, die "PRA normal" sind, sind PRA frei. Dann gibt es noch "PRA carrier", das sind Tiere, die zwar selbst nicht daran erkranken, das Gen dazu aber weitervererben. Zum Schluss gibt es noch "PRA defect", das sind diejenigen, die PRA haben.
Obwohl erbliche Augenkrankheiten gut bekämpft werden könnten, gibt es Rassen, bei denen man mit Trägertieren züchtet.

Außerdem gibt es schon wirklich gute Gentests wie bei CEA.

Eigentlich kann man sagen, dass ein gewissenhafter Züchter alle möglichen Untersuchungen machen wird lassen und somit zwar diese Kosten tragen muss, aber mehr Krankheiten ausschließen kann.

LG Nina
 
ich würde mich vorabe informieren, welche krankheiten/gendefekte bei der von mir ausgesuchten rasse häufiger auftreten - findet man alles im netz - und dann gezielt nachfragen, ob der züchter diese untersuchungen durchführt.

vorgeschrieben ist für cattledogs zb. nur die HD untersuchung, genauso wichtig ist bei ihnen aber PRA und auch der BEAR (hör)test (sollte bei allen rassen die anfällig für taubheit sind gemacht werden, wie auch zb. bei dalmatiner oder dogo)
 
Hi

Emely schrieb:
Hallo,
ich bin momentan gerade auf der Suche nach einer guten Zucht.
So, aber was zeichnet nun aber eine gute Zucht aus?
Was sind die "Hardfacts"?
Sprich was bedeutet beispielsweise HD & PRA+Pat. Lux. frei?
Bei HD gibt's dann ja auch die Unterscheidung HD-A...
Bitte dringend um ausführliche Aufklärung!
Welche Untersuchungen sind vorgeschrieben und welches Ergebnis ist dann das optimale?

LG Emely

Also zuerst wie schon erwähnt kommt es auf die rasse an die du haben möchtest. Je nach Erbkrankheiten wird unterschiedliches verlangt.

Zuerst erkundigen welche Erbkrankheiten es gibt und dann darauf achten das der Züchter auch auf diese untersuchen lässt.

HD gibt es verschiedene Grade

A=frei
B=Verdacht
C=leichte HD
D= mittlere HD
E=schwere HD

Du solltest aber auch noch auf andere Punkte achten ein paar hab eich auf unserer Züchtercheckliste zusamengestellt:

http://www.huskyzucht.info/zucht/checkliste.htm

Ganz wichtig! Schau dir dei Zuchtstätte an wenn KEINE Welpen da sind denn Welpen trüben oft den Blickwinkel.

@Nina

Sorry aber dene Aussagen stimmen leider NICHT ganz. Nicht alle erblichen AUgenkrankheiten kann man per Gentest feststellen. Wir haben z.B das Problem mit Katarakt das derzeit erste feststellbar ist wenn ausgebrochen d.h. einen Träger kannst du überhaupt nicht bestimmen.

Nächstes Problem der vererbte bricht im gegensatz zum angeborenen oft erst nach Jahren aus. D.h. wiederum du hast mit genau diesem Hund eventuell schon Welpen gezugt die wiederum Träger sind oder Katarakt haben.

Da ich leider vor kurzem selbst zwei gekaufte Katarakthund ehatte und mir beim Kauf der nächsten zwei sehr den Kopf zerbrochen habe, woher kaufen welche Linien usw. Mich mit vielen Fachleuten-z.B Uniklinik Wien usw. unterhalten habe bin ich zum Schluß gekommen das es fast ein Glücksspiel für den Züchter ist einen gesunden Hund zu kaufen den selbt wenn er selbst frei ist kann er Träger sein. Schön wäre es wenn es da einen Gnetest gäbe nur leider sind wir noch nicht so weit :o(. also Vorsicht mit solchen Aussagen das gilt nicht für alle Rassen.
lög uschi & Rudel
 
Emely schrieb:
Hallo,
ich bin momentan gerade auf der Suche nach einer guten Zucht.
So, aber was zeichnet nun aber eine gute Zucht aus?
Was sind die "Hardfacts"?
Sprich was bedeutet beispielsweise HD & PRA+Pat. Lux. frei?
Bei HD gibt's dann ja auch die Unterscheidung HD-A...
Bitte dringend um ausführliche Aufklärung!
Welche Untersuchungen sind vorgeschrieben und welches Ergebnis ist dann das optimale?

LG Emely

Das ist so pauschal nicht zu sagen. Es hängt sehr von der Rasse ab und von den evtl. Krankheiten, die diese verstärkt hat.

Nur ein Beispiel: Bei Dalmatinern würde ich immer auf einer Prüfung des Gehörs achten.

HD und ED sind wichtig. Aber bei HD würde ich das auch rassebezogen sehen. Sind die Würfe immer so im A und B-Bereich und die Rasse nicht für HD bekannt, so würde ich ohne Probleme einen HD-B Hund nehmen (haben wir auch getan; wobei man das natürlich bei einem Welpen nicht weiß, unser war ja schon 13 Monate. Aber auch mit B-Elternteilen hätte ich keine Probleme gehabt).

Bei einer guten Zucht solltest Du auch immer überlegen, was Du überhaupt für einen Hund haben willst. Im groben gibt es bei vielen Hunderassen 2 Richtungen: Show und Arbeit. Auch Dual purpose (also Schönheit und Arbeit) geht in aller Regel in eine dieser beiden Richtungen.
Gibt so ein paar Hinweise darauf: http://www.drc.de/arbeit/jagd_all.html

Gute Hinweise findest Du auch hier (allerdings natürlich Schwerpunkt auf Retriever):
http://www.drc.de/zucht/welpenkauf.html

Entscheidend ist auch, was Du mit dem Hund mal machen willst. Suchst Du einen reinen Begleithund, mit dem Du just for Fun Hundesport machen willst und nicht züchten, so kann Dir eine korrekte Farbe oder ein kleiner Zahnfehler egal sein. Willst Du züchten und/oder zu shows, so musst Du auf so etwas achten.

Klar sollte der Züchter im VDH/FCI sein. Es sei denn, Du kennst ihn und seine Hunde sehr gut. Ich kenne nur eine nicht-VDH-Züchterin, von der ich einen Hund nehmen würde (allerdings interessiert mich ihre Hunderasse nicht)

Pass übrigens auf: FCI ist nicht immer FCI. Es gibt da gerade einen Rechtsstreit und 1 anderer Verein verwendet das FCI-Siegel ebenfalls.

Tschüss

Ned
 
Ned schrieb:
Klar sollte der Züchter im VDH/FCI sein. Es sei denn, Du kennst ihn und seine Hunde sehr gut. Ich kenne nur eine nicht-VDH-Züchterin, von der ich einen Hund nehmen würde (allerdings interessiert mich ihre Hunderasse nicht)

Kleine Korrektur, da der Fragesteller in Kärnten also Östereich lebt handelst es sich im ÖKV/FCI Ppaiere ;o)
lg uschi & Rudel
 
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