Akte "Beißunfall 2003-04"

doggy

Super Knochen
Hallo Foris!

Da jetzt immer mehr Politiker dazu neigen, irgendwelche "Rasselisten", "Kampfhundegesetze", "Kampfhundehalteverbote" und ähnliches in die Welt zu setzen, möchte ich eine Beißstatistik aus dem Jahr 2003-2004 erstellen.
Mit EURER hilfe. :)
Was erreichen?
Naja, evtl. ein Umdenken und das erreichen einer Gleichberechtigung in Form von Sachkundenachweis bzw. Hundeführerschein für ALLE.

Was ich jetzt brauche sind: Vorgefallene Beißvorfälle aller Rassen 2003-04.
Ich würde euch bitten mir Eure Meinung dazu zu sagen und weitere Ideen vorzulegen.
Weitere Pläne sind in Arbeit und werden Euch natürlich vorgestellt.

Bitte helft mir Zeitungen, Foren usw. zu durchsuchen und sendet mir die Artikel an meine e-addy.


Danke Euch, Mary
 
eine studie aus dem jahr 2001 (leider nur wien)

https://www.wien.gv.at/wua/pdf/hundestudie.pdf

interessant:
seite 42, die ma 60 verzeichnet gemeldete beißunfälle, aber scheinbar ohne rassezgehörigkeit?? ---> nachfragen für aktuelle daten (wieder leider nur wien...)

noch interessanter die untersuchung von trenon 2002 (vorsicht! kleine stichprobe):

9.2.2 TERNON 1992

Die Untersuchung von TERNON (1992) basiert auf der Auswertung von 193
Schadensmeldungen bei Versicherungen. Nicht erfasst sind daher Unfälle innerhalb der Familie und Bisse gegen den Hundehalter sowie andere Fälle, die außerhalb der Versicherungen geregelt wurden.

Die Ergebnisse stellten sich wie folgt dar:

Rassen:
Deutsche Schäferhunde (28,7%),
Mischlinge (27%, davon die Hälfte Schäfermischlinge),
Rottweiler (10,9%) und
Dackel (3,5%)
stellten den Großteil der beißenden Hunde. Da es keine Erhebung der Verteilung der Hunderassen in der Gesamtpopulation gibt, haben solche Zahlen nur eingeschränkten Informationswert.
Verglichen mit der Rassenverteilung der Zuchtbücher sowie der Patientenkartei eines Tierarztes zeigten sich in dieser Untersuchung aber Deutscher Schäfer und Rottweiler als überrepräsentiert.

Unfallort:
62,4% der Unfälle ereigneten sich auf dem Territorium des Hundes und in dessen
unmittelbarer Umgebung (z.B. vor der Türe).

Leine: 47,4% der Hunde waren angeleint, ein Fünftel von diesen hatte sich allerdings losgerissen.

anm. von mia: na sicher, miassen angeleint gwesen sein, sonst zahlt ja die versicherzng net ;)...sprich zahlen net wirklich aussagekräftig...

Unfallhergang: In 40,4% der Fälle ging das Opfer am Hund vorbei, 24,4% der Unfälle betrafen Besucher oder Lieferanten des Hundehalters, 13% resultierten aus versuchten Kontaktaufnahmen (56% davon durch bekannte Personen) und 11,9% aus dem Einmischen in Raufereien zwischen Hunden.

Verletzungen: 71,1% der Bisse betrafen die Extremitäten, 11,4% den Rumpf und 17,5% den Kopf des Opfers. In 23,8% der Fälle kamen Kinder (bis 14 Jahre) zu Schaden, von diesen erlitten 37,5% Bisse im Kopfbereich.

[purtscher clemens; Tiergerechte Hundehaltung und Auslaufmöglichkeiten in Wien;
Wien, Oktober 2001]
 
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