rassehunde oder mischlinge

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mausl471

Guest
liebe hundeliebhaber!

vielleicht kann mir jemand auskunft geben! mich würde interessieren, ob mischlingshunde generell eigentlich günstiger sind als reinrassige!
wir sind nämlich auf der suche nach einem havaneser, nur sind mir die reinrassig vom züchter ganz einfach in der anschaffung zu teuer! :rolleyes: jetzt war meine überlegung, ob ich mir einen mischling suchen soll, für den fall, dass diese in der anschaffung günstiger sind (und JA ich weiß, dass auch die erhaltung etwas kostet! es geht mir rein um die anschaffung :D )
es gibt ja soviele sogenannte "züchter" im internet, die bieten havaneser ab 200 euro an, und eigentlich find ich mich in dem angebotschaos nicht mehr zurecht und weiß nimma, wem man vertrauen kann! :dizzy2:
danke für eure hilfe!
 
Anschaffung - das Wort hat so einen schalen Beigeschmack, ... :o

Und zum restlichen Thema: Ich glaube, die Suchfunktion würde schon einiges an Antworten bieten.
 
Natürlich ist der Kaufpreis bei einem Mischling niedriger als bei einem Rassehund vom seriösen Züchter.

Stellt sich nur die Frage, woher den Mischling holen - für mich persönlich käme da nur einer aus dem Tierschutz in Frage, da ich weder irgendwelche Ostblock-Händler noch Wohnzimmer-Vermehrer unterstützen möchte, die sich mit den Welpen ein nettes Taschengeld dazuverdienen und ohne Ahnung von Vererbung und entsprechenden Untersuchungen fröhlich drauflos "produzieren".

Meine Nichte ist auch gerade auf der Suche nach einem Second-Hand-Hund und stöbert ständig bei willhaben u.ä. nach Hoppala-Würfen. Wenn man sich aber ein wenig durch die Anzeigen liest, haben manche Leute dort erstaunlich viele ungeplante Würfe und meist auch noch die Moderassen mit entsprechenden Preisen, die weit über eine Schutzgebühr hinausgehen. Also einfach nur eine Masche, weil halt "wo die Liebe hinfällt" besser klingt als die schnöde Wahrheit.

Das Problem ist einfach, dass man oft das Geld, das man bei der "Anschaffung" (sorry, will nicht I-Tüpferl-Reiten - aber ich find das Wort schrecklich) spart dann doppelt und dreifach beim Tierarzt wieder ausgibt. Von mangelnder Sozialisierung und dem Elend der Mutterhündin (zumindest bei den Vermehrer-Hunden) gar nicht erst zu sprechen.

Wenn Du wirklich auf einen "Hobbyzüchter" zurückgreifen möchtest, schau Dir die Leute sehr gut an. Wenn einer schon per Mail oder am Telefon nur kurz und knapp antwortet und sichtlich nicht wirklich dran interessiert ist, wo der Hund hinkommt, würde ich die Finger davon lassen. Lass Dich auf keine Übergabe-Treffen ein, schau Dir an wo der Hund aufgewachsen ist, lass Dir die Eltern zeigen, schau wie die Leute mit den Hunden umgehen - das sagt oft schon eine Menge aus.
 
liebe hundeliebhaber!

vielleicht kann mir jemand auskunft geben! mich würde interessieren, ob mischlingshunde generell eigentlich günstiger sind als reinrassige!
wir sind nämlich auf der suche nach einem havaneser, nur sind mir die reinrassig vom züchter ganz einfach in der anschaffung zu teuer! :rolleyes: jetzt war meine überlegung, ob ich mir einen mischling suchen soll, für den fall, dass diese in der anschaffung günstiger sind (und JA ich weiß, dass auch die erhaltung etwas kostet! es geht mir rein um die anschaffung :D )
es gibt ja soviele sogenannte "züchter" im internet, die bieten havaneser ab 200 euro an, und eigentlich find ich mich in dem angebotschaos nicht mehr zurecht und weiß nimma, wem man vertrauen kann! :dizzy2:
danke für eure hilfe!

find ich übrigens super, dass du dir rat holst BEVOR du einen hund kaufst!

im prinzip kannst du davon ausgehen, dass ein 200 euro havaneser nicht in österreich gezüchtet wurde, sondern im ausland um ca. 30 euro eingekauft und illegal nach österreich gebracht wurde.

auch wenn in der anzeige von impfpass die rede ist, ist die wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ein solcher hund niemals einen tierarzt gesehen hat und ein händler einfach blankoimpfpässe ausfüllt, dass der hund tatsächlich gechipt ist, ist ebenfalls nicht gewährleistet, selbst wenn im impfpass was anderes steht (im vorfreudigen taumel des welpenkaufes achtet kaum auch jemand darauf, dass der impfpass kein österreichischer sondern z.b. ein slowakischer ist).

ich kenn die situation nur von katzen, da bin ich an einige händler geraten (und ehrlich, beim anblick von so einem babytier fallen dir die augenscheinlichsten ungereimtheiten einfach nicht auf. klassiker: es existiert kein muttertier "die mag keine fremden, deshalb haben wir sie weggesperrt", "die hat die welpen nicht mehr akzeptiert und lebt deshalb gerade bei meiner mutter" blablabla...).

vereinzelt wird es sicherlich halbwegs seriöse anbieter geben, tatsächliche unfallwürfe und hunde, die nicht aus dem ausland stammen. vorsicht ist trotzdem geboten.

ich hab die erfahrung gemacht, dass es sehr hilfreich ist, sich vor dem welpenanschauen selbst auszutricksen. ich hatte auf der suche nach einer katze niemals geld dabei - damit ich, bevor ich ein tier kauf, zum nächsten bankomat muss, eine runde um den block gehen, um nachzudenken - und siehe da: mit etwas abstand wird der blick wieder klarer.

wenn der verkäufer schon nervös wird, wenn du sagst: "ich muss vorher noch zur bank"... naja, dann brauchst eigentlich auch nicht mehr zurück kommen.

leute, die mehrere verschiedene rassen gleichzeitig anbieten - finger weg! leute, die welpen der selben rasse, aber verschiedenenen alters, etwa 8 und 9 wochen anbieten - finger weg! das gilt sowohl für rasse- als auch mischlingshunde. auch mischlingshunde werden teilweise "am fließband produziert", will ja nicht jeder einen rassehund.

nicht jeder anbieter mit ausländischem akzent muss unseriös sein, nicht jeder anbieter mit fehlerfreiem deutsch ein netter mensch.

seriöse oder zumindest bemühte welpenverkäufer interessieren sich dafür, wohin der hund kommt, niemand, dem der hund am herzen liegt, wird dir in 5 minuten zwischen tür und angel einen hund verkaufen. etc. ich bin auch mit "hopplawurf"-verkäufern immer erst mal plaudernd beisammen gesessen, bevor die frage kam, ob ich das tier jetzt nehm, oder nicht.

ein "billighund" kann binnen kürzester zeit aber zum "luxushund" werden und dir unmengen an tierarztkosten bescheren - insofern, schau in hundeforen auch in die vermittlungsseiten und frag nach, ob jemand womöglich einen solchen hund zu vermitteln hat oder nimm dir, wenn du überlegst doch einen hund von einem willhaben-anbieter zu kaufen, jemand außenstehenden mit, lass dein geld im auto oder auf der bank - besprich die situation nochmal und entscheide dann, ob du der sache traust oder nicht.

aus mitleid einen welpen aus schlimmen umständen freikaufen hilft übrigens leider überhaupt nichts - im idealfall kann man in so einer situation eigentlich nur unauffällig handyfotos machen (dabei entzückt grinsen, und wenn nachgefragt wird sagen "der welpe ist ja so süß... ich möcht unbedingt ein fotos von seinem alten zuhause und den geschwistern."), "geld holen" gehen, welpe dortlassen, amtstierarzt informieren, fotos abliefern und hoffen, dass kein anderer den welpen kauft, weil sofort nachschub kommt.
 
hallo,

hast du dich denn schon mal in den tierheimen umgeschaut? das würde nämlich genau auf deine "anschaffungs"-kriterien passen.
 
Der Anschaffungspreis ist ungefähr die geringste Summe, die Du im Leben eines Hundes zahlen wirst.

Muss ich so ganz und voll zustimmen. :rolleyes:
Sowohl Mischling, wie auch Rassenwauz hab ich zuhaus, beide sehr kostenspielig. Rasse, da sehr empfindlich und Mischling, da Herzleiden. :o Dennoch. Hätte ich die Wahl, würde ich mich lieber nach einem seriösen Züchter umsehen, damit die Vermehrer NICHT fördern - oder sogar im Tierheim vorbeischauen.

Ich kann dir mindestens eine traurige Geschichte erzählen, von einem vermeindlichen 'Billighund'. So wie TanteMitzi es sagt - die werden in Österreich 'weitervermittelt', mit ausländischen Pässen, angeblich gechipt (was 99% NIE der Fall ist) und sind obendrein noch ernsthaft krank (physisch oder psychisch - im schlimmsten Fall beides.) Diese Hunde haben dann meist mehr als nur ein 'endgültiges' Zuhause, da sie trotz allem Bemühen oft nicht das werden können, was man sich beim Kauf erwartet hat.

Ich habe meinen Mischling auch aus Mitleid aufgenommen... aber den habe ich aus zweiter Hand und versuche nun, aus ihm einen Hund zu machen. Was nicht einfach ist - dafür habe ich bei der Anschaffung keinen Cent bezahlt....
 
vielen dank an "miez&mops" und "Tanze miezi" für die ausführlichen antworten!!!! sowas stellt man sich vor, wenn man in einem forum eine frage stellt! nicht diverse belehrungen oder den tipp einer suchfunktion! :rolleyes: wenn man keine antworten auf tagelange suche bekommen hat und dann endlich eine ausführliche antwort bekommt, dann macht das schon sehr große freude!
ich werd ganz einfach noch ein bisschen warten, vielleicht findet mein havaneser ja mich!!! :) oder ich mach einen unerwarteten geldgewinn, dass das finanzielle gar keine rolle spielt! ;)

nur eine frage interessiert mich noch: was ist so schlimm an dem wort "anschaffung"? wie soll ich es denn sonst betiteln? beim Kauf, bei der Auswahl, beim Einzug in unser Haus, bei der Umsiedlung,....?:confused:
 
Also ich finde "Anschaffung" nicht soo schlimm, wenn ich sage ich kaufe mir einen Hund ist es doch auch nichts anderes.
Rassehunde von einem Züchter der unter einem Verband züchtet, haben einfach einen hohen Preis, dafür gibt es unzählige Gründe. Mein Tip an Dich, schau einfach mal in div. Tierheimen nach, auch viele Orgas im Netz haben immer wieder kleine Mischlingswelpen, animalhope nitra z.B., vielleicht findest Du dort Deinen Traumhund, muss ja nicht unbedingt ein Havanese sein. Die sind heilfroh wenn sie ihre Welpen an gute Plätze vermitteln können, da bezahlst Du dann die Schutzgebühr. Da weißt Du aber auch, dass das Geld wieder dem Tierschutz zu Gute kommt.
Klar passieren immer wieder mal "Hoppalawürfe", aber die im Netz zu finden ist schwierig, meistens sind es einfach "Vermehrer" die damit gutes Geld verdienen. Nicht immer, aber meistens, sind die Hunde nicht gesund und das kostet dann wirklich viel Geld, von den Sorgen red ich gar nicht.
Die Ausreden, ich züchte nicht unter einem Verband, das ist mir zu mühsam, lasse ich persönlich nicht gelten. Entweder oder, und dann für so einen Welpen 450,-- zu verlangen, finde ich einfach nur frech.
Meine Freundin hat sich so einen Welpen gekauft, ungeimpft (weil impfen schadet dem Welpen, Originalaussage der "Züchterin") ungechipt, aber bisher gesund.
Du wirst Deinen Traumhund sicher finden, lass Dir Zeit, rede mit div. Orgas od. auch TH, da gibt es soviele Welpen, da ist ganz sicher Deiner dabei.
LG Ingrid
 
Mischling oder Rassehund ist denk ich Einstellungs und Geschmackssache.
Der Anschaffungspreis sollte aber das letzte Kriterium sein-denn wie schon einige hier angemerkt haben,der Kaufpreis ist wirklich sehr gering im Vergleich zu den Laufenden Kosten :)

Wenn Du nicht soviel ausgeben willst wäre vielleicht wirklich ein Hund aus dem Tierheim eine gute Alternative,natürlich solltest du darauf achten was für eine Vorgeschichte das Tier hat und ob es zu deinem Lebensstil paßt.

Ich würde aber auf jeden Fall im Hinterkopf behalten das ein Hund erhebliche Kosten verursachen kann im Laufe seines Lebens. Wenn du eine spezielle Rasse bevorzugst,dann spar doch einfach noch ein Jahr und hol dir dann einen Hund nach deiner Vorstellung bei einem seriösen Züchter deiner Wahl ;)

LG

http://www.catahoula-leopard.de
 
erstmals danke fürs lesen meiner frage und die vielen für mich nützlichen und auch weniger nützlichen hinweisen!
ich habe mich nach nochmaliger genauer überlegung dazu entschieden, dass ich einem hund aus einem tierheim die chance geben werde, bei uns glücklich zu werden! wir haben einen großen garten mit 1500 m², leben auf dem land und eigentlich gebe ich einem wachhund, der mir sicherheit gibt, wenn mein mann nachtdienst hat, den vorzug!
ich war nur so begeistert und vernarrt in das wesen und aussehen des havanesers, dass ich nicht gründlich genug überlegt habe! jedoch haben mich viele gespräche mit bekannten und freunden auf den richtigen weg gebracht und mich nochmals überlegen lassen!

somit kann von meiner seite dieser beitrag geschlossen werden!
danke nochmals!
 
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