Wie dem Hund beibringen allein zu bleiben?

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GinaHundi

Guest
Hallo zusammen,

es geht um meine Hündin Gina. Sie ist bereits 2jahre alt und wir haben sie erst vor ein paar Wochen gekauft.

Die Vorbesitzerin sagte uns das man sie ruhig mal alleine lassen kann und das sie ganz brav ist und nichts anstellt, aber es stellte sich leider raus das dem nicht so ist.

Sie ist normalerweise sehr lernfähig, ich hab ihr innerhalb von 10minuten beibringen können wo ihr Platz ist und das sie auch dorthin geht wenn ich sage "geh an Platz", nur das alleine bleiben klappt nicht.

Ich hab es versucht mit dem typischen "mal 5minuten weg bleiben und dann wieder kommen und das dann steigern", aber das klappt einfach nicht. Leider lässt unsere Arbeit es nicht zu das wir täglich 24h bei ihr sein können und somit hat sie bereits unsere Türgriffe angekratzt, ins Schlafzimmer gemacht (dies aber nur einmal), Stühle umgehauen und sogar ein mittlerweile 15cm Loch neben der eingangstür in die Wand gekratzt :(:eek: so langsam verzweifeln wir.

Ich hab gehört das man einem Hund das alleine-sein beibringen kann, indem man sie in die Box gibt, aber sie ist ein Kniehoher, sehr aktiver, unruhiger Pit Pull und ich glaub sie könnte sogar die Box ruinieren.

Was kann man da tun?? Ich hoffe ihr könnt uns helfen :(

glg Frauchen mit Gina
 
der ansatz mit der box ist ein guter! so hab ichs meinem dobi gelernt. und zwar ist dazu ein kennel sehr gut geeignet, ich würde ihn anfangs mit ein paar decken auslegen und dem kleinen mal zeigen, dass dies eine wunderbare rückzugsmöglichkeit für ihn ist.... dh neben dem fernsehen mal für 10 mins rein, evtl mit einem schweineohr oder zeugs zum kauen.

er soll sich darin einfach wohlfühlen, dann klappts auch unter tags.

hat bei uns so problemlos funktioniert, bis er aus dem gröbsten heraus war und wusste dass frauchen wieder kommt und er inzwischen nicht das haus außeinander nehmen muss ;)
 
Danke für deine rasche Antwort :)

Und wieviel kostet so ne Box denn ca.? Habe angst das sie die auch noch irgendwie zerstört :o sie ist ja doch sehr verschmust und anhänglich, also man kann nicht mal alleine auf toilette gehn ohne das sie sofort hinterher geht :rolleyes:
 
Sie ist bereits 2jahre alt und wir haben sie erst vor ein paar Wochen gekauft.

Gebt ihr doch ein bisschen Zeit! Sie hat nach 2 Jahren ihr gewohntes Umfeld verloren, klar dass sie noch Verlustängste hat :o
Der Tipp mit der Box ist so lange gut, wie ihr sie nicht darin einsperrt. Dafür ist eine Box nämlich nicht gedacht. Als sicherer Rückzugsort (bei offener Tür) ist sie allerdings ideal.

man kann nicht mal alleine auf toilette gehn ohne das sie sofort hinterher geht

Auch das ist verständlich - siehe oben. Das wird sich legen, so bald sie bei euch "angekommen" ist.
Alleine bleiben kann man üben, man braucht dafür Zeit und viel Geduld. Gib in die Suchfunktion "allein bleiben" ein, da findest du sicher ein paar gute Tipps
 
Hallo andrea,

naja, wir haben sie ja schon seit gut 6wochen und da sollte sie es ja schon langsam wissen oder nicht? Mir ist klar das sie nicht schon 5stunden alleine bleiben kann, aber zumindest 30min ohne etwas kauptt zu machen *hm*

Alles andere kapiert sie ziemlich schnell, ist eben nur dieser eine Punkt wo es nicht so klappen will, es gibt keinerlei fortschritt :(

Wir sind erst umgezogen anfang des Jahres und es ist für uns gerade der totale Horror das sie alles ruiniert, aber wir wollen sie auch nicht wieder weggeben, da sie vor ihrer vorigen Besitzerin im Tierheim war.

Kannst du mir vl nen kleinen Tipp geben welche größe die Hundebox haben muss? Gina ist 80cm lang und 45cm hoch *kopfkratz*.
 
wir haben sie ja schon seit gut 6wochen und da sollte sie es ja schon langsam wissen oder nicht?

Das kann von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein. Anscheinend sind ihre Ängste noch zu groß, noch dazu, wenn sie vor der Vorbesitzerin im TH war: Wer weiß, wie viele Verluste sie tatsächlich schon verkraften musste

Kannst du mir vl nen kleinen Tipp geben welche größe die Hundebox haben muss? Gina ist 80cm lang und 45cm hoch *kopfkratz*.

Die Box sollte so groß sein, dass der Hund darin stehen und sich bequem umdrehen kann
 
Hm, ich denk mir auch das sie sicher schon öfters weggegeben worden war. Es ist nur blöd, mein Mann arbeitet ganz Tags bzw manchmal Nachts und ich bin zwar die meiste Zeit zuhause, aber an manchen Tagen bin ich auch locker für 5stunden mal nicht zuhause (Job und einkaufen).

Ich werde morgen gleich zum Fressnapf huschen und mich umsehen wegen Hundebox, muss sofort beginnen mit dem beibringen, sonst komm ich mal nachhaus und alles ist ruiniert :o

Danke für deine Hilfe.

Lg Dani
 
ich hab ja eine erst 6 monate alte hündin aber bei uns ist das alleine bleiben auch ein thema.

die ersten 4 wochen konnte ich nichtmal duschen bzw aufs klo gehen, ohne das sie mir nach ist. in dieser phase hat es mmn überhaupt keinen sinn, alleine bleiben zu üben- es stresst nur! plötzlich, von einem tag auf den anderen konnte sie dann mal im wohnzimmer bleiben wenn ich aufs klo gegangen bin und ist mir nicht mehr auf schritt und tritt gefolgt und da hab ich begonnen.. wenns ie müde war nach dem spazieren gehen mal 15 minuten alleine gelassen usw, das hat dann sehr gut funktioniert.

momentan funktionierts grad wieder nicht aber wir haben auch grad wieder eine totale angst phase...
 
Gebt ihr doch ein bisschen Zeit! Sie hat nach 2 Jahren ihr gewohntes Umfeld verloren, klar dass sie noch Verlustängste hat :o

Der Tipp mit der Box ist so lange gut, wie ihr sie nicht darin einsperrt. Dafür ist eine Box nämlich nicht gedacht. Als sicherer Rückzugsort (bei offener Tür) ist sie allerdings ideal.
s

nicht unbedingt. je nachdem wie lange der hund alleine ist, empfiehlt sich noch eine ausstellungsbox, die ist etwas größer und geräumiger.

zum gewöhnen ist die box anfangs offen, allerdings, wenn der hund alleine bleibt hab ich die box natürlich geschlossen. daher habe ich auch eine ausstellungsbox verwendet, wie gesagt, ist größer. mein dobi konnte sich da drin ganz bequem bewegen.
 
Hi,

ich habe meinen beiden Rottis das alleine bleiben auch mit nem zimmerkennel beigebracht - auch der wohnung zu liebe da meine erste hündin mir auch die küche zerlegt hat :-)
ich habe einen gitterkäfig der 1,10 lang 75 breit und 80 hoch ist... also da passe ich rein ;) meine kleine ist da im moment noch drin wenn ich arbeiten gehe .. und die kann da drin drehen sich ausbreiten , zusammenkugeln, stehen und sitzen... im übrigen geht sie zum schlafen da von ganz alleine rein - guck mal bei ebay, da bekommst du diese Käfige sehr günstig...
im übrigen kenne ich diese kennels von leuten die Bullis und amstaffs haben... villeicht kennt deine süße das auch und sie weiss nicht genau wo sie hin soll ohne????
hoffe ich konnte dir mit dem ausmass des hunde - käfig größe behilflich sein

LG
Nicole
 
ich bin der festen Überzeugung, daß Gina Angst hat allein (übrig) zu bleiben.

Mein Hund war Welpe als er zu mir kam. Die ersten Wochen ist er nicht von meiner Seite gewichen. Ich hab ganz einfach alle Türen offen gelassen - auch WC und Bad. Er ist immer und überall hinterher gewesen.

Ich hab damals meinen "normalen" Tagesablauf mehrmals unterbrochen und mich mit einen Buch aufs Sofa gelümmelt, vor den Fernseher gehockt usw. In diesen Pausen hat Hund geschlafen. Wenn er aufgewacht ist, war ich immer noch da und damit hat er gelernt, daß ich (wir) nicht verschwinden.

Wenn wir das Haus verlassen (egal ob 1 oder viele Stunden) verabschieden wir uns von ihm und zählen auf, auf wen er aufpassen soll: Katze, Welli,Haus, usw.

Auch wenn Gina kein Welpe mehr ist, wäre es möglichweise hilfreich ganz von vorne anzufangen.

lg.Feline
 
Ich denke mal ich bekomme gleich Verbalhaue ... egal ,bins gewohnt;)
(auch wenns zu bedenken gibt,das ich echt alles mögliche ausprobiert habe um es anders in den Griff zu bekommen,bis dann knapp 1200 Euro Sachschaden zusammen gekommen waren und ich einfach keinen Bock mehr hatte) ein weitervermitteln war nicht mehr drin...er hatte vor mir in den ersten 2 Jahren seines Lebens schon 6 Besitzer.

Vorab:
Mit meinem Hund wars genauso...er sollte ohne probleme aleine bleiben können.Ein "muß" ,wenn man das Futter für seinen 4 Beiner verdienen muß!

Ging natürlich gar nicht...er hat die Bude so dermaßen zusammen geschrien und gebellt,das man es trotz des geschlossenen Fensters bis auf die andere Strassenseite gehört hat. Danach kam dann das voll beschleunigte gegen die Wohnungstür rennen und als letztes Mittel seiner verzweifelung die totale Zerstörung und Verwüstung meiner Wohnung. Möbel,Inventar...einfach alles...

Dann eine Idee:

Ein sogenanntes Sprühhalsband mit Fernbedienung + einer kleinen Camera mit Funkübetragung sollten mein letzter Versuch sein,Woti ein Heim bieten zu können. Denn ALLE sonstigen Mittel hatten nicht geholfen.
Nicht mehr arbeiten zu gehen war genauso wenig eine Lösung,wie das Ausgiessen meiner Wohnung mit Betonmöbeln.Ein Jahr lang habe ich es probiert,ein weiteres habe ich Woti jeden Tag vor der Arbeit zum Sitter gebracht und danach wieder abgeholt...Dabei während der ganzen Zeit alle möglichen Versuche ,dem Problem anders bei zu kommen.
Irgendwann wars mal soweit,das er selbst beim Sitter jedes Entfernen des selbigen -ohne Verzögerung- mit der Zerstörung seines Mobiliars entlohnte.

Also die Camera im Wohnzimmer installiert,den Empfänger im Schlafzimmer an einen kleinen Fernseher angeschlossen...die Camera ausgerichtet,das Sprühhalsband am Hund angelegt,aktiviert...sein Lieblingsspielzeug,Wasser und Futter im Wohnzimmer plaziert...Hund rein,Tür zu!

Rüber ins Schlafzimmer...Tv an,Fernbedienung Halsband griffbereit und abgewartet bis die Atacken anfingen.
(Schweren Herzens---)

Ich hatte extra Urlaub genommen ,um mit Ihm so das aleine bleiben üben zu können.
Anfänglich 30 min bis abschliessend extremer 9 Std nach 3 Monaten üben!
Am letzten Tag üben unter der Aufsicht einer Tier und Hundetrainerin gabs dann die Feuerprobe mit einer Leberwurststulle mittem auf dem Wohnzimmertisch...

In den 2 Jahren danach gabs immer wieder mal einbrüche des Trainingserfolges und ich musste zwischendurch wieder mit Camera und Halsband arbeiten...mal am WE zwischendurch. Denn er hatte ab und an mal wieder angefangen auszutesten,obs nicht doch wieder geht...was sich dann leider schnell wieder in Zerstörungsorgien auswirkte


Mitlerweile brauche ich den Kram nicht mehr...(bzw.seltenst)
Bis zum November des letzten Jahres war ich regelmässig 8-9Std aus dem Haus zur Arbeit (seither bin ich AU wegen Rücken OP)...zwar hat mein Vater Woti regelmässig gegen Mittag abgeholt oder mal mit zu sich genommen...aber selbst wenn das mal nicht möglichn war,gigs trotzdem gut...

Wenn ich heut lange weg muss,lege ich ihm wie immer ein Sprühhalsband (Dummy) an...die Verknüpfung hat er immer noch drin und dann freut er sich schon,weil er Spielzeuge hat,die er nur dann bekommt...manchmal vergesse ich den Dummy auch mitlerweile schon und es passiert trotzdem nix mehr.

Woti hat ,wenn er aleine sein muss das Wohnzimmer und den langen Flur meiner Wohnung für sich...die restlichen Räume muss ich auch heuer noch zu machen...zu 50 % der male ,in denen ich vergessen habe dies zu tun,oder es absichtlich zum Test nich gemacht habe...war ein wenig Protestzerstörung das Ergebniss...

Manchmal gehe ich heute noch ins Schlafzimmer um mal zu gucken ,was er so macht,wenn er aleine ist...und damit er nicht ganz aus der Übung kommt,da ich ja schon seit Monaten daheim bin. Er beschäftigt sich mit seinem Ziemer,seiner Beinscheibe,seiner Holzhantel...schläft lange auf der couch (was er sonst nicht darf) und freut sich einfach nur,wenn ich wieder da bin...gequält wirkt er dabei nicht...

Wenn wir heuer die ersten male zu Freunden in in Gärten gehen ( in denen er noch nicht war),nehme ich das Halsband auch noch mit...denn ich kann ihn nicht verbal abmahnen,wenn er den Rasen umgraben will,oder meint kleine Bäume und Büsche rausreissen zu müssen...

Im Umgang mit meinem tauben (und von anderen Menschen kaputt gemachten) Hund hat sich das Arbeiten mit diesem Halsband als sehr nützlich heraus gestellt...

Es sei erwähnt,das diese Methode kein Ersatz für eine ordentlich Erziehung sein kann.
Aber in Ausnahmefällen wie dem Umgang mit (m)einem Problemhund kann es sich als hilfreich erweisen...wenn man es sinnvoll einsetzt und nicht nur "planlos und willkürlich" damit bestraft.
 
Ausserdem gibt es die Möglichkeit bei bestimmten "Verhaltensmusstern ,bzw. Störungen" über snafte Mittel wie Schüsslersalzen oder Bachblütenglobulis einen unterstützende Wirkung zu erzielen.

Ich habe in den Jahren mit mehreren Trainern und Tierpsychologen versucht,Wotis Verhalten zu verstehen und die Ursachen zu finden.

Das hin und her gereiche eines Tieres während der Prägephase wird mit ein Grund dafür sein,das es "Verlustängste" und "Kontrollzwänge" entwickeln kann.
Woti wurde von seinen ersten Besitzern edliche male "verschenkt" und wurde immer wieder zu selbigen zurrück gegeben,weil er wohl nicht funktionierte...

Ich war dann wohl der 6e oder 7e Besitzer und hatte die ehrenvolle Aufgabe wieder herzustellen, was vor mir andere gründlich zerstört hatten.
Seine Fähigkeit eine Bezugsperson finden zu können,dieser vetrauen zu können und eine (selbst)Sicherheit zu entwickeln/zu erlernen...die Ihm seine Ängste nimmt.
Er musste lernen eine innere Ruhe zu finden und diese auch behalten zu können,wenn es eine änderung in seinem Umfeld oder seinen gewohnten Abläufen gibt ...

Angeblich besgt eine Regel,das es mindesten doppelt so lange dauert einen Hund wieder hin zu bekommen,wie es gedauert hat ihn kaputt zu machen...

Im Rückblick kann ich sagen,das es ehr noch ein wenig länger dauert und manchmal etwas unüblicher Wege und Methoden bedarf...um diese Ziel erreichen zu können.
 
Servus :)

Also ich hatte so ein ähnliches Problem. Mein Hund ist ein kleiner Mischling (Jagdhundmischung), der 2 Jahre es gewohnt war immer mit einem 2 Hund zusammen zu sein. Nach der Trennung war er auf einmal alleine, was zu heul orgien führte. Ich habe es mit Bachblüten probiert, riesige Knochen die er während meiner Abwesenheit essen konnte, langsam steigern, etc. Half nicht wirklich. Danach hab eine Kombination aus Tiersitter und in verschiedenen Räumen mal nicht hinein gelassen. So habe ich ihm z.B. mal Platz geschickt und bin dann 10 Minuten im Zimmer gewesen, dann rauf gekommen, war er noch immer Platz sehr viel belohnen. Baut laut Hundepsychatierin das Vertrauen auf. Glaube aber auch das die Tiersitterin viel geholfen hat, und es sich nach und nach gegeben hat. Habe aber auch oft gehört das es oft daran liegt, das der Hund unruhig ist. Vielleicht hilft eine Kastration, da werden sie ruhiger?! (Hilfe aber wohl nur bei Rüden). Denn meiner hat danach nochmal geheult, wegen einem läufigen Weibchen. Seit der Kastration ist endültig Schluss mit Heulerei, der Hund akzeptiert es und weiss dafür nach der Arbeit gibts Action.

Wenn du möchtest kann ich dir die Nummer der Tierpsychologin schicken. Wenn du das möchtest einfach eine PM schicken.

Viel Glück!

Liebe Grüsse

Aranis
 
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