ist ja schön, dass Du Deinem Hund soviel Entscheidungsfreiheit zugestehst

, andere tun das jedoch nicht - ich auch nicht

.
Meine Hündin hat weiß Gott ausreichend Sozialkontakte, allerdings bestimm´ die schon immer noch ich

.
Und ehrlich gesagt empfinde ich es als Nötigung, wenn ich - die ihren Hund prinzipiell bei entgegenkommenden fremden Hunden anleint oder zumind. in die Freifolge nimmt, um eben stressfrei den anderen HH samt H passieren zu können - Dank solch verantwortungsloser HH dann auf meinen Hund einwirken muss.
(sorry, der Satz ist irgendwie furchtbar, es ist schon spät

)
lg
Nicole
Das erinnert ich an ein gEspräch letztens, wo mir eine Frau sagte, wenn ihre Tochter (erwachsen) mittags mit dem Hund spazieren geht, dann ist es immer wieder schade, wenn sie andere Hundehalter trifft, die Hunde sich nur beschnuppern, aber nicht miteinander spielen dürfen.
Ich habe mir verkniffen zu sagen, das BEVOR besagte Tochter sich selbst einen nicht gerade leicht zu händelnden Mischling gehobener Größen- und Gewichtsklasse angeschafft hat, für eben die Mutter so ziemlich alle Hunde "unerzogene Scheißköter" waren. Ebenso habe ich mir verkniffen zu sagen, das ich durchaus verstehen kann, wenn andere Hundehalter BEDENKEN haben, wenn sie den geballten Haufen Fell sehen und vielleicht auh mal mitbekommen haben, das der Hund nicht unbedingt hört.
Ich habe dann allerdings auch in die Wege geleitet, das unsere beiden Hunde auf dem Hundeschulplatz zusammen spielen, der ist ausbruchssicher eingezäunt und mit Trainer dabei bekommt man auch mal Profihinweise.
Ihr Hund spielt "hart aber herzlich", daran musste meiner sich erst einmal gewöhnen und Anfangs war die Stimmung auch eher bei ihm: "Hilfe, ich werde von einem großen, bösen Hund verfolgt!". Das hat sich aber gsd. nach kurzer Zeit gegeben, obwohl der andere Hund echt nicht grad zimperlich ist, das Spielverhalten beider war aber in Ordnung, sie haben sich gegenseitig nachher aufgefordert.
Auf den ersten Spaziergang bin ich dennoch gespannt, aber der ist weite Strecken auch angeleint und ich bemühe mich, die Abrufbarkeit auf Distanz noch zu verbessern. Auch weil wir gestern auf einem anderen Spaziergang zwei recht unschöne Begegnungen hatten, wo unsere drei "Hunderundenhunde" freilaufendem Schäfermix mit Jack-Russel Kumpel begegnet sind, was eigentlich im ersten Moment gut verlief, bis der Jacki anfing zu quietschen weil es ihm unheimlich wurde und der Schäfer dann als Beschützer zugelangt hat - und auch vor einem Verbeissen in der Kehle nicht halt gemacht hat. War zum Glück auch bei einem dicken Fellmonster, die anderen beiden Hunde unserer Gruppe haben dann versucht, den Jacki zum Teufel zu jagen, der ziemlich laut quietschend durch die Gegend gerannt ist.
Freundlicherweise hat der Besitzer von dem Schäfermix dann nachher gesagt, das er so ein Problem öfters hat, kaum fängt der lütte an zu Qietschen, rastet der Große aus. Nett - beide Parteien sind über einen halben Kilometer aufeinander losgelaufen und wir haben überlegt, ob wir unsere anleinen müssen - aber sind dann davon ausgegangen, wenn er seinen großen nicht anleint, dann geht das sicherlich problemlos mit der Hundebegegnung (wie sonst eben dort mit anderen Hunden auch).
Zum Glck ist dem Hund, der angegriffen worden ist, nix weiter passiert als das er einen Mordsschreck bekommen hat und sich auch in Folge besser hat abrufen lassen (was sonst immer ein Problem ist, was aber nicht am Hund liegt... wenn in einer Minute zehnmal "Max hierher!!!" gerufen wird, dann ist es den allermeisten Hunden irgendwann schlichtweg zu blöd und sie kommen erst dann, wann sie es für richtig halten).
Na ja und kurz darauf kamen Jogger mit Hund um eine Waldecke, Hudnwar Anton aus der Welpengruppe und da ist meiner dann sehr unfreundlich geworden und hat den blöd angemacht (was er sicherlich NICHT getan hätte, wären wir ohne die anderen beiden Hunde gewesen).
Ich habe nix dagegen, wenn unser von größeren Hunden deutlich in die Schranken gewiesen wird (muss ja nicht immer gleich Blut fließen), vor allem, weil er derzeit oft ein pubertärer Rüpel ist. Er darf definitiv an der Leine nicht zu jedem anderen Hund hin, und je nach Situation sonst wird er auch angeleint, wenn uns im Alleingang Hunde entgegenkommen.
Letztlich kann man es aber wirklich schwer einschätzen - die einen Menschen sagen: Leint die Hunde ab, dann passiert nix!, Die anderen sagen: Haltet sie an der Leine, dann passiert nix!
An der Leine war er samstag auch zum Schluss eines langen Spazierganges, auf einem engeren Weg kamen uns dann zwei Frauen mit unangeleinten Hunden entgegen, die er kennt. Mit dem Berner hat er auch zusammen gespielt und im Normalfall verlaufen auch hier die Begegnungen freundlich.
Samstag haben sich beide Hunde freundlich begrüßt und dann hat der Berner gesehen, das unser Hund an der Leine ist. Die Freundlichkeit war schlagartig vorbei und es folgte ziemliches Angemache. Von ihm zu unserem Hund und von seinem Frauchen (das nicht mal eine Leine dabei hatte) zu mir.
Entweder Leine ab oder Abstand. Toll wenn der Weg keinen Abstand zulässt. Auf dem Rückweg sind wir uns noch einmal begegnet - blöd, wenn man keine Leine mithat und als eher zierliche Person einen Berner halten muss der zur Serie "Brecher" gehört.
Was Isettas Zitat anbelangt meine ich, das sie recht hat. Auch ICH bestimme, mit wem mein Hund umgehen darf oder nicht, in erster Linie deshalb, weil ich ihn BESSER kenne. Er muss keine anderen Hunde belästigen - was er oft genug macht derzeit weil er u. a. nicht versteht, das nicht jeder andere Hund gleich mit ihm spielen will oder das er für einen Welpen ziemlich unheimlich rüberkommen kann mit seiner Größe und seinem Verhalten. Sozialkontakte hat er dennoch. Ausserdem kommt bei uns halt dazu, das ich es auch aus dem Grund nicht möchte, weil er mit Kindern umgeht. Ich habe einfach keine Lust, das er lernt: Oooooh, da ist was, da muss ich jetzt unbedingt hin! - Und den Zweibeiner am Ende der Leine hinter sich herschleift und gefährdet.
Manuela