Wichtig: Zeit ausreichend für einen Aussie?

Francis

Anfänger Knochen
Hallo Ihr!
Ich weiß, dass es unhöflich ist, als Neuling gleich anzufragen, aber das ist sehr wichtig!
Und zwar ist es so, dass bei uns das Thema Hund vor ca. 2,5 Jahren aktuell war. Damals hat uns vom Kauf nur noch eines abgehalten (Welpen usw. schon angesehen), die Allergie meiner Mutter.
Nun hatten wir für 3 Wochen eine Pflegehund hier und nun meinte meine Mutter, dass es für sie kein Problem mehr sei.
Okay, ich könnte hier noch sehr lange weiter erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen ;) Es geht nun eigentlich darum, dass wir eine Hündin (12 Wochen alt) zur Auswahl hätten. Sie ist eine Australian Shepherd.
Ich habe noch zwei Wochen Ferien, danach habe ich Schule. Ich komme in die 12. Klasse, hab ca. 30-35 Stunden in der Woche.
Meine Mutter arbeitet von Zuhause, hat aber auch einige Termine, kann sich also in der Zeit in der sie da ist, nicht mit dem Hund beschäftigen! Sie wäre nur die meiste Zeit anwesend.
Meine Schwester wird sicher auch noch einige Zeit da sein, sie kommt in die 13. Klasse, aber auch sie wird sich nicht groß mit dem Hund beschäftigen - im Prinzip wäre der Hund zwar kaum alleine, Beschäftigung würde er aber nur von mir bekommen.
Eine Freundin von mir, die zwei Hunde hat, würde allerdings mittags mit dem Hund eine kleine Runde gehen, wenn ich länger Schule haben sollte.
Und trotzdem wäre der Hund natürlich einen Teil des Tages ohne Beschäftigung durch andere (ich denke, das ist wohl mehr ein Problem, so lange er noch jung ist). Ein großer Garten und Spielzeug steht ihm natürlich zur Verfügung.
Ich würde mit dem Hund die Hundeschule besuchen und sobald er alt genug ist, auch Agility, Unterordnung oä mit ihm machen.
Er hat hier wie gesagt, einen Garten und als Gesellschaft könnte er, wenn er alt genug ist, auch zu den zwei Hunden meiner Freundin.

Okay, nunja, um mal konkret einen Fall zu nennen, es kann passieren, dass mein neuer Stundenplan so aussieht, dass ich morgens um 8,9 Uhr aus dem Haus muss und abends um 17 Uhr zurück komme. Mittags würde sich meine Freundin mit ihm beschäftigen, ansonsten wäre zwar jmd im Haus, aber eben nicht mit ihm spielen etc.
Der Welpe ist nun 12 Wochen alt, wenn die Schule anfängt, sind es 14 Wochen. So ein Tag wie ich ihn beschrieben habe, KANN vorkommen. Das heißt, es kann auch sein, dass es nicht so sein wird, genauso kann dieser Tag zweimal die Woche in dem Schema sein - das hängt von meinem Plan ab.
Aber der Hund wird ja auch älter.

Was meint ihr?
Meine Mutter möchte gerne, dass ich ihr die Meinungen von anderen Leuten zeige, ob das eine artgerechte Haltung für diese Rasse wäre?

Ich freue mich auf eure Antworten!

Liebe Grüße
Linda
 
Hallo!

Erstmal finde ich es super dass du dich vorher so gut informierst. Eins muss ich vorweg sagen, Aussis sind ja Hütehunde und als Ersthund nicht immer jedermanns Sache. D.h oft treten Probleme auf : wie z.B dass sie Autos, Kinder, Tiere oder andere Sachen hüten.
Aussis brauchen (wie andere Hunde) viel Bewegung und Beschäftigung. Das heisst er braucht nicht nur lange Spaziergänge oder Ballspiele sondern muss auch geistig gefordert werden.
Da es ja Hütehunde sind musst du das von anfang an "kontrollieren" : Radfahrer, Autos, Mopeds, Tiere, Kinder...usw. sind absolut tabu -> am Besten wär es für so einen Hund , ihn an Schafen arbeiten zu lassen.
Ich will dir nichts vermiesen , die meisten Leute übertreiben auch sehr oft wenn sie sagen, dass Hütehunde jeden Tag stundenlang Schafe hüten MÜSSEN. Mein Brave (Border Collie) stört es auch nicht wenn er mal einen Tag "nur" spazieren geht und sonst nichts machen muss. Man muss halt alles abwegen und sollte nicht übertreiben.

Zu der Zeitfrage: Hat denn deine Freundin immer zu Mittag Zeit? Einen Welpen kann man nämlich nicht lange allein lassen. Er muss nach jedem Essen, Spielen und Schlafen gassi gehen und man muss ihn langsam das alleine bleiben angewöhnen.

Falls du dich entscheidest, wünsch ich dir viel Spass und vorallem viel Geduld und Kraft, vorallem in der Welpenzeit ;) (alles wird angeknabbert, zerbissen und man versucht mit aller Gewalt überalle raufzukommen um ja noch mehr Dinge zu erkunden :cool: :D )
 
zuerst einmal herzlich willkommen.
gleich vorweg muß ich dich fragen warum du den hund erst mit 14wochen zu dir nehmen wirst?
da hast du die wichtigste phase seines lebens schonmal nicht miterlebt.
mir wäre das zuwenig zeit für meinen hund.
ich arbeite wegen meiner hunde auch nur 30 obwohl sie einen großen garten zu toben und unser haus zum ruhen haben .
können sie keinen tag ohne ihre beschäftigung sein.

ich möchte soviel zeit wie möglich mit ihnen verbringen und da wäre mir 17 uhr einfach zu spät.
vorallem im winter wo es um halb 4 finster wird.
aber ich denke wenn du dich wirklich täglich mit dem hund beschäftigst gleich wenn du heimkommst wird es sicher möglich sein es müssen halt alle an einem strang ziehen..

für mich wäre es nichts aber wenn man keine andere möglichkeit hat und unbedingt eine arbeitsrasse haben will muß man halt jede freie minute "opfern" um das hunzi körperlich und vorallem geistig zu fordern.

sag uns bitte wie ihr euch entschieden habt.

hütehundliche grüße
romana
 
Chrissy schrieb:
gleich vorweg muß ich dich fragen warum du den hund erst mit 14wochen zu dir nehmen wirst?

Sie bekommt in mit 12 Wochen und in 2 Wochen, wenn die Schule wieder anfängt ist er 14 Wochen.
Meiner Meinung nach ist ein Aussie nicht unbedingt was für Euch. Klar es ist schonmal gut, daß er nicht alleine daheim ist, aber ein Aussie braucht viel Beschäfigung und das was Du erzählst, wird ihm zu wenig sein. Zumal ist ein Aussie als Ersthund denkbar ungeeignet.
Warum nimmst nicht einen Cavalier King Charles Spaniel, der braucht nicht sooo viel Beschäftigung, ist glücklich, wenn er nicht alleine ist und ist der absolute Familienhund:


LG
Jutta
 
auch von mir herzlich willkommen,

ich hab zwar mit aussies noch keine eigenen erfahrungen aber von bekannten etc. höre ich immer wieder das das hunde sind die sehr viel beschäftigung und geistige arbeit fordern. und wenn sie die nicht bekommen leicht verhaltensauffälligkeiten entwickeln, wie das zb. schon erwähnte "hüten" von autos, kindern etc.
und das aussies als ersthunde allgemein nicht geeignet sind weil sie eben "besondere" erziehung erfordern.
ausserdem kommt hinzu das du dir einen welpen nehmen willst der erfordert anfangs noch mehr arbeit und zeit!
ich würde dir vielleicht zu einem älteren hund raten? der schon gelernt hat alleine bleiben zu können und vielleicht zu einem hund der nicht umbedingt so "aktiv" ist wie ein aussie?

lg
 
Jutta76 schrieb:
. Zumal ist ein Aussie als Ersthund denkbar ungeeignet.
[[/URL]

Das sagt man von einem Border Collie auch, ABER wir haben vor 15 Jahren (1990) auch unseren ersten Hund bekommen und zwar einen Border. Wir haben natürlich vorher mit der Züchterin gesprochen und hatten auch Freunde mit einem Bc.
Sie war ein toller Hund, ich muss auch dazusagen dass meine Mutter damals 3-4 in der Woche am Hundeplatz war und sehr viel mit ihr gearbeitet hat. Wenn man viel Liebe , Geduld, Zeit, Arbeit und Konsequenz in Kauf nimmt sind es einfach die tollsten Hunde.
 
Jenny20 schrieb:
Hallo!

Erstmal finde ich es super dass du dich vorher so gut informierst. Eins muss ich vorweg sagen, Aussis sind ja Hütehunde und als Ersthund nicht immer jedermanns Sache. D.h oft treten Probleme auf : wie z.B dass sie Autos, Kinder, Tiere oder andere Sachen hüten.
Aussis brauchen (wie andere Hunde) viel Bewegung und Beschäftigung. Das heisst er braucht nicht nur lange Spaziergänge oder Ballspiele sondern muss auch geistig gefordert werden.
Da es ja Hütehunde sind musst du das von anfang an "kontrollieren" : Radfahrer, Autos, Mopeds, Tiere, Kinder...usw. sind absolut tabu -> am Besten wär es für so einen Hund , ihn an Schafen arbeiten zu lassen.


Hi!

Die Mutter der Welpen wurde von dem Schäfer abgegeben, da sie keinen Hüteinstinkt hatte. Ich denke, vllt hat sich das zumindest teilweise vererbt ;)

Was das mit dem Alter angeht, ja, genau, er wäre jetzt 12 Wochen alt, wenn wir ihn nehmen würden - und eben 14 Wochen, wenn die Schule wieder anfängt.
Meine Freundin hat mit höchster Wahrscheinlichkeit (evtl. wird sie einen Tag nicht können), jeden Mittag Zeit.
Ich muss aber vllt dazu sagen, der Welpe um den es geht, wurde nicht im Haus geboren, sondern draußen - und ist es auch gewohnt, dass der Besitzer nicht den ganzen Tag da ist.

Ihr dürft mich nicht falsch verstehen, ich weiß, dass die Rasse nicht ganz unkompliziert ist, ich habe schon viel mit Hunden gemacht (Hundeschule, Pflegehund) - aber ich habe mich einfach in sie verliebt ;)
Eine andere Rasse, die mir gut gefällt, ist der Dobermann und der Deutsche Pinscher und die sind nun auch nicht gerade leichter zu handhaben ;)
Versteht mich nicht falsch, aber diese drei Rassen wären die einzige, die bei mir in Frage kommen würden, wenn ich mir einen eigenen Hund holen würde ;)

Die Frage ist halt, ob die Haltung so dann artgerecht ist.
 
Jutta76 schrieb:
Warum nimmst nicht einen Cavalier King Charles Spaniel, der braucht nicht sooo viel Beschäftigung, ist glücklich, wenn er nicht alleine ist und ist der absolute Familienhund:

Warum nimmst du nicht lieber einen Mini Bulli! :D
 
karar schrieb:
ich würde dir vielleicht zu einem älteren hund raten? der schon gelernt hat alleine bleiben zu können und vielleicht zu einem hund der nicht umbedingt so "aktiv" ist wie ein aussie?

Das stand anfangs zu Debatte. Ich war mit meiner Freundin in sämtlichen (!) Tierheimen in der Umgebung und ich habe keinen einzigen Hund gesehen, bei dem ich gesagt hätte, gut mit dem könnte ichs versuchen!

Es ist wirklich schwierig, einen älteren Hund zu finden, der einigermaßen vom Verhalten den Vorstellungen entspricht - hinzu kommt, dass die Hunde, die im TH sitzen bleiben, eben halt fast alle eine *Macke* haben, denn sonst wären sie dort ja nicht oder aber sehr schnell vermittelt...
 
Darf ich fragen wonach du deinen zukünftigen Hund aussuchst?
Dobermann , Deutsche Pinscher + Aussi sind ja grundauf verschieden ;)
 
Jenny20 schrieb:
Darf ich fragen wonach du deinen zukünftigen Hund aussuchst?
Dobermann , Deutsche Pinscher + Aussi sind ja grundauf verschieden ;)

:p
Ich weiß...
Ich weiß auch nicht, aber es gibt eben Rassen, die mich faszinieren und andere bei denen das nicht der Fall ist. Sicher finde ich auch andere Hünde süß, aber sie wären eben nichts für mich...
 
Ich kann dich schon verstehen, aber du darfst nicht nur von der Optik ausgehen, sondern musst schauen, was für ein Hund in eure Familie passt.
Bei einem Aussi (oder speziell sehr anspruchsvolle Hunde) z.B ist es wichtig , dass die ganze Familie dahintersteht, weil was machst du wenn du einmal ins Kh musst ?Der Hund muss weiter gefordert werden ...
Ich würde dir empfehlen, dich über die Rassen die dich interessieren zu informieren und dann entscheiden welcher Hund in eure Familie passt . Es müssen auch die Eigenarte der jeweiligen Rassen berücksichtigt werden.
Willst denn sofort einen Hund? Es wäre besser, noch zu warten und sich richtig über die Rassen zu informieren und sogar mal zu Züchtern oder Hundebesitzer zu fahren und mit diesen reden und den Hund genauer beobachten
 
Hi!

Natürlich habe ich mich über die Rassen informiert!
Wie gesagt, als das Thema vor 2,5 Jahren aktuell war, habe ich wochenlang im Internet und in Büchern über die verschiedenen Rassen gestöbert.

Ich meine, wenn ihr hier alle der Meinung seid, dass ein Aussie nicht der richtige Hund für den Start und unter diesen Vorraussetzungen ist, dann gibt mir das schon zu denken...natürlich wollte ich den Hund fordern, ihm *Aufgaben* geben (Agility, Unterordnung...), aber ich dachte nicht, dass es so aufwendig ist, dass ich 3-4 mal die Woche in die Hundeschule muss.
Ich würde mich auch nicht als unerfahren einstufen was Hunde angeht - aber natürlich, es wäre mein erster Hund und wie gesagt, es könnte eben auch so Tage geben an denen er weniger beschäftigt wird.
 
nein. 3-4 mal in der Woche bin ich auch nicht mit Brave am Abrichteplatz.
Ich hab am Sa. den Kurs und dann danach mach ich spasshalber noch ein paar Breitensportübungen. -> Agility darf ich erst machen wenn er die Bgh1 hat und die machen wir erst im Dez. da er erst im Sept. 1 Jahr alt wird.
Unter der Woche übe ich jeden Tag abwechselnd einmal Vormittags oder Nachmittags Kommandos ein, entweder neue oder die alten auffrischen.
ansonsten gehen wir noch täglich mind. 1 Stunde spazieren und spielen ab und an mit dem Ball .
Man sollte es auch nicht übertreiben und der Hund muss auch lernen einen Tag nichts zu machen falls du mal wirklich krank wirst und nichts machen kannst.
Ich drück dir die Daumen, Aussis sind wirklich wunderschöne Hunde ;)
 
Jenny20 schrieb:
nein. 3-4 mal in der Woche bin ich auch nicht mit Brave am Abrichteplatz.
Ich hab am Sa. den Kurs und dann danach mach ich spasshalber noch ein paar Breitensportübungen. -> Agility darf ich erst machen wenn er die Bgh1 hat und die machen wir erst im Dez. da er erst im Sept. 1 Jahr alt wird.
Unter der Woche übe ich jeden Tag abwechselnd einmal Vormittags oder Nachmittags Kommandos ein, entweder neue oder die alten auffrischen.
ansonsten gehen wir noch täglich mind. 1 Stunde spazieren und spielen ab und an mit dem Ball .
Man sollte es auch nicht übertreiben und der Hund muss auch lernen einen Tag nichts zu machen falls du mal wirklich krank wirst und nichts machen kannst.
Ich drück dir die Daumen, Aussis sind wirklich wunderschöne Hunde ;)

Naja, das wären ja ähnliche Vorraussetzungen wie bei mir.
Einmal die Woche Hundeschule und ansonsten natürlich jeden Tag Kommandotraining und je nach Alter 1-4 Stunden Spaziergänge (mit Schwimmmöglichkeit, Hundegruppe etc.)
 
Was Du unbedingt noch beachten solltest, ich glaube, das hat hier noch keiner angesprochen ( sorry falls übersehen ) : was ist, wenn Du mit Schule fertig bist??? Der Hund lebt ja womöglich 15 Jahre oder sogar noch länger, dann wirst Du schon arbeiten müssen, wohnst nicht mehr zuhause, was dann?
Du mußt schon ziemlich lange voraus planen!
 
Ja, auch darüber haben wir nachgedacht!

Ich werde aber hier in Mannheim studieren und deshalb auch erstmal während des Studiums zu Hause wohnen bleiben. Danach muss ich natürlich weitersehen, aber der Hund muss schon mit.
 
Hallo Francis!

Du hast Dich eh schon toll informiert und an vieles gedacht. (wenn das bloß alle so machen würden ;) )

Du ein Aussi ist ein toller Hund. Es ist wie beim Border. Nicht jeder Border und jeder Aussie MUSS hüten, stundenlang durch den Wald rennen und 5x wöchentlich Agility machen. Laß Dir den Müll nicht einreden. Je mehr Du Deinen Hund hochziehst und forderst, desto mehr wird er von Dir fordern.
Sport mit Hirn, Spaziergänge, Beschäftigung, aber auch Ruhezeiten und faul sein. Sonst kriegst ein hysterisches Nervenbündel, das rund um die Uhr beschäftigt werden will.
Zu viel an Aktivität ist genauso schlecht wie zu wenig. Ein gutes Mittelmaß machts aus und Du bekommst einen ausgeglichenen, tollen Hund!


lg
Karin
 
forintos schrieb:
Hallo Francis!

Du hast Dich eh schon toll informiert und an vieles gedacht. (wenn das bloß alle so machen würden ;) )

Du ein Aussi ist ein toller Hund. Es ist wie beim Border. Nicht jeder Border und jeder Aussie MUSS hüten, stundenlang durch den Wald rennen und 5x wöchentlich Agility machen. Laß Dir den Müll nicht einreden. Je mehr Du Deinen Hund hochziehst und forderst, desto mehr wird er von Dir fordern.
Sport mit Hirn, Spaziergänge, Beschäftigung, aber auch Ruhezeiten und faul sein. Sonst kriegst ein hysterisches Nervenbündel, das rund um die Uhr beschäftigt werden will.
Zu viel an Aktivität ist genauso schlecht wie zu wenig. Ein gutes Mittelmaß machts aus und Du bekommst einen ausgeglichenen, tollen Hund!


lg
Karin


Oh, danke erstmal :)
 
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