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Triebmodell ausgedient???

chaos

Neuer Knochen
Öfters in diesem Forum werden von den sog. Trieben gesprochen!
Lese zur zeit ein sehr interessantes Buch und würde sehr gerne eure Meinungen dazu hören!

"hundeverhalten" von Barbara Schöning:

"in den letzten 70er-Jahre hinein ging man bei der Erklärung von individuellen Verhaltensweisen noch von Triebmodellen aus, die sehr fest und starr waren. Das Verhalten eines Tieres wurde durch seine Triebe gesteuert.

Es gab den fortpflanzungs-Trieb, den Jagdtrieb, den Wehrtrieb....

diese Triebe konnte z.B. gestaut werden und brachen sich dann irgenwann ihre Bahn.Wenn nun Probleme mit bestimmten Verhaltensweisen beim Hund auftraten war die Sache für die Menschen oft sehr einfach.
Hund und Halter waren Opfer dieser angeborenen Triebe, an denen ma, do die damalige Meinung nichts ändern könne-also wurde der hund abgegeben.

Heute weiß man, dass jedes einzelne Verhalten, welches ein Hund irgendwann einmal in seinem leben zeigt, durche eine Vielzahl an komponenten beinflusst und gesteuert wird- und dass der starre Triebbegriff ausgedient hat.

verhalten wird in der Tat von Motiven und Emotionen gesteuert. Wenn ein Hund ein bestimmtes Verhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt und in einer bestimmten Situation zeigt, dann nur, weil er in genau diesem Moment dazu motiviert ist. Dabei ist es unerheblich, ob es sichbei diesem Verhalten um Schlafen, Fressen offensives Aggressionsverhalten oder das Zéigen eines erlernten Verhalten auf Kommando handelt- hätte der Hund in genau dem entsprechenden Augenblick kein Motiv dafür, würde das Verhalten nicht gezeigt werden.

Die zugrunde liegenden Motiven sind: Fortpflanzung, Schadensvermeidung und Bedarfsdeckung:

ZB Aggressionsverhalten:
Wer heute noch den Triebbegriff für den umgang mit hunden benutzt, sollte zumindes das grundlegende Wissen über Motivationen damit verbinden, in diesem Sinne gibt es dann nämlich nicht einen Aggressionstrieb sondern nur ein komplexes Aggressionsverhalten, welches durch eine Vielzahl von individuellen Umweltreizen und Signalen ausgelöst und modifiziert wird und darüber auch trainierbar ist.

ZB. Der Beutetrieb:
ist besser als Jagdverhalten zu bezeichenen, welches im natürlichem Umfeld mit dem Ziel der Bedarfdeckung gezeigt wird, wenn die entsprechende Situation und Emotion (hunger, Anblick der Beute etc.) eingetreten ist.
Dabei kann man für den Wolf sagen, dass er durczaus auch auf die gads geht, wenn nach physiologischen Gesichtspunkten noch kein echtes Hungergefühl eingetreten ist.
Jagdglück lässt sich nicht im voraus bestimmen-darum nutzt man lieber einmal öfter eine sich bietende Chance als einmal zu wenig.
Beute lässt sich ja auch für schlechte Zeiten vergraben!

Hierher rührt auch die tatsache, daß unsere Hunde auch Jagdverhalten zeigen, wenn zwar der Anblick der Beute da ist , das Ganze aber zwei Stunden nach dem letzten Mahl stattfindet.

Und hierher rührt auch die Tatsache, dass man Elemente des Jagdverhaltens über einen <Beutereiz> bzw. <ein Beeutesignal> für andere Zwecke (z.b im schutzdienst oder in der Hütearbeit) nutzen und trainiereb kann"

Sehr gutes buch mit vielen interessanten themen--zu empfehlen!
 
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