Heut war nicht Toya's Tag. Um 9 Uhr morgens hatten wir einen Termin beim TA, für sein Gesundheitsattest für Israel.
Unterwegs passierte ihm so einiges, dass ich von Glück sagen kann, dass er das Attest noch gekriegt hat
Da war zunächst dieser Laternenmast, den Väterchen Frost mit einer dicken Frostschicht überzogen hat. Überhaupt war alles weiß und neblig.
Der Mast bat sich bestens an, das Revier zu markieren, dachte Toya, und hob sein Bein; um gut zu treffen, ging er extra nah ran.
"Ieps? Miep... miepmiep..."
Was war los?
Sein Pietchen war am Mast festgefroren... dank der eigens für solche Notlagen produzierten Körperwärme, gelang es Toya jedoch, sich in wenigen Momenten freizuschmelzen.
Als wir uns von dem verräterischen Mast entfernten, drehte Toya sich immer wieder misstrauisch um, ob der Mast uns auch ja nicht verfolgt. Ab und zu ließ er ein warnendes "Umpf" hören.
Dann marschierte Toya wieder voller Tatendrang weiter, als plötzlich aus dem Nebel eine Silhouette erschien und sich zügig näherte. Ein Radfahrer! Schnell ziehe ich Toya zur Seite, als der Aluminiumritter aus dem Nebel an uns vorbeiraste. Mit ungäubigen Augen drehte Toya sich um und sah, wie der mysteriöse Aluritter im Nebel verschwand...
Stille.
Ein Tierarztbesuch kostet Geld, so gehen wir noch kurz zur Bank, ein Scheinchen abheben. Vor der offenen Schwingtür, zögert Toya. Solche Türen bekam er schon öfters ins Gesicht. Ich stand drinnen, er draußen.
"Gut," dachte ich, "wartet er halt draußen."
So ließ ich die Tür gemächlich zufallen, mit 3 Metern Flexileine dazwischen. So könnte Toya draußen warten und trotzdem angeleint bleiben.
Doch der überlegte es sich im letzten Augenblick anders und klemmte sich den Hintern in der Tür ein.
Wie ein Krebs seitwärts trippelnd, schlich er mir hinterher, die Augen auf die Tür gerichtet und misstrauisch umpfend.
Das Geld kam aus dem Automaten, der nun auch meine Bankkarte ausspuckte. Mit meinen dicken Handschuhen etwas ungeschickt, riss ich die Karte aus dem Schlitz und ließ sie haarscharf an Toya's Schläfe vorbeischießen.
Angeblich haben Akitas ja kleine Schlitzaugen und keine panisch geweiteten Glubschaugen... wie so:
Den Rest des Weges, legte Toya einen eher vorsichtigen Gang ein. Hielt auch deutlich Abstand zu allem, woran er das Bein hob. Also mehr "allem", als "Abstand".
Endlich. Der Tierarzt! Endlich erreichten wir unser Ziel. Das Gesundheitsattest konnte noch ausgestellt werden und Toya war überglücklich, die Frau Doktor zu sehen: unsere Tierärztin ist schlau, gibt nach jedem Unangenehmen ein Leckerli...
Auf dem Rückweg blitzte Toya mich vorwurfsvoll an, denn der versehentliche Mordanschlag in der Bank wäre nicht nötig gewesen: die TÄ war gutgelaunt und ließ uns gratis davonkommen.
Aber da scheißt Toya drauf. Beziehungsweise, hockte sich hin, um sich von seinem Abendessen zu trennen.
"MIEP!"
Erschrocken sprang Toya auf (und ein Würstchen flog). Er hatte sich auf eine Distel gehockt. Mit Frost bedeckt, sind die um diese Jahreszeit noch härter.
An einem anderen Ort glückte es ihm dann doch noch.
Wenige hundert Meter vorm Ziel, hören wir plötzlich wütendes Gebell, sehen aber keinen Hund - beinahe zu spät sehe ich ihn dann doch, denn 20cm Schulterhöhe befindet sich nicht auf meiner Augenhöhe.
Aber wo war das Herrchen? Dieses sollte den Kleinen nämlich schleunigst zurückrufen, denn der trippelte wütend auf Toya zu, der von so viel Frechheit von dieser Plattlaus schon auf 180 war.
Sollte ich die Straßenseite wechseln? Was, wenn er dann, uns verfolgend, vor ein Auto rennt? Nein, ich versuchte, Toya mit aller Macht weiterzuzerren, aber der Kleine kam immer näher. Ich überlegte mir schon, wo ich ihn begraben soll, da öffnet sich eine Tür und ein alter Mann schlich hinaus und rief seinen kleinen.... seinen kleinen... Giftzwerg... zurück.
Das gibt's hier öfters, dass die Leute ihre Hunde alleine gassi schicken
Ein Gebüsch! Und stinken tat's daher! Natürlich musste Toya das überprüfen und steckte seinen Kopf in ein Spinnennetz, ebenfalls von Frost überzogen. Die Spinnenhaube auf dem Kopf, stand ihm vorzüglich.
Das fand Mii-Katze bei unserer Rückkehr aber nicht und schlug Toya wütend fauchend, eine rein.
Und von seiner Bezugsperson weder Trost noch Mitleid. Nur Spott
Unterwegs passierte ihm so einiges, dass ich von Glück sagen kann, dass er das Attest noch gekriegt hat
Da war zunächst dieser Laternenmast, den Väterchen Frost mit einer dicken Frostschicht überzogen hat. Überhaupt war alles weiß und neblig.
Der Mast bat sich bestens an, das Revier zu markieren, dachte Toya, und hob sein Bein; um gut zu treffen, ging er extra nah ran.
"Ieps? Miep... miepmiep..."
Was war los?
Sein Pietchen war am Mast festgefroren... dank der eigens für solche Notlagen produzierten Körperwärme, gelang es Toya jedoch, sich in wenigen Momenten freizuschmelzen.
Als wir uns von dem verräterischen Mast entfernten, drehte Toya sich immer wieder misstrauisch um, ob der Mast uns auch ja nicht verfolgt. Ab und zu ließ er ein warnendes "Umpf" hören.
Dann marschierte Toya wieder voller Tatendrang weiter, als plötzlich aus dem Nebel eine Silhouette erschien und sich zügig näherte. Ein Radfahrer! Schnell ziehe ich Toya zur Seite, als der Aluminiumritter aus dem Nebel an uns vorbeiraste. Mit ungäubigen Augen drehte Toya sich um und sah, wie der mysteriöse Aluritter im Nebel verschwand...
Stille.
Ein Tierarztbesuch kostet Geld, so gehen wir noch kurz zur Bank, ein Scheinchen abheben. Vor der offenen Schwingtür, zögert Toya. Solche Türen bekam er schon öfters ins Gesicht. Ich stand drinnen, er draußen.
"Gut," dachte ich, "wartet er halt draußen."
So ließ ich die Tür gemächlich zufallen, mit 3 Metern Flexileine dazwischen. So könnte Toya draußen warten und trotzdem angeleint bleiben.
Doch der überlegte es sich im letzten Augenblick anders und klemmte sich den Hintern in der Tür ein.
Wie ein Krebs seitwärts trippelnd, schlich er mir hinterher, die Augen auf die Tür gerichtet und misstrauisch umpfend.
Das Geld kam aus dem Automaten, der nun auch meine Bankkarte ausspuckte. Mit meinen dicken Handschuhen etwas ungeschickt, riss ich die Karte aus dem Schlitz und ließ sie haarscharf an Toya's Schläfe vorbeischießen.
Angeblich haben Akitas ja kleine Schlitzaugen und keine panisch geweiteten Glubschaugen... wie so:
Den Rest des Weges, legte Toya einen eher vorsichtigen Gang ein. Hielt auch deutlich Abstand zu allem, woran er das Bein hob. Also mehr "allem", als "Abstand".
Endlich. Der Tierarzt! Endlich erreichten wir unser Ziel. Das Gesundheitsattest konnte noch ausgestellt werden und Toya war überglücklich, die Frau Doktor zu sehen: unsere Tierärztin ist schlau, gibt nach jedem Unangenehmen ein Leckerli...
Auf dem Rückweg blitzte Toya mich vorwurfsvoll an, denn der versehentliche Mordanschlag in der Bank wäre nicht nötig gewesen: die TÄ war gutgelaunt und ließ uns gratis davonkommen.
Aber da scheißt Toya drauf. Beziehungsweise, hockte sich hin, um sich von seinem Abendessen zu trennen.
"MIEP!"
Erschrocken sprang Toya auf (und ein Würstchen flog). Er hatte sich auf eine Distel gehockt. Mit Frost bedeckt, sind die um diese Jahreszeit noch härter.
An einem anderen Ort glückte es ihm dann doch noch.
Wenige hundert Meter vorm Ziel, hören wir plötzlich wütendes Gebell, sehen aber keinen Hund - beinahe zu spät sehe ich ihn dann doch, denn 20cm Schulterhöhe befindet sich nicht auf meiner Augenhöhe.
Aber wo war das Herrchen? Dieses sollte den Kleinen nämlich schleunigst zurückrufen, denn der trippelte wütend auf Toya zu, der von so viel Frechheit von dieser Plattlaus schon auf 180 war.
Sollte ich die Straßenseite wechseln? Was, wenn er dann, uns verfolgend, vor ein Auto rennt? Nein, ich versuchte, Toya mit aller Macht weiterzuzerren, aber der Kleine kam immer näher. Ich überlegte mir schon, wo ich ihn begraben soll, da öffnet sich eine Tür und ein alter Mann schlich hinaus und rief seinen kleinen.... seinen kleinen... Giftzwerg... zurück.
Das gibt's hier öfters, dass die Leute ihre Hunde alleine gassi schicken
Ein Gebüsch! Und stinken tat's daher! Natürlich musste Toya das überprüfen und steckte seinen Kopf in ein Spinnennetz, ebenfalls von Frost überzogen. Die Spinnenhaube auf dem Kopf, stand ihm vorzüglich.
Das fand Mii-Katze bei unserer Rückkehr aber nicht und schlug Toya wütend fauchend, eine rein.
Und von seiner Bezugsperson weder Trost noch Mitleid. Nur Spott
Zuletzt bearbeitet: