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Rumänien: Mit 1.März droht Streunermassaker

CANIS Office

Neuer Knochen
Quelle: Die Welt, 6.2.01

Rumänien will 300 000 Hunde loswerden

Ministerpräsident Nastase fürchtet um das Image seines Landes

Von Boris Kalnoky

Budapest - Ein Artikel in der französischen Zeitung "Libération" könnte für 300 000 Hunde in Rumänien den Tod bedeuten. Thema des Artikels: Rumäniens Straßenhunde. Einer der Leser des Beitrags: Rumäniens Ministerpräsident Adrian Nastase.
Der Regierungschef las und erschrak. Was da erzählt wurde, tauchte Rumänien in ein schlechtes Licht. Ein Land, in dem die Straßen der Großstädte von tollwütigen Kötern unsicher gemacht werden, kann seiner Meinung nach wohl nicht zur Elite der europäischen Nationen gezählt werden. Also wies Nastase die Bürgermeister der Städte Rumäniens in einem Rundschreiben an, die Hunde loszuwerden. Wie, das mögen sich die Städte selbst überlegen. Aber es gibt nicht allzu viele Möglichkeiten, das Problem zu lösen. Das Einfachste scheint, alle Hunde umzubringen.

Tatsächlich geht es nicht nur um das Image Rumäniens im Ausland. Allein im vergangenen Jahr wurden annähernd 20 000 Bukarester von - zum Teil tollwütigen - Straßenhunden gebissen. In Bukarest gibt es nach groben Schätzungen mindestens 40 000 Straßenhunde.

Sie und der Müllberg sind zwei der größten Probleme der Stadt. In vielen Teilen Bukarests wird der Müll auf die Straßen gekippt, ohne dass jemals die Müllabfuhr vorbeikommt. Dafür kommen die Hunde. Danach kommen die bedauernswerten Kinder der Roma, um nach Verwertbarem zu suchen. Und ganz zum Schluss kommen die Ratten. Wer das nicht glauben mag, sollte einfach einmal einen solchen Bukarester Müllberg einen Tag lang beobachten.

Was die Hunde betrifft: Nastase ist nicht der Erste, der sich nach ihrem Verschwinden sehnt. Frühere Regierungen kamen zu ähnlichen Schlüssen. Bislang gab es zwei Versuche, die Hunde loszuwerden. Der erste bestand darin, sie mit Giftspritzen auszurotten. Bis Tierschutzorganisationen Wind davon bekamen und Videoaufnahmen publizierten. Das war das Ende dieses Versuchs.

Der zweite Anlauf war raffinierter. Die Hunde, so wurde verkündet, sollten nun lediglich sterilisiert werden. Also keine Nachkommen, also bald auch keine Straßenhunde mehr. Das jedoch erwies sich als teuer und gar nicht einfach. Das unrealistische Projekt schlief mangels Geld bald ein.

Ministerpräsident Nastase teilte den Bürgermeistern schließlich mit, dass sie das Problem endlich lösen sollen. Er sagte wieder nicht, wie. Doch jetzt steht definitiv fest: Die Tiere werden vom 1. März an eingefangen und zehn Tage später getötet. Es sei denn, bis dahin meldet sich ein Besitzer. Was kaum zu erwarten ist.
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Mag.Alexander Willer
Tierschutzverein CANIS
 
Original erstellt von CANIS Office:
Quelle: Die Welt, 6.2.01

Rumänien will 300 000 Hunde loswerden

Ministerpräsident Nastase fürchtet um das Image seines Landes

Von Boris Kalnoky

Budapest - Ein Artikel in der französischen Zeitung "Libération" könnte für 300 000 Hunde in Rumänien den Tod bedeuten.........

Mit Betroffenheit habe ich Ihren Beitrag gelesen - ich bin entsetzt, hat nicht der Verein "Vier Pfoten" bereits vor Ort in Rumänien Streunerhunde kastriert bzw. sterilisiert? Es wurde viel Geld für diesen Zweck gespendet und Mitglieder haben Engagement und Arbeitszeit investiert. Im "Vier Pfoten" - Report war zu lesen, dass die Rumänen an "ihren" Hunden - trotz der schlechten Bedingungen unter denen die meisten Menschen leben müssen - hängen? Sind nicht die meisten Tiere ausgesetzte Haushunde, weil zu Zeiten des Kommunismus Hundehaltung verboten war? Wie steht die Bevölkerung dazu - was sagt "Vier Pfoten"?
 
Meines Wissens sind die Vier Pfoten in Bukarest vor Ort.
Die 4P-Aktionen laufen aber unabhängig von denen von CANIS. Wir stehen mit VgT und IBT im Kontakt.
 
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